Das Zwischenlager Ahaus

Das Transportbehälterlager Ahaus (TBL-A) ist ein Zwischenlager zur Aufbewahrung von ausgedienten Brennelementen und Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung. Das von der BGZ betriebene Zwischenlager befindet sich auf dem Gebiet der Stadt Ahaus im westlichen Münsterland, etwa drei Kilometer östlich des Stadtzentrums. Das Transportbehälterlager Ahaus wurde von 1984 bis 1990 errichtet. Die Lagerhalle besteht aus zwei durch einen Empfangs- und Wartungsbereich voneinander getrennten Lagerhallenhälften.

Brennelement-Zwischenlager Ahaus GmbH

Ammeln 59
48683 Ahaus

Telefon 02561 426-0
Fax 02561 426-99
E-Mail info@bgz.de

Anfahrtsskizze (PDF)

Aktuelle Belegung des Zwischenlagers Ahaus

Im TBL-A werden seit März 1998 sechs CASTOR®-V-Behälter mit abgebrannten Brennelementen aus deutschen Leichtwasserreaktoren gelagert. Die ebenso hier lagernden, deutlich kleineren 305 CASTOR®-THTR-Behälter sind mit bestrahlten Brennelementen aus dem stillgelegten Thorium-Hochtemperatur-Reaktor (THTR) in Hamm-Uentrop beladen. Der Abtransport dieser Brennelemente in das Zwischenlager Ahaus war eine unverzichtbare Voraussetzung für die Stilllegung dieses Kraftwerkes. Darüber hinaus lagern hier seit 2005 18 Behälter vom Typ CASTOR® MTR 2 mit Brennelementen aus dem Forschungsreaktor in Rossendorf.

Eingelagerte Brennelemente und schwachradioaktive Abfälle

Erste Einlagerung eines Konrad-Containers in der westlichen Hallenhälfte

Auf einer Fläche von ca. 5.000 m² verfügt das TBL-A über 420 Stellplätze für Transport- und Lagerbehälter. Die 329 CASTOR®-Behälter nehmen nur etwas mehr als zehn Prozent der Lagerkapazität in Anspruch. In der westlichen Hallenhälfte werden daher seit 2010 schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus dem Betrieb und der Stilllegung deutscher Kernkraftwerke zwischengelagert. Mit Beginn seiner Annahmebereitschaft sollen diese Abfälle an das Endlager Konrad abgegeben werden. BGZ hat dazu Ende August 2016 eine Verlängerung der Lagerung der schwachradioaktiven Abfälle bei der Bezirksregierung Münster beantragt, um diese bis zu deren Abgabe an das Endlager Konrad weiterhin rechtssicher aufbewahren zu können. Dabei bleiben die bislang genehmigte Art und Höchstmenge sowie das Aktivitätsinventar der schwachradioaktiven Abfälle unverändert.

Sicherheit und Umweltschutz

Die Strahlung am Anlagenzaun wird kontinuierlich überwacht. Die Messwerte liegen seit Einlagerungsbeginn im Schwankungsbereich der natürlichen Strahlung und somit weit unter den Grenzwerten der Strahlenschutz­verordnung. Zusätzlich zu den Messungen der BGZ betreibt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) ein eigenes, von der BGZ unabhängiges Messsystem rund um die Anlage. Die Behörde veröffentlicht die Messergebnisse tagesaktuell unter folgendem Link: www.rfue.nrw.de

Kommunikation vor Ort

Besuchen Sie uns im Informationshaus, wo zu allen Themen rund um die sichere und zuverlässige Zwischen­lagerung klar Stellung bezogen wird und der persönliche Austausch im Vordergrund steht. Alle Bürgerinnen und Bürger sind nach wie vor herzlich eingeladen, sich hier vor Ort über die sichere Zwischenlagerung zu informieren.