Forum zum Logistikzentrum Konrad geht online

Die BGZ bietet ein neues Informationsangebot zum geplanten Logistikzentrum für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Würgassen an. Es richtet sich vor allem an Bürgerinnen und Bürger aus dem Weserbergland und steht für Fragen, Kommentare und Kritik offen. Das Forum wird am Montag, den 6. April um 9 Uhr auf der Webseite www.logistikzentrum-konrad.de unter der Rubrik „Ihre Fragen“ online gehen.

„Mit dem Forum erweitern wir unser bisheriges Informationsangebot zum Logistikzentrum für das Endlager Konrad“, sagte BGZ-Geschäftsführer Dr. Ewold Seeba. Mit der Pressekonferenz am 6. März hatte die BGZ bereits die Webseite www.logistikzentrum-konrad.de freigeschaltet, auf der alle relevanten Informationen zum Projekt zugänglich sind. Fragen aus der Bevölkerung beantwortet die BGZ seither per Mail und Telefon, dieses Angebot besteht selbstverständlich auch weiterhin.

Die geplante Informationsveranstaltung in der Stadthalle Beverungen sowie der persönliche Dialog können aufgrund der Corona-Pandemie jedoch aktuell nicht stattfinden. „Um dem Bedürfnis nach weitergehenden Informationen zum Projekt gerecht zu werden, haben wir diese Alternative entwickelt“ sagte Seeba. Das Forum sei ausdrücklich eine Ergänzung und kein Ersatz für die verschobene Informationsveranstaltung. „Diese wird nachgeholt, sobald das ohne eine gesundheitliche Gefährdung der Teilnehmer*innen durch das Corona-Virus möglich ist“, so Seeba.

Der Zugang zum Forum ist einfach: Es reicht die Angabe des Namens oder eines Pseudonyms. Eine Registrierung ist nicht notwendig. Auf Wunsch informiert die BGZ den Fragesteller per Mail über die veröffentlichte Antwort.

Zum Forum geht es hier: www.logistikzentrum-konrad.de/fragen

Hintergrund:  Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potentiellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. Die Standortauswahl wurde in einem Gutachten des Ökoinstituts im Auftrag des Bundesumweltministeriums bestätigt. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

 

Für Rückfragen:

Burghard Rosen
Leiter Presse und Standortkommunikation
Telefon +49 201 2796-1480
E-Mail burghard.rosen@bgz.de

Hendrik Kranert-Rydzy
Pressesprecher Logistikzentrum Endlager Konrad
Telefon +49 30 253592-143
E-Mail hendrik.kranert@bgz.de

Einladung zum Dialog

Coronavirus: Sichere Zwischenlagerung gewährleistet

Als Unternehmen, das für die sichere Aufbewahrung radioaktiver Abfälle zuständig ist, hat BGZ die vom Coronavirus ausgehenden Risiken von Beginn an sehr ernst genommen. Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung sowie unserer Mitarbeiter*innen stehen für uns immer an erster Stelle.

Wir ergreifen daher bereits seit Wochen präventive Maßnahmen, um die Mitarbeiter*innen vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Diese werden täglich neu bewertet und lageabhängig ausgeweitet und ergänzt. Dazu gehören neben Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit unter anderem Vorkehrungen, mit denen der Kontakt der Beschäftigten untereinander und mit anderen Personengruppen eingeschränkt wird sowie zusätzliche Schritte, die den Zugang zu unseren Betriebsstätten beschränken.
Bei der Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle in den Zwischenlagern der BGZ ist und bleibt dabei die Sicherheit auch angesichts der aktuellen Lage uneingeschränkt gewährleistet.

Beim Betrieb der Zwischenlager bewährt sich gegenwärtig das Konzept der trockenen Zwischenlagerung in Transport- und Lagerbehältern. Dieses Konzept stellt die Einhaltung der Schutzziele primär über die Bauweise der dickwandigen Metallbehälter sicher. Dadurch ist die Einhaltung der Schutzziele stets gewährleistet:

  • Eine Gefährdung von Leben und Gesundheit infolge erheblicher Direktstrahlung oder infolge der Freisetzung einer erheblichen Menge radioaktiver Stoffe muss verhindert werden können.
  • Eine einmalige oder wiederholte Entwendung von Kernbrennstoffen in Mengen, mit denen ohne Wiederaufarbeitung und Anreicherung die Möglichkeit der unmittelbaren Herstellung einer kritischen Anordnung gegeben ist, muss verhindert werden können.
  • Eine einmalige oder wiederholte Entwendung von Kernbrennstoff in Mengen, mit denen eine Gefährdung von Leben und Gesundheit infolge erheblicher Direktstrahlung oder Freisetzung einer erheblichen Menge radioaktiver Stoffe aus Kernbrennstoffen an einem anderen Ort möglich ist, muss verhindert werden können.

Die Arbeits- und Kommunikationsfähigkeit der BGZ mit Aufsichtsbehörden, Partnerunternehmen und der Öffentlichkeit ist an allen Standorten gewährleistet.

Einladung zum Dialog

Corona-Pandemie: Informationsveranstaltung zum Logistikzentrum Endlager Konrad in Würgassen wird verschoben

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und in Abstimmung mit der Stadt Beverungen wird die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung die für den 18. März 2020 geplante Informationsveranstaltung zum Bau eines Logistikzentrums für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Beverungen/Würgassen verschieben. Die Veranstaltung wird sobald wie möglich nachgeholt. Die BGZ wird als Alternative ein Live-Streaming anbieten.

Die von der BGZ geplante Informationsveranstaltung in der Stadthalle Beverungen war für rund 800 Gäste vorgesehen. Das Unternehmen teilt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie die Risikobewertung der Stadt Beverungen und begrüßt die von der Behörde getroffene Entscheidung, auf die Veranstaltung in der jetzigen Situation zu verzichten. „Ich bedauere die Absage sehr. Wir sehen ganz klar das große Bedürfnis der Bevölkerung nach Informationen zu unserem Projekt. In der aktuellen Situation muss aber der Schutz der Gesundheit der Menschen vor Ort uneingeschränkten Vorrang vor dem zweifelsohne großen Informationsbedürfnis haben“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der BGZ, Dr. Ewold Seeba.

Seeba kündigte an, die Informationsveranstaltung unverzüglich nachzuholen, sobald dies angesichts der Infektionslage vertretbar sei. Darüber hinaus werde das Unternehmen ein alternatives Veranstaltungsformat anbieten – etwa über „Facebook live“ oder andere geeignete Online-Formate.

Weitere Details wird die BGZ in den nächsten Tagen bekannt geben.

Zum Hintergrund: Derzeit wird das stillgelegte Eisenerzbergwerk Schacht Konrad in Niedersachsen durch die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) zum Endlager schwach- und mittelradioaktiven Atommüll ausgebaut. Dieses Endlager soll 2027 fertiggestellt sein. Um die dort benötigten Abfallbehälter passgenau nach Bedarf anliefern zu können, ist es nötig, diese Behälter zuvor in einem zentralen Logistikzentrum zu entsprechenden Chargen zusammenzustellen. Dieses Logistikzentrum soll auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen entstehen.

Weiter Informationen erhalten Sie unter www.logistikzentrum-konrad.de.

 

Für Rückfragen:      Burghard Rosen
Leiter Presse und Standortkommunikation
Telefon +49 201 2796-1480
E-Mail burghard.rosen@bzg.de

 

Hendrik Kranert-Rydzy
Pressesprecher Logistikzentrum Endlager Konrad
Telefon +49 30 253592-143
E-Mail hendrik.kranert@bgz.de

Logistikzentrum für Endlager Konrad entsteht in Würgassen

Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung plant den Bau eines Logistikzentrums für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen im Landkreis Höxter (Nordrhein-Westfalen). Ab dem Jahr 2027 soll das Logistikzentrum die passgenaue Belieferung des Endlagers Konrad nahe Salzgitter sicherstellen. Die BGZ wird die Bürgerinnen und Bürger am 18. März 2020 zu einer Informationsveranstaltung um 18 Uhr in die Stadthalle Beverungen einladen.

In dem neuen Logistikzentrum in Würgassen sollen ab dem Jahr 2027 Behälter mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern in ganz Deutschland gesammelt und für den Transport ins Endlager Konrad zusammengestellt werden. Die radioaktiven Abfälle stammen aus Betrieb, Stilllegung und Rückbau von Atomkraftwerken sowie aus den Bereichen Medizin, Forschung und Gewerbe. Hochradioaktive Abfälle, wie etwa abgebrannte Brennelemente, werden dort nicht gelagert.

Die Konzentration der Abfallbehälter in Würgassen ist notwendig, um die zügige Einlagerung des Atommülls im Endlager Konrad sicherzustellen und den dortigen Einlagerungsprozess insgesamt zu beschleunigen. Das Logistikzentrum wird nach dem Ende des Einlagerungsbetriebs im Endlager geschlossen. Für das Logistikzentrum wird ein rund 325 Meter langes, 125 Meter breites und 16 Meter hohes Gebäude aus Stahlbeton errichtet. Die Errichtung soll mit Inbetriebnahme des Endlagers Konrad im Jahr 2027 abgeschlossen sein. Es werden etwa 450 Millionen Euro investiert und rund 100 dauerhafte Arbeitsplätze entstehen.

„Wir haben uns nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung potenzieller Standorte und in Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium für Würgassen als Standort für unser Logistikzentrum entschieden“, sagte Dr. Ewold Seeba als Vorsitzender der Geschäftsführung der BGZ. Ausschlaggebend für die Entscheidung seien mehrere Faktoren gewesen: „Am ehemaligen Atomkraftwerksstandort sind bereits zwei Zwischenlager in Betrieb. Die für ein solches Logistikzentrum nötige Infrastruktur ist daher vorhanden. Der Standort verfügt über die notwendigen freien Flächen und über den notwendigen Anschluss an das Schienennetz“, so Seeba weiter.

Mit dem Logistikzentrum in Würgassen werde der Prozess der Entsorgung von schwach- und mittelradioaktivem Abfall im Endlager Konrad vereinfacht und beschleunigt. „Das ist ein Gewinn an Sicherheit für alle. Nur ein unterirdisches Endlager wie Konrad bietet die Gewähr, diese Abfälle dauerhaft ohne Gefahr für Mensch und Umwelt zu lagern“, sagte Seeba. Er versicherte, „dass die BGZ ihre Standortentscheidung sowie ihre weiteren Planungen in Veranstaltungen vor Ort erläutern wird, zusätzlich zur ohnehin gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen des jetzt einzuleitenden Genehmigungsverfahrens“.

Die bundeseigene BGZ verstehe sich als Partner der Gemeinde und der Region und wolle diese bei gemeinsamen Interessen unterstützen, so Seeba.

Hintergrund: Derzeit wird das stillgelegte Eisenerzbergwerk Schacht Konrad bei Salzgitter von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) zum Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle ausgebaut. Es soll 2027 fertiggestellt sein. Die Errichtung eines Zentralen Bereitstellungslagers als Logistikzentrum für das Endlager Konrad ist im 2017 in Kraft getretenen Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehen und wurde im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD aus dem Jahr 2018 ausdrücklich bekräftigt.

 

Die BGZ wurde von der Bundesregierung beauftragt, ein Bereitstellungslager für das Endlager Konrad zu planen und zu errichten. Um eine rechtzeitige Realisierung dieses Logistikzentrums bis zur Inbetriebnahme des Endlagers Konrad sicherzustellen, konzentrierten sich die Untersuchungen der BGZ auf Flächen im Bundesbesitz und Flächen an ehemaligen Kernkraftwerksstandorten. Die entscheidenden logistischen und sicherheitstechnischen Kriterien für einen Standort wurden im Sommer 2018 von der Entsorgungskommission des Bundes veröffentlicht.

Die besondere Eignung des Standortes Würgassen für die Anlage wurde auch vom Öko-Institut Darmstadt im Auftrag des Bundesumweltministeriums in einem Gutachten überprüft und bestätigt.

 

 

Für Rückfragen:

Burghard Rosen
Leiter Presse und Standortkommunikation
Telefon +49 201 2796-1480
E-Mail burghard.rosen@bgz.de

Hendrik Kranert-Rydzy
Pressesprecher Logistikzentrum Konrad
Telefon +49 30 253592-143
E-Mail hendrik.kranert@bgz.de

BGZ auf der Ausbildungsmesse Salzwedel

Als eins von über 80 Unternehmen hat sich die BGZ auf der Ausbildungsmesse in Salzwedel präsentiert.

Die Gesellschaft für Zwischenlagerung engagiert sich für den Nachwuchs und bildet am Standort Gorleben Elektroniker*innen für Betriebstechnik aus. Am Stand in der Sporthalle der berufsbildenden Schulen stießen die zahlreichen Informationsmöglichkeiten auf reges Interesse.

„Viele Jugendliche nutzen die gut organisierte Messe, um auszuloten, welche Ausbildung die richtige ist und dabei frühzeitig erste Kontakte zu den Betrieben herzustellen“, so Ausbildungsleiter Felix Kamphausen. Auch die Azubis der BGZ waren vor Ort, um Fragen zu den Abläufen und Anforderungen der Ausbildung zu beantworten. Insbesondere die Modelle und Beispiele in Form von elektronischen Steuerungen veranschaulichten praxisnah das berufliche Tätigkeitsfeld. Interesse an Technik und gute Noten in Mathe und Physik sind beste Voraussetzungen, um ins Berufsleben zu starten. Wer sich selbst ein Bild von der Ausbildung bei der BGZ machen möchte, kann dies bei einem Praktikum tun.

Interessierte können sich unter karriere.bgz.de informieren und bewerben.

Krümmel: BGZ setzt Veranstaltungsreihe fort

Die BGZ hat am Dienstagabend ihre Dialogveranstaltungen am Standort Krümmel fortgesetzt. Bürgerinnen und Bürger tauschten sich im Ratssaal der Stadt Geesthacht mit den Verantwortlichen der BGZ über die sichere Aufbewahrung radioaktiver Abfälle am Standort aus.

Der Leiter des Zwischenlagers, Dr. Henning Knigge, erklärte: „Die Übernahme des Zwischenlagers für ausgediente Brennelemente zum Jahresbeginn 2019 hat gut funktioniert, wir betreiben es sicher und zuverlässig. Wir bereiten uns nun auf die Übernahme des Zwischenlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle im kommenden Jahr vor. Dazu stehen wir in engem Austausch mit der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH, die das Abfalllager derzeit errichtet.“

„Mit der Einlagerung des letzten Brennelements des Kernkraftwerks Krümmel und der damit verbundenen Brennstofffreiheit der Anlage ist die Annahme hochradioaktiver Abfälle in unser Zwischenlager abgeschlossen“, erläutert Dr. Henning Knigge. „Auch die Nachrüstung der Anlagensicherung verläuft planmäßig“, so Knigge weiter. „Zudem werden wir personell weiter wachsen und unsere BGZ-Mannschaft von derzeit neun auf 19 Mitarbeiter vergrößern.“

Olaf Schulze äußerte sich als Bürgermeister von Geesthacht im Anschluss positiv über die Arbeit und die Kommunikation der BGZ: „Es ist erfreulich, dass die Übertragung des Zwischenlagers reibungslos verlaufen ist und die BGZ in transparenter Form über den Fortgang der zahlreichen Projekte berichtet“, so Schulze.

Ahaus: Regelmäßiger Informationsaustausch mit dem Rat der Stadt

Mitglieder des Rates und der Stadtverwaltung Ahaus haben sich am gestrigen Abend zu ihrem regelmäßigen Informationsaustausch mit Vertretern der BGZ am Zwischenlager Ahaus getroffen.

Im Informationshaus gab zunächst Burghard Rosen den Ratsmitgliedern einen Überblick über die Entwicklung der BGZ seit dem letzten Treffen vor gut einem Jahr. Bedingt durch die Übernahme zahlreicher Zwischenlager in Deutschland hat sich die Belegschaft der BGZ auf heute gut 350 Beschäftigte verdoppelt. Aktuell betreibt die BGZ 21 Zwischenlager an 16 Standorten.

Für das Zwischenlager Ahaus gingen mit diesem Wachstum personelle Veränderungen einher: Die Presse- und Standortkommunikation Ahaus hat zum 1. Januar 2020 Dr. David Knollmann von Burghard Rosen übernommen, der in dieser Funktion für alle BGZ-Standorte in Deutschland tätig ist. Zudem stellte sich Uwe Wolf als neuer Leiter des Zwischenlagers Ahaus vor. Er folgt auf Markus Röder, der die Leitung der BGZ-Standorte in Nordwestdeutschland übernommen hat und der den Ratsmitgliedern die aktuellen Projekte am Standort Ahaus erläuterte. Hierzu gehören weit fortgeschrittene Nachrüstungsmaßnahmen ebenso wie die Aufbewahrung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle oder die geplante Zwischenlagerung von Forschungsreaktorbrennelementen im Zwischenlager Ahaus.

Detaillierte Informationen zu den Hintergründen des vorgesehenen Transports der Brennelemente des Forschungsreaktors der Technischen Universität München (FRM II) vermittelte Dr. Heiko Gerstenberg als dessen stellvertretender technischer Direktor. Er beschrieb die Art des verwendeten Kernbrennstoffs, seine Anwendungsgebiete im Forschungsreaktor und zeigte auf, welche technischen und genehmigungsrechtlichen Schritte bis zu einer Einlagerung der Brennelemente im Zwischenlager Ahaus zu absolvieren sind. Im Anschluss an die Einführungsvorträge tauschten sich die Vertreter von BGZ und TU München mit den Ratsmitgliedern über ihre Fragen und Positionen zur Zwischenlagerung in Ahaus aus.

„Ungeachtet unterschiedlicher Auffassungen in einigen Fragen bleibt der persönliche Austausch und der offene Umgang miteinander weiterhin richtig und wichtig“, erklärte Karola Voß, Bürgermeisterin der Stadt Ahaus. Voß dankte der BGZ wie der Delegation der TU München für die Informationen aus erster Hand. „Diesen Dialog hier am Standort möchten wir auch in Zukunft aufrechterhalten“, so Voß weiter.

Biblis: Aufbewahrung von Wiederaufarbeitungsabfällen genehmigt

Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) hat der BGZ die Genehmigung nach dem Atomgesetz erteilt, sechs CASTOR-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen im Zwischenlager Biblis aufzubewahren.

Die Behälter mit den verglasten Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente sollen im ersten Halbjahr 2020 vom britischen Sellafield nach Biblis transportiert werden. Die BGZ hatte dem hessischen Umweltministerium als Aufsichtsbehörde bereits im November mit einem leeren Behälter die Beherrschung der sicheren Einlagerung in das Zwischenlager Biblis nachgewiesen.

Für einen Transport nach Biblis ist zudem eine noch nicht erteilte Genehmigung nach dem Atomgesetz erforderlich, die ein von der Energiewirtschaft beauftragtes Transportunternehmen beim BfE beantragt hat.

Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Die dabei angefallenen, in Deutschland verursachten hochradioaktiven Abfälle wurden größtenteils bereits nach Deutschland zurückgeholt. Nach den noch durchzuführenden Transporten der verbliebenen insgesamt 25 Behälter an vier Standorte in Deutschland wird die Rückführung der hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland abgeschlossen sein. Verursacher dieser Abfälle sind die deutschen Atomkraftwerke. Deutschland ist zur Rücknahme dieser Abfälle verpflichtet. Im Jahr 2015 hatte das Bundesumweltministerium ein Konzept für die Rückführung vorgelegt. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung vor. Mit breitem politischen Konsens wurden vier Standorte für die Rückführung festgelegt: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg. Hierüber besteht Einigkeit zwischen der Bundesregierung und allen beteiligten Landesregierungen sowie den AKW-Betreibern als Abfallverursachern.

Informationen zur Rückführung von radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung: https://rueckfuehrung.bgz.de/

Zur Pressemitteilung des BfE: https://www.bfe.bund.de/DE/aktuell/aktuell_node.html

 

Für Rückfragen:      Burghard Rosen
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BGZ übernimmt Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle

In wenigen Tagen wird die nächste Etappe bei der Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung erreicht: Zum 1. Januar 2020 übernimmt die BGZ auch die Betriebsführung bei sechs Zwischenlagern für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Diese befinden sich an den Standorten Biblis (zwei Lager), Obrigheim, Unterweser, Stade und Würgassen.

Die dort aufbewahrten Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung, wie zum Beispiel Schutzkleidung, Filter oder Anlagenteile, stammen aus Betrieb und Rückbau der Kernkraftwerke und werden ab dem Jahr 2027 an das Endlager Konrad bei Salzgitter abgegeben. Weitere Zwischenlager an den Standorten Brunsbüttel, Krümmel, Neckarwestheim, Philippsburg, Grafenrheinfeld und Unterweser werden derzeit von den Energieversorgungsunternehmen errichtet und nach erfolgter Inbetriebnahme ebenfalls auf die BGZ übertragen.

Nachdem die BGZ bereits zu Beginn des Jahres 2019 die Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle von den Energieversorgungsunternehmen übernommen hatte und seitdem sicher betreibt, wird nun mit der Übertragung der Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf die BGZ die durch das Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehene Neuordnung in der kerntechnischen Entsorgung weiter umgesetzt. Danach sind die Betreiber der Kernkraftwerke für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung liegt in der Verantwortung des Bundes, der zum Zwecke der sicheren Zwischenlagerung im Jahr 2017 die BGZ gegründet hat. Die finanziellen Mittel für die Zwischen- und Endlagerung haben die Betreiber dem Bund in einem öffentlich rechtlichen Fonds zur Verfügung gestellt, in den sie rund 24 Milliarden Euro eingezahlt haben.

„Die Übertragung der Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf die bundeseigene BGZ ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der gesetzlich vorgesehenen Neuordnung der Aufgaben in der kerntechnischen Entsorgung. Wir haben durch unser motiviertes und fachkundiges Personal die Übertragung sehr gut vorbereitet und werden zusammen mit unseren neuen Mitarbeitern weiterhin dafür Sorge tragen, dass die radioaktiven Abfälle bis zu deren Endlagerung unter den höchsten Sicherheitsstandards aufbewahrt werden“, macht Dr. Ewold Seeba, Vorsitzender der BGZ-Geschäftsführung, deutlich.

Krümmel: Einlagerung hochradioaktiver Abfälle abgeschlossen

Krümmel: Einlagerung hochradioaktiver Abfälle abgeschlossen

Im Zwischenlager Krümmel hat die BGZ die Einlagerung hochradioaktiver Abfälle abgeschlossen. Begleitet durch unabhängige Sachverständige der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht transportierte das Team der BGZ einen letzten CASTOR-Behälter auf seinen Stellplatz in der Zwischenlagerhalle. Zuvor hatte der Betreiber des Kernkraftwerks Krümmel den Behälter mit Brennstäben aus dem Lagerbecken des Reaktors beladen.

Genehmigt ist das Zwischenlager Krümmel für die Aufbewahrung von bis zu 65 CASTOR-Behältern. Mit dem jetzt eingelagerten 42. CASTOR-Behälter wird die Kapazität des Zwischenlagers lediglich zu zwei Dritteln genutzt. Die am Standort gelagerte Menge an hochradioaktiven Abfällen fällt damit aufgrund des Atomausstiegs deutlich geringer aus als ursprünglich geplant. Neben den Zwischenlagern Gorleben und Unterweser ist Krümmel damit der dritte Standort der BGZ, an dem die Einlagerung von hochradioaktiven Abfällen beendet ist.

„Die sichere und zuverlässige Aufbewahrung radioaktiver Abfälle bis zu ihrer Endlagerung ist unsere Kernkompetenz“, erklärt Dr. Henning Knigge. Gemeinsam mit derzeit sechs weiteren Kolleginnen und Kollegen der BGZ führt der Ingenieur als Leiter des Zwischenlagers den Betrieb vor Ort. Künftig wird die Mannschaft der BGZ in Krümmel weiter wachsen. Entsprechend der gesetzlichen Regelungen zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung wurde der BGZ das Zwischenlager Krümmel am 1. Januar 2019 vom bisherigen Betreiber übertragen. Ein weiteres Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus Betrieb und Rückbau wird derzeit geplant und wird nach Inbetriebnahme ebenfalls auf die BGZ übertragen.