Besichtigten gemeinsam das Zwischenlager Biblis (von links): Philipp Hoppe, Ulrike Pfeifer, Dirk Jonas, Burghard Rosen (alle BGZ), Matthias Röhrborn (RWE), Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, Dr. Ewold Seeba (Vorsitzender der BGZ-Geschäftsführung) und Wolfgang Sax (Mitarbeiter Christine Lambrecht).

Christine Lambrecht besucht das Zwischenlager Biblis

Die neue Bundesjustizministerin hat sich am Freitag vor Ort ein Bild von der sicheren Zwischenlagerung in Biblis gemacht.

Christine Lambrecht, in deren Wahlkreis der Standort Biblis liegt, stellte nach Gesprächen mit dem BGZ-Team und einer Begehung des Zwischenlagers fest: „Ich konnte mich persönlich davon überzeugen, dass die Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung am Standort Biblis erfolgreich umgesetzt wurde. Die BGZ betreibt als Gesellschaft des Bundes das Zwischenlager nach meinem Eindruck mit qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und leistet dadurch einen wesentlichen Beitrag zum Ausstieg aus der Atomkraft insbesondere auch hier in Biblis.“

Der Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung Dr. Ewold Seeba dankte der Ministerin für ihren Besuch und sicherte zu, auch künftig mit Politik sowie Bürgerinnen und Bürgern aus der Region im Gespräch zu bleiben.

Grafenrheinfeld: Wechsel in der Leitung des Zwischenlagers

Am Zwischenlager Grafenrheinfeld hat es einen personellen Wechsel gegeben. Seit 1. Juni führt Jürgen Bruder als Leiter des Zwischenlagers das derzeit siebenköpfige Team der BGZ am Standort.

Er folgt auf Thomas Rust, der beim Kraftwerksbetreiber PreussenElektra beschäftigt ist und bislang im Auftrag der BGZ als Leiter des Zwischenlagers tätig war.

Jürgen Bruder ist seit Januar 2019 Mitarbeiter der BGZ. Bis Ende Mai führte der 51-Jährige das Zwischenlager im schwäbischen Gundremmingen. Nach seiner Ausbildung zum Ingenieur für Produktionstechnik in Ulm war er mehr als 27 Jahre lang in unterschiedlichen Funktionen im Kernkraftwerk Gundremmingen beschäftigt, hier zuletzt als Teilbereichsleiter Anlagentechnik.

Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH betreibt das Zwischenlager Grafenrheinfeld seit 1. Januar 2019. Es dient der sicheren Aufbewahrung von Behältern mit Brennelementen aus dem Kernkraftwerk Grafenrheinfeld.

Gundremmingen: Wechsel in der Leitung des Zwischenlagers

Am Zwischenlager Gundremmingen hat es einen personellen Wechsel gegeben. Seit 1. Juni führt Ulrich Kastner als Leiter des Zwischenlagers das derzeit sechsköpfige Team der BGZ am Standort.

Er folgt auf Jürgen Bruder, der zum gleichen Termin die Leitung des ebenfalls von der BGZ geführten Zwischenlagers im fränkischen Grafenrheinfeld übernommen hat.

Ulrich Kastner ist seit März 2019 Mitarbeiter der BGZ und zeichnete bislang für Instandhaltung und Sicherung des Zwischenlagers Gundremmingen verantwortlich. Nach seiner Ausbildung zum Ingenieur für Produktionstechnik in Ulm begann der 52-Jährige 1992 seine Tätigkeit im Kernkraftwerk Gundremmingen. Hier absolvierte er die Ausbildung zum Schichtleiter und war in dieser Funktion über 20 Jahre für den sicheren Betrieb von Block B zuständig.

Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH betreibt das Zwischenlager Gundremmingen seit 1. Januar 2019. Es dient der sicheren Aufbewahrung von Behältern mit Brennelementen aus dem Kernkraftwerk Gundremmingen.

BGZ zeigt Flagge für Vielfalt – Diversity-Tag 2019

Mit der Teilnahme am 7. Deutschen Diversity-Tag, dem bundesweiten Aktionstag zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen, macht sich BGZ für ein erfolgreiches Miteinander in unserer Gesellschaft und Arbeitswelt stark.

Gemeinsam mit hunderten von deutschen Unternehmen und Institutionen setzte sich BGZ am 28. Mai für Vielfalt am Arbeitsplatz ein. Initiiert wurde der Deutsche Diversity-Tag von dem Verein Charta der Vielfalt e. V. Im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ wird er vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert.

Mit der Veranstaltung „Besser Geht’s Zusammen – Wir machen uns auf den Weg!“ hat BGZ die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema sensibilisiert. Ingrid Gosens, Bereichsleiterin Personal, freut sich über die positive Resonanz „Wir möchten zeigen, dass wir Vielfalt in der BGZ wertschätzen und freuen uns sehr über die gute Beteiligung. Wir begreifen Diversität als große Chance für unser Unternehmen. Die Ergebnisse des Tages werden wir nutzen, um weitere Initiativen zur Förderung der Vielfalt in der BGZ zu entwickeln“.

Auch zukünftig wird BGZ Flagge zeigen und klare Zeichen für Vielfalt und Toleranz in der Arbeitswelt setzen.
Weitere Informationen zum Verein Charta der Vielfalt e. V. sowie zum 7. Deutschen Diversity-Tag finden Sie unter: www.charta-der-vielfalt.de und www.deutscher-diversity-tag.de.

Zwischenlager Isar: BGZ im Dialog zur Rückführung radioaktiver Abfälle

Die BGZ hat mit Anwohnerinnen und Anwohnern des Zwischenlagers Isar den Dialog zur Rückführung der radioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland fortgesetzt.

Anknüpfend an eine erste Dialogveranstaltung im Mai 2018 informierte die BGZ-Geschäftsführung in Niederaichbach über das Konzept zur Rückführung sowie die sichere Aufbewahrung der Abfälle im Zwischenlager Isar bis zu deren Endlagerung.

Dr. Ewold Seeba unterstrich dabei als Vorsitzender der BGZ-Geschäftsführung insbesondere die völkerrechtliche Verpflichtung zur Rücknahme der deutschen Abfälle aus Frankreich und England und wies auf die bundesweit ausgewogene Verteilung der Behälter hin: „Mit breitem politischem Konsens wurden vier Standorte festgelegt: Brokdorf in Schleswig-Holstein, Biblis in Hessen, Philippsburg in Baden-Württemberg sowie Isar in Bayern. Hierüber besteht Einigkeit zwischen der Bundesregierung, allen beteiligten Landesregierungen sowie den Energieversorgungsunternehmen als Abfallverursacher, die für den Rücktransport der von ihnen erzeugten Abfälle verantwortlich sind und bleiben.“ Dr. Seeba stellte zusammenfassend fest: „Die Verteilung der insgesamt 25 noch zurückzunehmenden Behälter auf die Standorte in Deutschland ist fair und ausgewogen, denn sie orientiert sich am Verursacherprinzip. Im Zwischenlager Isar sollen sieben Behälter mit Abfällen aus der Wiederaufarbeitung aufbewahrt werden. Nach Abschluss der Rückführung werden die Behälter dann in den fünf Bundesländern zwischengelagert, aus deren Atomkraftwerken anteilig die größte Menge an Kernbrennstoff ins Ausland verbracht wurde. Für den Standort Isar ist dies in einer gemeinsamen Erklärung des Bundes und des Freistaates Bayern vereinbart worden.“

Wilhelm Graf als technischer Geschäftsführer der BGZ erläuterte, dass die Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Zwischenlager Isar sicher aufbewahrt und von dort zum Endlager abtransportiert werden können. Er verwies auf die schon vorhandenen Erfahrungen mit der Rückführung derartiger Abfälle und stellte das technische Konzept vor, mit dem die BGZ die sichere Aufbewahrung und den Abtransport der Abfälle zum Endlager ermöglicht. Wilhelm Graf machte deutlich: „Es ist gewährleistet, dass sich sämtliche Behälter sicher aufbewahren und aus dem Zwischenlager zum Endlager abtransportieren lassen. Die Zwischenlagerung bleibt zeitlich befristet.“

Die Rückführung der Abfälle bis zum Zwischenlager ist Aufgabe der deutschen Kraftwerksbetreiber als Abfallverursacher. In deren Auftrag stellte Dr. Hannes Wimmer als Vorsitzender der Geschäftsführung der GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH die verwendeten CASTOR-Behälter vor und führte aus, wie bei den Transporten die Sicherheit für Mensch und Umwelt gewährleistet ist.

Im Anschluss an die Impulsvorträge beantworteten die Referenten in einer durch die Fernsehmoderatorin Eva Grünbauer geleiteten Diskussion gemeinsam mit Vertretern der Genehmigungsbehörde, der bayrischen Atomaufsicht, des Kraftwerksbetreibers sowie dem Geschäftsführer der Bundesgesellschaft für Endlagerung die Fragen der Menschen aus der Region zu Rückführung und zur sicheren Zwischen- und Endlagerung.

Die BGZ stellt neben regelmäßigen Dialogangeboten umfangreiche Informationen zur Rückführung im Internet zur Verfügung:
rueckfuehrung.bgz.de

Pressemitteilung der BGZ zur ersten Informationsveranstaltung in Essenbach mit Staatssekretär Jochen Flasbarth: https://bgz.de/2018/05/03/landkreis-landshut-bmu-und-bgz-im-dialog-mit-der-region/

Meldung des Bundesumweltministeriums zur Einigung mit dem Freistaat Bayern: https://www.bmu.de/pressemitteilung/bund-und-bayern-erzielen-einigung-zur-ruecknahme-von-castor-behaeltern/

Gemeinsame Erklärung des Bundesumweltministeriums und Bayerns: https://www.bmu.de/download/gemeinsame-erklaerung-der-bayerischen-staatsregierung-und-des-bundesministeriums-fuer-umwelt-natursch/

Zwischenlager Brokdorf - BGZ im Dialog zur Rückführung hochradioaktiver Abfälle

Zwischenlager Brokdorf: BGZ im Dialog zur Rückführung hochradioaktiver Abfälle

Die BGZ hat mit Anwohnerinnen und Anwohnern des Zwischenlagers Brokdorf den Dialog zur Rückführung der radioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland fortgesetzt. Anknüpfend an einen ersten Dialogabend im Juni 2018 informierte die BGZ-Geschäftsführung im Beisein von Brokdorfs Bürgermeisterin Elke Göttsche über das Konzept zur Rückführung sowie die sichere Aufbewahrung der Abfälle im Zwischenlager Brokdorf bis zu deren Endlagerung.

Dr. Ewold Seeba, Vorsitzender der BGZ-Geschäftsführung, unterstrich in Brokdorf, dass das Rückführungskonzept eine bundesweit ausgewogene Verteilung der Behälter vorsieht: „Mit breitem politischem Konsens wurden vier Standorte festgelegt: Brokdorf in Schleswig-Holstein, Biblis in Hessen, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg. Hierüber besteht Einigkeit zwischen der Bundesregierung, allen beteiligten Landesregierungen und den Energieversorgungsunternehmen als Abfallverursacher, die für den Rücktransport der von ihnen erzeugten Abfälle verantwortlich sind und bleiben.“ Dr. Seeba stellte zusammenfassend fest: „Die Verteilung der Behälter auf die vier Standorte ist fair und ausgewogen, denn sie orientiert sich am Verursacherprinzip. Nach Abschluss der Rückführung werden die hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in den fünf Bundesländern zwischengelagert, aus deren Atomkraftwerken anteilig die größte Menge an Kernbrennstoff zur Wiederaufarbeitung ins Ausland verbracht wurde. Schleswig-Holstein war dankenswerterweise in diesem Zusammenhang von Beginn an bereit, Verantwortung zu übernehmen.“

Dass die Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Zwischenlager Brokdorf sicher aufbewahrt und anschließend zum Endlager abtransportiert werden können, erläuterte Wilhelm Graf als technischer Geschäftsführer der BGZ in seinem Vortrag. Er verwies auf die schon vorhandenen Erfahrungen mit der Rückführung derartiger Abfälle und stellte das technische Konzept vor, mit dem die BGZ die sichere Aufbewahrung und den Abtransport der Abfälle zum Endlager ermöglicht. Wilhelm Graf machte deutlich: „Es ist gewährleistet, dass sich sämtliche Behälter sicher aufbewahren und aus dem Zwischenlager zum Endlager abtransportieren lassen. Die Zwischenlagerung bleibt zeitlich befristet.“

Die Rückführung der Abfälle bis zum Zwischenlager Brokdorf ist Aufgabe der deutschen Kraftwerksbetreiber als Abfallverursacher. In deren Auftrag stellte Michael Köbl für die Gesellschaft für Nuklear-Service die verwendeten CASTOR-Behälter vor und führte aus, wie bei den Transporten die Sicherheit für Mensch und Umwelt gewährleistet ist. Im Anschluss an die Impulsvorträge beantworteten die Referenten gemeinsam mit Wolfram König als Präsident des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit sowie mit Dr. Dr. Jan Backmann vom Umweltministerium in Kiel als Atomaufsicht Schleswig-Holstein die Fragen der Gäste zu Rückführung und zur sicheren Zwischenlagerung.

Brokdorfs Bürgermeisterin Elke Göttsche bedankte sich bei allen Beteiligten für die umfangreichen Informationen: „Wie ich schon bei der ersten Informationsveranstaltung deutlich gemacht habe, ist mir der Dialog auf Augenhöhe mit den Menschen aus unserer Region ein besonderes Anliegen. Ich bin davon überzeugt, dass es heute Abend gelungen ist, diesen Dialog erfolgreich fortzusetzen. Dafür bedanke ich mich insbesondere bei den Vertretern der BGZ, aber natürlich auch bei allen anderen Akteuren, die heute Abend Rede und Antwort gestanden haben.“

Rodenkirchen: BGZ im Dialog zum Zwischenlager Unterweser

Als neue Betreiberin des Zwischenlagers Unterweser stellte sich die BGZ bei einem Dialogabend in der Markthalle in Rodenkirchen öffentlich vor.

Rund 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung von Stadlands Bürgermeister Klaus Rübesamen und Dr. Ewold Seeba als Vorsitzendem der BGZ-Geschäftsführung. Sie informierten sich über die Arbeit der BGZ und tauschten sich mit den Fachleuten der BGZ über die Zukunft des Zwischenlagers Unterweser aus.

„Die Einlagerung hochradioaktiver Abfälle in das Zwischenlager Unterweser ist abgeschlossen. Weitere Einlagerungen sind nicht vorgesehen“, macht Dr. Seeba deutlich, der die BGZ vorstellte sowie die Aufgabenteilung und Zuständigkeiten gemäß des Gesetzes zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung darstellte.
Auftrag der BGZ ist es, die radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Endlagerung sicher und zuverlässig aufzubewahren – in Unterweser sowie an allen anderen BGZ-Zwischenlagern in Deutschland. Konkrete Aufgabe der kommenden Jahre in Rodenkirchen wird es sein, das Zwischenlager unabhängig vom Kraftwerk zu betreiben, das in den nächsten Jahren zurückgebaut wird.

Als Leiter des Zwischenlagers ist Christian Otter erster Ansprechpartner der BGZ vor Ort. „Transparenz, Erklären, Austausch sind das A und O“, fasst Seeba die Werte in einer guten Nachbarschaft mit den Anwohnerinnen und Anwohnern des Zwischenlagers zusammen. „Wir möchten eine Kultur des Hinterfragens schaffen“, so Seeba weiter, der regelmäßige Dialogabende in Rodenkirchen ankündigte.

Einladung Dialog Rückführung Isar

Einladung: Dialog über die Rückführung hochradioaktiver Abfälle ins Zwischenlager Isar

Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung lädt alle Interessierten aus der Region rund um das Zwischenlager Isar ein, sich über die geplante Rückführung von hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente an den Standort zu informieren. Am Donnerstag, 16.05.2019 veranstaltet die BGZ hierzu ab 19:00 Uhr einen öffentlichen Informations- und Dialogabend in der Aichbachhalle, Pfarrer-Haberl-Platz, 84100 Niederaichbach.

Anknüpfend an einen ersten öffentlichen Informationstermin in Essenbach im April 2018 erläutern die BGZ-Geschäftsführer Dr. Ewold Seeba und Wilhelm Graf das Konzept für die Rückführung und sichere Zwischenlagerung der radioaktiven Abfälle. Neben der BGZ sind weitere Unternehmen und Behörden vor Ort vertreten, die Aufgaben im Zusammenhang mit der Rückführung wahrnehmen. Moderiert wird der Abend von Eva Grünbauer. Bürgerinnen und Bürger haben anknüpfend an die Impulsvorträge ausführlich Gelegenheit, sich zu Fragen rund um das Thema Rückführung und Zwischenlagerung mit den Verantwortlichen auszutauschen.

Zum Hintergrund: Bei der Wiederaufarbeitung von Brennelementen aus deutschen Atomkraftwerken im Ausland sind hochradioaktive Abfälle angefallen, zu deren Rücknahme die Kraftwerksbetreiber als Abfallverursacher verpflichtet sind. Eingelagert werden sollen die Abfälle unter anderem in das Zwischenlager Isar, das seit 1. Januar 2019 in der Verantwortung der bundeseigenen BGZ betrieben wird. Die BGZ führt an ihren Standorten einen sachlichen Dialog auf Augenhöhe und organisiert regelmäßig Informations- und Diskussionstermine für die Menschen in der Umgebung der Zwischenlager.

BGZ Gorleben stellt Umgebungsüberwachungsbericht 2018 vor

Strahlung am Zaun wieder deutlich unterhalb des Genehmigungswertes

„Die Dosis am Anlagenzaun liegt auch im Jahr 2018 wieder deutlich unterhalb des Genehmigungswertes“, stellt Heinz Engelmann, Fachbereichsleiter Strahlenschutz in Gorleben, fest. Der Jahresbericht der Umgebungsüberwachung bestätigt, dass die BGZ-Anlagen keine radioaktiven Stoffe emittiert haben und die Strahlung am Zaun des Zwischenlagers weiterhin deutlich unterhalb des Genehmigungswertes von 0,3 mSv pro Jahr gelegen hat.

So ist für das Jahr 2018 am Zaun des Zwischenlagers an der Stelle mit der höchsten Strahlung ein Jahreswert von 0,16 Millisievert (mSv) ermittelt worden. Wenn sich eine Person ein Jahr lang ununterbrochen an dieser Stelle aufhielte, würde sie diese Dosis erhalten. Zum Vergleich: Bei einem Flug von Frankfurt nach San Francisco erhält man ca. 0,1 mSv, bei einer Röntgenaufnahme der Brustwirbelsäule ca. 0,3 mSv Dosis. Ein Wechsel des Wohnortes von Norddeutschland in ein deutsches Mittelgebirge bedeutet eine zusätzliche Dosis von rund 0,18 mSv pro Jahr.

Von 2006 an liegen die Jahreswerte am Anlagenzaun im Schwankungsbereich zwischen 0,15 mSv im Jahr 2014 und 0,22 mSv im Jahr 2008. Dieser ergibt sich insbesondere aus normalen Schwankungen der Messergebnisse der ohnehin sehr geringen natürlichen Strahlung, die von der gemessenen Strahlung zur Ermittlung der Jahresdosis abgezogen wird. Insgesamt ist mittelfristig mit einer weiteren Abnahme der Jahresdosis zu rechnen, da keine weiteren Einlagerungen hochradioaktiver Abfälle erfolgen.

Bereits seit 1983 werden am Zwischenlagerstandort Gorleben im Rahmen der Genehmigungen nach festgelegten Vorgaben umfangreiche Messungen durchgeführt. Neben der permanent überwachten Strahlung werden regelmäßig Proben aus Luft, Niederschlag, Boden, Grundwasser und Vegetation auf radioaktive Stoffe untersucht. Die Auswertung dieser Proben aus der Umgebung hat auch für 2018 keine aus dem Betrieb des Zwischenlagers stammende Radioaktivität ergeben. Lediglich aus dem Reaktorunfall von Tschernobyl und von oberirdischen Kernwaffentests stammende Nuklide sowie natürliche radioaktive Stoffe wurden nachgewiesen.

Der Umgebungsüberwachungsbericht liegt im Informationshaus in Gorleben aus und kann hier heruntergeladen werden.

Einladung Dialog Rückführung Isar

Einladung: Dialog über die Rückführung hochradioaktiver Abfälle ins Zwischenlager Brokdorf

Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung lädt alle Interessierten aus der Region rund um das Zwischenlager Brokdorf ein, sich über die geplante Rückführung von hochradioaktiven Abfällen an den Standort zu informieren. Am Mittwoch, 08.05.2019 veranstaltet die BGZ hierzu ab 19:00 Uhr einen öffentlichen Informations- und Dialogabend im Hotel Sell, Dorfstraße 65, 25576 Brokdorf.

Dr. Ewold Seeba und Wilhelm Graf aus der Geschäftsführung der BGZ erläutern das Konzept und die Planung für die Rückführung und sichere Zwischenlagerung der radioaktiven Abfälle. Neben der BGZ sind weitere Unternehmen und Behörden vor Ort vertreten, die Aufgaben im Zusammenhang mit der Rückführung wahrnehmen. Moderiert wird der Abend von Susanne Stichler (NDR). Bürgerinnen und Bürger haben anknüpfend an die Impulsvorträge ausführlich Gelegenheit, sich zu Fragen rund um das Thema Rückführung und Zwischenlagerung mit den Verantwortlichen auszutauschen.

Zum Hintergrund: Bei der Wiederaufarbeitung von Brennelementen aus deutschen Atomkraftwerken im Ausland sind hochradioaktive Abfälle angefallen, zu deren Rücknahme die Kraftwerksbetreiber als Abfallverursacher verpflichtet sind. Eingelagert werden sollen die Abfälle unter anderem in das Zwischenlager Brokdorf, das seit 1. Januar 2019 in der Verantwortung der bundeseigenen BGZ betrieben wird. Die BGZ macht sich an ihren Standorten für einen sachlichen Dialog auf Augenhöhe stark und organisiert regelmäßig Informations- und Diskussionstermine für die Menschen in der Umgebung der Zwischenlager.