Ahaus: Regelmäßiger Informationsaustausch mit dem Rat der Stadt

Mitglieder des Rates und der Stadtverwaltung Ahaus haben sich am gestrigen Abend zu ihrem regelmäßigen Informationsaustausch mit Vertretern der BGZ am Zwischenlager Ahaus getroffen.

Im Informationshaus gab zunächst Burghard Rosen den Ratsmitgliedern einen Überblick über die Entwicklung der BGZ seit dem letzten Treffen vor gut einem Jahr. Bedingt durch die Übernahme zahlreicher Zwischenlager in Deutschland hat sich die Belegschaft der BGZ auf heute gut 350 Beschäftigte verdoppelt. Aktuell betreibt die BGZ 21 Zwischenlager an 16 Standorten.

Für das Zwischenlager Ahaus gingen mit diesem Wachstum personelle Veränderungen einher: Die Presse- und Standortkommunikation Ahaus hat zum 1. Januar 2020 Dr. David Knollmann von Burghard Rosen übernommen, der in dieser Funktion für alle BGZ-Standorte in Deutschland tätig ist. Zudem stellte sich Uwe Wolf als neuer Leiter des Zwischenlagers Ahaus vor. Er folgt auf Markus Röder, der die Leitung der BGZ-Standorte in Nordwestdeutschland übernommen hat und der den Ratsmitgliedern die aktuellen Projekte am Standort Ahaus erläuterte. Hierzu gehören weit fortgeschrittene Nachrüstungsmaßnahmen ebenso wie die Aufbewahrung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle oder die geplante Zwischenlagerung von Forschungsreaktorbrennelementen im Zwischenlager Ahaus.

Detaillierte Informationen zu den Hintergründen des vorgesehenen Transports der Brennelemente des Forschungsreaktors der Technischen Universität München (FRM II) vermittelte Dr. Heiko Gerstenberg als dessen stellvertretender technischer Direktor. Er beschrieb die Art des verwendeten Kernbrennstoffs, seine Anwendungsgebiete im Forschungsreaktor und zeigte auf, welche technischen und genehmigungsrechtlichen Schritte bis zu einer Einlagerung der Brennelemente im Zwischenlager Ahaus zu absolvieren sind. Im Anschluss an die Einführungsvorträge tauschten sich die Vertreter von BGZ und TU München mit den Ratsmitgliedern über ihre Fragen und Positionen zur Zwischenlagerung in Ahaus aus.

„Ungeachtet unterschiedlicher Auffassungen in einigen Fragen bleibt der persönliche Austausch und der offene Umgang miteinander weiterhin richtig und wichtig“, erklärte Karola Voß, Bürgermeisterin der Stadt Ahaus. Voß dankte der BGZ wie der Delegation der TU München für die Informationen aus erster Hand. „Diesen Dialog hier am Standort möchten wir auch in Zukunft aufrechterhalten“, so Voß weiter.

Biblis: Aufbewahrung von Wiederaufarbeitungsabfällen genehmigt

Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) hat der BGZ die Genehmigung nach dem Atomgesetz erteilt, sechs CASTOR-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen im Zwischenlager Biblis aufzubewahren.

Die Behälter mit den verglasten Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente sollen im ersten Halbjahr 2020 vom britischen Sellafield nach Biblis transportiert werden. Die BGZ hatte dem hessischen Umweltministerium als Aufsichtsbehörde bereits im November mit einem leeren Behälter die Beherrschung der sicheren Einlagerung in das Zwischenlager Biblis nachgewiesen.

Für einen Transport nach Biblis ist zudem eine noch nicht erteilte Genehmigung nach dem Atomgesetz erforderlich, die ein von der Energiewirtschaft beauftragtes Transportunternehmen beim BfE beantragt hat.

Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Die dabei angefallenen, in Deutschland verursachten hochradioaktiven Abfälle wurden größtenteils bereits nach Deutschland zurückgeholt. Nach den noch durchzuführenden Transporten der verbliebenen insgesamt 25 Behälter an vier Standorte in Deutschland wird die Rückführung der hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland abgeschlossen sein. Verursacher dieser Abfälle sind die deutschen Atomkraftwerke. Deutschland ist zur Rücknahme dieser Abfälle verpflichtet. Im Jahr 2015 hatte das Bundesumweltministerium ein Konzept für die Rückführung vorgelegt. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung vor. Mit breitem politischen Konsens wurden vier Standorte für die Rückführung festgelegt: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg. Hierüber besteht Einigkeit zwischen der Bundesregierung und allen beteiligten Landesregierungen sowie den AKW-Betreibern als Abfallverursachern.

Informationen zur Rückführung von radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung: https://rueckfuehrung.bgz.de/

Zur Pressemitteilung des BfE: https://www.bfe.bund.de/DE/aktuell/aktuell_node.html

 

Für Rückfragen:      Burghard Rosen
Leiter Presse und Standortkommunikation
Telefon +49 201 2796-1480
E-Mail Burghard.Rosen@bgz.de

 

BGZ übernimmt Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle

In wenigen Tagen wird die nächste Etappe bei der Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung erreicht: Zum 1. Januar 2020 übernimmt die BGZ auch die Betriebsführung bei sechs Zwischenlagern für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Diese befinden sich an den Standorten Biblis (zwei Lager), Obrigheim, Unterweser, Stade und Würgassen.

Die dort aufbewahrten Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung, wie zum Beispiel Schutzkleidung, Filter oder Anlagenteile, stammen aus Betrieb und Rückbau der Kernkraftwerke und werden ab dem Jahr 2027 an das Endlager Konrad bei Salzgitter abgegeben. Weitere Zwischenlager an den Standorten Brunsbüttel, Krümmel, Neckarwestheim, Philippsburg, Grafenrheinfeld und Unterweser werden derzeit von den Energieversorgungsunternehmen errichtet und nach erfolgter Inbetriebnahme ebenfalls auf die BGZ übertragen.

Nachdem die BGZ bereits zu Beginn des Jahres 2019 die Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle von den Energieversorgungsunternehmen übernommen hatte und seitdem sicher betreibt, wird nun mit der Übertragung der Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf die BGZ die durch das Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehene Neuordnung in der kerntechnischen Entsorgung weiter umgesetzt. Danach sind die Betreiber der Kernkraftwerke für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung liegt in der Verantwortung des Bundes, der zum Zwecke der sicheren Zwischenlagerung im Jahr 2017 die BGZ gegründet hat. Die finanziellen Mittel für die Zwischen- und Endlagerung haben die Betreiber dem Bund in einem öffentlich rechtlichen Fonds zur Verfügung gestellt, in den sie rund 24 Milliarden Euro eingezahlt haben.

„Die Übertragung der Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf die bundeseigene BGZ ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der gesetzlich vorgesehenen Neuordnung der Aufgaben in der kerntechnischen Entsorgung. Wir haben durch unser motiviertes und fachkundiges Personal die Übertragung sehr gut vorbereitet und werden zusammen mit unseren neuen Mitarbeitern weiterhin dafür Sorge tragen, dass die radioaktiven Abfälle bis zu deren Endlagerung unter den höchsten Sicherheitsstandards aufbewahrt werden“, macht Dr. Ewold Seeba, Vorsitzender der BGZ-Geschäftsführung, deutlich.

Krümmel: Einlagerung hochradioaktiver Abfälle abgeschlossen

Krümmel: Einlagerung hochradioaktiver Abfälle abgeschlossen

Im Zwischenlager Krümmel hat die BGZ die Einlagerung hochradioaktiver Abfälle abgeschlossen. Begleitet durch unabhängige Sachverständige der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht transportierte das Team der BGZ einen letzten CASTOR-Behälter auf seinen Stellplatz in der Zwischenlagerhalle. Zuvor hatte der Betreiber des Kernkraftwerks Krümmel den Behälter mit Brennstäben aus dem Lagerbecken des Reaktors beladen.

Genehmigt ist das Zwischenlager Krümmel für die Aufbewahrung von bis zu 65 CASTOR-Behältern. Mit dem jetzt eingelagerten 42. CASTOR-Behälter wird die Kapazität des Zwischenlagers lediglich zu zwei Dritteln genutzt. Die am Standort gelagerte Menge an hochradioaktiven Abfällen fällt damit aufgrund des Atomausstiegs deutlich geringer aus als ursprünglich geplant. Neben den Zwischenlagern Gorleben und Unterweser ist Krümmel damit der dritte Standort der BGZ, an dem die Einlagerung von hochradioaktiven Abfällen beendet ist.

„Die sichere und zuverlässige Aufbewahrung radioaktiver Abfälle bis zu ihrer Endlagerung ist unsere Kernkompetenz“, erklärt Dr. Henning Knigge. Gemeinsam mit derzeit sechs weiteren Kolleginnen und Kollegen der BGZ führt der Ingenieur als Leiter des Zwischenlagers den Betrieb vor Ort. Künftig wird die Mannschaft der BGZ in Krümmel weiter wachsen. Entsprechend der gesetzlichen Regelungen zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung wurde der BGZ das Zwischenlager Krümmel am 1. Januar 2019 vom bisherigen Betreiber übertragen. Ein weiteres Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus Betrieb und Rückbau wird derzeit geplant und wird nach Inbetriebnahme ebenfalls auf die BGZ übertragen.

Zwischenlager Biblis: Probelauf erfolgreich durchgeführt

Bei den Vorbereitungen für die Rücknahme von hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland hat die BGZ in dieser Woche erfolgreich den Probelauf für die Einlagerung eines Behälters vom Typ CASTOR® HAW28M absolviert. Diese Behälter werden eingesetzt für den Transport und die Zwischenlagerung von hochradioaktiven Abfällen, die bei der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland angefallen sind.

Begleitend zum laufenden Genehmigungsverfahren für die Aufbewahrung dieses Behältertyps in Biblis absolvierte das BGZ-Team mit einem leeren, knapp 100 Tonnen schweren CASTOR® HAW28M erfolgreich alle Arbeitsschritte, die zur Einlagerung beladener Behälter erforderlich sind. Im Auftrag des hessischen Umweltministeriums als Aufsichtsbehörde über das Zwischenlager Biblis überwachten unabhängige Sachverständige den Probelauf.

Noch ausstehende Voraussetzungen für den im ersten Halbjahr 2020 geplanten Transport von sechs Behältern aus der Wiederaufarbeitungsanlage im britischen Sellafield in das Zwischenlager Biblis sind eine entsprechende Aufbewahrungs- sowie eine Transportgenehmigung nach dem Atomgesetz.

Hintergrund:

Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Die dabei angefallenen, in Deutschland verursachten hochradioaktiven Abfälle wurden größtenteils bereits nach Deutschland zurückgeholt. Nach dem Transport der verbliebenen insgesamt 25 Behälter ist die Rückführung der hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland abgeschlossen. Verursacher dieser Abfälle sind die deutschen Atomkraftwerke. Deutschland ist zur Rücknahme dieser Abfälle durch die Abfallverursacher verpflichtet. Der Transport der hochradioaktiven Abfälle bis zum Zwischenlager Biblis erfolgt daher im Auftrag der RWE Nuclear GmbH als Abfallverursacherin und Betreiberin des Kraftwerks Biblis.

Im Jahr 2015 hatte das Bundesumweltministerium ein Konzept für die Rückführung der noch im Ausland lagernden Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente vorgelegt Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung vor. Mit breitem politischen Konsens wurden vier Standorte für die Rückführung festgelegt: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg. Hierüber besteht Einigkeit zwischen der Bundesregierung allen beteiligten Landesregierungen sowie den AKW-Betreibern als Abfallverursachern.

Mehr Informationen zur Rückführung von radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung finden Sie hier.

 

Für Rückfragen:         Burghard Rosen
Leiter Presse und Standortkommunikation
Telefon +49 201 2796-1480
E-Mail Burghard.Rosen@bgz.de

Tobias Schmidt
Pressesprecher
Telefon +49 201 2796-1483
E-Mail Tobias.Schmidt@bgz.de

BGZ stellt Weichen für verlängerte Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle

Rund 100 Expertinnen und Experten aus Deutschland und der Schweiz erörterten zwei Tage lang auf Einladung der BGZ in Berlin die wissenschaftlichen, technischen und genehmigungsrechtlichen Fragen, die mit einer verlängerten Aufbewahrung von hochradioaktiven Abfällen einhergehen.

Die trockene Zwischenlagerung in Transport- und Lagerbehältern etwa vom Typ Castor hat sich bewährt. Diese Bestandsaufnahme, die auch im Nationalen Entsorgungsprogramm der Bundesregierung zu finden ist, war auch mehrheitlich Tenor der Konferenzteilnehmer. Auf dieser Grundlage sind im Rahmen der BGZ-Veranstaltung offene Forschungsfragen identifiziert und zukünftige Aktionsfelder eingegrenzt worden, die im Zusammenhang mit der längeren Zwischenlagerung bestrahlter Brennelemente und wärmeentwickelnder Abfälle stehen. Dabei wurde auch erörtert, dass bei der Nachweisführung ein klarer Bezug zu den realen Behälter- und Inventarverhalten herzustellen ist.

Der Geschäftsführer Technik der BGZ, Wilhelm Graf, während seiner Eröffnungsrede zum Fachworkshop Zwischenlagerung.

Wilhelm Graf stellte dazu als technischer Geschäftsführer der BGZ fest: „Wir gehen davon aus, dass das Konzept der trockenen Zwischenlagerung auch zukünftig tragfähig ist und die Einhaltung aller Schutzziele gewährleistet. Es ist jedoch unsere Aufgabe, gemeinsam mit Wissenschaftlern und Technikern den Nachweis dafür zu erbringen.“ Die vor zwei Jahren gegründete BGZ wird als Gesellschaft des Bundes die Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet intensiveren. Graf wies daraufhin, dass die BGZ im Rahmen ihrer Forschungsstrategie dazu eine Abteilung gegründet und mit ihrem ersten eigenen Fachworkshop Experten aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden zur Erörterung relevanter Aspekte der verlängerten Zwischenlagerung und der entsprechenden Regelwerke zusammengebracht hat. „Wir sind zudem dabei, eine eigene Akademie aufzubauen, in der wir insbesondere die Aus- und Weiterbildung sowie die Forschungsaktivitäten

bündeln möchten. Damit leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zum Kompetenzerhalt in unserer Branche, indem wir dafür sorgen, dass auch künftig qualifiziertes Personal zur Verfügung steht“, führte Graf weiter aus.

Im Mittelpunkt der Tagung standen vor allem Fragen rund um die Dichtheit der Transport- und Lagerbehälter sowie das Verhalten der eingelagerten Brennelemente vor dem Hintergrund der längeren Zwischenlagerung. Eingangs stellte Dr. Christoph Bunzmann vom Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) den Forschungsbedarf zur Sicherheit der Zwischenlagerung bis zur Endlagerung aus Sicht der Genehmigungsbehörde dar.

Dr.-Ing. Holger Völzke von der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) ging in seinem Vortrag auf den Stand der internationalen Forschung zur verlängerten Zwischenlagerung ein. Sein Kollege Dr.-Ing. Konrad Linnemann erläuterte Möglichkeiten, die Unversehrtheit der Brennelemente beim Transport in Castorbehältern zu überprüfen. Völzke machte deutlich: „Wissenschaftliche Forschungen zur verlängerten Zwischenlagerung werden international vielfältig adressiert. Internationaler Austausch und Kooperation sind unverzichtbar. Wir haben auf Grundlage der bisherigen Daten und Untersuchungen keinen Anlass daran zu zweifeln, dass die Dichtsysteme der Behälter auch über 40 Jahre hinaus intakt bleiben.“

Wilhelm Graf zeigte sich abschließend mit der Veranstaltung sehr zufrieden: „Ich freue mich, dass wir uns mit vielen relevanten Akteuren aus dem Bereich der kerntechnischen Entsorgung austauschen konnten. Gerade diesen Austausch benötigen wir, um die Fragen zu beantworten, die mit einer verlängerten Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle zusammenhängen. Wir werden daher weiterhin solche Fachkonferenzen durchführen und wichtige Ergebnisse auch im Rahmen des „Forums Zwischenlagerung“ einem breiteren Teilnehmerkreis vorstellen und erörtern.“

Hintergrund:
Die Genehmigungen für die Zwischenlager in Deutschland sind auf 40 Jahre befristet, Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung darstellen. Ziel ist es daher, die radioaktiven Abfälle unterirdisch in einer geologischen Formation in Deutschland dauerhaft zu lagern. Mit einem betriebsbereiten Endlager ist nach dem Nationalen Entsorgungsprogramm ab dem Jahr 2050 zu rechnen. Daher reichen die ursprünglich auf 40 Jahre befristeten Genehmigungen der Zwischenlager nicht aus. Die BGZ wird demnach künftig neue Genehmigungen nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik beantragen, um die radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager rechtssicher aufzubewahren.

Das vollständige Programm sowie Fotos der Tagung finden Sie hier: www.bgz.de

Für Rückfragen: Burghard Rosen
Leiter Presse und Standortkommunikation
Telefon +49 201 2796-1480
E-Mail Burghard.Rosen@bgz.de

Übung im Zwischenlager Ahaus

Im Zwischenlager Ahaus findet am 24. Oktober 2019 eine routinemäßige Feuerwehrübung statt.

Derartige Übungen werden in regelmäßigen Abständen in allen kerntechnischen Anlagen durchgeführt. Hierdurch ist in Notfallsituationen eine reibungslose Zusammenarbeit des Anlagenbetreibers mit externen Einsatzkräften gewährleistet.

BGZ bereitet Zwischenlager Grafenrheinfeld auf den unabhängigen Betrieb vor

Am Donnerstag hat die BGZ als Betreiberin des Zwischenlagers Grafenrheinfeld den persönlichen Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern in der Kulturhalle der Gemeinde fortgesetzt.

BGZ-Geschäftsführer Dr. Ewold Seeba erklärte: „Die Übertragung des Zwischenlagers für Brennelemente zu Beginn dieses Jahres hat gut geklappt, der Betrieb läuft reibungslos. Im nächsten Schritt werden wir auch die Verantwortung für das Abfall-Zwischenlager übernehmen, das derzeit gebaut und mit seiner Inbetriebnahme auf die BGZ übertragen wird.“

Der Leiter des Zwischenlagers, Jürgen Bruder, gab einen Überblick über den bisherigen Betrieb des Zwischenlagers sowie zu den weiteren Planungen der bundeseigenen BGZ am Standort Grafenrheinfeld. Er erläuterte, wie das BGZ-Team derzeit das Zwischenlager Grafenrheinfeld auf den autarken Betrieb vorbereitet, damit es künftig unabhängig vom Kernkraftwerk Grafenrheinfeld betrieben werden kann. „Hierzu gehören Bauprojekte ebenso wie organisatorische Änderungen“, erklärte Bruder. So plant die BGZ beispielsweise den Neubau eines Funktionsgebäudes, das unter anderem Büroräume für die wachsende Belegschaft am Standort bieten wird. Dazu gehört auch ein neues Brandschutzkonzept für das Zwischenlager. Da die Werkfeuerwehr des Kraftwerksbetreibers mittelfristig nicht mehr zur Verfügung steht, hat BGZ bei der bayerischen Atomaufsicht beantragt, die öffentliche Feuerwehr mit dieser Aufgabe zu betrauen und steht hierzu im Gesprächen mit den Bürgermeistern der Nachbargemeinden.

Christian Keller zeigte sich als neuer Bürgermeister der Gemeinde Grafenrheinfeld zufrieden über den offenen Austausch. „Die BGZ sucht hier vor Ort das persönliche Gespräch und schafft dabei Transparenz über ihre Planungen. Dies sollte auch in Zukunft so beibehalten werden.“

Kreis Borken: Senioren Union besucht Zwischenlager Ahaus

Die Senioren des CDU Kreisverbandes Borken haben sich ein eigenes Bild von der sicheren Aufbewahrung radioaktiver Abfälle im Zwischenlager Ahaus gemacht.

Nach einem Vortrag durch Burghard Rosen zur Neuordnung der Zuständigkeiten bei der Zwischen- und Endlagerung sowie den aktuellen Themen am Standort Ahaus besichtigte die Gruppe das Zwischenlager und die Baustelle zur Nachrüstung der zusätzlichen Schutzwand.

Stefan Hegering fasste den Besuch als Vorsitzender der Senioren-Union zusammen: „Durch die mit breiter Mehrheit im Bundestag verabschiedeten Gesetze gibt es einen klaren Fahrplan zur Zwischen- und Endlagerung der radioaktiven Abfälle in Deutschland. Wir konnten uns heute davon überzeugen, dass die BGZ als Gesellschaft des Bundes die Zwischenlager sicher und zuverlässig betreibt und dabei transparent kommuniziert.“

Neckarwestheim: BGZ bereitet Übernahme von Abfalllager vor

Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung hat am Donnerstagabend ihre Reihe von Dialogveranstaltungen am Standort Neckarwestheim fortgesetzt. Bürgerinnen und Bürger tauschten sich in der Reblandhalle in Neckarwestheim mit den Verantwortlichen der BGZ über die weitere Aufbewahrung radioaktiver Abfälle am Standort aus.

Nach einer Besichtigung des Standortes erklärte BGZ Geschäftsführer Dr. Ewold Seeba: „Die Übernahme des Zwischenlagers für ausgediente Brennelemente zu Beginn dieses Jahres hat gut geklappt, der Betrieb läuft gut. Wir bereiten uns jetzt auf die Übernahme des Zwischenlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle im kommenden Jahr vor.“ Der Leiter des Standortes, Wolfgang Arnold, ergänzte, dass die BGZ dazu in engem Austausch mit der EnBW AG stehe, die das Abfalllager derzeit errichtet.

Seeba machte deutlich, dass es sich bei dem Lager für schwach- und mittelradioaktive Stoffe ausdrücklich um ein Zwischenlager handelt. Dieses wird mit der Fertigstellung des Endlagers Konrad in Salzgitter im Jahr 2027 schrittweise wieder geleert. Der BGZ-Geschäftsführer begrüßte die öffentliche Diskussion über alle Fragen der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle: „Nur wer sich diesem öffentlichen Diskurs stellt, kann auch öffentliche Akzeptanz und Vertrauen herstellen.“

Die Standortbürgermeister Dr. Jörg Frauhammer (Gemmrigheim) und Jochen Winkler (Neckarwestheim) äußerten sich nach einem Gespräch mit Seeba positiv über die Arbeit und die Kommunikation des Zwischenlagerbetreibers BGZ: „Aus unserer Sicht ist die BGZ ein wichtiger Akteur beim Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland“, erklärten die beiden Bürgermeister gemeinsam.