Bürgermeister besucht das Zwischenlager in Obrigheim

OBRIGHEIM – Bürgermeister Achim Walter und Hauptamtsleiterin Desiree Prohaska wurden kürzlich von Thomas Taschke, dem designierten Leiter des Zwischenlagers Obrigheim, sowie der neuen Referentin für Standortkommunikation Genevieve Mulack empfangen. Dieser Austausch soll künftig regelmäßig stattfinden.

Nach einer Besichtigung des Zwischenlagers sprachen der Bürgermeister und die Hauptamtsleiterin mit den Vertretern*innen der BGZ über die Zwischenlagerung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle am Standort Obrigheim. Derzeit bereitet die BGZ das Zwischenlager auf einen Betrieb unabhängig vom Kernkraftwerk vor. Thomas Taschke machte dabei deutlich, dass er mit seinem Team die sichere und zuverlässige Aufbewahrung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle bis zu deren Abgabe an das Endlager Konrad gewährleisten werde.

„Neben Stade und Würgassen ist Obrigheim der einzige BGZ-Standort, an dem kein hochradioaktiver Abfall gelagert wird“, betonte Bürgermeister Walter bei dem Besuch und erinnerte dabei an den Transport der Brennelemente von Obrigheim in das Zwischenlager Neckarwestheim im Jahr 2017. „Auch die schnellstmögliche Beendigung der Zwischenlagerung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle ist uns als Gemeinde ein besonderes Anliegen“, so der Bürgermeister.

Grafenrheinfeld: BGZ übernimmt Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle

GRAFENRHEINFELD – Am 3. Mai 2021 hat die BGZ die Betriebsverantwortung für das neu gebaute Abfall-Zwischenlager am Standort Grafenrheinfeld (AZR) übernommen. Mit der Übernahme kommt die BGZ ihrem gesetzlichen Auftrag zur sicheren Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle nach. Das AZR dient der Aufbewahrung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen wie beispielsweise Filtermaterialien oder Anlagenteilen aus dem Kraftwerksbetrieb und -rückbau. Ab dem Jahr 2027 sollen diese Abfälle an die Einrichtungen des Endlagers Konrad abgegeben werden.

Mit der Übertragung des Abfall-Zwischenlagers auf die BGZ wird die durch das Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehene Neuordnung in der kerntechnischen Entsorgung weiter umgesetzt. „Die BGZ leistet damit einen wichtigen Beitrag, um den Atomausstieg umzusetzen“, erläutert Jürgen Bruder als Leiter des Zwischenlagerstandorts Grafenrheinfeld.

Nach dem Entsorgungsübergangsgesetz sind die Betreiber der Kernkraftwerke für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung liegt in der Verantwortung des Bundes.

„Wir werden das Abfall-Zwischenlager Grafenrheinfeld genauso sicher betreiben wie das Brennelemente-Zwischenlager, das die BGZ bereits zu Beginn des Jahres 2019 übernommen hat“, kündigt Jürgen Bruder an.

Hintergrund: Voraussetzung für die Übernahme des Zwischenlagers durch die BGZ war die kürzlich erfolgte Zustimmung zur Betriebsbereitschaft der Anlage durch das Bayerische Landesamt für Umwelt. Errichtet wurde das Abfall-Zwischenlager Grafenrheinfeld in den vergangenen Jahren durch den Kraftwerksbetreiber PreussenElektra. Der Baubeginn erfolgte im Juli 2018.

Die Genehmigung des AZR ermöglicht neben der Zwischenlagerung von Abfällen aus dem Kernkraftwerk Grafenrheinfeld auch die zeitlich und mengenmäßig befristete Einlagerung von Abfallgebinden anderer Standorte der PreussenElektra.

Detailplanung für Logistikzentrum Konrad beginnt

BERLIN – Nach einer europaweiten Ausschreibung hat die BGZ die ersten Planungen des Logistikzentrums Konrad an die ARGE LoK Würgassen vergeben. Der Zusammenschluss aus drei etablierten deutschen Unternehmen wird zunächst alle notwendigen Gebäude und die Infrastruktur projektieren und die Antragsunterlagen für die Baugenehmigung erstellen.

In der ARGE LoK Würgassen haben sich die ARCUS Planung+Beratung Bauplanungsgesellschaft Cottbus, die IPROconsult Leipzig und die Schüßler Plan Generalplanungsgesellschaft Berlin zusammengeschlossen.

Nach einem ersten Arbeitsgespräch mit Vertreter*innen der beteiligten Firmen in Berlin erklärte der Bereichsleiter für das Logistikzentrum Konrad, Dr. Heinz-Walter Drotleff: „Wir haben den Auftrag an eine Arbeitsgemeinschaft aus drei Unternehmen erteilt, die national wie international auf dem Markt etabliert und bekannt sind. Die BGZ wird mit der ARGE LoK Würgassen zügig die detaillierten Planungsunterlagen für das Bauvorhaben erarbeiten und damit die Grundlage für den Bauantrag schaffen.“

Bei ihrer Vergabe hat die BGZ besonderen Wert auf eine landschaftsschonende Gestaltung des Gebäudekomplexes gelegt. „Die ARGE LoK Würgassen hat uns dazu bereits sehr interessante Ideen übermittelt“, so Drotleff. Dazu zählen etwa eine intensive Dachbegrünung und eine mögliche Staffelung der Dachflächen sowie eine strukturierte Fassadengestaltung.

Die ARGE werde nach Angaben Drotleffs künftig eng mit dem Technik-Planer des Logistikzentrums Konrad zusammenarbeiten. Der Abschluss des Vergabeverfahrens für diese Leistung steht ebenfalls kurz bevor, mit einer Vergabe sei im Mai dieses Jahres zu rechnen. Der Technik-Planer soll unter anderem die Unterlagen für den Antrag nach Strahlenschutzgesetz für das Logistikzentrum erarbeiten.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

Lars Köbler übernimmt Geschäftsführung der Kerntechnischen Hilfsdienst GmbH

ESSEN/EGGENSTEIN-LEOPOLDSHAFEN – Die Gesellschafterver­sammlung der Kerntechnischen Hilfsdienst GmbH (KHG) hat Lars Köbler zum neuen Geschäftsführer berufen. Die BGZ wird ihr Engagement bei der KHG zudem weiter ausbauen. Dies sichert die Kompetenzen zum Umgang mit Notfällen in kerntechnischen Anlagen auch über das Abschaltda­tum der letzten Atomkraftwerke hinaus.

Zusätzlich zu seinen Aufgaben als kaufmännischer Geschäftsführer der BGZ führt Lars Köbler ab dem 1. Mai 2021 auch die Geschäfte der KHG. Walter Sturz, Köb­lers Vorgänger in dieser Funktion, tritt in den Ruhestand ein.

Mit speziell qualifiziertem Personal und technischer Ausrüstung hat sich die KHG als Dienstleister für kerntechnische Anlagen auf das Management von Notfallsze­narien spezialisiert. Die permanente Einsatzbereitschaft der KHG erfüllt dabei Vor­sorgeverpflichtungen der Anlagenbetreiber.

Gegenwärtig befindet sich die KHG mehrheitlich im Eigentum der Energiewirt­schaft. Nach dem Ende der Stromerzeugung in den deutschen Atomkraftwerken beabsichtigt die BGZ im Einvernehmen mit den bisherigen Mehrheitsgesellschaf­tern, ihre Anteile an der KHG von derzeit 19,58 Prozent auf eine Mehrheitsbeteili­gung von 92,2 Prozent auszuweiten. Die rund 20 Arbeitsplätze der KHG am der­zeitigen Standort wird die BGZ dabei erhalten.

„Mit der perspektivischen Übernahme der Mehrheit an der KHG leisten wir einen Beitrag zum Kompetenzerhalt und zum Erhalt der kerntechnischen Sicherheit auch während der weiteren Umsetzung des Atomausstiegs“, erklärt Lars Köbler.

Hintergrund:

In der Bundesrepublik Deutschland haben die Betreiber von kerntechnischen Anla­gen technische und personelle Vorsorge getroffen, um nach einem Störfall die Ursa­che zu analysieren und die Folgen des Störfalles zu beseitigen. Teile dieser Notfall­vorsorge haben die Betreiber der KHG übertragen. Diese wurde 1977 von den AKW-Betreibern, der kerntechnischen Industrie und den Forschungszentren gegründet. Die KHG verfügt über die erforderliche Technik und speziell ausgebildetes Personal, auf dessen Know-how die Betreiber im Bedarfsfall zurückgreifen können.

Ungeachtet dessen, dass das Konzept der Zwischenlagerung auch bei Szenarien wie Naturkatastrophen oder Flugzeugabstürzen die Einhaltung der Schutzziele sicher­stellt, kommt die BGZ mit ihrem Engagement bei der KHG der Verpflichtung nach, auch für sogenannte auslegungsüberschreitende Ereignisse Vorsorge zu treffen.

Digitales „Forum Zwischenlagerung“ als Dialogplattform eröffnet

ESSEN/BERLIN – Die BGZ hat ihre Veranstaltungsreihe „Forum Zwi­schenlagerung“ heute mit einem Livestream gestartet. Erster Themen­schwerpunkt war die Rückführung deutscher Abfälle aus der Brenn­elemente-Wiederaufarbeitung im Ausland. Die Internetplattform des „Forum Zwischenlagerung“ bietet ab jetzt dauerhaft die Möglichkeit zum Austausch über die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle.

In dem heute von TV-Moderatorin Eva Grünbauer geführten Format diskutierten Josef Klaus (Bürgermeister des Zwi­schenlagerstandortes Niederaichbach) und Dr. Michael Hoffmann (BGZ, Bereichs­leiter Betrieb) die Rückführung der radioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbei­tung deutscher Brennelemente im Ausland in das Zwischenlager in Niederaich­bach. Beide gingen dabei auch auf Fragen ein, die Zuschauer*innen während des Livestreams in die Diskussion einbrachten.

„Es war richtig, dass die BGZ trotz der anhaltenden Pandemie die Diskussion zur Zwischenlagerung des Atommülls wieder angeschoben hat. Mir persönlich ist da­bei ganz wichtig, dass Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit die Grundlage für ei­nen Austausch sind und die Bedenken der Bevölkerung einer Standortgemeinde ernst genommen werden“, sagte Bürgermeister Klaus im Anschluss an die Auf­taktveranstaltung.

Auch nach dem Ende des heutigen Livestreams veröffentlicht die BGZ die einge­gangenen Fragen auf der Internetseite forum-zwischenlagerung.bgz.de, wo sie in den kommenden Tagen beantwortet werden. Neue Fragen nimmt die BGZ dort ebenfalls weiterhin entgegen. Künftig erweitert die BGZ die Internetplattform nach und nach um neue Themenschwerpunkte, zu denen Informationen bereit­stehen und ein Austausch angeboten wird.

Das digitale Forum soll die – wegen der Corona-Pandemie zurzeit ausgesetzten – Vor-Ort-Veranstaltungen des „Forum Zwischenlagerung“ nicht ersetzen, sondern dauerhaft ergänzen.

Für den persönlichen Dialog an ihren Zwischenlagerstandorten ist die BGZ zudem mit Mitarbeiter*innen in allen Regionen Deutschlands gut aufgestellt. Informatio­nen und Kontaktmöglichkeiten finden Interessierte im Internet unter zwischenlager.info.

BGZ Gorleben veröffentlicht Umgebungsüberwachungsbericht

GORLEBEN – Strahlung am Zaun erneut deutlich unterhalb des Genehmigungswertes

„Die Dosis am Anlagenzaun liegt auch im Jahr 2020 wieder deutlich unterhalb des Genehmigungswertes“, stellt Heinz Engelmann, Fachbereichsleiter Strahlenschutz des Zwischenlagers Gorleben, fest. Der Jahresbericht der Umgebungsüberwa­chung bestätigt, dass die BGZ-Anlagen keine radioaktiven Stoffe emittiert haben und die Strahlung am Zaun des Zwischenlagers weiterhin deutlich unterhalb des Genehmigungswertes von 0,3 Millisievert (mSv) pro Jahr gelegen hat.

So ist für das Jahr 2020 am Zaun des Zwischenlagers an der Stelle mit der höchs­ten Strahlung ein Jahreswert von 0,14 mSv ermittelt worden. Wenn sich eine Per­son ein Jahr lang ununterbrochen an dieser Stelle aufhielte, würde sie diese Dosis erhalten. Zum Vergleich: Bei einem Flug von Frankfurt nach San Francisco erhält man ca. 0,1 mSv. Ein Wechsel des Wohnortes von Norddeutschland in ein deut­sches Mittelgebirge bedeutet eine zusätzliche Dosis von rund 0,18 mSv pro Jahr.

Von 2006 an liegen die Jahreswerte am Anlagenzaun im Schwankungsbereich zwischen 0,22 mSv im Jahr 2008 und 0,13 mSv im Jahr 2019. Dieser ergibt sich insbesondere aus normalen Schwankungen der Messergebnisse der ohnehin sehr geringen natürlichen Strahlung, die von der gemessenen Strahlung zur Ermittlung der Jahresdosis abgezogen wird. Insgesamt ist mittelfristig mit einer weiteren Ab­nahme der Jahresdosis zu rechnen, da keine weiteren Einlagerungen hochradio­aktiver Abfälle erfolgen.

Hintergrund:

Bereits seit 1983 werden am Zwischenlager Gorleben im Rahmen der Genehmigun­gen nach festgelegten Vorgaben umfangreiche Messungen durchgeführt. Neben der permanent überwachten Strahlung werden regelmäßig Proben aus Luft, Nieder­schlag, Boden, Grundwasser und Vegetation auf radioaktive Stoffe untersucht. Die Auswertung dieser Proben aus der Umgebung hat auch für 2020 keine aus dem Be­trieb des Zwischenlagers stammende Radioaktivität ergeben. Lediglich aus dem Re­aktorunfall von Tschernobyl und von oberirdischen Kernwaffentests stammende Nuklide sowie natürliche radioaktive Strahlung wurden nachgewiesen.

Der Umgebungsüberwachungsbericht kann hier heruntergeladen werden.

Kompetenzerhalt für die Entsorgung radioaktiver Abfälle: Hochschulkooperation zwischen FH Aachen und BGZ

ESSEN/JÜLICH – Mit einer Kooperation im Rahmen des Masterstudien­gangs Nuclear Applications machen sich die FH Aachen und die BGZ gemeinsam für den Kompetenzerhalt in der kerntechnischen Entsor­gung stark. Das Vertiefungsfeld Nuclear Waste Management bietet Masterstudierenden die Möglichkeit, sich auf diesem Gebiet zu spezi­alisieren.

„Auch nach dem Abschalten der letzten deutschen Atomkraftwerke muss eine auf nukleare Sicherheit ausgerichtete Kompetenz- und Nachwuchsentwicklung erhal­ten werden.“ Diese Feststellung des Bundesumweltministeriums aus seinem kürz­lich vorgestellten Positionspapier zur Vollendung des Atomausstiegs füllen die FH Aachen und die BGZ jetzt mit Leben. Im April beginnen die Lehrveranstaltungen im gemeinsam konzipierten Vertiefungsfeld Nuclear Waste Management des Masterstudiengangs Nuclear Applications. Dieser wurde bereits mehrfach als ei­nes der weltweit besten Studienangebote auf diesem Gebiet ausgezeichnet.

Fünfzehn Masterstudierenden mit technischem oder naturwissenschaftlichem Hintergrund bietet das Vertiefungsfeld die Möglichkeit, sich mit ihrem Masterab­schluss auf den sicheren Betrieb von Zwischen- und Endlagern für radioaktive Ab­fälle zu spezialisieren. Die überwiegend englischsprachigen Lehrveranstaltungen gliedern sich in vier Module: Grundlagen der Entsorgung radioaktiver Abfälle, Ab­fallprodukte und Abfallgebinde, Werkstoffkunde sowie Entsorgungsstrategien in Deutschland.

Angeboten werden die Lehrveranstaltungen auf dem Campus der FH Aachen in Jülich, pandemiebedingt jedoch zunächst als Onlineformat. National und interna­tional erfahrene Expert*innen der BGZ geben ihr Know-how in Vorlesungen und Seminaren an die Studierenden weiter. Mit dem Masterabschluss im Vertiefungs­feld sind die Absolvent*innen in der Lage, Technik und Abläufe in der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle zu bewerten. Sie analysieren und konzipie­ren Prozesse wie beispielsweise zum Alterungsmanagement. Zudem vermittelt das Vertiefungsfeld Kenntnisse der internationalen wie nationalen Rechtsnormen, was unter anderem für die zu führenden Genehmigungsverfahren relevant ist.

„Die akademische Ausbildung in Deutschland konzentriert sich heute überwie­gend auf Wissenschaft und Technologie zur Kraftwerksstilllegung oder zur Ent­sorgung der Abfälle und ist meist wissensbasiert“, erklärt Ingrid Gosens, Bereichs­leiterin Personal bei der BGZ. „Mit dem praxisorientierten Vertiefungsfeld verfol­gen wir einen weiter gefassten Ansatz, der neben dem Wissen um die Technik auch Prozessabläufe und die beteiligten Menschen mit ihrem Know-how einbe­zieht“, so die Personalchefin weiter. „Dabei trainieren wir auch Metakompetenzen, die später für die Wahrnehmung von Führungspositionen erforderlich sind.“

Durch ihr Engagement für qualifizierten Nachwuchs sichert die BGZ mit ihren heute rund 450 Beschäftigten bereits frühzeitig den Kompetenzerhalt für die Zu­kunft. Spezialisierten Fachkräften für den Betrieb von Zwischen- und Endlagern für radioaktive Abfälle bieten sich dabei spannende berufliche Perspektiven bis in die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts.

BGZ legt nach: Mehr Informationen zum Logistikzentrum

WÜRGASSEN – Die BGZ wird in den kommenden Wochen ihre Öffentlichkeitsarbeit zum geplanten Bauvorhaben in Würgassen intensivieren. Schwerpunkt bilden dabei Erklärfilme, die die Notwendigkeit des Logistikzentrums (LoK) und die geplanten Abläufe erläutern.

Der erste Film der Reihe wurde am heutigen Mittwoch vom Generalbevollmächtigten für das LoK, Christian Möbius, und Bereichsleiter
Dr. Heinz-Walter Drotleff vorgestellt. In der knapp dreiminütigen Animation wird erklärt, wie das Logistikzentrum dabei hilft, die Anlieferung von bereits fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen an das Endlager Konrad zu optimieren und zu beschleunigen.

„Dieser Film soll Auftakt werden für eine Informationsreihe rund um das Logistikzentrum. Uns ist bewusst geworden, dass wir beim Erklären von Notwendigkeit und Abläufen noch besser werden müssen“, sagte Möbius. Neben mehreren Filmen, die in den kommenden Wochen veröffentlicht werden sollen, ist auch die Website des Logistikzentrums überarbeitet und damit deutlich übersichtlicher und informativer geworden.

Möbius kündigte an, mit dem Ende der Corona-Pandemie auch die direkten Begegnungen mit den Menschen in der Region ausbauen zu wollen. Dazu sollen zu Beginn des Sommers ein BGZ-Infobüro in Beverungen eröffnet sowie kleinere Gesprächsrunden in den Orten der Region angeboten werden. Selbstverständlich werden diese Veranstaltungen unter strikter Einhaltung der Corona-Bestimmungen erfolgen.

Link zur neuen Website: https://bgz.de/logistikzentrum-konrad/

Link zum Erklärfilm: https://youtu.be/PEbw1BMBVdc

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

BGZ beteiligt sich an neuem Regionalplan

ESSEN/WÜRGASSEN – Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung beteiligt sich an der Neuaufstellung des Regionalplans Ostwestfalen-Lippe. Dieser soll im Jahr 2023 verabschiedet werden.

„Für uns als ortsansässiges Unternehmen ist es selbstverständlich, dass wir uns auch an der Neuaufstellung des Regionalplans beteiligen“, erklärt der Generalbevollmächtigte der BGZ, Christian Möbius. Die BGZ setze mit der heute veröffentlichten Stellungnahme ihren Weg der öffentlich-transparenten Planung für das Logistikzentrum Konrad (LoK) fort.

In dem jetzt bei der Bezirksregierung Detmold vorlegten Papier verweist das Essener Unternehmen noch einmal ausdrücklich auf seine ihm vom Bund übertragene und gesamtgesellschaftlich bedeutsame Aufgabe, den Atomausstieg zügig mit umzusetzen. Der bisher vorgelegte Entwurf des neuen Regionalplans lässt jedoch die berechtigten Interessen der BGZ und das im Allgemeinwohlinteresse bestehende Bedürfnis an einer zeitnahen und sicheren Umsetzung des Atomausstiegs sowie der zügigen Entsorgung der radioaktiven Abfälle unberücksichtigt.

„Wir haben deutlich gemacht, dass unser Vorhaben mit den bereits bestehenden raumordnerischen Plänen der Bezirksregierung Detmold vereinbar ist,“ sagte Möbius. Das betreffe die maßgeblichen Zielsetzungen der Regionalplanung etwa beim Landschafts- und Naturschutz, Überschwemmungs- und Erholungsgebieten, aber auch die Auswirkungen des Logistikzentrums in seiner Bau- und Betriebsphase. „Wir wollen das LoK auf einer Fläche errichten, die seit Langem als Gewerbe- und Industriegebiet ausgewiesen war, sodass sich kein Zielkonflikt mit der Regionalplanung ergibt.“, so Möbius.

 

Hintergrund:
Der Regionalrat bei der Bezirksregierung Detmold hat die Neuaufstellung des Regionalplans Ostwestfalen-Lippe (OWL) beschlossen. Vom 1. November 2020 bis 31. März 2021 läuft das Beteiligungsverfahren, bei dem Betroffene Stellungnahmen zum Entwurf des Regionalplans abgeben können. Anschließend befasst sich der Regionalrat mit den Eingaben. Der neue Regionalplan soll im Jahr 2023 verabschiedet werden.


Die
BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

Digitales „Forum Zwischenlagerung“ startet am 23. April

ESSEN/BERLIN – Die BGZ setzt die Veranstaltungsreihe „Forum Zwischenlagerung“ in einem neuen Rahmen fort. Diese soll weiterhin dem Austausch über die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle dienen.

Wie bereits angekündigt startet die BGZ die Veranstaltungsreihe „Forum Zwischenlagerung“ als digitales Format, um auch in Zeiten der Pandemie einen überregionalen Dialog zu ermöglichen. Am Freitag, dem 23. April 2021 um 15:00 Uhr, sind alle Interessierten zu dem Live-Format auf bgz.de eingeladen. An diesem Tag startet die Veranstaltungsreihe mit dem Themenschwerpunkt Rückführung radioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente. Diese sollen in den BGZ-Zwischenlagern Isar, Brokdorf und Philippsburg aufbewahrt werden. Die Rückführung nach Biblis ist Ende letzten Jahres bereits erfolgt.

Josef Klaus, Bürgermeister der Gemeinde Niederaichbach (Zwischenlagerstandort Isar) und Dr. Michael Hoffmann (BGZ, Bereichsleiter Betrieb) eröffnen die Diskussion mit kurzen Vorträgen zum Thema und werden dann untereinander ihre Standpunkte austauschen sowie sich mit Fragen der Teilnehmer*innen auseinandersetzen.

Zeitgleich geht die neue Internetseite des „Forum Zwischenlagerung“ online, auf der Expert*innen der BGZ auch nach dem Ende des Livestreams für Fragen zur Rückführung der Wiederaufarbeitungsabfälle zur Verfügung stehen. In Zukunft schaltet die BGZ auf dieser Internetseite regelmäßig weitere Themenschwerpunkte online, in denen Fragen rund um die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle diskutiert werden können. Als Neuerung im Vergleich zu den bisherigen Präsenzveranstaltungen des „Forum Zwischenlagerung“ greift die BGZ hier auch Themen zur Entsorgung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen auf, die für eine Abgabe an das Endlager Konrad vorgesehen sind.

Fragen zum ersten Themenschwerpunkt – der Rückführung radioaktiver Wiederaufarbeitungsabfälle an die Standorte Biblis, Philippsburg, Brokdorf und Isar – können Interessierte der BGZ schon jetzt per Mail stellen (info@bgz.de). Die Fragen werden am 23. April im Livestream bzw. später im eingerichteten Onlineforum beantwortet.

Hintergrund: Das „Forum Zwischenlagerung“ wurde erstmals im Juni 2018 vom damaligen Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) – heute BASE – veranstaltet. Ziel der Reihe ist es, einen Dialog zwischen Behörden, Betreibern, Sachverständigen und der interessierten Öffentlichkeit zu organisieren. Eine zweite Veranstaltung fand bereits im November 2018 statt. Auf dem dritten Treffen im September 2019 übergab das BASE das Format in die Hände der bundeseigenen BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung.