Staatssekretär des baden-württembergischen Umweltministeriums und Bürgermeister besuchen Zwischenlager Neckarwestheim

NECKARWESTHEIM / GEMMRIGHEIM – Staatssekretär und Landtagsabgeordneter
Dr. Andre Baumann informierte sich bei einer Besichtigung des Standorts über das Konzept der sicheren Aufbewahrung radioaktiver Abfälle. Im Fokus des Austauschs stand die verlängerte Zwischenlagerung.

Bei einem Rundgang durch das Tunnellager im ehemaligen Steinbruch erläuterten die BGZ-Vertreter Wolfgang Arnold und Thomas Taschke dem Staatssekretär, den beiden Standort-Bürgermeistern Jochen Winkler und Mario Dittmann sowie Dr. Jörg Frauhammer (Bürgermeister a.D.) wie die Behälter mit hochradioaktiven Abfällen sicher aufbewahrt werden. Aktuell lagern im Brennelemente-Zwischenlager 104 Behälter aus dem ehemaligen Betrieb der Kernkraftwerke Neckarwestheim und Obrigheim. Die Einlagerung ist noch nicht beendet, wie Arnold als BGZ-Hauptabteilungsleiter Betrieb im Südwesten, erklärte. 24 Behälter werden noch aus dem stillgelegten Kraftwerk Neckarwestheim ins Zwischenlager gebracht.

„Wir werden alle Behälter sicher aufbewahren, bis sie an ein Endlager abgegeben werden können“, betonte Taschke als Leiter des Zwischenlagers. „Auf die Zwischenlagerung über den bislang genehmigten Zeitraum hinaus bereiten wir uns schon seit Gründung der BGZ intensiv vor und werden die Sicherheit in den zu führenden Genehmigungsverfahren nachweisen.“

Staatssekretär Baumann zeigte sich von der Sicherheit der Zwischenlagerung überzeugt. Er hob die hohe Belastung hervor, die die beiden umliegenden Gemeinden tragen. „Mit der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe des Atomausstiegs dürfen wir die Standortkommunen nicht allein lassen. Daher muss die Endlagersuche zügig vorangetrieben werden“, so Dr. Baumann.

Hintergrund:

Die bundeseigene BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung betreibt seit 2019 das Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Neckarwestheim. Die Aufbewahrung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigung für das Zwischenlager in Neckarwestheim läuft im Jahr 2046 aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da erst Mitte dieses Jahrhunderts ein Endlagerstandort benannt werden soll. Dann wird es noch mehrere Jahrzehnte dauern, bis alle Behälter an dieses Endlager abgegeben sind. Weitere Informationen zur verlängerten Zwischenlagerung finden Sie hier.