BGZ unterstützt Haus der Geschichte NRW mit Leihgabe

AHAUS/DÜSSELDORF – Mit dem Modell eines CASTOR-Behälters unterstützt die BGZ das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen. Die Leihgabe wird Teil der Ausstellung „UNSER LAND. 75 Jahre Nordrhein-Westfalen“, die vom 27. August 2021 bis zum 23. Mai 2022 im Behrensbau in Düsseldorf zu sehen sein wird.

Das Modell veranschaulicht Aufbau und Inventar des CASTOR-Behälters der Bauart THTR/AVR und war bislang ein Exponat im Informationshaus der BGZ am Standort Ahaus im Westmünsterland. Im dortigen Brennelemente-Zwischenlager werden seit 1992 Brennelementkugeln in 305 CASTOR-Behältern dieser Bauart aufbewahrt. Die CASTOR-Behälter wurden bis 1995 mit mehreren Transporten vom Thorium-Hoch-Temperatur-Reaktor (THTR) im nordrhein-westfälischen Hamm in das Zwischenlager Ahaus gebracht. Der THTR war zwischen 1987 und 1989 in Betrieb.

Das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen soll ein Forum für gesellschaftliche Debatten bieten und dazu einladen, unterschiedliche Standpunkte kennenzulernen und sich eine Meinung zu bilden. Einen ersten Eindruck wird die Sonderausstellung „UNSER LAND. 75 Jahre Nordrhein-Westfalen“ vermitteln, die zum 75. Landesgeburtstag im Behrensbau zu sehen sein wird. Die Ausstellung erzählt von besonderen Herausforderungen, die das Land seit seiner Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg bewegt haben. Hierzu zählen Themen wie politischer Neubeginn, Migration und wirtschaftlicher Strukturwandel.

Link zum Haus der Geschichte NRW: https://unser-land.nrw/

Hintergrund: Das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen entsteht in Düsseldorf am historischen Ort im Behrensbau am Mannesmannufer. Das neue zeithistorische Museum, das im Jahr 2018 vom Landtag Nordrhein-Westfalen beschlossen wurde, wird die Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen zeigen. Seit April 2020 arbeitet die Landesstiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen an der Errichtung des neuen zeithistorischen Museums.

Ohne LoK läuft es nicht

BERLIN/WÜRGASSEN – In einem kurzen Dokumentarfilm der BGZ wird der Weg vom Atomausstieg hin zur Endlagerung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll nachgezeichnet. Beteiligte machen darin deutlich, warum nur mit dem Logistikzentrum (LoK) in Würgassen eine zügige Entsorgung gewährleistet ist.

„Die Euphorie der friedlichen Nutzung der Atomenergie seit den 1950er- und 1960er Jahren hat das Problem des Atommülls vollständig ausgeblendet – aber der Müll ist da“, sagt die ehemalige Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks im Film. In Hendricks‘ Amtszeit fiel die Neuregelung der Zwischenlagerung und Entsorgung von Atommüll; sie legte damit den politischen Grundstein auch für das in Würgassen geplante Logistikzentrum für das Endlager Konrad. Denn ohne dieses Logistikzentrum, so machen es im Film weitere Protagonisten deutlich, ist eine schnelle Entsorgung von schwach- und mittelradioaktivem Müll im Endlager Konrad nicht möglich.

Der Film blickt zurück auf das zähe Ringen um den Atomausstieg in Deutschland, erläutert die Herkunft des Atommülls und die Probleme bei seiner zügigen Entsorgung. Fachleute der BGZ berichten, wie der Atommüll in den Zwischenlagern sicher verwahrt wird und wie Umwelt und Menschen vor Strahlung geschützt werden. Und sie erläutern, warum gerade Würgassen sich als Standort für das Logistikzentrum für das Endlager Konrad besonders eignet – und warum am Endlager keines errichtet werden kann. Auch der amtierende Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, kommt dabei zu Wort.

Der Film steht ab sofort auf der Internetseite der BGZ und auf YouTube zur Verfügung.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

Gemeinderat Niederaichbach informiert sich über Zwischenlager Isar

NIEDERAICHBACH – Um sich ein eigenes Bild vor Ort zu machen, besuchte der neu zusammengesetzte Niederaichbacher Gemeinderat kürzlich das Brennelemente-Zwischenlager Isar.

BGZ-Sprecher Stefan Mirbeth und Standortleiter Markus Luginger erläuterten den Niederaichbacher Kommunalpolitiker*innen nicht nur das Konzept für die Zwischenlagerung atomarer Abfälle, sondern informierten auch über die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen.

„Die BGZ als Betreiberin des Zwischenlagers erledigt eine solide Arbeit am Standort. Grundsätzlich haben wir keinen Zweifel an der sicheren Zwischenlagerung“, meinte Bürgermeister Josef Klaus. Allerdings betonte er auch, dass Niederaichbach mit der kerntechnischen Anlage im Gemeindegebiet eine große gesamtgesellschaftliche Last schultern müsse.

„Als Standortkommune stehen wir zu unserer Verantwortung. Wir erwarten aber gleichzeitig auch, dass die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle breite Unterstützung findet und der vereinbarte gesetzliche Fahrplan nicht geändert, sondern von allen Akteuren eingehalten wird. Nur wenn die Endlagersuche gelingt, kann unser Brennelemente-Zwischenlager geleert werden“, so Bürgermeister Klaus.

Gutachter: Hochwasser kein Problem am geplanten Logistikzentrum

WÜRGASSEN – Nicht zuletzt die Flutkatastrophen der vergangenen Wochen führen aktuell immer wieder zu Fragen rund um den Hochwasserschutz des in Würgassen geplanten Logistikzentrums. Die BGZ hatte dazu bereits im November vergangenen Jahres ein Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse jetzt vorliegen.

Zahlreiche Behauptungen und Spekulationen werden derzeit von Kritiker*innen des LoK aufgestellt. Nachfolgend nimmt die BGZ zu den einzelnen Thesen Stellung.

These 1: Das geplante Logistikzentrum wird bei Hochwasser überflutet.

Nein, wird es nicht: Im Gegensatz zu der immer wieder aufgestellten Behauptung befindet sich das ehemalige Kraftwerksgelände und der Baugrund des LoK nicht im Überflutungsgebiet der Weser. Bereits die Hochwasserrisiko-Karten des Landes Nordrhein-Westfalen machen deutlich, dass der geplante Baugrund auch von einer katastrophalen Flut nicht betroffen ist. Dies wird mit dem jetzt vorgelegten Gutachten des renommierten Hochwasserexperten Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jensen von der Universität Siegen erneut bestätigt. Bei einem statistisch alle 100 Jahre wiederkehrenden Hochwasser liegt die zu bebauende Fläche mehr als einen Meter über dem Hochwasser-Scheitel. Auch bei einem sogenannten „Jahrtausendhochwasser“ bildet sich lediglich nördlich des Baugeländes eine flache Wasserfläche. Deren Zulauf resultiert aus dem Sicherungsgraben des Kraftwerks. Für Anlagen wie das LoK gilt aber, dass die Sicherheit auch bei einem 10.000-jährlichen Hochwasser zu gewährleisten ist. Doch selbst für dieses – extrem unwahrscheinliche – Szenario wird die BGZ vorsorgen: „Wir stellen durch Maßnahmen sicher, dass die Oberkante des Fußbodens des LoK mit ausreichendem Abstand oberhalb des 10.000-jährlichen Pegelstandes liegt“, sagte der für das LoK verantwortliche Bereichsleiter der BGZ, Dr. Heinz-Walter Drotleff.

In die Untersuchung von Prof. Jensen sind auch mögliche Starkregen-Ereignisse eingeflossen.

These 2: Das LoK verschlechtert die Hochwasser-Situation in der Umgebung der Anlage.

Auch dies ist eine Falschbehauptung: Eine von Kritiker*innen unterstellte Dammwirkung des LoK ist aufgrund der Topographie, selbst bei extremen Pegelständen der Weser, ausgeschlossen. Richtig ist, dass für das Bauvorhaben Teile des Baugrunds aufgeschüttet werden. Hierfür werden aber auf dem Grundstück selbst entsprechende Kompensationsmaßnahmen durchgeführt, sodass die Realisierung des LoK die Hochwassersituation in der Region nicht verändern wird. Dies schreibt auch der Gesetzgeber so vor.

Die komplette Studie finden Sie hier. In dieser werden auch Extremereignisse, wie der Bruch der Edertalsperre, betrachtet. Auch diese hätten keine Auswirkungen auf das LoK.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

Informationen zum Gutachter Prof. Jensen finden Sie hier.

Der Weg zum geeigneten Standort

WÜRGASSEN – In ihrem dritten Erklärfilm zeigt die BGZ anschaulich, warum das Logistikzentrum Konrad (LoK) in Würgassen geplant wird und warum der Standort besonders gute Voraussetzungen für das Bauprojekt bietet.

Die Auswahl einer geeigneten Fläche stand ganz am Anfang des Projektes eines Logistikzentrums für das Endlager Konrad. Wie genau die BGZ vorgegangen ist und welche Verfahrensschritte notwendig waren, hat das Essener Unternehmen bereits detailliert am Tag der Bekanntgabe des Standortes Würgassen vorgestellt und den Prozess erläutert.

„Das Bewertungsverfahren mit den verschiedenen Auswahlkriterien gut verständlich darzustellen, ist uns seit Langem ein Anliegen – mit dem vorliegenden dritten Erklärfilm ist dies nun auch grafisch gelungen“, sagte der Generalbevollmächtigte für das LoK, Christian Möbius.

Die Animation zeigt, wie die Grundstücke auf die verschiedenen Eignungskriterien hin von der BGZ überprüft und ungeeignete Flächen ausgesiebt wurden. Und es wird deutlich, warum bei neun grundsätzlich geeigneten Grundstücken die Wahl am Ende auf Würgassen fiel.

Die BGZ hatte im Frühjahr mit einem virtuellen Rundflug und einer App eine Informationsreihe gestartet: Es folgten zwei animierte Filme, in denen zum einen erläutert wird, welche Vorteile das LoK bei der Entsorgung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle bietet und welche logistischen Herausforderung dabei gemeistert werden müssen.

Den dritten Film zur Standortauswahl finden Sie bei YouTube und auf der BGZ-Website.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

BGZ unterstützt Spielvereinigung Niederaichbach

NIEDERAICHBACH – Damit die Spielvereinigung Niederaichbach weiterhin ihre erfolgreiche Jugendarbeit fortsetzen kann, unterstützt die BGZ künftig den größten Verein im Gemeindegebiet. Kürzlich wurde eine Bandenwerbung am Fußballplatz montiert, die langfristig
einen Teil der Gegengerade zieren wird.

Über 1000 Mitglieder zählt die Spielvereinigung, die neben Fußball und Tennis auch Volleyball, Turnen und Leichtathletik im Wettkampf-und Breitensport anbietet. Einen besonderen Schwerpunkt legt der Verein dabei auf seine Jugendarbeit. „Wir wollen unseren Kindern und Jugendlichen ein attraktives Sportangebot vor Ort ermöglichen“, erläutert Jutta Dannenböck, Vorsitzende der Spielvereinigung Niederaichbach, ein wichtiges Vereinsziel.

Doch der Spielbetrieb der zahlreichen Nachwuchsmannschaften sowie der Unterhalt der Sportanlagen nagen natürlich am Finanzpolster des Vereins. „Daher kommt die Unterstützung der BGZ zum Start der neuen Fußballsaison zum richtigen Zeitpunkt“, freut sich stellvertretender SpVgg-Vorsitzender Lars Reinicke. Wie BGZ-Sprecher Stefan Mirbeth betonte, werde die BGZ die Spielvereinigung Niederaichbach langfristig unterstützen. „Wir verstehen dieses Engagement als Zeichen der guten Nachbarschaft“, so Mirbeth.

Neue Website zur Zwischenlagerung von Forschungsreaktor-Brennelementen

AHAUS – Mit einer Projektwebsite verstärkt die BGZ ihr Informationsangebot zur zukünftigen Aufbewahrung von Brennelementen aus deutschen Forschungsreaktoren im Zwischenlager Ahaus.

Die Projektwebsite https://bgz.de/forschungsreaktoren/ informiert über die geplante Aufbewahrung der Brennelemente aus den Forschungsreaktoren in Garching bei München, Berlin und Mainz im Zwischenlager Ahaus. Sie wirft einen Blick auf den Stand der jeweiligen Genehmigungsverfahren, die Sicherheit der für die Forschungsreaktor-Brennelemente speziell entwickelten Behälter sowie die Sicherheit der Zwischenlagerung am Standort Ahaus. Besucher*innen der Website können sich über vergangene wie zukünftige Dialogveranstaltungen informieren.

Am weitesten fortgeschritten ist das Vorhaben zur Aufbewahrung der Brennelemente aus der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (auch Forschungsreaktor München II, kurz FRM II) in Garching bei München. Die für den Transport und die Zwischenlagerung der FRM II-Brennelemente nach dem Atomgesetz erforderlichen Genehmigungen sind jedoch noch nicht beschieden.

Zwischenlager Gorleben

Gorleben: Schwelbrand ohne Auswirkungen auf die sichere Zwischenlagerung

GORLEBEN – Ein Schwelbrand im Pförtnergebäude des BGZ-Zwischenlagers wurde zügig unter Kontrolle gebracht, bevor ein offenes Feuer entstehen konnte. Ursache war ein defektes elektronisches Bauteil in einem Schaltschrank. Die Anlagensicherheit war zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt.

Im Zwischenlager Gorleben wurde ein Feueralarm ausgelöst. Der Grund für den Alarm war ein Schwelbrand in einem Schaltschrank des Pförtnergebäudes, der sich durch ein defektes elektronisches Bauteil bildete. Durch zügiges Eingreifen konnte ein offenes Feuer verhindert werden.

Der sichere Betrieb war zu jedem Zeitpunkt uneingeschränkt gewährleistet. Auch die Anlagensicherungssysteme waren jederzeit intakt und vollständig funktionsfähig. Die Ursache des Vorfalls wird weiter untersucht.

Die BGZ hat die Aufsichtsbehörde unverzüglich informiert. Gemäß der deutschen atomrechtlichen Meldeordnung handelt es sich um ein Ereignis der Kategorie N („normal“, Kriterium Nr. N 3.2.1.). Auf der achtstufigen internationalen Meldeskala INES ist das Ereignis der Stufe 0 zuzuordnen (unterhalb der Skala, „keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“).

Philippsburg: BGZ und EnBW informieren über geplante Rücknahme radioaktiver Abfälle aus Frankreich

PHILIPPSBURG – Die BGZ und EnBW haben am gestrigen Dienstag im Rat der Stadt Philippsburg die im Juni zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich vertraglich neugeregelte Rückführung der radioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung nach Philippsburg vorgestellt und erörtert.

Statt der ursprünglich geplanten fünf CASTOR-Behälter mit mittelradioaktivem Abfall sollen nun drei bis fünf CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall aus La Hague (Frankreich) nach Philippsburg transportiert und dort zwischengelagert werden. Die Abfälle stammen aus der Wiederaufarbeitung von Brennelementen, die in Philippsburg eingesetzt wurden. Das Gesamtkonzept der Rückführung, das für die im Ausland lagernden Abfälle eine bundesweit ausgewogene Verteilung vorsieht, wird durch die neue Lösung nicht verändert und folgt nach wie vor einer fairen Lastenverteilung nach dem Verursacherprinzip.

Bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung wurde die BGZ durch den Vorsitzenden der Geschäftsführung Dr. Ewold Seeba und Dr. Michael Hoffmann (Bereichsleiter Betrieb) vertreten. Für die EnBW nahm Jörg Michels (Vorsitzender der Geschäftsführung der EnBW Kernkraft GmbH) teil. Dr. Seeba betonte: „Die neue Einigung mit Frankreich ist ein wichtiger weiterer Schritt zum im breiten politischen Konsens beschlossenen Atomausstieg. Wir haben heute den Gemeinderat informiert und werden auch die Bürger*innen in einer weiteren Informationsveranstaltung informieren.“

Dr. Hoffmann ergänzte: „Die neue Lösung stellt unter sicherheitstechnischen Gesichtspunkten keine Veränderung dar.“ Die Einhaltung aller Schutzziele würde weiterhin gewährleistet. Zudem würde das hiesige Zwischenlager, in dem die hochradioaktiven Abfälle lagern, auch mit den rückgeführten Abfällen und den Brennelementen aus dem AKW Philippsburg abschließend nur zu rund zwei Drittel gefüllt sein. „Insgesamt wird deutlich weniger radioaktiver Abfall aus der Wiederaufarbeitung rückgeführt als aus Philippsburg in die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague exportiert wurde“, so Dr. Hoffmann und verwies auf die beigefügte Informationsgrafik.

Hintergrund:

Philippsburg wurde neben den drei weiteren Zwischenlager-Standorten Biblis, Brokdorf und Isar mit breitem politischen Konsens von der Bundesregierung, allen beteiligten Landesregierungen und den Betreibern der AKWs als Standort für die Rückführung der radioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung nach dem Verursacherprinzip im Jahr 2015 festgelegt. Nach dem geänderten Vorgehen werden nun statt der ursprünglich geplanten fünf Behälter mit mittelradioaktiven Abfällen drei bis fünf Behälter mit hochradioaktiven Abfällen nach Philippsburg zurückgeführt. Die geplanten Transporte von Behältern mit Metallresten (insg. 152 Behälter mit mittelradioaktiven Abfällen) in das Zwischenlager Ahaus entfallen. Stattdessen sollen dort nun 30 leere kontaminierte Behälter aus La Hague aufbewahrt werden.

Weitere Informationen finden sich auf der Seite des BMU: https://www.bmu.de/meldung/neue-loesung-fuer-ruecknahme-radioaktiver-abfaelle-aus-frankreich/
Zudem hat die BGZ eine eigene Webseite zur Rückführung veröffentlicht: https://rueckfuehrung.bgz.de/

BGZ im Gespräch mit neuem Standortkreis

BEVERUNGEN – Eine erste Gesprächsrunde zwischen Bundestagsabgeordneten, Bürgermeistern, Kommunalpolitikern sowie Vertretern der Bürgerinitiativen und der BGZ hat auf Einladung des Beverungener Bürgermeisters Hubertus Grimm am Montag stattgefunden. BGZ-Geschäftsführer Dr. Ewold Seeba zog ein positives Fazit.

„Ich begrüße sehr, dass wir eine Runde gefunden haben, in der wir miteinander sprechen können. Wir sind uns einig, dass dieser Gesprächskreis regelmäßig stattfinden soll“, sagte Seeba im Anschluss an das Treffen in Beverungen. Er bezeichnete den Austausch als konstruktiv, auch wenn teils sehr unterschiedliche Positionen deutlich geworden seien. Gerade daher sei ein faktenbezogener Dialog so wichtig, da dieser zu einer Versachlichung der Debatte maßgeblich beitrage, so Seeba. Seitens der BGZ nahmen zudem der Bereichsleiter für das Logistikzentrum, Dr. Heinz-Walter Drotleff, sowie der Generalbevollmächtigte Christian Möbius teil.

Die BGZ hatte die Beverungener Firma NUSEC gebeten, während der Veranstaltung die ersten Zwischenergebnisse einer Verkehrsstudie zu präsentieren, die von NUSEC in den vergangenen Monaten erarbeitet wurde. Dabei sind Verkehrsströme untersucht, Fahrzeuge gezählt und mögliche Engstellen im Straßennetz analysiert worden. „Auch wenn die Studie noch nicht vollständig fertiggestellt ist, lässt sich bereits sagen, dass die LKW-Transporte mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen nur zu einer unwesentlichen Erhöhung des Verkehrs hier vor Ort führen werden und sämtliche in Frage kommenden Straßen in der Region für unsere Transporte geeignet sind“, sagte Seeba. Es sei aber weiterhin vorgesehen, dass ein Großteil der Transporte über die Schiene erfolgt.

Die Präsentation der Firma NUSEC finden Sie hier.