Erster CASTOR-Behälter aus Jülich im Zwischenlager Ahaus eingetroffen
Der Transport des CASTOR-Behälters startete am Vorabend in Jülich. Das von der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) betriebene Zwischenlager muss aufgrund einer Anordnung der NRW-Atomaufsicht geräumt werden. Der Behälter erreichte das Zwischenlager Ahaus in der Nacht. In den nächsten Monaten sollen auch die verbleibenden 151 CASTOR-Behälter nach Ahaus transportiert werden. Die Transporte führt ein spezialisiertes Logistikunternehmen im Auftrag der JEN durch.
Fachleute der BGZ werden den Behälter nun auf einen ordnungsgemäßen Zustand überprüfen und im Zwischenlager an das Behälterüberwachungssystem anschließen. Bei einem vorherigen Probelauf demonstrierte die BGZ die sichere Einlagerung bereits mit einem unbeladenen Behälter unter behördlicher Aufsicht.
„In Ahaus greifen wir auf umfangreiche Erfahrung zurück, da hier bereits 305 baugleiche Behälter aus Hamm-Uentrop mit identischem Inventar lagern. Wir werden auch die Behälter aus Jülich nach höchsten Sicherheitsstandards aufbewahren und so den Schutz von Menschen und Umwelt gewährleisten“, sagt Markus Röder, Hauptabteilungsleiter bei der BGZ.
Dass alle Sicherheitsanforderungen erfüllt sind, hatte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) im Rahmen eines atomrechtlichen Genehmigungsverfahrens überprüft und 2016 mit Erteilung der Genehmigung bestätigt. Deren Rechtmäßigkeit hat das Oberverwaltungsgericht Münster 2024 festgestellt.
Über den Fortschritt der weiteren Einlagerungen informiert die BGZ auf dieser Website: https://zwischenlager.info/standort/ahaus-projekte/. Dort finden Sie neben einer Übersicht der bislang durchgeführten Transporte von Jülich nach Ahaus auch Antworten auf häufig gestellte Fragen zu dem Projekt. Zudem sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich persönlich vor Ort zu informieren.


