Brokdorf: SPD-Delegation besucht BGZ-Zwischenlager

BROKDORF – Gemeinsam mit kommunalen Vertreter*innen und Mitarbeitern der Landtagsfraktion hat der SPD-Landtagsabgeordnete Marc Timmer das Brennelemente-Zwischenlager besichtigt. Im Mittelpunkt des Austauschs stand die in diesem Jahr vorgesehene Rückführung hochradioaktiver Wiederaufarbeitungsabfälle aus dem englischen Sellafield nach Brokdorf.

Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Zur Rücknahme der noch im Ausland lagernden Abfälle hat sich die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich verpflichtet. „Bereits 2024 haben wir mit einem leeren Behälter erfolgreich alle Arbeitsschritte, die zur Einlagerung erforderlich sind, absolviert“, erläutert BGZ-Standortleiter Marco Paschen bei der Führung durch das Zwischenlager. „Damit haben wir gezeigt, dass wir die Abfälle aus der Wiederaufarbeitung sicher annehmen und aufbewahren können.“

An den Standorten Biblis, Philippsburg und Isar ist die Rückführung bereits abgeschlossen, die Transporte wurden Ende 2020 nach Hessen, im November 2024 nach Baden-Württemberg sowie im April 2025 nach Bayern störungsfrei durchgeführt. „Das Konzept der Bundesregierung sieht vor, dass die letzten noch in England befindlichen Abfälle aus Deutschland in das BGZ-Zwischenlager Brokdorf transportiert werden. Wir sind vorbereitet und werden die Behälter bis zur Abgabe an ein Endlager hier sicher aufbewahren,“ betont Standortkommunikator Jonas Wingert.

Marc Timmer sagte im Anschluss an den Besuch: „Es ist gut, dass wir uns hier vor Ort einen persönlichen Eindruck von der verantwortungsvollen Arbeit der BGZ machen konnten. Ich begrüße es ausdrücklich, dass die Rückführung der Wiederaufarbeitungsabfälle, deren regionale Verteilung dem Verursacherprinzip entspricht und die zudem das Ergebnis eines parteiübergreifenden Konsenses ist, zeitnah zum Abschluss kommt. Die proaktive und offene Kommunikation sowie der Austausch mit der BGZ als Zwischenlagerbetreiberin fördern das Vertrauen in den schwierigen, aber notwendigen Prozess der Rückführung.“