Kreis Borken: Senioren Union besucht Zwischenlager Ahaus

Die Senioren des CDU Kreisverbandes Borken haben sich ein eigenes Bild von der sicheren Aufbewahrung radioaktiver Abfälle im Zwischenlager Ahaus gemacht.

Nach einem Vortrag durch Burghard Rosen zur Neuordnung der Zuständigkeiten bei der Zwischen- und Endlagerung sowie den aktuellen Themen am Standort Ahaus besichtigte die Gruppe das Zwischenlager und die Baustelle zur Nachrüstung der zusätzlichen Schutzwand.

Stefan Hegering fasste den Besuch als Vorsitzender der Senioren-Union zusammen: „Durch die mit breiter Mehrheit im Bundestag verabschiedeten Gesetze gibt es einen klaren Fahrplan zur Zwischen- und Endlagerung der radioaktiven Abfälle in Deutschland. Wir konnten uns heute davon überzeugen, dass die BGZ als Gesellschaft des Bundes die Zwischenlager sicher und zuverlässig betreibt und dabei transparent kommuniziert.“

Neckarwestheim: BGZ bereitet Übernahme von Abfalllager vor

Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung hat am Donnerstagabend ihre Reihe von Dialogveranstaltungen am Standort Neckarwestheim fortgesetzt. Bürgerinnen und Bürger tauschten sich in der Reblandhalle in Neckarwestheim mit den Verantwortlichen der BGZ über die weitere Aufbewahrung radioaktiver Abfälle am Standort aus.

Nach einer Besichtigung des Standortes erklärte BGZ Geschäftsführer Dr. Ewold Seeba: „Die Übernahme des Zwischenlagers für ausgediente Brennelemente zu Beginn dieses Jahres hat gut geklappt, der Betrieb läuft gut. Wir bereiten uns jetzt auf die Übernahme des Zwischenlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle im kommenden Jahr vor.“ Der Leiter des Standortes, Wolfgang Arnold, ergänzte, dass die BGZ dazu in engem Austausch mit der EnBW AG stehe, die das Abfalllager derzeit errichtet.

Seeba machte deutlich, dass es sich bei dem Lager für schwach- und mittelradioaktive Stoffe ausdrücklich um ein Zwischenlager handelt. Dieses wird mit der Fertigstellung des Endlagers Konrad in Salzgitter im Jahr 2027 schrittweise wieder geleert. Der BGZ-Geschäftsführer begrüßte die öffentliche Diskussion über alle Fragen der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle: „Nur wer sich diesem öffentlichen Diskurs stellt, kann auch öffentliche Akzeptanz und Vertrauen herstellen.“

Die Standortbürgermeister Dr. Jörg Frauhammer (Gemmrigheim) und Jochen Winkler (Neckarwestheim) äußerten sich nach einem Gespräch mit Seeba positiv über die Arbeit und die Kommunikation des Zwischenlagerbetreibers BGZ: „Aus unserer Sicht ist die BGZ ein wichtiger Akteur beim Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland“, erklärten die beiden Bürgermeister gemeinsam.

Lies: BGZ-Mitarbeiter leisten hervorragende Arbeit

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat den BGZ-Standort in Gorleben besucht. Begleitet wurde Lies von der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Grünen im niedersächsischen Landtag Miriam Staudte und Beamten der Atomaufsicht des Landes Niedersachsen. Vor Ort wurden sie von BGZ-Geschäftsführer Dr. Ewold Seeba und seinem Team begrüßt.

Nach einer Besichtigung der Pilotkonditionierungsanlage (PKA), des Abfalllagers und des Transportbehälterlagers lobte Lies vor Medienvertretern ausdrücklich die Beschäftigten der BGZ: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier vor Ort leisten hervorragende Arbeit und zeigen ein hohes Verantwortungsbewusstsein.“

„Wir alle sind die BGZ“, fasste Lies die Tatsache zusammen, dass es sich bei der BGZ nicht um ein privatwirtschaftliches Unternehmen, sondern um eine Institution des Staates handelt.

Der Umweltminister bekräftigte im Anschluss an seinen Besuch, die Pilotkonditionierungsanlage (PKA) für hochradioaktive Abfälle zu schließen. Der Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung Dr. Ewold Seeba ergänzte: „Im Oktober 2018 hatte der Staatssekretär im Bundesumweltministerium Jochen Flasbarth auf einer Sitzung des Kreis-Atomausschusses in Lüchow bereits den Rückbau der PKA angekündigt. Die BGZ hat umgehend mit den entsprechenden Planungen begonnen. Wir sind derzeit dabei, die genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, um am Ende die PKA gänzlich zurückzubauen.“

Die Pressemitteilung des niedersächsischen Umweltministeriums zum Ministerbesuch in Gorleben finden Sie hier.