Meldung des BfE: Keine Umweltverträglichkeitsprüfung zur Nachrüstung des Zwischenlagers Gorleben erforderlich

In einer öffentlichen Bekannt­machung teilt das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Ent­sorgung (BASE) mit Datum vom 08. März 2018 mit, dass im laufen­den Geneh­migungs­ver­fahren zur Nach­rüstung des Zwischen­lagers Gorleben keine Umwelt­verträg­lich­keits­prüfung (UVP) erfor­derlich ist.

Die Bekanntmachung kann hier heruntergeladen werden.

Im Rahmen der Erweiterung des Schutzes gegen Störmaßnahmen oder sonstige Einwirkungen Dritter soll in Gorleben – wie an den anderen deutschen Zwischenlagern auch – eine zusätzliche Schutzwand um die Lagerhalle errichtet sowie Kerosinabläufe eingebaut werden. Die hierfür eingereichten Anträge nach Atom- und Baurecht werden zurzeit durch die zuständigen Behörden geprüft.

Die Begründung der Entscheidung ist unter der Internetadresse des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung www.bfe.bund.de/bekanntmachungen sowie über das UVP-Portal des Bundes www.uvp-portal.de öffentlich zugänglich.

BGZ stellt sich in Biblis vor

Bei einer Infor­mations­veran­staltung in Biblis ging es neben der Rück­führung von Abfällen aus der Wieder­auf­arbei­tung deutscher Brenn­elemente auch um die vor­gesehene Über­tra­gung der Zwischen­lager für radioak­tive Abfälle in Biblis an die BGZ.

Im Anschluss an die Begrüßung durch den Kraftwerksleiter und einen Vortrag zu der aktuellen Situation am Standort skizzierte Dr. Christian Götz als Vertreter des Bundesumweltministeriums das Konzept zur Rückführung von verglasten radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung unter anderem in das Standortzwischenlager Biblis.

BGZ-Sprecher Burghard Rosen stellte danach die BGZ als künftige Betreibergesellschaft der Zwischenlager in Biblis vor. In der sich anschließenden Fragerunde verdeutlichten der BGZ Geschäftsführer Wilhelm Graf und der Bereichsleiter für die Zwischenlager, Dr. Michael Hoffmann, ihren hohen Anspruch an Sicherheit und Zuverlässigkeit bei dem Betrieb von Zwischenlagern.

Wilhelm Graf blickt insgesamt sehr positiv auf die Veranstaltung zurück: „Transparenz und Vertrauen sind uns sehr wichtig. Wir haben den Anspruch, die Menschen vor Ort aktiv zu informieren und werden uns daher natürlich auch an allen anderen Standorten persönlich vorstellen“.

BGZ-Sprecher Burghard Rosen über Aufgaben und Ziele der BGZ

BGZ erhält TÜV-Zertifikat für ausgezeichnetes Qualitätsmanagement

Der TÜV Rheinland hat an allen BGZ-Standorten ein Zertifi­zie­rungs­audit nach DIN EN ISO 9001:2015 durch­geführt und im Ergebnis die Organi­sation der BGZ, die internen Prozesse, das BGZ-Ma­na­ge­ment­system und insbe­sondere auch die Sicherheits­kultur in der BGZ als sehr positiv bewertet.

Da Sicherheit und Qualität bei der Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle von übergeordneter Bedeutung sind, legte der TÜV vor allem auch einen Fokus auf den sicheren Betrieb der Zwischenlager Ahaus und Gorleben. Im Zertifizierungsablauf waren von der Geschäftsführung bis zum Werkstattmechaniker im Zwischenlager alle Ebenen der BGZ-Belegschaft eingebunden. Durch das Zertifikat wird der BGZ ein ausgezeichnetes Qualitätsmanagement und eine sehr hohe Prozessqualität bestätigt.

Wilhelm Graf als technischer Geschäftsführer der BGZ freut sich über die Zertifizierung auch als Anerkennung für die Arbeit der letzten Monate: „Uns ist es in weniger als einem halben Jahr gelungen, die BGZ als neue Gesellschaft so aufzustellen, dass uns nun von unabhängiger Stelle bestätigt werden konnte, alle Prozesse rund um die Zwischenlagerung sicher zu beherrschen.“