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Bündnis 90/Die Grünen informieren sich über aktuelle Projekte am Zwischenlager Brokdorf
/in Aktuelles, Pressemitteilung, StartseiteBei einem Gang durch das Zwischenlager erläuterten Vertreter der BGZ, wie die sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle in Brokdorf gewährleistet wird. Am Standort sind derzeit 57 CASTOR-Behälter mit Brennelementen aus dem Kernkraftwerk Brokdorf eingelagert. Zudem informierten die Vertreter der BGZ über die Vorbereitungen auf die verlängerte Zwischenlagerung. „Wir werden die sichere Aufbewahrung der hochradioaktiven Abfälle auch über die kommenden Jahrzehnte gewährleisten“, betonte BGZ-Sprecher Jonas Wingert mit Blick auf den größeren Zeitbedarf bei der Endlagersuche. Dazu habe die BGZ ein umfangreiches Forschungsprogramm aufgelegt, auf dessen Grundlage die Behälter und Inventare untersucht werden.
„Die Sicherheit basiert auf einem robusten Konzept mit einer umfassenden Überwachung und positiven Erfahrungen aus einem jahrzehntelangen, störungsfreien Betrieb der Zwischenlager,“ erläuterte Wingert weiter. Die BGZ werde rechtzeitig eine neue Genehmigung für das Zwischenlager Brokdorf beantragen und dabei die Öffentlichkeit umfassend beteiligen.
Nach der Besichtigung erklärte Ulrike Täck MdL: „Als Grüne Landtagsfraktion übernehmen wir Verantwortung für die gefährlichen Hinterlassenschaften der von uns stets und auch weiterhin abgelehnten Atomkraft. Dabei setzen wir auf bestmögliche Sicherheitsstandards. Gemeinsam mit unseren Aktiven vor Ort bekam ich heute einen sehr guten Einblick in die Lagerung. Wir sind beeindruckt, wie die BGZ ihren Beitrag zu der Lösung dieser Ewigkeitslasten verantwortungsvoll leistet.“
Ulrike Täck ergänzt weiter: „Die Genehmigung des heutigen Zwischenlagers läuft allerdings 2047 aus. Die Suche nach einem Endlager wird aber frühestens in den 2040er Jahren zu einer Entscheidung für einen Standort führen, dessen Bau und Inbetriebnahme dann noch weitere Jahrzehnte dauert. Eine weitere Zwischenlagerung ist daher leider unvermeidbar. Es ist gut, dass die BGZ sich bereits seit 2017 auf diese verlängerte Zwischenlagerung mit einem Forschungsprogramm vorbereitet. Ich begrüße die transparente Kommunikation der BGZ und die Ankündigung, noch stärker auf die Beteiligung der Öffentlichkeit zu setzen.“
Hintergrund:
Die Genehmigungen für die Aufbewahrung hochradioaktiver Abfälle sind in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigung für das Zwischenlager in Brokdorf läuft im Jahr 2047 aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) frühestens in den 2040er-Jahren mit der Benennung eines Endlagerstandorts für hochradioaktive Abfälle rechnet. Dann wird es noch mehrere Jahrzehnte dauern, bis alle Behälter an dieses Endlager abgegeben sind. Auf die verlängerte Zwischenlagerung bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor, unter anderem mit ihrem Forschungsprogramm. Dieses ist unter https://bgz.de/forschungsprogramm/ abrufbar.
Zukunftstag: BGZ bietet Schüler*innen Einblicke in ihre Arbeitsfelder
/in Aktuelles, StartseiteBerufe aus den Bereichen IT, Elektronik, Arbeitssicherheit, Öffentlichkeitsarbeit, Objektschutz, Personal und Büromanagement lernten 15 Schüler*innen am Hauptverwaltungssitz der BGZ in Essen praxisnah kennen: So bauten die jungen Teilnehmenden mit den IT-Expert*innen Mini-Computer, spielten heißen Draht mit den Elektroniker*innen, priorisierten Aufgaben im Büromanagement und besprachen das richtige Verhalten bei Bewerbungsgesprächen mit Mitarbeitenden aus dem Personalmanagement. Beim Quiz am Infomobil lernte eine Gruppe junger Besucher*innen einige Daten und Fakten zur Zwischenlagerung und BGZ, etwa über das Gewicht der Transport- und Lagerbehälter sowie über die tierischen Bewohner am Standort Ahaus.
Einblicke in die Labore und Ausbildungswerkstatt der Anlage erhielten acht Jungen und Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren beim Zukunftstag am BGZ-Standort Gorleben. Außerdem konnten sie testen, wie sich ferngesteuerte Greifarme bedienen lassen, bei einem Caddy-Parcours Fahrgeschick unter Beweis stellen und Strahlenschutz-Messungen durchführen.
Ziel des bundesweiten „Girls‘ und Boys‘ Day – Zukunftstag 2024“ ist es, dem herrschenden Ungleichgewicht in der Berufswahl zwischen den Geschlechtern entgegenzuwirken. So sollen Schüler*innen Berufe nähergebracht werden, die dem traditionellen Rollenbild ihrer Geschlechtsidentität nicht unbedingt entsprechen: Mädchen besonders die technisch-handwerklichen Berufe und Studiengänge, während Jungen Berufe und Studiengänge aus den Bereichen Erziehung, Soziales, Gesundheit und Dienstleistung ausprobieren.
Dieses Ziel unterstützt die BGZ, indem Mitarbeiter*innen den Jugendlichen beim jährlichen Zukunftstag einige ihrer Berufsfelder praxisnah vorstellen und aus dem Arbeitsalltag berichten. Weitere Informationen zu den Ausbildungsberufen, Karrieremöglichkeiten und Stellenangeboten bei der BGZ sind unter https://karriere.bgz.de/ erhältlich.
Ahaus: BGZ informiert zum Zwischenlager
/in Aktuelles, StartseiteBei der Veranstaltung wird die BGZ unter anderem ein Update geben zur möglichen Verbringung der Brennelemente aus Jülich nach Ahaus sowie zur geplanten Aufbewahrung von Brennelemente-Transportbehältern aus Frankreich.
Alle Interessierten sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.