Bunte Bausteine zeigen logistische Herausforderung

WÜRGASSEN – In ihrer Informationsreihe hat die BGZ den zweiten Erklärfilm zum Logistikzentrum Konrad (LoK) veröffentlicht. In dem animierten Video wird erläutert, warum mit dem LoK die logistischen Hürden bei der Endlagerung des schwach- und mittelradioaktiven Atommülls genommen werden können.

Warum muss der Atommüll in bestimmten Chargen zusammengestellt werden?

Wieso soll nicht direkt aus den dezentralen Zwischenlagern nach Konrad geliefert werden?

Wie hilft das Logistikzentrum in Würgassen, das Endlager schneller zu füllen?

Diese und andere Fragen beantwortet der zweite Erklärfilm der BGZ, der seit heute über die Website des Essener Unternehmens und auf YouTube abrufbar ist. Kern des Erklärfilms ist ein bekanntes Computerspiel aus den 1980er-Jahren: Die Behälter mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall werden dabei von den bunten und vielgestaltigen Objekten dargestellt, die mit Hilfe des Logistikzentrums in die richtige Reihenfolge gebracht werden.

„Uns wird ja immer vorgeworfen, wir würden Atommüll-Tetris spielen. Den Ball greifen wir gern auf – allerdings zeigen wir auch, wie es richtig funktioniert“, sagte der Bereichsleiter für das LoK, Dr. Heinz-Walter Drotleff. Der neue Erklärfilm mache deutlich, warum nur das LoK die Herausforderungen an die Endlagerung des schwach- und mittelradioaktiven Atommülls lösen kann: „Wie beim genannten Computerspiel geht es um die richtige Reihenfolge und die Geschwindigkeit – der Zeitgewinn bei der Entsorgung der radioaktiven Abfälle ist ein Sicherheitsgewinn für die gesamte Gesellschaft“, so Drotleff.

Link zum Erklärfilm auf YouTube: https://youtu.be/QZ8g77rc17I

Link auf BGZ-Website: https://sohub.io/3bzp

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

Bürgermeister und Feuerwehrkommandant besuchen Zwischenlager Neckarwestheim

NECKARWESTHEIM – Bürgermeister Jochen Winkler und Feuerwehrkommandant Marc Weinert haben sich mit Thomas Taschke, dem Leiter des Zwischenlagers, sowie Genevieve Mulack, der Referentin für Standortkommunikation über die sichere Aufbewahrung radioaktiver Abfälle ausgetauscht.

Während der Besichtigung des Brennelemente-Zwischenlagers und des Zwischenlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle betonte Bürgermeister Winkler, dass die Zwischenlager sicher betrieben werden müssten, was unter anderem auch die künftige Organisation des Brandschutzes betreffe. Mit dem Rückbau des Kraftwerks gibt es auch Beratungen zur Zukunft der Werkfeuerwehr am Standort. Wir prüfen, ob diese Aufgabe dann von den Standortfeuerwehren Gemmrigheim und Neckarwestheim übernommen werden kann,“ berichtete Bürgermeister Winkler.

Derzeit bereitet die BGZ die Zwischenlager auf einen Betrieb unabhängig vom Kernkraftwerk vor. „Wir arbeiten dabei auch an einem Brandschutzkonzept für den Standort Neckarwestheim,“ so Thomas Taschke und machte deutlich, dass er sich dabei eng mit den Standortgemeinden abstimmen werde.

Bürgermeister besucht das Zwischenlager in Obrigheim

OBRIGHEIM – Bürgermeister Achim Walter und Hauptamtsleiterin Desiree Prohaska wurden kürzlich von Thomas Taschke, dem designierten Leiter des Zwischenlagers Obrigheim, sowie der neuen Referentin für Standortkommunikation Genevieve Mulack empfangen. Dieser Austausch soll künftig regelmäßig stattfinden.

Nach einer Besichtigung des Zwischenlagers sprachen der Bürgermeister und die Hauptamtsleiterin mit den Vertretern*innen der BGZ über die Zwischenlagerung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle am Standort Obrigheim. Derzeit bereitet die BGZ das Zwischenlager auf einen Betrieb unabhängig vom Kernkraftwerk vor. Thomas Taschke machte dabei deutlich, dass er mit seinem Team die sichere und zuverlässige Aufbewahrung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle bis zu deren Abgabe an das Endlager Konrad gewährleisten werde.

„Neben Stade und Würgassen ist Obrigheim der einzige BGZ-Standort, an dem kein hochradioaktiver Abfall gelagert wird“, betonte Bürgermeister Walter bei dem Besuch und erinnerte dabei an den Transport der Brennelemente von Obrigheim in das Zwischenlager Neckarwestheim im Jahr 2017. „Auch die schnellstmögliche Beendigung der Zwischenlagerung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle ist uns als Gemeinde ein besonderes Anliegen“, so der Bürgermeister.