In der vierten Phase des Projekts (SCIP-IV, 2019–2024) wurden erstmals systematische Untersuchungen zum Verhalten von Hüllrohrwerkstoffen unter den Bedingungen der trockenen Zwischenlagerung durchgeführt. Die Ergebnisse aus SCIP-IV werden bei der BGZ zur Entwicklung neuer Modelle herangezogen, die das Verständnis des Hüllrohrverhaltens in der Zwischenlagerung verbessern. Weiterhin flossen die Ergebnisse aus SCIP-IV in die Entwicklung des Experimentalprogramms für die aktuelle Projektphase SCIP-V (2024–2029) ein. SCIP-V umfasst als internationales Forschungsprojekt 44 Organisationen aus 15 Ländern. Das Versuchsprogramm sieht zur Fortführung der Untersuchungen aus SCIP-IV weiterführende Grundlagen- und Sicherheitsforschung zum Hüllrohrverhalten unter den Bedingungen der trockenen Zwischenlagerung vor. Hierbei stehen das Kriechverhalten der Hüllrohre unter Zwischenlagerungsbedingungen, das Wasserstoffverhalten und die daraus möglicherweise resultierende Wasserstoffversprödung des Hüllrohrmaterials im Vordergrund. Weiterhin werden Prozesse untersucht, die ihrerseits Einflüsse auf das Wasserstoff- und Kriechverhalten haben. Das Versuchsprogramm behandelt eine Vielzahl der von der BGZ identifizierten Forschungsfragen. Die BGZ trägt durch die Einbringung von Experimentvorschlägen sowie die Diskussion und Interpretation der Ergebnisse aktiv zur Ausgestaltung von SCIP-V bei. Dies betrifft regelmäßige Diskussionen über Versuchsdesign, Versuchsbedingungen und Probenmaterial für durchzuführende Experimente sowie die Auswertung und Interpretation der erhaltenen Ergebnisse.