Die verkehrsrechtlichen Zulassungen beruhen auf der konservativen Annahme, dass unter Unfallbeförderungsbedingungen bei der unterstellten mechanischen Belastung bestrahlter Brennstäbe größere Mengen Brennstoff aus den Hüllrohren austreten. Mitte der 2010er-Jahre wurden in den Heißzellen des Joint Research Centers (JRC) der Europäischen Kommission in Karlsruhe statische 3-Punkt-Biege- und dynamische Hammerfall-Versuche an bestrahlten Brennstäben mit Duplex- und Zry-4-Hüllrohren durchgeführt und die Freisetzungsraten sowie Partikelgrößenverteilungen detailliert dokumentiert. Das Vorhaben Bend & Break erweitert die Ergebnisse durch die entsprechenden Untersuchungen an M5®-Hüllrohren. Die Versuche werden in den Heißzellen des JRC zusammen mit den
Projektpartnern Framatome und Kernkraftwerk Gösgen durchgeführt. Im Vorhaben werden die Art, Menge und Größenverteilung der bei Versagen freigesetzten Brennstofffragmente präzise erfasst und die gewonnenen Daten mit den bereits vorliegenden Ergebnissen zu Duplex und Zry-4 abgeglichen.