Im Rahmen des Projekts sollen diese Erkenntnisse in Verbindung mit den zusätzlichen Anforderungen, die an ein Zwischenlager gestellt werden, zusammengetragen werden, um eine realistische Übersicht über die Alterungsprozesse und Einwirkungen auf ein Zwischenlager unter Berücksichtigung realer Betriebserfahrung zu geben. Anschließend werden über eine zu entwickelnde Ausschlussmethodik die nicht maßgeblichen Alterungsprozesse und Einwirkungen aus der weiteren Betrachtung ausgeschlossen.
Neben der Identifikation der maßgeblichen Schädigungsprozesse sollen Modelle zur Beschreibung und Beurteilung solcher Prozesse eingesetzt werden, die eine Lebensdauerprognose von Bauteilen erlauben. Die dabei identifizierten Modellparameter werden anschließend im Hinblick auf ihre Relevanz auf die Betriebssicherheit und Schutzfunktion der Zwischenlager hin untersucht. Dabei werden auch die für Bestandsbauwerke etablierten Zustandsbewertungsmethoden für Ingenieurbauwerke nach DIN 1076 oder für Hochbauten nach VDI 6200 auf eine mögliche Adaption unter Berücksichtigung der besonderen Belange der Zwischenlager analysiert.
Sobald die globalen und lokalen Parameter zur Beschreibung der maßgeblichen Schädigungsmechanismen identifiziert worden sind, werden verschiedene Sensoren und Messtechniken auf ihre Eignung zur genaueren und fortlaufenden Bestimmung dieser Parameter hin untersucht.
Für die damit erzeugten Monitoring- und Zustandsdaten zur Lebensdauerprognose sollen anschließend Konzepte zur digitalen Ablage und zum Management der Daten erstellt werden. Dabei werden auch Anforderungen an die Anbindung an geeignete Bauwerksmanagementsysteme definiert, das heißt an Schnittstellen zu einem BIM-Konzept (Building Information Modelling) oder an die Implementation des Konzepts „Digitaler Zwilling“.