Zweite bundesweite Umfrage zur Zwischenlagerung: BGZ veröffentlicht Ergebnisse

ESSEN/BERLIN – Was wissen und denken die Menschen im Umkreis der Zwischenlager für radioaktive Abfälle über ihre besonderen Nachbarn? Dazu lässt die BGZ alle zwei Jahre eine Umfrage durchführen. Nun veröffentlicht sie die Ergebnisse der zweiten Erhebung.

Um ein Bild über das Wissen und die Einstellung der Bürger*innen an ihren Standorten zu bekommen, hat das unabhängige Institut Aproxima Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung im Auftrag der BGZ insgesamt 3.600 Bürger*innen in einem Radius von 25 Kilometern um 16 BGZ-Zwischenlagerstandorte online und per Telefoninterview befragt, die erhobenen Daten analysiert und ausgewertet.

Die Umfrage zeigt: Die staatliche Verantwortung für die Entsorgung radioaktiver Abfälle in Deutschland trifft mit knapp 70 Prozent weiterhin auf große Zustimmung in der Bevölkerung. In diesem Zusammenhang hat sich der Kenntnisstand verbessert: 42 Prozent der Befragten wissen, dass die Zwischenlager in staatlicher Hand geführt werden, bei der ersten Befragung 2023 waren es 37 Prozent. Auch die Bekanntheit der BGZ als Betreiberin der Anlagen ist gestiegen.

„Die Umfrage liefert uns aktuelle Informationen zum Wissensstand und Stimmungsbild der Bürger*innen an unseren Standorten“, sagt die Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung, Bettina Hesse. „Mit der zweiten Auswertung ergibt sich ein noch detaillierteres Bild, das wir durch weitere Umfragen in den kommenden Jahren ergänzen wollen.“ Die BGZ werde die Ergebnisse in ihre Arbeit einfließen lassen. „Uns als Unternehmen ist ein gutes Miteinander mit unseren Nachbar*innen an den Standorten extrem wichtig. Grundlage dafür ist Transparenz und Information darüber, was die BGZ an ihren Zwischenlager-Standorten tut“, betont Hesse. Nur dies schaffe echtes Vertrauen.

Daher wurden die Bürger*innen erstmals auch gefragt, welche Art der Informationen sie sich wünschen. Die überwiegende Mehrheit gab an, dass die Informationen verständlich und nüchtern aufbereitet sein sollten. Aus Sicht der BGZ erfreulich: Von den Befragten, die sich bereits aktiv mit der Zwischenlagerung beschäftigt haben, halten mehr als zwei Drittel die Informationen für nachvollziehbar und glaubwürdig.

Ein weiterhin differenziertes Bild zeigt die Erhebung zur Einstellung und zum Informationsgrad der Menschen an den Standorten: So kennen rund zwei Drittel der Befragten die Zwischenlager in ihrer Region, mehr als die Hälfte hält sie für notwendig, während rund ein Drittel in dieser Frage unentschlossen ist.

Auch die Risikowahrnehmung bleibt unterschiedlich ausgeprägt: Während knapp ein Drittel im Zwischenlager ein „ziemlich hohes Risiko“ erkennt, verbindet mehr als die Hälfte der Befragten mit der Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle nur ein geringes oder gar kein Risiko. Die komplette Umfrage mit allen detaillierten Ergebnissen finden Sie online unter https://bgz.de/umfrage-zwischenlagerung/

Einen Überblick über die Ergebnisse aus den einzelnen Zwischenlager-Regionen finden Sie zusammengefasst in den standortspezifischen Pressemitteilungen für:

AhausBiblisBrokdorfGorlebenGrafenrheinfeldGrohndeGundremmingenIsarKrümmel,
Lingen, Neckarwestheim, Obrigheim, PhilippsburgStade und Unterweser