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Wechsel in der Leitung des Zwischenlagers Isar
/in Pressemitteilung, StartseiteLuginger folgt auf Lutz Oelschläger, der übergangsweise die Leitungsfunktion übernommen hatte. Mit der Region Landshut ist Markus Luginger schon seit seiner Kindheit eng verbunden. Aufgewachsen in einem Ortsteil der Marktgemeinde Essenbach, hat er in Landshut Abitur gemacht und sich nach dem Wehrdienst für ein Maschinenbaustudium an der dortigen Fachhochschule (FH) entschieden.
Im Kernkraftwerk Isar (KKI) startete er 2003 mit der Schichtleiterausbildung auch seine berufliche Karriere in der Kerntechnik. Nach weiteren Tätigkeiten – unter anderen als Assistent der Kraftwerksleitung sowie als Teilbereichsleiter für Schutzaufgaben – zeichnete der 42-jährige Ingenieur seit Mitte 2017 als Fachbereichsleiter „Zentrale Aufgaben“ verantwortlich und übernahm dabei auch die Funktion des Objektsicherungsbeauftragten im KKI.
Das Brennelemente-Zwischenlager Isar wurde 2007 in Betrieb genommen. Seit Januar 2019 ist die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung als neuer Betreiber für das Zwischenlager verantwortlich.
BGZ Gorleben veröffentlicht Umgebungsüberwachungsbericht 2019
/in Pressemitteilung„Die Dosis am Anlagenzaun liegt auch im Jahr 2019 wieder deutlich unterhalb des Genehmigungswertes“, stellt Heinz Engelmann, Fachbereichsleiter Strahlenschutz in Gorleben, fest. Der Jahresbericht der Umgebungsüberwachung bestätigt, dass die BGZ-Anlagen keine radioaktiven Stoffe emittiert haben und die Strahlung am Zaun des Zwischenlagers weiterhin deutlich unterhalb des Genehmigungswertes von 0,3 mSv pro Jahr gelegen hat.
So ist für das Jahr 2019 am Zaun des Zwischenlagers an der Stelle mit der höchsten Strahlung ein Jahreswert von 0,13 Millisievert (mSv) ermittelt worden. Wenn sich eine Person ein Jahr lang ununterbrochen an dieser Stelle aufhielte, würde sie diese Dosis erhalten. Zum Vergleich: Bei einem Flug von Frankfurt nach San Francisco erhält man ca. 0,1 mSv, bei einer Röntgenaufnahme der Brustwirbelsäule ca. 0,3 mSv Dosis. Ein Wechsel des Wohnortes von Norddeutschland in ein deutsches Mittelgebirge bedeutet eine zusätzliche Dosis von rund 0,18 mSv pro Jahr.
Von 2006 an liegen die Jahreswerte am Anlagenzaun im Schwankungsbereich zwischen 0,22 mSv im Jahr 2008 und 0,13 mSv im Jahr 2019. Dieser ergibt sich insbesondere aus normalen Schwankungen der Messergebnisse der ohnehin sehr geringen natürlichen Strahlung, die von der gemessenen Strahlung zur Ermittlung der Jahresdosis abgezogen wird. Insgesamt ist mittelfristig mit einer weiteren Abnahme der Jahresdosis zu rechnen, da keine weiteren Einlagerungen hochradioaktiver Abfälle erfolgen.
Bereits seit 1983 werden am Zwischenlagerstandort Gorleben im Rahmen der Genehmigungen nach festgelegten Vorgaben umfangreiche Messungen durchgeführt. Neben der permanent überwachten Strahlung werden regelmäßig Proben aus Luft, Niederschlag, Boden, Grundwasser und Vegetation auf radioaktive Stoffe untersucht. Die Auswertung dieser Proben aus der Umgebung hat auch für 2019 keine aus dem Betrieb des Zwischenlagers stammende Radioaktivität ergeben. Lediglich aus dem Reaktorunfall von Tschernobyl und von oberirdischen Kernwaffentests stammende Nuklide sowie natürliche radioaktive Stoffe wurden nachgewiesen.
Der Umgebungsüberwachungsbericht kann hier heruntergeladen werden.
Forum zum Logistikzentrum Konrad geht online
/in LOK, Pressemitteilung„Mit dem Forum erweitern wir unser bisheriges Informationsangebot zum Logistikzentrum für das Endlager Konrad“, sagte BGZ-Geschäftsführer Dr. Ewold Seeba. Mit der Pressekonferenz am 6. März hatte die BGZ bereits die Webseite www.logistikzentrum-konrad.de freigeschaltet, auf der alle relevanten Informationen zum Projekt zugänglich sind. Fragen aus der Bevölkerung beantwortet die BGZ seither per Mail und Telefon, dieses Angebot besteht selbstverständlich auch weiterhin.
Die geplante Informationsveranstaltung in der Stadthalle Beverungen sowie der persönliche Dialog können aufgrund der Corona-Pandemie jedoch aktuell nicht stattfinden. „Um dem Bedürfnis nach weitergehenden Informationen zum Projekt gerecht zu werden, haben wir diese Alternative entwickelt“ sagte Seeba. Das Forum sei ausdrücklich eine Ergänzung und kein Ersatz für die verschobene Informationsveranstaltung. „Diese wird nachgeholt, sobald das ohne eine gesundheitliche Gefährdung der Teilnehmer*innen durch das Corona-Virus möglich ist“, so Seeba.
Der Zugang zum Forum ist einfach: Es reicht die Angabe des Namens oder eines Pseudonyms. Eine Registrierung ist nicht notwendig. Auf Wunsch informiert die BGZ den Fragesteller per Mail über die veröffentlichte Antwort.
Zum Forum geht es hier: www.logistikzentrum-konrad.de/fragen
Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potentiellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. Die Standortauswahl wurde in einem Gutachten des Ökoinstituts im Auftrag des Bundesumweltministeriums bestätigt. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.