Coronavirus: Sichere Zwischenlagerung gewährleistet

Als Unternehmen, das für die sichere Aufbewahrung radioaktiver Abfälle zuständig ist, hat BGZ die vom Coronavirus ausgehenden Risiken von Beginn an sehr ernst genommen. Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung sowie unserer Mitarbeiter*innen stehen für uns immer an erster Stelle.

Wir ergreifen daher bereits seit Wochen präventive Maßnahmen, um die Mitarbeiter*innen vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Diese werden täglich neu bewertet und lageabhängig ausgeweitet und ergänzt. Dazu gehören neben Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit unter anderem Vorkehrungen, mit denen der Kontakt der Beschäftigten untereinander und mit anderen Personengruppen eingeschränkt wird sowie zusätzliche Schritte, die den Zugang zu unseren Betriebsstätten beschränken.
Bei der Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle in den Zwischenlagern der BGZ ist und bleibt dabei die Sicherheit auch angesichts der aktuellen Lage uneingeschränkt gewährleistet.

Beim Betrieb der Zwischenlager bewährt sich gegenwärtig das Konzept der trockenen Zwischenlagerung in Transport- und Lagerbehältern. Dieses Konzept stellt die Einhaltung der Schutzziele primär über die Bauweise der dickwandigen Metallbehälter sicher. Dadurch ist die Einhaltung der Schutzziele stets gewährleistet:

  • Eine Gefährdung von Leben und Gesundheit infolge erheblicher Direktstrahlung oder infolge der Freisetzung einer erheblichen Menge radioaktiver Stoffe muss verhindert werden können.
  • Eine einmalige oder wiederholte Entwendung von Kernbrennstoffen in Mengen, mit denen ohne Wiederaufarbeitung und Anreicherung die Möglichkeit der unmittelbaren Herstellung einer kritischen Anordnung gegeben ist, muss verhindert werden können.
  • Eine einmalige oder wiederholte Entwendung von Kernbrennstoff in Mengen, mit denen eine Gefährdung von Leben und Gesundheit infolge erheblicher Direktstrahlung oder Freisetzung einer erheblichen Menge radioaktiver Stoffe aus Kernbrennstoffen an einem anderen Ort möglich ist, muss verhindert werden können.

Die Arbeits- und Kommunikationsfähigkeit der BGZ mit Aufsichtsbehörden, Partnerunternehmen und der Öffentlichkeit ist an allen Standorten gewährleistet.

Einladung zur Informationsveranstaltung am 18. März 2020

Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung plant den Bau eines Logistikzentrums für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen im Landkreis Höxter (Nordrhein-Westfalen). Ab dem Jahr 2027 soll das Logistikzentrum die passgenaue Belieferung des Endlagers Konrad nahe Salzgitter sicherstellen.

Zu einer Informationsveranstaltung zum Logistikzentrum für das Endlager Konrad (LoK) lädt die BGZ Bürger*innen ein: Mittwoch, 18.03.2020, 18:00 Uhr in der Stadthalle Beverungen, Kolpingstraße 5, 37688 Beverungen.

Corona-Pandemie: Informationsveranstaltung zum Logistikzentrum Endlager Konrad in Würgassen wird verschoben

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und in Abstimmung mit der Stadt Beverungen wird die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung die für den 18. März 2020 geplante Informationsveranstaltung zum Bau eines Logistikzentrums für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Beverungen/Würgassen verschieben. Die Veranstaltung wird sobald wie möglich nachgeholt. Die BGZ wird als Alternative ein Live-Streaming anbieten.

Die von der BGZ geplante Informationsveranstaltung in der Stadthalle Beverungen war für rund 800 Gäste vorgesehen. Das Unternehmen teilt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie die Risikobewertung der Stadt Beverungen und begrüßt die von der Behörde getroffene Entscheidung, auf die Veranstaltung in der jetzigen Situation zu verzichten. „Ich bedauere die Absage sehr. Wir sehen ganz klar das große Bedürfnis der Bevölkerung nach Informationen zu unserem Projekt. In der aktuellen Situation muss aber der Schutz der Gesundheit der Menschen vor Ort uneingeschränkten Vorrang vor dem zweifelsohne großen Informationsbedürfnis haben“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der BGZ, Dr. Ewold Seeba.

Seeba kündigte an, die Informationsveranstaltung unverzüglich nachzuholen, sobald dies angesichts der Infektionslage vertretbar sei. Darüber hinaus werde das Unternehmen ein alternatives Veranstaltungsformat anbieten – etwa über „Facebook live“ oder andere geeignete Online-Formate.

Weitere Details wird die BGZ in den nächsten Tagen bekannt geben.

Zum Hintergrund: Derzeit wird das stillgelegte Eisenerzbergwerk Schacht Konrad in Niedersachsen durch die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) zum Endlager schwach- und mittelradioaktiven Atommüll ausgebaut. Dieses Endlager soll 2027 fertiggestellt sein. Um die dort benötigten Abfallbehälter passgenau nach Bedarf anliefern zu können, ist es nötig, diese Behälter zuvor in einem zentralen Logistikzentrum zu entsprechenden Chargen zusammenzustellen. Dieses Logistikzentrum soll auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen entstehen.

Weiter Informationen erhalten Sie unter www.bgz.de/logistikzentrum-konrad.