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Grohnde: Dialog über Zwischenlagerung im Rathaus
/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite„Aufgrund der späteren Verfügbarkeit des Endlagers ist es unsere Aufgabe, die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bislang genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus zu gewährleisten“, erklärte Dr. David Knollmann, BGZ-Pressesprecher für die Region Nordwest. „Wir überwachen die Sicherheit der Zwischenlager kontinuierlich und die positive Erfahrung aus mehr als drei Jahrzehnten Betrieb zeigt uns, dass die Behälter grundsätzlich geeignet sind, das radioaktive Material auch über die nächsten Jahrzehnte sicher einzuschließen.“ Um dies nachzuweisen, habe die BGZ zahlreiche Forschungsprojekte auf den Weg gebracht, um die Alterung der Behälter und der Brennelemente zu untersuchen, erläuterte Knollmann. Expert*innen des bundeseigenen Unternehmens diskutierten bereits im vergangenen Jahr mit den Bürger*innen in Emmerthal über das Forschungsprogramm.
Carsten Harzer, Leiter des Brennelemente-Zwischenlagers Grohnde, erklärte, wie die BGZ den vom Kernkraftwerk unabhängigen Betrieb organisiert. Dazu werden umfangreiche Maßnahmen umgesetzt. So lässt die BGZ etwa neue Büro- und Wachgebäude errichten. Um die Neubauten nachhaltig mit Strom und Wärme zu versorgen, wird das bundeseigene Unternehmen Photovoltaikanlagen und Erdwärmepumpen installieren.
Manuel Wilmanns, Abteilungsleiter Infostellen und Informationsmanagement der BGE, stellte den Stand der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle vor und erläuterte den Zeithorizont des Suchverfahrens, wonach die im Standortauswahlgesetz angestrebte Festlegung des Standorts bis 2031 nicht mehr erreichbar sein wird. „Wir wissen, dass das Tempo der Standortauswahl Folgen für die Dauer der Zwischenlagerung hat. Die BGE hat deshalb eine belastbare Zeitplanung bis zur nächsten Etappe der Endlagersuche vorgelegt: 2027 wird die BGE einen Vorschlag für Standortregionen für die übertägige Erkundung machen. Und in diesem Herbst wird sie Arbeitsstände veröffentlichen, die einen Einblick in die laufenden Arbeiten ermöglichen.“
Im Anschluss an die Vorträge tauschten sich die Vertreter*innen von BGZ und BGE mit den Ratsmitgliedern und Bürger*innen zur Zwischenlagerung in Grohnde und zur Endlagersuche in Deutschland aus.
Dominik Petters, Bürgermeister der Gemeinde Emmerthal, erklärte: „Wir stehen mit der BGZ in einem engen und vertrauensvollen Austausch und fühlen uns gut darüber informiert, wie das Unternehmen sich auf die verlängerte Zwischenlagerung vorbereitet. Klar ist aber auch: Das Zwischenlager darf nicht zur Dauerlösung werden. Die Endlagersuche muss konsequent vorangetrieben werden, damit die Standortkommunen den Atomausstieg nicht alleine schultern. Die Entsorgung radioaktiver Abfälle bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“
Hintergrund:
Die bundeseigene BGZ betreibt seit 2019 das Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle auf dem Gelände des Kernkraftwerks Grohnde. Die Aufbewahrung dieser Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigung für das Lager in Grohnde läuft im Jahr 2046 aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da erst Mitte des Jahrhunderts ein Endlagerstandort benannt werden soll. Dann wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis alle Behälter an dieses Endlager abgegeben sind. Auf die verlängerte Zwischenlagerung bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor, unter anderem mit ihrem Forschungsprogramm. Dieses ist unter https://bgz.de/forschungsprogramm/ abrufbar.
Brunsbüttel: BGZ übernimmt Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle
/in Aktuelles, Pressemitteilung, StartseiteDie Übertragung des Abfall-Zwischenlagers Brunsbüttel auf den Bund ist gesetzlich vorgesehen. Der Standortleiter Björn Dahl erläutert: „Wir werden das Zwischenlager sicher und zuverlässig betreiben. Auf diese verantwortungsvolle Aufgabe sind meine Fachleute und ich hier vor Ort bestens vorbereitet.“ Im Zwischenlager werden künftig Abfälle aus dem Betrieb und dem Rückbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel gelagert. Hinzu kommen noch Betriebsabfälle aus dem Kernkraftwerk Krümmel. Bis zur Abgabe an das Endlager Konrad werden die Abfälle sicher im Zwischenlager gelagert.
Bei der symbolischen Schlüsselübergabe: Der stellvertretende Leiter des Kernkraftwerkes Brunsbüttel, Michael Warnecke (5. von links), der Leiter des Zwischenlagers, Björn Dahl (4. von links) sowie weitere Projektbeteiligte.
Dieses wurde in den vergangenen Jahren im Auftrag von Vattenfall errichtet. Voraussetzung für die Übertragung auf die BGZ war die Fertigstellung aller Systeme sowie eine entsprechende Genehmigung des Ministeriums für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein. Das Gebäude ist 116 Meter lang, 48 Meter breit und 16 Meter hoch. Neben zwei Lagerbereichen verfügt das Zwischenlager auch über zwei Handhabungsbereiche, Wirtschaftsräume sowie einen Sozialtrakt für die Mitarbeiter*innen. Insgesamt bietet es Platz für rund 2.500 Behälter mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen.
Bei diesen handelt es sich beispielsweise um ausgebaute Anlagenteile wie Rohrleitungen oder um Abfälle wie Filter- oder Verdampferkonzentrate. „Durch den sicheren Betrieb tragen wir maßgeblich zur Entsorgung der radioaktiven Abfälle bei und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Rückbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel“, betont Jonas Wingert, BGZ-Standortkommunikator in der Region Nord.
Abfall-Zwischenlager Neckarwestheim: Austausch von Batterien der Sicherheitsbeleuchtung
/in Aktuelles, Meldepflichtige Ereignisse, Pressemitteilung, StartseiteBGZ-Mitarbeitende erkannten die eingeschränkte Leistung der Batterien und werden diese nun umgehend durch neue ersetzen.
Die BGZ hat die zuständige Aufsichtsbehörde informiert. Es handelt sich um ein Ereignis der Stufe 0 auf der achtstufigen INES-Skala („keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“).