Spatenstich in Grohnde: Wichtiger Schritt zu einem unabhängigen Zwischenlagerbetrieb

EMMERTHAL – Mit einem symbolischen Spatenstich hat die BGZ den Startschuss für umfangreiche Baumaßnahmen am Standort Grohnde gegeben. Um den autarken Zwischenlagerbetrieb gewährleisten zu können, werden dort in den nächsten Jahren rund 50 Millionen Euro investiert.

„Ziel ist es, dass wir einen vom Kernkraftwerk Grohnde entkoppelten genehmigungskonformen Betrieb sicherstellen können, auch wenn das Kraftwerk zurückgebaut sein wird“, erläutert Dr. Michael Hoffmann, BGZ-Bereichsleiter für den Betrieb der Zwischenlager. Das bundeseigene Unternehmen betreibt das Zwischenlager Grohnde seit 2019.

Um für den autarken Betrieb gerüstet zu sein, wird nun umfangreich in den Standort investiert. Im ersten Bauabschnitt wurde bereits eine eigenständige Stromversorgung realisiert. In weiteren Schritten folgen der Bau eines Funktionsgebäudes für das Betriebspersonal inklusive Werkstätten und einer Fahrzeughalle, eines Wachgebäudes, einer separaten Zufahrt und einer eigenen Zaunanlage. Eine unabhängige Wasserversorgung und neue Verkehrswege komplettieren die Baumaßnahmen.

„Wir werden künftig eine regenerative Energieversorgung haben und dazu Photovoltaikanlagen auf jedem Gebäude errichten. Außerdem erhält jedes Gebäude eine Erdwärmepumpe, um umweltfreundlich zu heizen“, kündigt Carsten Harzer, Leiter des Zwischenlagers Grohnde, an und ergänzte, dass die Zahl der BGZ-Mitarbeiter*innen auf über 20 wachsen werde.

Unterstützung beim Spatenstich erhielt die BGZ von Emmerthals Bürgermeister Dominik Petters, der den Baustart begleitete und der BGZ gutes Gelingen und eine unfallfreie Bauzeit wünschte.

„Mit den Baumaßnahmen stellt die BGZ die Weichen für einen vom Kernkraftwerk Grohnde unabhängigen Betrieb und sorgt so auch zukünftig für den verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit den hochradioaktiven Abfällen“, sagte er am Rande der Veranstaltung und betonte: „Die Sicherheit von Menschen und Umwelt muss stets oberste Priorität haben.“

BGZ-Aufsichtsratsvorsitzender legt Amt nieder

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Christian Kühn, hat sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der BGZ niedergelegt, da er zum 15. Februar 2024 die Leitung des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) übernehmen wird.

Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät die BGZ-Geschäftsführung und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, eingebunden. Die BGZ wurde als Gesellschaft des Bundes in Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gegründet. Unternehmen dieser Rechtsformen mit mehr als 500 Arbeitnehmer*innen sind gesetzlich verpflichtet, einen mitbestimmten Aufsichtsrat zu etablieren.