Hauptsitz
BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH
Frohnhauser Straße 50
45127 Essen
Telefon 0201 2796-0
E-Mail info@bgz.de
Büro Berlin
BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH
Wilhelmstraße 118
10963 Berlin
Telefon 030 253 592 100
E-Mail info@bgz.de
Forschung: BGZ baut Kooperation mit der TU München aus
/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, StartseiteGARCHING – Die BGZ und die TU München (TUM) haben eine umfassende Forschungskooperation zur sicheren Aufbewahrung hochradioaktiver Abfälle ins Leben gerufen. Ziel ist es, Kompetenzen noch stärker zu bündeln, um die Sicherheit der Zwischenlagerung über lange Zeiträume nachzuweisen.
Im Rahmen der neuen Forschungskooperation (ARGUS) können Ressourcen, Infrastruktur sowie die Expertise von BGZ und TUM gebündelt und damit gemeinsame Forschungsprojekte effizienter bearbeitet werden. „ARGUS ist die konsequente Weiterentwicklung unseres Forschungsprogramms“, sagte Dr. Maik Stuke, Leiter des BGZ.lab, bei einer kleinen Feierstunde zum Abschluss des Rahmenvertrags auf dem Forschungscampus in Garching, wo das BGZ.lab bereits seit einigen Jahren angesiedelt ist. „Wir brauchen belastbare wissenschaftliche Grundlagen, um die Sicherheit der Zwischenlagerung langfristig nachweisen zu können. Dafür bündeln wir in der Kooperation die Forschung, Kompetenz und Erfahrung der BGZ als Zwischenlagerbetreiber mit der Forschungsstärke der TUM.“
Forschungsschwerpunkte von ARGUS sind:
Die Forschungskooperation ist zunächst über einen Zeitraum von fünf Jahren festgeschrieben und beinhaltet die Option für eine langfristige Fortführung.
„Die Menschen in Deutschland stellen zu Recht höchste Anforderungen an die nukleare Sicherheit“, sagte Prof. Gerhard Kramer, geschäftsführender Vizepräsident der TUM für Forschung und Innovation. Der gesetzliche Auftrag der BGZ bestehe darin, diese Anforderungen zu erfüllen. „Wir als TUM unterstützen sie dabei gerne mit unserer wissenschaftlichen Expertise und praktischen Erfahrung.“
BGZ.lab-Leiter Stuke ergänzte: „Als Unternehmen mit einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung können wir es uns nicht leisten, auf den Erkenntnisstand von heute zu vertrauen. Akademische Forschung hält uns kritisch, offen und auf der Höhe der Wissenschaft. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für verantwortungsvolles Handeln.“
Hintergrund
Die Aufbewahrung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigungen für die Zwischenlager der BGZ laufen ab 2034 sukzessive aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da erst Mitte des Jahrhunderts ein Endlagerstandort benannt werden soll. Anschließend wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis alle Behälter mit hochradioaktiven Abfällen an das Endlager abgegeben sind. Auf die verlängerte Zwischenlagerung bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor. Zentraler Baustein dafür ist ihr Forschungsprogramm, in dem unter anderem das Langzeitverhalten von Brennelementen und Behältern untersucht wird. Zur Erforschung von Alterungseffekten an Brennelementen hat das bundeseigene Unternehmen 2023 das BGZ.lab auf dem Campus der TU München in Garching gegründet.
Bürgerdialog in Niederaichbach: BGZ stellt Forschungsprogramm vor
/in Aktuelles, Pressemitteilung, StartseiteNIEDERAICHBACH – Wie die sichere Aufbewahrung der hochradioaktiven Abfälle bis zu deren Abgabe an ein Endlager gewährleistet wird, darüber informiert die BGZ im Rahmen eines Bürgerdialogs am Dienstag, 21. April, in Niederaichbach.
Im Rahmen des Bürgerdialogs wird Dr. Maik Stuke, Leiter des BGZ.lab am Campus Garching, die Forschungsaktivitäten der BGZ vorstellen. Diese untersuchen Alterungseffekte der Behälter und hochradioaktiven Abfälle und liefern wichtige Erkenntnisse über ihr Langzeitverhalten.
Zudem informieren Markus Luginger, Leiter des Zwischenlagers Isar, und Standortkommunikator Stefan Mirbeth über aktuelle Entwicklungen am Standort Isar. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich.
Bürgerdialog-Veranstaltung
Thema: BGZ-Forschungsprogramm/Verlängerte Zwischenlagerung
Termin: Dienstag, 21.04.2026, ab 19:00 Uhr
Ort: Gasthof Kirchenwirt, Friedhofstr. 5, 84100 Niederaichbach
Hintergrund:
Die Genehmigungen der Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle sind in Deutschland auf 40 Jahre befristet. Die Genehmigung für das Zwischenlager Isar läuft im Jahr 2047 aus. Zu diesem Zeitpunkt wird aber kein betriebsbereites, unterirdisches Endlager zur Verfügung stehen, daher reicht die aktuelle Betriebserlaubnis nicht aus. Die BGZ wird rechtzeitig neue Genehmigungen beantragen und in den Verfahren die Sicherheit der Zwischenlagerung über den genehmigten Zeitraum hinaus nachweisen. Wesentlicher Baustein dafür ist ihr Forschungsprogramm.
Veränderung in der Geschäftsführung der BGZ
/in Aktuelles, Pressemitteilung, StartseiteESSEN – Der kaufmännische Geschäftsführer der bundeseigenen BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH, Lars Köbler, wird das Unternehmen zum 01.04.2026 verlassen. Dieser Schritt erfolgt einvernehmlich mit dem Bundesgesellschafter, vertreten durch das Bundesumweltministerium (BMUKN).
Seit Gründung des Unternehmens im Jahr 2017 ist Lars Köbler als kaufmännischer Geschäftsführer zuständig für die Bereiche Finanzen, Recht, Einkauf, Personal und IT. In dieser Zeit entwickelte sich die BGZ von einer Aufbauorganisation zu einem modernen Unternehmen mit heute rund 750 Beschäftigten an 19 Standorten.
Jochen Flasbarth, Staatssekretär im BMUKN und Vertreter des Gesellschafters, konstatiert: „Wir danken Herrn Köbler ausdrücklich für seine Arbeit und seinen wichtigen Beitrag zum Aufbau und zur Entwicklung der BGZ. Die Veränderung ist Teil einer strategischen Neuaufstellung der Geschäftsführung und erfolgt mit großer Wertschätzung für das Geleistete.“
Lars Köbler hat seine Aufgaben bis auf weiteres an den technischen Geschäftsführer, Wilhelm Graf, übergeben. Der laufende sichere Betrieb der Zwischenlager und die Projekte der BGZ werden nahtlos fortgeführt. Der Gesellschafter strebt an, die Geschäftsführung so bald wie möglich neu aufzustellen.