MdB Mark Helfrich besucht BGZ-Standort

BROKDORF – Mark Helfrich, energiepolitischer Fachsprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Bundestagsabgeordneter für Steinburg – Dithmarschen Süd, hat sich in Brokdorf über das dortige Zwischenlager der BGZ informiert. Empfangen wurde er von dem Vorsitzenden der BGZ-Geschäftsführung, Dr. Ewold Seeba, sowie dem Leiter des Zwischenlagers, Sandro Ringel.

Bei dem Termin erläuterten die BGZ-Verantwortlichen, wie die personelle, organisatorische und bauliche Unabhängigkeit des Zwischenlagers vom benachbarten Kernkraftwerk hergestellt werden wird. Außerdem ging es um die anstehende Nachrüstung mit einer zusätzlichen Schutzwand, einer Zaunanlage und einem neuen Durchfahrtsschutz. Daneben informierten die BGZ-Vertreter über die geplante Rückführung hochradioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in Sellafield, Großbritannien, nach Brokdorf. Abschließend stand eine Besichtigung des Brennelemente-Zwischenlagers auf dem Programm.

„Die hochradioaktiven Abfälle können frühestens ab dem Jahr 2050 an ein noch zu findendes bzw. zu errichtendes Endlager abgegeben werden“, so Mark Helfrich im Anschluss an den Termin. „Ich konnte mich davon überzeugen, dass die BGZ vor diesem Hintergrund umfassend in die Sicherheit des Standorts investiert.“

Bürgermeister Harald Stindt und Mitglieder des Gemeinderates Stadland besichtigen Zwischenlager

STADLAND – Auf Einladung der BGZ hat der Bürgermeister der Gemeinde Stadland, Harald Stindt, zusammen mit Vertreter*innen des Gemeinderates den BGZ-Standort Unterweser besucht. Im Blickpunkt standen dabei unter anderem die geplanten Baumaßnahmen für die Entkopplung des Zwischenlagers vom Kernkraftwerk.

Begrüßt wurden die Gäste durch den Leiter des Zwischenlagers, Christian Otter, und Standortkommunikator Jonas Wingert. Während der Besichtigung des Zwischenlagers informierten sich die Ratsvertreter*innen unter anderem über den bereits abgeschlossenen Bau einer zusätzlichen Schutzwand sowie eines neuen Anlagenzaunes. Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Errichtung eines eigenen Wach- und Funktionsgebäudes. Diese und weitere Maßnahmen sind Teil des Gesamtprojekts zum vorgesehenen autarken Betrieb des Zwischenlagers.

„Wir haben Vertrauen in die Arbeit der BGZ. Allerdings dürfen wir Standortkommunen mit der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe des Atomausstiegs nicht allein gelassen werden“, erklärte Bürgermeister Harald Stindt im Anschluss an den Termin. „Deswegen darf sich jetzt auch keine Region bei der Endlagersuche wegducken. Dieser Prozess muss wie geplant fortgeführt werden, damit das Endlager ab Mitte dieses Jahrhunderts annahmebereit ist und die Zwischenlager sukzessive geräumt werden können.“

Gorleben: Vergabeverfahren für Bauarbeiten gestartet

GORLEBEN – Die BGZ hat das Vergabeverfahren für die Bauarbeiten zur Nachrüstung des Zwischenlagers gestartet. Die Maßnahmen für die Errichtung der Schutzwand und der Sicherungszentrale sind nun europaweit ausgeschrieben.

Nachdem der Landkreis Lüchow-Dannenberg einen noch ausstehenden Bescheid im Rahmen der Baugenehmigung erteilt hatte, konnte dieser wichtige Schritt nun erfolgen. Bei der Nachrüstung des Zwischenlagers handelt es sich um ein Gesamtprojekt, zu dem im Wesentlichen die Errichtung einer Schutzwand um die Halle mit den hochradioaktiven Abfällen und der Neubau der Sicherungszentrale für den Werkschutz zählen. Die Inbetriebnahme dieser Sicherungszentrale ist zudem eine Voraussetzung für die vorgesehene Stilllegung und den Rückbau der Pilotkonditionierungsanlage (PKA).