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Digitales „Forum Zwischenlagerung“ als Dialogplattform eröffnet
/in Aktuelles, Pressemitteilung, StartseiteIn dem heute von TV-Moderatorin Eva Grünbauer geführten Format diskutierten Josef Klaus (Bürgermeister des Zwischenlagerstandortes Niederaichbach) und Dr. Michael Hoffmann (BGZ, Bereichsleiter Betrieb) die Rückführung der radioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland in das Zwischenlager in Niederaichbach. Beide gingen dabei auch auf Fragen ein, die Zuschauer*innen während des Livestreams in die Diskussion einbrachten.
„Es war richtig, dass die BGZ trotz der anhaltenden Pandemie die Diskussion zur Zwischenlagerung des Atommülls wieder angeschoben hat. Mir persönlich ist dabei ganz wichtig, dass Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit die Grundlage für einen Austausch sind und die Bedenken der Bevölkerung einer Standortgemeinde ernst genommen werden“, sagte Bürgermeister Klaus im Anschluss an die Auftaktveranstaltung.
Auch nach dem Ende des heutigen Livestreams veröffentlicht die BGZ die eingegangenen Fragen auf der Internetseite forum-zwischenlagerung.bgz.de, wo sie in den kommenden Tagen beantwortet werden. Neue Fragen nimmt die BGZ dort ebenfalls weiterhin entgegen. Künftig erweitert die BGZ die Internetplattform nach und nach um neue Themenschwerpunkte, zu denen Informationen bereitstehen und ein Austausch angeboten wird.
Das digitale Forum soll die – wegen der Corona-Pandemie zurzeit ausgesetzten – Vor-Ort-Veranstaltungen des „Forum Zwischenlagerung“ nicht ersetzen, sondern dauerhaft ergänzen.
Für den persönlichen Dialog an ihren Zwischenlagerstandorten ist die BGZ zudem mit Mitarbeiter*innen in allen Regionen Deutschlands gut aufgestellt. Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Interessierte im Internet unter zwischenlager.info.
Dokumente von Anhörungen jetzt online
/in LOK, StartseiteAm 18.01.2021 hat die BGZ im Ausschusses für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz des niedersächsischen Landtags zum Vorhaben Logistikzentrum Konrad unterrichtet und ihre Planungen erläutert. Das Protokoll der Sitzung finden Sie hier.
Am 16.04.2021 hat sich die Bundesregierung zum geplanten Logistikzentrum Konrad am Standort des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen (Nordrhein-Westfalen) geäußert. In ihrer Antwort (Bundestags-Drucksache 19/27858) auf eine Kleine Anfrage (Bundestags-Drucksache 19/27475) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen schreibt sie, dass das Logistikzentrum eine zentrale Rolle in der Entsorgungskonzeption des Bundes für schwach- und mittelradioaktive Abfälle einnehme. Die Antwort der Bundesregierung finden Sie hier.
BGZ Gorleben veröffentlicht Umgebungsüberwachungsbericht
/in Pressemitteilung„Die Dosis am Anlagenzaun liegt auch im Jahr 2020 wieder deutlich unterhalb des Genehmigungswertes“, stellt Heinz Engelmann, Fachbereichsleiter Strahlenschutz des Zwischenlagers Gorleben, fest. Der Jahresbericht der Umgebungsüberwachung bestätigt, dass die BGZ-Anlagen keine radioaktiven Stoffe emittiert haben und die Strahlung am Zaun des Zwischenlagers weiterhin deutlich unterhalb des Genehmigungswertes von 0,3 Millisievert (mSv) pro Jahr gelegen hat.
So ist für das Jahr 2020 am Zaun des Zwischenlagers an der Stelle mit der höchsten Strahlung ein Jahreswert von 0,14 mSv ermittelt worden. Wenn sich eine Person ein Jahr lang ununterbrochen an dieser Stelle aufhielte, würde sie diese Dosis erhalten. Zum Vergleich: Bei einem Flug von Frankfurt nach San Francisco erhält man ca. 0,1 mSv. Ein Wechsel des Wohnortes von Norddeutschland in ein deutsches Mittelgebirge bedeutet eine zusätzliche Dosis von rund 0,18 mSv pro Jahr.
Von 2006 an liegen die Jahreswerte am Anlagenzaun im Schwankungsbereich zwischen 0,22 mSv im Jahr 2008 und 0,13 mSv im Jahr 2019. Dieser ergibt sich insbesondere aus normalen Schwankungen der Messergebnisse der ohnehin sehr geringen natürlichen Strahlung, die von der gemessenen Strahlung zur Ermittlung der Jahresdosis abgezogen wird. Insgesamt ist mittelfristig mit einer weiteren Abnahme der Jahresdosis zu rechnen, da keine weiteren Einlagerungen hochradioaktiver Abfälle erfolgen.
Hintergrund:
Bereits seit 1983 werden am Zwischenlager Gorleben im Rahmen der Genehmigungen nach festgelegten Vorgaben umfangreiche Messungen durchgeführt. Neben der permanent überwachten Strahlung werden regelmäßig Proben aus Luft, Niederschlag, Boden, Grundwasser und Vegetation auf radioaktive Stoffe untersucht. Die Auswertung dieser Proben aus der Umgebung hat auch für 2020 keine aus dem Betrieb des Zwischenlagers stammende Radioaktivität ergeben. Lediglich aus dem Reaktorunfall von Tschernobyl und von oberirdischen Kernwaffentests stammende Nuklide sowie natürliche radioaktive Strahlung wurden nachgewiesen.
Der Umgebungsüberwachungsbericht kann hier heruntergeladen werden.