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Neckarwestheim: BGZ übernimmt Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle
/in Pressemitteilung, StartseiteNachdem die BGZ bereits zu Beginn des Jahres 2019 das Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle am Standort übernommen hatte, wurde nun mit der Übertragung des Abfall-Zwischenlagers auf die BGZ die durch das Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehene Neuordnung in der kerntechnischen Entsorgung weiter umgesetzt. Danach sind die Betreiber der Kernkraftwerke für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung liegt in der Verantwortung des Bundes. Die finanziellen Mittel für die Zwischen- und Endlagerung haben die Kraftwerksbetreiber dem Bund in einem öffentlich-rechtlichen Fonds zur Verfügung gestellt, in den sie rund 24 Milliarden Euro eingezahlt haben.
Errichtet wurde das Abfall-Zwischenlager Neckarwestheim in den vergangenen Jahren durch den Kraftwerksbetreiber. Voraussetzung für die Übernahme des Zwischenlagers durch die BGZ war die kürzlich erfolgte Zustimmung zur Betriebsbereitschaft der Anlage durch das für die Atomaufsicht zuständige Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.
Antrittsbesuch bei Ahauser Bürgermeisterin
/in PressemitteilungDavid Knollmann betonte zunächst die veränderten Rahmenbedingungen der nuklearen Entsorgung in Deutschland: „In Ahaus werden deutlich weniger hochradioaktive Abfälle aufbewahrt werden als ursprünglich vorgesehen.“ Durch die Errichtung von Zwischenlagern an den Atomkraftwerksstandorten, die ebenfalls von der BGZ betrieben werden, sei Ahaus heute ein Standort von vielen, der Verantwortung für die sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle übernehme. Knollmann machte deutlich, dass die Entsorgung der radioaktiven Abfälle in Deutschland bis zur Endlagerung mit großem politischem Konsens gesetzlich geregelt worden sei. „Auf dieser Basis agiert die BGZ und setzt so den Atomausstieg um“, so Knollmann weiter und sicherte Transparenz und Dialogbereitschaft der bundeseigenen Gesellschaft zu.
Der Leiter des Zwischenlagers, Uwe Wolf, informierte über den Stand aktueller Projekte wie die vorgesehene Aufbewahrung von ausgedienten Brennelementen aus den Forschungsreaktoren deutscher Universitäten sowie die erfolgte Nachrüstung einer zusätzlichen Schutzwand gegen Einwirkungen von außen, wodurch das Zwischenlager Ahaus auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik sei. Wolf ging zudem auf die Personalsituation am Standort ein und berichtete in diesem Zusammenhang, dass etliche junge Menschen aus Ahaus und Umgebung bei der BGZ einen neuen Arbeitgeber gefunden hätten.
„Wir haben Vertrauen, dass die BGZ die sichere Zwischenlagerung hier in Ahaus gewährleistet“, erklärte Karola Voß, Bürgermeisterin der Stadt. „Mit Blick auf zukünftige Transporte und die Dauer der Aufbewahrung vertreten wir zwar teilweise eine andere Auffassung. Dennoch sind wir froh, vor Ort Ansprechpartner zu haben, mit denen wir einen offenen und persönlichen Dialog führen können.“
Veranstaltung zum Logistikzentrum wird verschoben
/in LOK, Pressemitteilung„Die nach wie vor hohen Infektionszahlen würden die Veranstaltung in dem geplanten Umfang nicht ohne erhebliche gesundheitliche Gefährdung aller Beteiligten zulassen“, betonen gemeinsam Trendelburgs Bürgermeister Martin Lange und der Generalbevollmächtigte der BGZ für das Logistikzentrum, Christian Möbius. Aus Verantwortung für alle Gäste sehen sich Magistrat und BGZ daher gezwungen, die seit langem für den 10. Dezember geplante Bürgerinformation von der Tagesordnung zu nehmen. Bürgermeister Lange hatte die BGZ gebeten, in der Stadtverordnetenversammlung die Pläne für das Logistikzentrum im Beverunger Ortsteil Würgassen vorzustellen. Die Gemeindegebiete von Beverungen und Trendelburg grenzen aneinander; Würgassen und Trendelburgs Stadtteil Langenthal liegen rund 3,5 Kilometer voneinander entfernt.
„Wir werden die Veranstaltung selbstverständlich nachholen, sobald dies ohne eine gesundheitliche Gefährdung der Teilnehmer*innen möglich ist“, sagte Bürgermeister Lange. Möbius versicherte, dass die BGZ selbstverständlich auch weiterhin zu ihrer Zusage steht, an einer Sitzung der Stadtverordnetenverssammlung in Trendelburg teilzunehmen. „Natürlich beantworten wir auch weiterhin und jederzeit alle Frage von Bürger*innen der Region telefonisch, per Mail oder das Forum auf unserer Website“, so Möbius.
In Vorbereitung auf die Sitzung hatte der Magistrat der Stadt Trendelburg bereits im September das Abfallzwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Stoffe besucht, welches die BGZ am ehemaligen Atomkraftwerk Würgassen betreibt. Dabei stellten der Generalbevollmächtigte für das LoK, Christian Möbius, und Bereichsleiter Heinz-Walter Drotleff das Bauprojekt vor. In der anschließenden Magistratssitzung beantworteten die BGZ-Vertreter zahlreiche Fragen der Ratsmitglieder.
Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.