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Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ beteiligt sich an internationalem Forschungsprogramm
/in Pressemitteilung, vZLUnter dem Namen „OECD/NEA Studsvik Cladding Integrity Project“ (SCIP-IV) haben sich die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit ihrer Nuclear Energy Agency (NEA) und 38 weitere Organisationen zusammengeschlossen, um im schwedischen Nyköping Labore der Firma Studsvik Nuclear für ihre Forschungen zu nutzen. Das Forschungsprogramm verfügt über ein Budget von 14 Millionen Euro und ist für eine Laufzeit von fünf Jahren angelegt.
„Mit der Beteiligung an diesem Forschungsprogramm gewinnen wir Erkenntnisse, auf deren Grundlage wir die Sicherheit bei der weiteren Zwischenlagerung von Brennelementen überprüfen und nachweisen können“, erklärt Wilhelm Graf, Technischer Geschäftsführer der BGZ. Graf weiter: „Die Nachweisführung für die zu führenden Genehmigungsverfahren schon heute wissenschaftlich vorzubereiten, ist zentraler Baustein unserer Strategie bei der Zwischenlagerung von hochradioaktiven Abfällen.“
Hintergrund: Die trockene Zwischenlagerung von Brennelementen ist auf 40 Jahre befristet. Für diesen Zeitraum sind die erforderlichen Sicherheitsnachweise erbracht und in den Genehmigungsverfahren durch unabhängige Sachverständige überprüft worden. 2034 läuft die Aufbewahrungsgenehmigung für hochradioaktive Abfälle im ersten von der BGZ geführten Zwischenlager aus (Gorleben). Da das Endlager für hochradioaktive Abfälle gemäß Standortauswahlgesetz zur Mitte dieses Jahrhunderts seinen Betrieb aufnehmen soll, bereitet sich BGZ schon heute darauf vor, in öffentlichen Genehmigungsverfahren nach dem Atomgesetz die Sicherheit der Zwischenlagerung über 40 Jahre hinaus nachzuweisen und nach dem dann geltenden Stand von Wissenschaft und Technik überprüfen zu lassen.
Gorleben: 25 Jahre Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle
/in Pressemitteilung, StartseiteDer erste Behälter mit Brennelementen traf am 25. April 1995 in Gorleben ein. Dies erfolgte unter dem damaligen Konzept, die hochradioaktiven Abfälle aus dem Betrieb der Atomkraftwerke in den Zwischenlagern Ahaus und Gorleben zentral aufzubewahren. Mit der Novelle des Atomgesetzes im Jahr 2002 sind dann an den Standorten der Atomkraftwerke Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente errichtet worden, dadurch wurden deren Transporte nach Ahaus und Gorleben obsolet. Zudem ist die Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland ab dem Jahr 2005 eingestellt worden.
Zehn Jahre später haben die Bundesregierung, die Landesregierungen und die Abfallverursacher im Rahmen des Neustarts der Endlagersuche ein Konzept abgestimmt, wonach die noch aus dem Ausland zurückzuführenden Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente nicht mehr nach Gorleben, sondern in die Zwischenlager Biblis, Isar, Brokdorf und Philippsburg zu transportieren sind. Hierzu wurde das Atomgesetz entsprechend geändert. Demnach hat der endgültig letzte Castor-Transport nach Gorleben im Jahr 2011 stattgefunden. https://rueckfuehrung.bgz.de/
Im Jahr 2016 sind dann die Verantwortlichkeiten für die Stilllegung und den Rückbau der Atomkraftwerke sowie für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle neu geregelt worden. Die AKW-Betreiber sind seitdem für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Zwischen- und Endlagerung liegt nun in der Verantwortung des Bundes. Als dessen Gesellschaft betreibt die BGZ seit 2017 das Zwischenlager Gorleben. Dadurch ist die Finanzierung und Durchführung der sicheren Zwischenlagerung am Standort Gorleben – wie an allen anderen Zwischenlagern in Deutschland auch – bis zur Endlagerung der radioaktiven Abfälle gewährleistet. Mit dem Standortauswahlgesetz ist die Grundlage geschaffen worden für eine transparente und wissenschaftsbasierte Suche nach diesem Endlager. Ausgangspunkt des Standortauswahlverfahrens ist die sogenannte weiße Landkarte. Bei der Suche wird das gesamte Bundesgebiet betrachtet, ohne bestimmte Regionen zu bevorzugen und ohne bestimmte Regionen von vornherein auszuschließen. https://www.bmu.de/pressemitteilung/hendricks-novelliertes-standortauswahlgesetz-schafft-grundlage-fuer-faires-und-legitimes-suchverfahr/
Unterweser: BGZ übernimmt weiteres Zwischenlager
/in Pressemitteilung, StartseiteEs dient der Aufbewahrung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen wie beispielsweise Schutzkleidung, Filtermaterialien oder Anlagenteilen aus dem Kraftwerksbetrieb und -rückbau. Ab dem Jahr 2027 sollen die Abfälle an die Einrichtungen des Endlagers Konrad abgegeben werden.
Nachdem die BGZ am Standort bereits zu Beginn des Jahres 2019 das Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle sowie zu Jahresbeginn 2020 das erste Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle (AZU 1) übernommen hatte, wurde nun mit der Übertragung des AZU 2 auf die BGZ die durch das Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehene Neuordnung in der kerntechnischen Entsorgung weiter umgesetzt. Danach sind die Betreiber der Kernkraftwerke für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung liegt in der Verantwortung des Bundes. Die finanziellen Mittel für die Zwischen- und Endlagerung haben die Kraftwerksbetreiber dem Bund in einem öffentlich-rechtlichen Fonds zur Verfügung gestellt, in den sie rund 24 Milliarden Euro eingezahlt haben.
„Mit der Übertragung des AZU 2 befinden sich nun alle drei Zwischenlager am Standort unter dem Dach der BGZ. Dank unseren kompetenten und zuverlässigen Fachleuten und der bewährten Technik bleibt der sichere Betrieb der Anlagen selbstverständlich auch in Zukunft gewährleistet“, erklärt Christian Otter, Leiter des Zwischenlagers Unterweser. Errichtet wurde das AZU 2 in den vergangenen Jahren durch den Kraftwerksbetreiber. Voraussetzung für die Übernahme des Zwischenlagers durch die BGZ war die kürzlich erfolgte Feststellung der Betriebsbereitschaft der Anlage durch das für die Atomaufsicht verantwortliche Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.