Meldepflichtiges Ereignis im Zwischenlager Neckarwestheim

Im Zwischenlager Neckarwestheim wurden im Rahmen der ersten turnusmäßigen Prüfung einer Krantraverse am 17.07.2019 Toleranzabweichungen festgestellt. Vier Verbindungsbolzen entsprachen in ihren Abmessungen nicht der Spezifikation. Die Tragfähigkeit der Krantraverse war unabhängig von diesem Befund jederzeit gegeben. Eine Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage war mit dem Ereignis zu keinem Zeitpunkt verbunden.

Das Ereignis begründet nach dem deutschen Meldesystem eine Meldung nach der Kategorie N (normal) und ist auf der international gebräuchlichen Bewertungsskala INES der Stufe 0 zuzuordnen (keine oder geringe sicherheitstechnische Bedeutung). BGZ hat die zuständige Aufsichtsbehörde, das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, fristgerecht über das Ereignis informiert.

Die Krantraverse wird für den Transport von Behältern mit radioaktiven Abfällen innerhalb des Zwischenlagers Neckarwestheim verwendet. Im Zwischenlager Neckarwestheim bewahrt die BGZ derzeit insgesamt 83 Behälter mit abgebrannten Brennelementen der Kernkraftwerke Neckarwestheim und Obrigheim auf.

Die Prüfung der Krantraverse wird entsprechend behördlicher Vorgaben alle drei Jahre vorgenommen. Dem Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung folgend hat die BGZ das Zwischenlager Neckarwestheim am 01.01.2019 vom bisherigen Betreiber übertragen bekommen. Derzeit prüft die BGZ das weitere Vorgehen und setzt die Traverse vorerst nicht weiter ein.

Besichtigten gemeinsam das Zwischenlager Biblis (von links): Philipp Hoppe, Ulrike Pfeifer, Dirk Jonas, Burghard Rosen (alle BGZ), Matthias Röhrborn (RWE), Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, Dr. Ewold Seeba (Vorsitzender der BGZ-Geschäftsführung) und Wolfgang Sax (Mitarbeiter Christine Lambrecht).

Christine Lambrecht besucht das Zwischenlager Biblis

Die neue Bundesjustizministerin hat sich am Freitag vor Ort ein Bild von der sicheren Zwischenlagerung in Biblis gemacht.

Christine Lambrecht, in deren Wahlkreis der Standort Biblis liegt, stellte nach Gesprächen mit dem BGZ-Team und einer Begehung des Zwischenlagers fest: „Ich konnte mich persönlich davon überzeugen, dass die Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung am Standort Biblis erfolgreich umgesetzt wurde. Die BGZ betreibt als Gesellschaft des Bundes das Zwischenlager nach meinem Eindruck mit qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und leistet dadurch einen wesentlichen Beitrag zum Ausstieg aus der Atomkraft insbesondere auch hier in Biblis.“

Der Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung Dr. Ewold Seeba dankte der Ministerin für ihren Besuch und sicherte zu, auch künftig mit Politik sowie Bürgerinnen und Bürgern aus der Region im Gespräch zu bleiben.

Grafenrheinfeld: Wechsel in der Leitung des Zwischenlagers

Am Zwischenlager Grafenrheinfeld hat es einen personellen Wechsel gegeben. Seit 1. Juni führt Jürgen Bruder als Leiter des Zwischenlagers das derzeit siebenköpfige Team der BGZ am Standort.

Er folgt auf Thomas Rust, der beim Kraftwerksbetreiber PreussenElektra beschäftigt ist und bislang im Auftrag der BGZ als Leiter des Zwischenlagers tätig war.

Jürgen Bruder ist seit Januar 2019 Mitarbeiter der BGZ. Bis Ende Mai führte der 51-Jährige das Zwischenlager im schwäbischen Gundremmingen. Nach seiner Ausbildung zum Ingenieur für Produktionstechnik in Ulm war er mehr als 27 Jahre lang in unterschiedlichen Funktionen im Kernkraftwerk Gundremmingen beschäftigt, hier zuletzt als Teilbereichsleiter Anlagentechnik.

Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH betreibt das Zwischenlager Grafenrheinfeld seit 1. Januar 2019. Es dient der sicheren Aufbewahrung von Behältern mit Brennelementen aus dem Kernkraftwerk Grafenrheinfeld.