Ausbildung zur Schutz- und Sicherheitskraft: BGZ-Mitarbeiter Stefan Haupt in Köln ausgezeichnet

LINGEN/KÖLN – Mit einer Gala hat die IHK Köln die erfolgreichsten Absolvent*innen der beruflichen Weiterbildung des Jahres 2024 gewürdigt. Zu den Geehrten zählt auch BGZ-Mitarbeiter Stefan Haupt aus Lingen. Er schnitt bei der Prüfung zur „Schutz- und Sicherheitskraft“ als einer der Besten ab.

Seit 2023 unterstützt der gelernte Elektrotechniker das BGZ-Team in Lingen bei der Wartung und Instandhaltung von sicherheitstechnischen Geräten und Systemen im Zwischenlager, in dem das bundeseigene Unternehmen hochradioaktive Abfälle aufbewahrt. Die Weiterbildung zur geprüften Schutz- und Sicherheitskraft (GSSK) ist Teil der Qualifikation zum Leiter vom Dienst (LvD). Im Schichtdienst ist der LvD rund um die Uhr Bindeglied zum externen Wachschutz. Die berufliche Fortbildung absolvieren die LvD-Anwärter*innen aller BGZ-Standorte bundesweit an der IHK Köln.

„Vor meiner Tätigkeit im Zwischenlager war ich regelmäßig im Ausland als Installateur unterwegs. Nun kommen im Bereich der Objektsicherung noch viele neue, spannende Aufgaben hinzu, die ich zudem in meiner Heimat wahrnehmen kann“, freut sich der 43-Jährige über seinen Einsatz als LvD bei der BGZ. Dafür durchlief er gerne die mehrmonatige berufliche Fortbildung, die er nun als einer der besten zwei Prozent der rund 3400 Absolvent*innen der Weiterbildungskurse an der IHK Köln abschloss.

In der Freizeit zieht’s Stefan Haupt mit dem Metalldetektor raus auf Feld und Flur. Denn der Geester ist Mitglied der „Archäologischen Gruppe Lingen“ und blickt auf einige bemerkenswerte Funde zurück. Wenn am Sonntagmorgen die Sonne aufgeht, „dann geht’s ab auf den Acker“, erzählt er und lacht. Für ihn der perfekte Ausgleich zum Job. Auch Freunde wissen Stefan Haupts Hobby zu schätzen. Zwei verlorene Eheringe hat er bereits im Garten wiedergefunden. „Der Haussegen war wiederhergestellt“, fügt er an und schmunzelt. Es sind Geschichten wie diese, für die der Geester das „Sondeln“ so liebt.

SPD-Landtagsabgeordnete besuchen Brennelemente-Zwischenlager Krümmel

GEESTHACHT – Zusammen mit Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze haben sich die SPD-Landtagsabgeordneten Martin Habersaat und Marc Timmer auf Einladung der BGZ im Brennelemente-Zwischenlager Krümmel über die sichere Aufbewahrung der hochradioaktiven Abfälle informiert. Neben Einblicken in den Lagerbetrieb erhielten die Gäste auch Informationen über die laufenden Maßnahmen zur Entkopplung des Zwischenlagers vom stillgelegten Kernkraftwerk Krümmel.

Der Leiter des Zwischenlagers, Dr. Henning Knigge, erläuterte die konkreten Schritte, mit denen die BGZ den vom Kraftwerk unabhängigen Lagerbetrieb vorbereitet. Dazu zählen unter anderem ein eigenes Dosimetriesystem, die Entkopplung der Brandmeldeanlagen sowie die Schaffung zusätzlicher Büroflächen durch die Aufstockung einer Bestandsimmobilie für Mitarbeiter*innen und Partnerfirmen.

„Wir sehen hier eine konsequente Umsetzung zur Entkopplung des Zwischenlagers vom Kraftwerk“, betonte Marc Timmer MdL. „Ein unabhängiger und sicherer Betrieb ist von entscheidender Bedeutung, vor allem mit Blick auf die zu erwartenden langen Zeiträume, die die radioaktiven Abfälle hier noch aufbewahrt werden müssen.“

Bürgermeister Olaf Schulze fügte hinzu: „Es ist ein wichtiges Signal an die Bevölkerung vor Ort, dass sich die BGZ frühzeitig darauf vorbereitet, die sichere Aufbewahrung der Abfälle auch nach dem Rückbau des Kraftwerks zu gewährleisten. Transparenz muss dabei auch weiterhin im Mittelpunkt stehen.“

Das Vertrauen der Menschen vor Ort sei für das bundeseigene Unternehmen von großer Bedeutung, sagte BGZ-Standortkommunikator Jonas Wingert und erklärte: „Daher setzen wir auf Dialog und werden unsere proaktive Kommunikation fortsetzen.“

Hintergrund

Das Zwischenlager Krümmel ist seit 2006 in Betrieb, seit 2019 wird es durch die bundeseigne BGZ betrieben. Im Lager werden 42 CASTOR-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus dem Betrieb des stillgelegten Kernkraftwerks Krümmel aufbewahrt, weitere Einlagerungen sind ausgeschlossen. Der Zwischenlager-Betrieb ist aktuell bis 2046 genehmigt, ein Endlager-Standort soll aber erst Mitte dieses Jahrhunderts benannt werden. Weitere Jahrzehnte sind dann für die Planung und den Bau dieses Endlagers erforderlich. Daher bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung 2017 auf eine verlängerte Zwischenlagerung vor und wird dafür rechtzeitig eine Genehmigung beantragen.

Ahaus: BGZ informiert zum Zwischenlager

AHAUS – In einer Informationsveranstaltung für den Rat und die Bürger*innen der Stadt Ahaus am 19. Mai wird die BGZ die aktuellen Vorhaben am Zwischenlager-Standort vorstellen. Außerdem wird die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) über den derzeitigen Stand der geplanten Brennelemente-Transporte aus Jülich nach Ahaus berichten.

Die Veranstaltung findet statt am Montag, den 19. Mai 2025, ab 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses der Stadt Ahaus. Sie wird außerdem auf dem YouTube-Kanal der Stadt live übertragen.

Alle Interessierten sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.