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Zwischenlager Brokdorf: Probelauf erfolgreich durchgeführt
/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite„Unser Team absolvierte mit einem leeren, knapp 100 Tonnen schweren CASTOR-Behälter erfolgreich alle Arbeitsschritte, die zur Einlagerung der beladenen Behälter erforderlich sind“, erläutert Marco Paschen, Leiter des Zwischenlagers Brokdorf. Die BGZ habe dadurch gezeigt, dass sie die hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung sicher annehmen und aufbewahren kann.
Unabhängige Sachverständige überwachten im Auftrag des Ministeriums für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein (MEKUN) als für das Zwischenlager Brokdorf zuständige Aufsichtsbehörde den mehrtägigen Probelauf.
Ende März erteilte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) der BGZ die Genehmigung, sieben CASTOR-Behälter mit verglasten hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung im Zwischenlager Brokdorf aufzubewahren. „Die Behälter sollen in den nächsten Jahren vom britischen Sellafield in das Zwischenlager Brokdorf gebracht werden. Ein Termin für den Transport steht noch nicht fest“, informiert Jonas Wingert, verantwortlich für die BGZ-Kommunikation am Standort Brokdorf.
Eine noch ausstehende Voraussetzung für die Rückführung ist eine Transportgenehmigung nach dem Atomgesetz, die ein von der Energiewirtschaft beauftragtes Unternehmen beim BASE beantragen wird.
Hintergrund:
Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Die dabei angefallenen, hochradioaktiven Abfälle müssen die Abfallbesitzer, die Betreiber der Atomkraftwerke, gemäß ihren vertraglichen Verpflichtungen nach Deutschland zurückführen. Zur Rücknahme dieser Abfälle hat sich die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich verpflichtet.
Im Jahr 2015 ist ein Konzept zur Verteilung der noch im Ausland lagernden Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente mit breitem politischem Konsens verabschiedet worden. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung der Behälter vor. Damals sind vier Standorte für die Rückführung festgelegt worden: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg.
Nach Hessen ist die Rückführung bereits abgeschlossen: Im November 2020 wurden sechs Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der britischen Wiederaufarbeitung zum Zwischenlager Biblis transportiert. Für Deutschland war dies der erste große Rücktransport von Atommüll in CASTOR-Behältern seit 2011. Er verlief reibungslos und ohne Störungen.
18 weitere CASTOR-Behälter müssen in den kommenden Jahren noch nach Deutschland zurückgeführt werden, davon sieben Behälter in das Zwischenlager Brokdorf. Nach Abschluss der Rückführung werden die Behälter dann in den Bundesländern aufbewahrt, aus deren Atomkraftwerken anteilig die größte Menge an Kernbrennstoff ins Ausland gebracht wurde.
Die BGZ hat von Beginn an proaktiv über die Rückführung informiert, unter anderem auch bei öffentlichen Veranstaltungen vor Ort in Brokdorf. Sie wird diese Kommunikation fortsetzen. Weitere Informationen finden sich auch hier: https://rueckfuehrung.bgz.de/
Zwischenlager Biblis: Richtfest für neues Gebäude der BGZ
/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite„Der Fortschritt unserer Bauvorhaben zeigt, dass die BGZ am Standort Biblis Schritt für Schritt unabhängig vom Kernkraftwerk wird“, erklärte Wolfgang Arnold, BGZ-Hauptabteilungsleiter der Region Südwest. Das neue Funktionsgebäude biete ausreichend Büroräume für rund 70 Mitarbeiter*innen. Um für den autarken Betrieb gerüstet zu sein, investiert die BGZ umfangreich in den Standort. Viele Baumaßnahmen wie eine eigene Strom- und Wasserversorgung, ein neuer Sicherungszaun sowie eine Straßenzufahrt sind bereits umgesetzt. Für die Stromerzeugung wird zudem eine Photovoltaikanlage errichtet.
Unterstützung beim symbolischen Einschlagen des letzten Nagels erhielt die BGZ durch Ralf Stüwe (RWE), Konstantin Großmann (Vorsitzender der Gemeindevertretung) sowie Gemeindevorstand Michael Hennes. Weitere Mitglieder der Gemeindevertretung und des Gemeindevorstands waren vertreten.
Ausbildung zur Schutz- und Sicherheitskraft: BGZ-Mitarbeiter Tim Nagel gehört zu den Besten
/in Aktuelles, Pressemitteilung, StartseiteSeit Mai 2022 unterstützt der gelernte Elektrotechniker das BGZ-Team Gundremmingen bei der Wartung und Instandhaltung von sicherheitstechnischen Geräten und Systemen. Die Weiterbildung zur geprüften Schutz- und Sicherheitskraft (GSSK) ist Teil der Zusatz-Qualifikation zum Leiter vom Dienst (LvD). Im Schichtdienst ist ein LvD Hauptansprechpartner des Zwischenlagerstandortes und Bindeglied zum externen Wachschutz. Diese berufliche Fortbildung absolvieren die LvD-Anwärter*innen aller BGZ-Zwischenlagerstandorte bundesweit an der IHK Köln.
„Vor meiner Tätigkeit im Zwischenlager war ich ausschließlich als Elektriker im Einsatz. Nun kommen im Bereich der Objektsicherung noch viele neue, spannende Aufgaben hinzu“, freut sich der 32-Jährige auf seine künftigen Tätigkeiten bei der BGZ. Dafür durchlief er gerne die mehrmonatige berufliche Fortbildung, die er nun als einer der besten von insgesamt rund 3800 Absolvent*innen der Weiterbildungskurse an der IHK Köln abschloss.
Kraft getankt für die Abschlussprüfungen hat Tim Nagel unter anderem bei den Übungsabenden der Freiwilligen Feuerwehr. Schon seit seiner Jugend ist er engagiertes Mitglied bei der Feuerwehr seines Heimatortes Glött. „Das war immer ein willkommener Ausgleich zu den wochenlangen Vorbereitungen“, so Nagel.