Studierende der TU Berlin besuchen Zwischenlager

UNTERWESER/AHAUS/NECKARWESTHEIM – An drei Standorten ermöglichte die BGZ rund 45 Studierenden der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) einen Blick in die Praxis der Zwischenlagerung. Mit Expert*innen des bundeseigenen Unternehmens diskutierten die Nachwuchswissenschaftler*innen über die verlängerte Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle und die aktuellen Herausforderungen an den Standorten.

Die Studierenden besuchten die BGZ-Standorte im Rahmen der Lehrveranstaltung „Zwischen- und Endlagerung von radioaktiven Abfällen“, die die TU Berlin in Kooperation mit dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) sowie dem TÜV Nord anbietet.

Die BGZ unterstützte die mehrtägige Veranstaltung der TU Berlin in doppelter Hinsicht: Benjamin Czwikla aus der BGZ-Forschungsabteilung erläuterte während eines Theorieteils in Berlin, wie sich das bundeseigene Unternehmen auf die verlängerte Zwischenlagerung vorbereitet und präsentierte die laufenden Forschungsprojekte.

Die Standortkommunikatoren Jonas Wingert (Unterweser), Dr. David Knollmann (Ahaus) und Stefan Mirbeth (Neckarwestheim) empfingen die Studierenden direkt an den Standorten der BGZ, diskutierten mit ihnen die Herausforderungen der nuklearen Entsorgung aus lokaler sowie regionaler Perspektive und führten sie durch die Zwischenlager. Die Nachwuchswissenschaftler*innen nutzten die Besichtigungen zudem für Film- und Fotoaufnahmen. Diese sollen in eine Projektarbeit einfließen, die sich unter anderem mit den unterschiedlichen Zwischenlagertypen befasst.

Die BGZ fördert den Austausch mit dem akademischen Nachwuchs und will so zum Kompetenzerhalt in der nuklearen Entsorgung beitragen. So hat das bundeseigene Unternehmen kürzlich durch die Anmietung eigener Räumlichkeiten seine Aktivitäten am Hochschulcampus der TU München in Garching intensiviert und lädt einmal jährlich zum BGZ-Studierendentag ein.

Studierende der TU Berlin im Zwischenlager Unterweser

Studierende der TU Berlin im Zwischenlager Neckarwestheim

„SauberZauber“: Die BGZ räumt auf

ESSEN – Mit Müllentsorgung kennt sich das BGZ-Team aus: Doch am 01. März stand für die Belegschaft des bundeseigenen Unternehmens ausnahmsweise nicht die sichere Aufbewahrung nuklearer Abfälle im Fokus, sondern eine saubere Stadt.

„Wir möchten damit gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und den Umweltschutz unterstützen“, sagt Bettina Hesse, Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung. „Essen war für uns der Startschuss. Vergleichbare Aktionen werden wir auch an unseren Zwischenlagerstandorten durchführen, denn ein gutes Miteinander vor Ort ist für uns von entscheidender Bedeutung.“

Was eignet sich zum Auftakt daher besser, als die Teilnahme an einer etablierten Veranstaltung am Hauptsitz der BGZ, wo derzeit rund 230 Mitarbeiter*innen tätig sind? Ein engagiertes BGZ-Team nutzte einen Teil der Arbeitszeit, um am Freitag im Rahmen des Essener „SauberZaubers“ die Wege und Flächen rund um den Firmensitz an der Frohnhauser Straße im Westviertel von Abfällen zu befreien.

Stadland: Bettina Hesse stellt sich bei Bürgermeister Harald Stindt vor

STADLAND – Bei ihrem Antrittsbesuch in Unterweser hat sich Bettina Hesse als Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung auch mit dem Bürgermeister der Gemeinde Stadland ausgetauscht. Neben dem persönlichen Kennenlernen ging es unter anderem um die Vorbereitungen für den vom Kernkraftwerk entkoppelten Betrieb der Zwischenlager am Standort.

„Ich halte den regelmäßigen Austausch mit Politik und Öffentlichkeit für sehr wichtig. Das gute Verhältnis hier in Stadland werden wir pflegen und weiter ausbauen“, erklärte Bettina Hesse im Anschluss an das Gespräch.

Derzeit plant die BGZ am Standort Unterweser ein dreigeschossiges Wach- und Funktionsgebäude mit Büroräumen, Werkstätten und Lagerräumen sowie einer Fahrzeughalle. Eine Baugenehmigung hierfür wurde bereits erteilt, gegenwärtig läuft das Ausschreibungsverfahren. Laut aktueller Planung könnten die Bauarbeiten im Sommer starten. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2026 geplant. „Ziel ist es, dass wir einen vom Kernkraftwerk Unterweser entkoppelten, genehmigungskonformen Betrieb sicherstellen können, auch wenn das Kraftwerk zurückgebaut sein wird“, erläutert BGZ-Standortkommunikator Jonas Wingert.

Bürgermeister Harald Stindt sagte im Anschluss an den Termin. „Wir pflegen seit Jahren einen engen und vertrauensvollen Austausch mit der BGZ als Zwischenlagerbetreiberin und sind immer frühzeitig über alle relevanten Entwicklungen informiert: Transparente Informationen sowie das persönliche Gespräch sind die entscheidenden Grundlagen für eine auch weiterhin gute Zusammenarbeit.“