Rücknahme deutscher Abfälle aus England: Bürgerdialog am 3. Juni in Brokdorf

BROKDORF – Im Verlauf des Jahres 2026 plant die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service den Rücktransport von radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung im englischen Sellafield in das Zwischenlager Brokdorf, das die bundeseigene BGZ betreibt. Informationen zu Transport und Lagerung geben die beteiligten Akteure im Rahmen einer Dialogveranstaltung am 3. Juni um 18:30 Uhr im Hotel Sell in Brokdorf.

Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Gemäß ihren vertraglichen Verpflichtungen müssen die Betreiber der Kernkraftwerke ihre noch im Ausland lagernden Abfälle nach Deutschland zurückführen. Zur Rücknahme hat sich die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich verpflichtet.

Die drei Transporte an die Standorte Biblis (Hessen), Philippsburg (Baden-Württemberg) und Isar (Bayern) wurden bereits in den Jahren 2020, 2024 und 2025 störungsfrei durchgeführt. Mit dem Transport aus Frankreich nach Philippsburg sind alle Wiederaufarbeitungsabfälle aus Frankreich zurückgeholt. Das Konzept der Bundesregierung sieht vor, dass die letzten noch in England befindlichen Abfälle in das BGZ-Zwischenlager am Standort Brokdorf transportiert werden sollen. Geplant ist, dass der Transport und die Einlagerung in das Zwischenlager Brokdorf im Verlauf des Jahres 2026 durchgeführt werden.

Im Vorfeld möchten die beteiligten Unternehmen und Behörden die Öffentlichkeit nochmals über das Vorhaben informieren und mit der regionalen Bevölkerung ins Gespräch kommen. Beim Bürgerdialog stehen auch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) als Genehmigungsbehörde, Vertreter des Ministeriums für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein (MEKUN) als Aufsichtsbehörde, der Polizeidirektion Itzehoe sowie des Kraftwerksbetreibers PreussenElektra für Fragen zur Verfügung. Eine Anmeldung für die Teilnahme an der Infoveranstaltung ist nicht erforderlich.


Bürgerdialog

Thema: Rücknahme deutscher Abfälle aus England

Termin: Mittwoch, 3. Juni 2026, 18:30 Uhr

Ort: Hotel Sell, Dorfstraße 65, 25576 Brokdorf

 

Informationen zur Rücknahme der Wiederaufarbeitungsabfälle nach Deutschland stellen die beteiligten Akteure auch im Internet zur Verfügung:

Die BGZ lädt zum öffentlichen Forum ein

GORLEBEN – Nach den ersten Sitzungen der Dialoggruppe zur verlängerten Zwischenlagerung steht nun der nächste Schritt der Bürgerbeteiligung an: Die BGZ lädt interessierte Bürger*innen für den 21. Mai zu einem öffentlichen Forum ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Einblicke in die Arbeit der Dialoggruppe sowie der direkte Austausch zu verschiedenen Themen der verlängerten Zwischenlagerung.

Mit der Dialoggruppe hat die BGZ ein institutionalisiertes Format für die Bürgerbeteiligung zur verlängerten Zwischenlagerung ins Leben gerufen. Seit der ersten Sitzung im Februar hat sich die Gruppe aus gelosten Bürger*innen, Vereinsvertreter*innen und Kommunalpolitiker*innen intensiv mit unterschiedlichen Fragestellungen rund um die Aufbewahrung hochradioaktiver Abfälle in Gorleben auseinandergesetzt. Dabei standen bislang das zu führende Genehmigungsverfahren selbst sowie die Sicherheit der Zwischenlagerung im Vordergrund.

Im Rahmen des öffentlichen Forums werden die Mitglieder der Dialoggruppe nun über ihre Arbeit berichten. Zudem haben Bürger*innen die Möglichkeit, an verschiedenen Stationen zu unterschiedlichen Themen der verlängerten Zwischenlagerung Fragen zu stellen und in den Austausch mit Expert*innen der BGZ zu gehen.

Die Veranstaltung findet statt:

am Donnerstag, den 21.05.2026

um 18 Uhr

im Gildehaus Lüchow, Tannenbergstr. 1, 29439 Lüchow

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zwischenlager Brokdorf: Kabeldurchführungen kurzzeitig nicht verschlossen

BROKDORF – Im Brennelemente-Zwischenlager Brokdorf hat eine Fachfirma Bohrungen für Kabeldurchführungen vorgenommen und anschließend nicht wieder sachgerecht verschlossen. Dies haben die BGZ-Fachleute vor Ort erkannt und behoben. Die Sicherheit der Zwischenlagerung, und damit der Schutz von Menschen und Umwelt, war und ist jederzeit gegeben.

Die BGZ hat die zuständige Aufsichtsbehörde informiert. Es handelt sich um ein Ereignis der Stufe 0 auf der achtstufigen INES-Skala („keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“).