TRANSENS Summer School: BGZ diskutiert mit jungen Forscher*innen über Zwischenlagerung

BAD HONNEF – Die BGZ hat bei der TRANSENS Summer School mit Studierenden, Wissenschaftler*innen und weiteren Akteuren der nuklearen Entsorgung im In- und Ausland über das Konzept der Zwischenlagerung diskutiert und ihr Forschungsprogramm vorgestellt.

Benjamin Czwikla aus der BGZ-Forschungsabteilung erläuterte auf Einladung des Verbunds für Transdisziplinäre Forschung zur Entsorgung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland (TRANSENS), wie sich das bundeseigene Unternehmen auf die verlängerte Zwischenlagerung vorbereitet und präsentierte den rund 60 Teilnehmer*innen die laufenden Forschungsprojekte.

Auch Dr. Lutz Lindhorst, BGZ-Projektleiter für die Planung und Errichtung des Logistikzentrums Konrad, nahm als Gastredner an der Veranstaltung im Physikzentrum der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Bad Honnef teil und berichtete aus seiner früheren Tätigkeit in der niederländischen Aufsichtsbehörde über die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle im Nachbarland.

Im Fokus der zweiten Auflage der TRANSENS Summer School standen in diesem Jahr die Erfordernisse, die eine langfristige Strategie im Umgang mit hochradioaktiven Abfällen und ihre Entsorgung an die beteiligten Akteure stellt. Eine Woche lang tauschten sich Studierende mit Vertreter*innen aus Wissenschaft sowie von Behörden aus Deutschland und dem europäischen Ausland in Impulsvorträgen, Workshops und Diskussionsrunden aus. Unter den Gästen waren auch Vertreter*innen des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) sowie der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE).

Einen Eindruck von den Aufgaben und der Arbeit der BGZ erhielten die Teilnehmer*innen der Veranstaltung am BGZ-Infomobil, wo Czwikla, Lindhorst sowie Vertreter*innen aus dem Bereich Politik und Kommunikation der BGZ zahlreiche Fragen zur Zwischenlagerung in Deutschland beantworteten und ein reger Austausch stattfand.

Benjamin Czwikla aus der Forschungsabteilung der BGZ stellte bei der TRANSENS Summer School das Forschungsprogramm vor, mit dem sich die BGZ auf die verlängerte Zwischenlagerung vorbereitet.

 

Dr. Lutz Lindhorst, BGZ-Projektleiter für die Planung und Errichtung des Logistikzentrums Konrad, berichtete bei der TRANSENS Summer School aus seiner früheren Tätigkeit in der niederländischen Aufsichtsbehörde über die gesetzlichen Rahmenbedingun-gen der Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle im Nachbarland.

AIW Regionalvorstand Ahaus besichtigt Zwischenlager

AHAUS – Der Regionalvorstand Ahaus des Unternehmensverbands AIW („Aktive Unternehmen im Westmünsterland“) hat das Zwischenlager Ahaus besucht. BGZ-Sprecher Dr. David Knollmann stellte den Gästen in einem Vortrag die Aufgaben des bundeseigenen Unternehmens vor und erläuterte die Sicherheitsprinzipien der Zwischenlagerung.

Dr. Knollmann erläuterte außerdem die Vorbereitungen für die längere Zwischenlagerung an allen BGZ-Standorten und gewährte einen Ausblick auf zukünftige Vorhaben in Ahaus wie die Aufbewahrung von Brennelementen aus deutschen Forschungsreaktoren.

Im Anschluss konnten sich die Mitglieder des Regionalvorstands und der AIW-Geschäftsführung ein eigenes Bild von der sicheren Aufbewahrung radioaktiver Abfälle im Zwischenlager Ahaus machen.

AIW-Geschäftsführerin Inken Steinhauser resümierte abschließend: „Wir konnten uns heute davon überzeugen, dass die BGZ mit hoher fachlicher Expertise die Sicherheit der Zwischenlagerung gewährleistet und transparent über zukünftige Projekte und Herausforderungen kommuniziert.“

BGZ begrüßt Stellungnahme zum Logistikzentrum Konrad

BERLIN – Die Entsorgungskommission des Bundes (ESK) hat die Notwendigkeit des Logistikzentrums Konrad (LoK) für eine zügige Endlagerung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle noch einmal bestätigt. Auch die Auswahl des Standorts am ehemaligen Kernkraftwerk Würgassen hält die ESK für nachvollziehbar.

„Die Stellungnahme der Entsorgungskommission bestätigt die Auffassung der BGZ, dass nur mit dem Logistikzentrum eine schnelle und reibungslose Anlieferung an das Endlager Konrad erfolgen kann“, sagte der Generalbevollmächtigte der BGZ für das LoK, Christian Möbius. Mit dem LoK sei es möglich, die Betriebszeit des Endlagers und der zahlreichen Zwischenlager um rund zehn Jahre zu verkürzen. „Je schneller der radioaktive Abfall unter die Erde gebracht werden kann, desto besser ist das für die Sicherheit von uns allen“, so Möbius.

Die ESK hat in ihrer Stellungnahme zudem herausgestellt, dass die Entscheidung der BGZ, das Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Würgassen für das LoK als Standort zu nutzen, korrekt und nachvollziehbar erfolgt sei.

Möbius erklärte, er sei optimistisch, dass auf dieser Grundlage das Bundesumweltministerium zeitnah eine Entscheidung zum Bau des LoK in Würgassen treffen werde. Die BGZ werde jetzt zuversichtlich auf eine endgültige Entscheidung aus Berlin warten. Die Planungsarbeiten liefen bis dahin wie bisher weiter.

Hier geht es zur Stellungnahme der ESK.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Entsorgung der radioaktiven Abfälle sichergestellt.

Das Bundesumweltministerium hatte vor einem Jahr die ESK damit beauftragt, die Notwendigkeit eines LoK und die Standortauswahl der BGZ noch einmal zu überprüfen.