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Forschungsprojekt LEDA: Vorbereitungen für erste Untersuchungen laufen auf Hochtouren
/in Aktuelles, Forschung, Leda, StartseiteIm Rahmen eines Projekttreffens tauschten sie sich mit Vertreter*innen der Firma Studsvik zum aktuellen Stand des Projekts aus. „Wir sind sehr zufrieden mit den Fortschritten und freuen uns auf den Start der ersten Versuchskampagne“, sagt Dr. Maik Stuke. Die Versuchsapparatur zur Untersuchung der Brennstabsegmente ist in den Heißen Zellen der Labore in Schweden integriert worden und wird derzeit umfangreichen Tests unterzogen.
Parallel dazu werden aktuell Brennstabsegmente für die erste Versuchskampagne vorbereitet. Über erste Ergebnisse dieser so genannten Vorcharakterisierung diskutierten die Forscher und besprachen den weiteren Zeitplan. „Der Start der ersten Versuchskampagne ist noch für dieses Jahr geplant“, so Dr. Maik Stuke.
Beim Besuch der Labore und Werkstätten der Firma Studsvik erhielten die beiden BGZ-
Kollegen Einblicke in die aktuellen Arbeiten für LEDA. Sie schauten sich laufende Versuche an nicht bestrahlten Hüllrohren an und besprachen die weiteren Schritte. Ziel dieser Versuche ist es, weitere Erkenntnisse zum Wasserstoffverhalten in Hüllrohrwerkstoffen, die aus Zirconium-Legierungen bestehen, zu gewinnen.
Im Umfeld des Projekttreffens fand außerdem der SCIP IV-Workshop in Nyköping statt, bei dem rund 80 internationale Teilnehmer*innen über neue Forschungsergebnisse diskutierten. In dem Forschungsprogramm „Studsvik Cladding Integrity Project“ (SCIP-IV) haben sich zahlreiche nationale und internationale Organisationen zusammengeschlossen, um unter dem Dach der Nuclear Energy Agency (NEA) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) über eine Laufzeit von fünf Jahren sicherheitsrelevante Aspekte zum Brennelementverhalten zu untersuchen. Die BGZ nimmt zusammen mit der Gesellschaft für Reaktor- und Anlagensicherheit (GRS) als Konsortialpartner am Projekt teil. Die Forschungsarbeiten für SCIP-IV finden in den Laboren der Firma Studsvik im schwedischen Nyköping statt.
Ahaus: BGZ beantragt Aufbewahrung von leeren Transportbehältern
/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite„Es handelt sich um leere, nicht mehr benötigte und innen kontaminierte Behälter (sogenannte „End Used Casks“, EUC) französischer Bauarten, mit denen ausgediente Brennelemente von Kernkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach La Hague in Frankreich transportiert wurden“, erläutert Dr. Matthias Heck, Geschäftsführer der Brennelement-Zwischenlager Ahaus GmbH (BZA) und Bereichsleiter Genehmigungen bei der BGZ. Sie befinden sich derzeit in der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague.
„Zur Rücknahme der Abfälle, die im Rahmen der Wiederaufarbeitung im Ausland angefallen sind, hat sich Deutschland völkerrechtlich verpflichtet“, erklärt Dr. Heck. Im Jahr 2021 hätten sich Deutschland und Frankreich auf eine neue Lösung zur Rücknahme geeinigt. Diese sehe unter anderem vor, anstatt der ursprünglich für Ahaus vorgesehenen 152 Behälter mit mittelradioaktiven Abfällen nun hier die EUC aufzubewahren.
Dr. David Knollmann, Referent für Standortkommunikation, ergänzt: „Über die neue deutsch-französische Vereinbarung hat die BGZ regelmäßig informiert, etwa in mehreren Dialogveranstaltungen für die Bürger*innen und den Rat der Stadt Ahaus.“
Im Genehmigungsverfahren zur Aufbewahrung der leeren Behälter muss die BGZ unter anderem nachweisen, dass die nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderlichen Maßnahmen zur Schadensvorsorge getroffen sind.
Ein Transport kann erst dann erfolgen, wenn die Genehmigung für die Aufbewahrung durch das BASE erteilt wurde und zusätzlich die Genehmigung für die Beförderung der EUC vorliegt. Für deren Beantragung ist ein Dienstleister im Auftrag der Energieversorgungsunternehmen verantwortlich.
Die BGZ hat die Aufbewahrung für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren beantragt. Die Behälter sollen dann bei einem geeigneten Dienstleister dekontaminiert, freigemessen und verwertet werden.
Weitergehende Informationen zur Rücknahme der EUC finden Sie auf der Projektseite zur Rückführung: https://rueckfuehrung.bgz.de/#QAFrankreich
Ahaus: Logistikunternehmen führt LKW-Testfahrten durch
/in Aktuelles, StartseiteDie Fahrten dienen dazu, die Befahrbarkeit möglicher Transportwege sowie die Rangiermöglichkeiten auf dem Zwischenlager-Gelände in Ahaus zu testen. Es wird kein radioaktives Material transportiert.
Wann genau Transporte der Brennelemente aus dem Zwischenlager Jülich nach Ahaus erfolgen könnten, ist noch nicht absehbar. Die erforderliche Transportgenehmigung ist noch nicht erteilt, das Verfahren nach Angaben der JEN jedoch sehr weit fortgeschritten.
Hintergrund:
Die JEN ist Betreiberin des Zwischenlagers in Jülich, das aufgrund einer Anordnung der NRW-Atomaufsicht aus dem Jahr 2014 geräumt werden soll. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass die Nachweise zur Erdbebensicherheit des Lagers, die nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik erbracht werden mussten, nicht rechtzeitig vorgelegt werden konnten.
Die JEN verfolgt dazu zwei Optionen: den Transport zum und die Aufbewahrung der AVR-Brennelemente im Zwischenlager Ahaus (Ahaus-Option) sowie den Neubau eines Zwischenlagers am Standort Jülich (Neubau-Option). Da die Ahaus-Option am weitesten fortgeschritten ist, will die JEN die parallele Verfolgung der Neubau-Option beenden, sobald die ersten Transporte nach Ahaus durchgeführt werden.
Die BGZ entscheidet nicht über den weiteren Verbleib der Jülicher Brennelemente. Diese Entscheidung trifft die JEN in enger Abstimmung mit dem NRW-Wirtschaftsministerium als Atomaufsicht.
Die BGZ ist vertraglich verpflichtet, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die Behälter mit den Jülicher Brennelementen annehmen zu können und sich auf eine mögliche Einlagerung vorzubereiten. Sollte es zu einer Entscheidung für die Ahaus-Option kommen, ist es Aufgabe der BGZ, die sichere Zwischenlagerung zu gewährleisten. Dies ist die Kernkompetenz der BGZ.