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Zwischenlager Unterweser: Kreispolitik informiert sich über geplante Investitionen
/in Aktuelles, Pressemitteilung, StartseiteIm Fokus stand dabei auch die geplante Errichtung eines Wach- und Funktionsgebäudes. Entsprechende Vorarbeiten sind weit fortgeschritten. Der dreigeschossige Bau zählt zu den wichtigsten Projekten für den vom Kernkraftwerk entkoppelten Zwischenlagerbetrieb. Die Vertreter*innen der Kreispolitik besichtigten auch das Brennelemente-Zwischenlager und erhielten so Einblicke in das Konzept der sicheren Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle.
Im Anschluss an den Termin äußerte sich Landrat Stephan Siefken: „Ich bin froh, mich vor Ort davon überzeugen zu können, dass die BGZ auf Grundlage der gültigen Genehmigungen in die Sicherheit des Zwischenlagerstandortes investiert. Ich begrüße es, dass die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle ab Ende dieses Jahrzehnts an das Endlager Konrad abgegeben werden sollen.“
Siefken führt weiter aus: „Mindestens genauso wichtig ist es jedoch, dass der bereits eingeleitete Prozess der Endlagersuche weiter intensiv betrieben wird, um Klarheit über den Zeitplan für den Verbleib der hochradioaktiven Brennelemente zu schaffen. Die Wesermarsch halte ich allein aufgrund der tiefliegenden Gebiete und damit verbundenen allgemeinen Hochwasserrisiken generell für vollkommen ungeeignet, um hier ein Endlager zu bauen.“
Ahaus: BGZ informiert zum Zwischenlager
/in Aktuelles, StartseiteDas bundeseigene Unternehmen wird in der Informationsveranstaltung außerdem erläutern, wie die sichere Zwischenlagerung auch angesichts des neuen Zeithorizonts bei der Endlagersuche gewährleistet werden soll. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) wird an dem Abend den aktuellen Stand der Suche darstellen.
Hintergrund:
Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigung für das Zwischenlager in Ahaus läuft im Jahr 2036 aus. Da es Jahrzehnte dauert, bis alle hochradioaktiven Abfälle an ein Endlager abgegeben sind, wäre auch nach der ursprünglichen Planung, einen Endlagerstandort bis 2031 zu benennen, eine verlängerte Zwischenlagerung erforderlich gewesen. Auf diese bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung 2017 vor. Im November 2022 wurde bekannt, dass sich die Suche nach einem Endlagerstandort verzögert. Die verantwortliche Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) rechnet frühestens in den 2040er Jahren mit der Benennung eines Standorts. Die BGZ wird rechtzeitig neue Aufbewahrungsgenehmigungen für ihre Standorte beantragen und muss in diesen neu zu führenden Genehmigungsverfahren nachweisen, dass die Sicherheit der Zwischenlagerung über 40 Jahre hinaus gewährleistet ist.
BGZ veröffentlicht jährlichen Bericht zur Umgebungsüberwachung und lädt zum Dialog ein
/in Aktuelles, Pressemitteilung, StartseiteSo ist für das Jahr 2022 am Anlagenzaun an der Stelle mit der höchsten Strahlung ein Wert von 0,10 Millisievert ermittelt worden. Diesen würde eine Person aufnehmen, die sich ununterbrochen ein Jahr lang am Zaun aufhielte. Der Genehmigungswert liegt bei 0,30 Millisievert pro Jahr. Zum Vergleich: Infolge eines Wohnortwechsels von Norddeutschland in ein deutsches Mittelgebirge ergibt sich eine zusätzliche Strahlenbelastung von rund 0,18 Millisievert pro Jahr.
Auch die Auswertung der Proben aus Luft, Niederschlag, Boden, Grundwasser und Vegetation haben für 2022 keine aus dem Betrieb des Zwischenlagers stammende Radioaktivität ergeben. Insgesamt ist langfristig mit einer weiteren Abnahme der Jahresdosis zu rechnen, da keine Einlagerungen hochradioaktiver Abfälle mehr erfolgen.
Der Umgebungsüberwachungsbericht kann hier heruntergeladen werden.
„Wir möchten die interessierten Bürger*innen gerne im Rahmen einer Dialogveranstaltung über die Ergebnisse der Umgebungsüberwachung informieren und diese erörtern“, sagt Dr. Tristan Zielinski als Standortkommunikator für das BGZ-Zwischenlager Gorleben.
Die Veranstaltung findet statt am
Mittwoch, den 03.05.2023, um 18:30 Uhr
im Infohaus der BGZ
Lüchower Str. 4, 29475 Gorleben
Für die Teilnahme wird um eine Anmeldung gebeten, die per Mail an info@bgz.de oder telefonisch unter 05882/10286 möglich ist.
Kommen Sie bei Fragen gerne auf uns zu.