BGZ-Masterand als Jahrgangsbester ausgezeichnet

AACHEN/AHAUS – Die Fachhochschule Aachen hat den 24-jährigen Philipp Ritz als Jahrgangsbesten seines Studiengangs mit der Ehrenplakette der FH ausgezeichnet. Seine Masterarbeit schrieb Ritz bei der BGZ am Standort Ahaus.

„Philipp Ritz hat im Zwischenlager Ahaus die Prozesse zur Einlagerung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen untersucht und Maßnahmen zur Verbesserung entwickelt“, sagt Charlie Kenmoe Noumbi, der die Arbeit von Ritz am Standort betreute. Der Ingenieur Kenmoe Noumbi, der in Ahaus die Qualitätsüberwachung leitet, lobt die mit der Bestnote 1,0 bewertete Arbeit des ehemaligen Masterstudenten: „Entstanden ist ein gelungenes Konzept zur Prüfung von Abfallgebinden, das unsere Abläufe im Zwischenlager vereinfacht.“

Dass die Kooperation mit der FH Aachen nun erste Früchte trägt, freut auch Carsten Röttgen, Leiter des strategischen Personalwesens, der in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Steinmetz für die BGZ das Vertiefungsfeld „Nuclear Waste Management“ aufgebaut hat: „Wir gratulieren Philipp Ritz herzlich und danken allen Mitarbeitenden bei der BGZ und der FH, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.“

Hintergrund: Philipp Ritz ist Absolvent des Masterstudiengangs Nuclear Applications, den die FH Aachen am Campus Jülich anbietet und der die Möglichkeit einer fachlichen Spezialisierung bietet. Auf Initiative der BGZ haben das Essener Unternehmen und die FH Aachen im vergangenen Jahr einen Kooperationsvertrag geschlossen, der ein praxisorientiertes Lehr- und Forschungsgebiet sowie das neue Vertiefungsfeld „Nuclear Waste Management“ begründet. Damit setzt die BGZ zusammen mit der FH auf Nachwuchsgewinnung und den Erhalt von Know-how im Bereich der nuklearen Entsorgung.

Nachrüstung des Zwischenlagers: Genehmigungsvoraussetzungen geschaffen

GORLEBEN – Der Landkreis Lüchow-Dannenberg hat der BGZ den zuletzt noch ausstehenden erforderlichen Bescheid erteilt, der unter anderem für den Bau einer Schutzwand notwendig ist. Die BGZ kann nun das weitere Vergabeverfahren für die Baumaßnahmen einleiten. Einzelne Leistungen sind bereits ausgeschrieben und vergeben.

Der Bau der Schutzwand direkt um die Halle mit den hochradioaktiven Abfällen ist Teil des Gesamtprojekts zur Nachrüstung der Anlagensicherung des Zwischenlagers Gorleben, zu dem auch der Einbau von Kerosinsammelkanälen, der Umbau der Hauptzufahrt sowie der Neubau der Sicherungszentrale für den Werksschutz zählen. Der Neubau der Sicherungszentrale ist gleichzeitig eine wichtige Voraussetzung für die Stilllegung und den Rückbau der Pilotkonditionierungsanlage (PKA).

Mit dem nun vorliegenden Bescheid des Landkreises Lüchow-Dannenberg als zuständiger Baubehörde sind alle genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen für den Baustart erfüllt. Wie die BGZ zuletzt im Ausschuss Atomanlagen des Landkreises berichtet hatte, kann sie jetzt das weitere Vergabeverfahren für die Baumaßnahmen einleiten. Der Baubeginn wird dann voraussichtlich Ende 2022/ Anfang 2023 erfolgen.