Hochwasser-Lage in Süddeutschland: Sicherheit der Zwischenlagerung gewährleistet

GUNDREMMINGEN/BIBLIS – Der Schutz von Mensch und Umwelt ist durch das robuste Konzept der Zwischenlagerung auch angesichts der lokalen Überschwemmungen stets gewährleistet. Keines der BGZ-Zwischenlager ist zudem von Überflutungen betroffen.

Die aktuelle Hochwasser-Situation in den süddeutschen Regionen mit BGZ-Zwischenlagern bleibt angespannt, entwickelt sich aber zunehmend stabil. Vor allem in den Gemeinden Gundremmingen und Biblis verursachen übertretende Flüsse sowie eindringendes Grundwasser teilweise dramatische Lagen. Trotz Überflutungen benachbarter Flächen ist kein Wasser in ein Zwischenlager der BGZ eingetreten. Die Sicherheit der Zwischenlagerung und damit der Schutz von Mensch und Umwelt war und ist gegeben.

Hintergrund:   

Bei der Genehmigung von Zwischenlagern für radioaktive Abfälle wird auch der Schutz vor Hochwasser betrachtet. Die BGZ-Zwischenlager erfüllen alle die hohen Anforderungen, die hier gestellt werden. Zudem wurde im sogenannten Stresstest nach den Ereignissen im japanischen Fukushima dem Konzept der Zwischenlagerung eine große Robustheit bescheinigt, die die Einhaltung der Schutzziele auch bei Überflutungsereignissen sicherstellt.

 

Demokratiefest: Besucher*innen beweisen beim BGZ-Quiz Teamgeist und Wissen

BERLIN Anlässlich 75 Jahre Grundgesetz haben viele tausend Bürger*innen auf Einladung der Bundesregierung ein großes Demokratiefest in Berlin gefeiert. Mit dabei die BGZ, die Besucher*innen für ein Quiz der besonderen Art an den Tisch bat.

„Zwischen Lager und Wissen! Das Quiz zum nuklearen Abfall“ lautete das Motto am Sonntagnachmittag (26. Mai 2024) am Pavillon des Bundesumweltministeriums vor dem Bundeskanzleramt. Mehr als 20 Bürger*innen nahmen an der dort aufgebauten Festtafel Platz, um in gemischten Teams ihre Kenntnisse zur Entsorgung nuklearer Abfälle unter Beweis zu stellen. Gutes Schätzen war beim Mitmach-Rätselspaß ebenso gefragt wie Wissen.

Wie viele Elefanten wiegen so viel wie ein mit radioaktivem Abfall beladener CASTOR-Behälter? Wie viele Beschäftigte arbeiten für die BGZ? Und was bedeutet eigentlich trockene Zwischenlagerung genau? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema nukleare Entsorgung galt es für die Teilnehmer*innen zu beantworten. Sie bewiesen dabei gute Kenntnisse, Teamgeist und Ehrgeiz, natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz. Dafür wurden alle Gäste im Anschluss mit kleinen Preisen belohnt.  Auch die Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung, Bettina Hesse, schaute vorbei und freute sich über den regen Austausch mit den Bürger*innen im Nachgang der Rätselrunde.

Abgeordnete der Grünen besuchen Zwischenlager Ahaus

AHAUS – NRW-Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen haben sich im Zwischenlager Ahaus über die sichere Aufbewahrung radioaktiver Abfälle informiert. Experten der BGZ sprachen mit den Landespolitiker*innen zudem über mögliche Einlagerungen von Brennelementen aus Jülich.

„Die Sicherheit der Zwischenlagerung basiert auf einem robusten Konzept mit einer umfassenden Überwachung“, sagte BGZ-Sprecher Dr. David Knollmann bei einem Gang durch das Zwischenlager mit den Landtagsabgeordneten Norika Creuzmann, Dr. Robin Korte, Norwich Rüße und Hedwig Tarner.

In Ahaus habe man positive Erfahrungen aus mehr als drei Jahrzehnten störungsfreiem Betrieb gesammelt. „Wir sind also gut aufgestellt, um die Sicherheit der Aufbewahrung auch für die kommenden Jahrzehnte zu gewährleisten“, betonte Knollmann. Die Aufbewahrungsgenehmigung in Ahaus ende im Jahr 2036. Die BGZ werde rund acht Jahre vorher eine neue Genehmigung beantragen, so Knollmann. Eine verlängerte Zwischenlagerung sei notwendig, da frühestens in den 2040er-Jahren mit der Benennung eines Endlagerstandorts für hochradioaktive Abfälle zu rechnen ist.

Thema bei dem Besuch war auch die mögliche Aufbewahrung von Brennelementen aus dem AVR-Versuchsreaktor Jülich. Das dortige Zwischenlager muss aufgrund einer Anordnung der NRW-Atomaufsicht geräumt werden. Die Betreiberin des Zwischenlagers in Jülich verfolgt zwei Optionen: Den Bau eines neuen Zwischenlagers in Jülich und den Transport der Brennelemente in das Zwischenlager Ahaus. „Die BGZ bereitet sich auf eine mögliche Einlagerung vor, weil sie dazu vertraglich verpflichtet ist“, sagte Knollmann. „Im vergangenen Jahr haben wir die Annahme eines leeren CASTOR-Behälters aus Jülich erfolgreich getestet.“ Unabhängige Sachverständige hätten der BGZ den reibungslosen Ablauf bescheinigt. Für den Transport der Brennelemente lägen jedoch noch nicht alle erforderlichen Genehmigungen vor. Die BGZ entscheide zudem nicht über den weiteren Verbleib der Jülicher Brennelemente, unterstrich Knollmann. Diese Entscheidung treffe die Betreiberin des Jülicher Zwischenlagers in enger Abstimmung mit dem NRW-Wirtschaftsministerium als Atomaufsicht.

Norika Creuzmann, anti-atompolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, erklärte nach dem Besuch: „Deutschland hat im vergangenen Jahr die letzten Atommeiler abgeschaltet. Das war eine gute Entscheidung. Als Hinterlassenschaft bleibt der Müll. Weil die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle länger dauert als ursprünglich geplant, kommt der Zwischenlagerung eine besondere Bedeutung zu.“

Creuzmann führte weiter aus: „Wir konnten uns heute davon überzeugen, mit welcher Expertise und Gewissenhaftigkeit die BGZ ihrer verantwortungsvollen Aufgabe nachkommt. Als Grüne Landtagsfraktion setzten wir uns weiter für bestmögliche Sicherheitsstandards sowie die Reduzierung von Atommülltransporten ein – das gilt auch für die möglichen Transporte der Brennelemente aus Jülich nach Ahaus.“