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Abfall-Zwischenlager Neckarwestheim: Dichtungen in Brandschutztüren ausgetauscht
/in Aktuelles, Meldepflichtige Ereignisse, StartseiteDie Türdichtungen wurden umgehend ausgetauscht. Der Brandschutz in Bezug auf Feuerwiderstand und Rauchdichtheit an den betroffenen Türen war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.
Die BGZ hat die zuständige Aufsichtsbehörde informiert. Es handelt sich um ein Ereignis der Stufe 0 auf der achtstufigen INES-Meldeskala („keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“).“
Aktualisierung vom 08.04.22:
Die BGZ stellte bei weiteren Überprüfungen fest, dass auch bei Brandschutztüren im Abfallzwischenlager in Philippsburg falsche Dichtungen verbaut waren. Diese wurden umgehend ausgetauscht. Auch hier war der Brandschutz in Bezug auf Feuerwiderstand und Rauchdichtheit an den betroffenen Türen zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.
Die BGZ hat die zuständige Aufsichtsbehörde informiert. Es handelt sich um ein Ereignis der Stufe 0 auf der achtstufigen INES-Meldeskala („keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“).
Zwischenlager Brokdorf: Aufbewahrung von Wiederaufarbeitungsabfällen genehmigt
/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite„Die nun erteilte Genehmigung nach dem Atomgesetz bescheinigt uns, dass das Konzept der Zwischenlagerung trägt und die Behälter im Zwischenlager Brokdorf sicher aufbewahrt werden können“, erläutert Jonas Wingert, verantwortlich für die BGZ-Kommunikation am Standort Brokdorf.
Die Behälter mit verglasten Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente sollen in den nächsten Jahren vom britischen Sellafield in das Zwischenlager Brokdorf gebracht werden. Ein Termin für den Transport steht noch nicht fest. Für die Rückführung ist zudem eine Beförderungsgenehmigung nach dem Atomgesetz erforderlich, die ein von der Energiewirtschaft beauftragtes Unternehmen beim BASE beantragen wird.
Im Jahr 2015 ist ein Konzept zur Verteilung der noch im Ausland lagernden Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente mit breitem politischem Konsens verabschiedet worden. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung der Behälter vor. Damals sind vier Standorte für die Rückführung festgelegt worden: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg. „Diese Verteilung ist fair, denn sie orientiert sich am Verursacherprinzip“, macht Jonas Wingert deutlich. Nach Abschluss der Rückführung würden die hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in den Bundesländern zwischengelagert, aus deren Atomkraftwerken anteilig die größte Menge an Kernbrennstoff zur Wiederaufarbeitung ins Ausland verbracht wurde.
Nach Hessen ist die Rückführung bereits abgeschlossen: Im November 2020 wurden sechs Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der britischen Wiederaufarbeitung zum Zwischenlager Biblis transportiert. Für Deutschland war dies der erste große Rücktransport von Atommüll in CASTOR-Behältern seit 2011. Er verlief reibungslos und ohne Störungen.
Achtzehn weitere CASTOR-Behälter müssen in den kommenden Jahren noch nach Deutschland zurückgeführt werden, davon sieben Behälter in das Brennelement-Zwischenlager Brokdorf. Bei den Behältern, die aus Sellafield nach Brokdorf kommen werden, handelt es sich um CASTOR-Behälter des Typs HAW28M, die auch für die Rückführung verglaster hochradioaktiver Abfälle an die Standorte Biblis, Gorleben, Isar und Philippsburg eingesetzt wurden bzw. noch werden.
Hintergrund:
Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Gemäß ihren vertraglichen Verpflichtungen müssen die Abfallverursacher, die Betreiber der Atomkraftwerke, ihre noch im Ausland lagernden Wiederaufarbeitungsabfälle nach Deutschland zurückführen. Zur Rücknahme dieser Abfälle hat sich die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich verpflichtet. Die BGZ hat von Beginn an proaktiv über die Rückführung informiert, unter anderem auch bei öffentlichen Veranstaltungen vor Ort in Brokdorf. Sie wird diese Kommunikation fortsetzen. Weitere Informationen finden sich auch hier: https://rueckfuehrung.bgz.de/
Umweltschutz verpflichtet: BGZ erhält EU-Gütesiegel für nachhaltiges Handeln
/in Aktuelles, Startseite„Der Schutz von Mensch und Umwelt hat für uns oberste Priorität.“ Diese Kernaussage aus den Unternehmensleitlinien gilt nicht nur für die sichere Aufbewahrung radioaktiver Abfälle in den Zwischenlagern. Die BGZ engagiert sich seit ihrer Gründung 2017 auch jenseits der gesetzlichen Auflagen für den Schutz der Umwelt. Daher hat sie sich einer Prüfung nach der Verordnung „Eco-Management and Audit Scheme“ (EMAS) durch einen Umweltgutachter gestellt und die hohen Anforderungen erfüllt. Die Hauptverwaltung in Essen sowie der Standort Ahaus mit dem zentralen Zwischenlager haben das EU-Öko-Siegel erhalten.
Nachhaltiges Handeln hat bei der BGZ viele Facetten – und reicht vom sparsamen Papier- und Energieverbrauch über Dienstreisen mit möglichst kleinem CO2-Fußabdruck bis zum nachhaltigen Veranstaltungsmanagement und der Zusammenarbeit mit Dienstleistern, die sich entsprechenden Standards bei Nachhaltigkeit und Umweltschutz verpflichtet haben. Darüber hinaus unterstützt die BGZ Projekte und Organisationen an ihren Standorten, die sich dem Natur- und Umweltschutz verschrieben haben und fördert das „Projekt Togo“ bei der Naturwaldaufforstung. Auch bei Bauprojekten wird Klimaschutz groß geschrieben: So werden neu zu errichtende Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, sofern dies möglich ist, und bestehende Gebäudes sukzessive energetisch saniert.
Die BGZ berichtet jährlich in einer Umwelterklärung über ihre Aktivitäten im Bereich Umwelt- und Klimaschutz. Zudem hat das Unternehmen, im Einklang mit den Zielen des Bundes, ein Nachhaltigkeitsprogramm aufgesetzt und sich verpflichtet, ab 2045 klimaneutral zu wirtschaften.
„Die EMAS-Zertifizierung ist ein Baustein des BGZ-Nachhaltigkeitsprogramms, in dem wir uns zur transparenten und nachhaltigen Unternehmensführung auf allen Ebenen bekennen“, erläutert Claudia Kaminski, Abteilungsleiterin der BGZ-Stabsstelle Managementsysteme und Revision, die mit ihrem Team federführend für die EMAS-Auditierung verantwortlich zeichnet. „Auf dem Erhalt des EU-Öko-Siegels ruhen wir uns nun aber nicht aus“, so Kaminski weiter. „Bis Ende der 2020-er Jahre sollen alle BGZ-Standorte dieses Gütesiegel erhalten.“
Hintergrund:
Das Eco-Management and Audit Scheme (EMAS), auch bekannt als EU-Öko-Audit, wurde von der Europäischen Union entwickelt und ist ein Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung für Organisationen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. Weitere Informationen zur BGZ und ihrem Umweltmanagement sowie ein Interview zum Thema finden Sie unter https://bgz.de/umweltbewusst-handeln/