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Gorleben: BGZ veröffentlicht jährlichen Bericht zur Umgebungsüberwachung
/in Aktuelles, Pressemitteilung, StartseiteSo ist für das Jahr 2021 am Anlagenzaun an der Stelle mit der höchsten Strahlung ein Wert von 0,11 Millisievert ermittelt worden. Diesen würde eine Person aufnehmen, die sich ununterbrochen ein Jahr lang am Zaun aufhielte. Der Genehmigungswert liegt bei 0,3 Millisievert pro Jahr. Zum Vergleich: Ein Wechsel des Wohnortes von Norddeutschland in ein deutsches Mittelgebirge bringt eine natürliche Strahlenbelastung von rund 0,18 Millisievert pro Jahr mit sich.
Auch die Auswertung der Proben aus Luft, Niederschlag, Boden, Grundwasser und Vegetation haben für 2021 keine aus dem Betrieb des Zwischenlagers stammende Radioaktivität ergeben. Insgesamt ist mit einer weiteren Abnahme der Jahresdosis zu rechnen, da keine Einlagerungen hochradioaktiver Abfälle mehr erfolgen.
Der Umgebungsüberwachungsbericht kann hier heruntergeladen werden.
„Wir möchten die interessierten Bürger*innen gerne im Rahmen einer Dialogveranstaltung über die Ergebnisse der Umgebungsüberwachung informieren und diese erörtern“, sagt Dr. Tristan Zielinski als Standortkommunikator Gorleben.
Die Veranstaltung findet statt am
Donnerstag, den 28.04.2022 um 18:30 Uhr
In der Gaststätte „Das Hahnenberger“
Am Schützenplatz 4, 29471 Gartow
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich, die per Mail an info@bgz.de oder telefonisch unter 05882 10286 möglich ist.
Abfall-Zwischenlager Philippsburg: Temporäre Abschaltung der Lüftungsanlage ohne sicherheitstechnische Relevanz (Aktualisierung: 24.07.2026)
/in Aktuelles, Meldepflichtige Ereignisse, StartseiteErste Meldung vom 14. April 2022:
(weitere Aktualisierung sind unten aufgeführt)
Die BGZ hat die zuständige Aufsichtsbehörde, das Umweltministerium Baden-Württemberg, (Kriterium Nr. N 2.1.1) informiert. Es handelt sich um ein Ereignis der Stufe 0 auf der achtstufigen INES-Meldeskala („keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“).
Die BGZ informierte vor Kurzem über einen ähnlichen Fall in Philippsburg. Hier war ein Messgerät zur Überwachung der Raumluft ausgefallen. Die BGZ wies in ihrer Meldung bereits darauf hin, dass weitere Fehlermeldungen auf Grund der Gesamtkonzeption der Überwachungs- und Meldezentralen möglich sind.
Aktualisierung vom 06.05.2022:
Im Abfall-Zwischenlager Philippsburg kam es erneut zu abweichenden Messergebnissen bei den Sensoren der Lüftungsanlage. Wie in der Meldung vom 14.04.22 wurden die Sensoren vorsorglich für kurze Zeit abgeschaltet. Erneut besteht keine sicherheitstechnische Relevanz und die Abgabe radioaktiver Stoffe an die Umgebung kann sicher ausgeschlossen werden.
Aktualisierung vom 30.08.2022:
Im Abfall-Zwischenlager Philippsburg kam es erneut zu abweichenden Messergebnissen bei Sensoren der Lüftungsanlage. Die Lüftungsanlage schaltete sich daraufhin wie vorgesehen ab. Wie in den Meldungen vom 14.04.22 und vom 06.05.22 besteht erneut keine sicherheitstechnische Relevanz. Die Abgabe radioaktiver Stoffe an die Umgebung kann sicher ausgeschlossen werden.
Aktualisierung vom 28.10.2022:
Im Abfall-Zwischenlager Philippsburg ist ein elektrisches Bauteil der Störmeldeanlage ausgefallen. Dieses wird ausgetauscht werden. Wie bei den bisherigen Meldungen besteht erneut keine sicherheitstechnische Relevanz. Die Abgabe radioaktiver Stoffe an die Umgebung kann sicher ausgeschlossen werden.
Aktualisierung vom 11.11.2022:
Externe Spannungsschwankungen im Stromnetz außerhalb des BGZ-Geländes führten zu einer Abschaltung der Lüftungsanlage. Wie bei den bisherigen Meldungen besteht erneut keine sicherheitstechnische Relevanz. Die Abgabe radioaktiver Stoffe an die Umgebung kann sicher ausgeschlossen werden.
Aktualisierung vom 12.01.2024:
Im Abfall-Zwischenlager Philippsburg löste die Störung eines elektrischen Bauteils die automatische Abschaltung der Lüftungsanlage aus. Das Bauteil wurde ausgetauscht, seitdem läuft die Anlage wieder störungsfrei. Wie bei den bisherigen Meldungen besteht erneut keine sicherheitstechnische Relevanz. Die Abgabe radioaktiver Stoffe an die Umgebung kann sicher ausgeschlossen werden.
Aktualisierung vom 13.09.2024:
Im Abfall-Zwischenlager Philippsburg kam zu einer kurzzeitigen Störung eines Monitors, welcher der Messung der Aerosole in der Luft dient. Die Funktionsstörung wurde bei einer routinemäßigen Begehung durch BGZ-Mitarbeitende erkannt und umgehend behoben. Wie bei den bisherigen Meldungen besteht erneut keine sicherheitstechnische Relevanz. Die Abgabe radioaktiver Stoffe an die Umgebung kann sicher ausgeschlossen werden.
Aktualisierung vom 24.07.2026:
Im Abfall-Zwischenlager Philippsburg führte eine ausgefallene Baugruppe zu einer kurzzeitigen Abschaltung der Lüftungsanlage. Die Baugruppe wurde ausgetauscht und die Anlage wieder in Betrieb genommen. Das Ereignis hat keine sicherheitstechnische Relevanz. Die Abgabe radioaktiver Stoffe an die Umgebung kann sicher ausgeschlossen werden.
BGZ veröffentlicht Forschungsprogramm
/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite, vZLDie BGZ gewährleistet an 14 Standorten den sicheren und zuverlässigen Betrieb von Zwischenlagern für hochradioaktive Abfälle. Damit ist die BGZ der zentrale Akteur der Zwischenlagerung in Deutschland. Das nun veröffentlichte Forschungsprogramm bildet die Grundlage dafür, die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren nachzuweisen.
Im Fokus stehen zahlreiche Forschungsaktivitäten, etwa zu den Transport- und Lagerbehältern sowie den darin eingelagerten bestrahlten Brennelementen und hochradioaktiven Abfällen. „In den letzten zwei Jahren haben wir eine Fachabteilung aufgebaut und das Forschungsprogramm erarbeitet. Wir werden dieses laufend fortschreiben und an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anpassen“, erläutert Dr. Jörn Becker als Leiter der Abteilung.
Nachdem die BGZ ihr Forschungsprogramm im Rahmen eines zweitägigen Fachworkshops bereits mit internationalen Expert*innen erörtert hatte, wird sie es auch an ihren Standorten vorstellen und dazu mit der interessierten Öffentlichkeit ins Gespräch kommen. Darüber hinaus wird die BGZ das Forschungsprogramm auch im Rahmen ihres Formats „Forum Zwischenlagerung“ vorstellen und diskutieren.
Das BGZ-Forschungsprogramm finden Sie hier.
Hintergrund: Die Genehmigungen für Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle sind in Deutschland auf 40 Jahre befristet. Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung darstellen. Die radioaktiven Abfälle sollen daher unterirdisch in einer geologischen Formation in Deutschland dauerhaft gelagert werden. Mit solch einem betriebsbereiten Endlager für hochradioaktive Abfälle ist ab dem Jahr 2050 zu rechnen. Daher reichen die ursprünglich auf 40 Jahre befristeten Genehmigungen der Zwischenlager nicht aus. Die BGZ wird rechtzeitig neue Genehmigungen beantragen, um die radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager sicher und zuverlässig aufzubewahren. Das Forschungsprogramm bildet die Grundlage dafür, die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum nachzuweisen. Dabei führt die BGZ einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie Forschungsinstituten und Universitäten zusammen. Die BGZ weiß seit ihrer Gründung um die notwendige verlängerte Zwischenlagerung und bereitet sich seitdem darauf vor. Das ist eine der Kernaufgaben der BGZ. Von Beginn an hat die BGZ die Notwendigkeit einer verlängerten Zwischenlagerung mit der Öffentlichkeit in unterschiedlichen Formaten erörtert.