Hauptsitz
BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH
Frohnhauser Straße 50
45127 Essen
Telefon 0201 2796-0
E-Mail info@bgz.de
Büro Berlin
BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH
Wilhelmstraße 118
10963 Berlin
Telefon 030 253 592 100
E-Mail info@bgz.de
Zwischenlager Philippsburg: Kurzzeitige Störung des Behälterüberwachungssystems (Aktualisierung: 07.04.2025)
/in Aktuelles, Meldepflichtige Ereignisse, Pressemitteilung, StartseiteAufgrund eines Ausfalls der Stromversorgung stand das Behälterüberwachungssystem kurze Zeit nicht zur Verfügung. Die Störung wurde sofort erkannt und durch Mitarbeiter*innen der BGZ behoben. Sie hatte keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheit der Zwischenlagerung.
Die BGZ hat die zuständige Aufsichtsbehörde informiert. Es handelt sich um ein Ereignis der Stufe 0 auf der achtstufigen INES-Skala („keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“).
Aktualisierung vom 07.04.2025:
Aufgrund eines erneuten Ausfalls der Stromversorgung kam es zu einem kurzzeitigen Ausfall des Behälterüberwachungssystems. Die Störung wurde sofort erkannt und behoben. Die Sicherheit der Zwischenlagerung und die Dichtheit der Behälter, und damit auch der Schutz von Mensch und Umwelt, war und ist jederzeit gegeben.
BGZ stellt ihr Forschungsprogramm in Lingen vor
/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite, vZL„Mit unserem Forschungsprogramm bereiten wir die verlängerte Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle vor“, erklärte BGZ-Forscher Ralf Schneider-Eickhoff. Mit dem Programm habe das bundeseigene Unternehmen die Grundlage dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung an all seinen Standorten über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren nachzuweisen.
In seinem Vortrag veranschaulichte Schneider-Eickhoff die zahlreichen Forschungsaktivitäten der BGZ: von Untersuchungen zur Sicherheit der Behälterdichtungen bis zu Experimenten, die zusätzliche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten der Brennelemente liefern. „Wir werden das Forschungsprogramm laufend fortschreiben, an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anpassen und regelmäßig über den Fortschritt informieren“, so Schneider-Eickhoff.
Olaf Wollny, Leiter des Brennelemente-Zwischenlagers Lingen, erläuterte, wie die BGZ den vom ehemaligen Kernkraftwerk Emsland unabhängigen Betrieb vorantreibt. Dazu werden seit Übernahme des Lagers umfangreiche Maßnahmen umgesetzt. Neben der Installation unabhängiger Versorgungseinrichtungen und der Errichtung eigener Büro-, Werkstatt- und Wachgebäude betrifft dies auch die Erneuerung der Objektschutzeinrichtungen. Um die Neubauten nachhaltig mit Strom und Wärme zu versorgen, wird die BGZ moderne Photovoltaikanlagen und Erdwärmepumpen installieren.
Im Anschluss an die Vorträge diskutierten die Vertreter*innen der BGZ mit den Bürger*innen über das Forschungsprogramm und die Zwischenlagerung in Lingen.
Hintergrund:
Die bundeseigene BGZ betreibt seit 2019 das Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle auf dem Gelände des Kernkraftwerks Emsland. Die Aufbewahrung dieser Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigung für das Lager in Lingen läuft im Jahr 2042 aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da erst Mitte des Jahrhunderts ein Endlagerstandort benannt werden soll. Dann wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis alle Behälter an dieses Endlager abgegeben sind. Auf die verlängerte Zwischenlagerung bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor, unter anderem mit ihrem Forschungsprogramm. Dieses ist unter https://bgz.de/forschungsprogramm/ abrufbar.
Blick ins Zwischenlager: BGZ leistet Beitrag zu Fotoausstellung„One million years“
/in Aktuelles, StartseiteSicherheit für eine Million Jahre: Das ist das Ziel bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland. Diesem Thema haben sich die beiden Fotografen Martin Lamberty und Jann Höfer in einem Projekt im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Fachhochschule Dortmund gewidmet. Unter dem Titel „One Million Years“ ist dabei eine Ausstellung entstanden, die sich dem nuklearen Erbe fotografisch nähert und verschiedene Perspektiven beleuchtet.
Auch die BGZ leitete einen Beitrag zur Ausstellung, die aktuell in Köln gezeigt wird: Zu sehen sind Fotografien aus dem Zwischenlager Ahaus, in dem das bundeseigene Unternehmen sowohl schwach- und mittelradioaktive als auch hochradioaktive Abfälle aufbewahrt. Die Aufnahmen entstanden während eines Besuchs der beiden Fotografen am Standort, bei dem sie Einblicke in die Zwischenlagerung erhielten. „Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit der BGZ“, sagt Jann Höfer. „Durch die Bilder aus Ahaus war es uns möglich, auch der Zwischenlagerung im Rahmen unserer Ausstellung Raum zu geben und sie thematisch zu beleuchten.“
Zusammengestellt haben die beiden jungen Fotografen außerdem Bilder aus den Endlagern Morsleben und Asse II sowie zum Thema automatischer Rückbau aus dem Karlsruher Institut für Technologie. Die Ausstellung „One Million Years“ ist bis zum 07.09.2024 immer Dienstag bis Donnerstag von 17:00 bis 18:00 Uhr in den Räumen des Vereins Freiraum, Gottesweg 116a, in Köln zu sehen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen sind unter https://www.freiraum-salon.de/one-million-years-fotografie/ erhältlich.