Hauptsitz
BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH
Frohnhauser Straße 50
45127 Essen
Telefon 0201 2796-0
E-Mail info@bgz.de
Büro Berlin
BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH
Wilhelmstraße 118
10963 Berlin
Telefon 030 253 592 100
E-Mail info@bgz.de
BGZ informiert Kreistag Landshut: Sichere Zwischenlagerung auch bei längerer Endlagersuche gewährleistet
/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, vZLSeit ihrer Gründung im Jahr 2017 hat die BGZ immer wieder darüber informiert, dass sie sich auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereitet als ursprünglich vorgesehen. Denn auch nach der bisherigen Planung steht ein Endlager erst zur Verfügung, nachdem die Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. Am Standort Isar ist das Brennelemente-Zwischenlager (BZI) aktuell bis 2047 genehmigt.
„Der veränderte Zeitbedarf bei der Endlagersuche stellt für das Handeln der BGZ keine wesentliche Veränderung dar“, betonte BGZ-Standortkommunikator Stefan Mirbeth vor dem Kreistag Landshut. Der entscheidende Grund dafür: Das Konzept der Zwischenlagerung ist so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist.
In allen Zwischenlagern finden regelmäßige Überprüfungen statt, wodurch technische Systeme weiterentwickelt und bei Bedarf angepasst werden können. Die BGZ wird zudem fortlaufend prüfen, ob das bestehende Monitoring der Zwischenlagerung verstärkt werden muss.
Um die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachweisen zu können, verfolgt die BGZ ein umfassendes Forschungsprogramm. In dessen Rahmen werden beispielsweise Alterungseffekte der Behälter und ihres Inventars betrachtet. Das Programm wird laufend fortgeschrieben und an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik angepasst.
„Die BGZ ist davon überzeugt, dass das durch sie umgesetzte Konzept – auch im internationalen Vergleich – am besten geeignet ist, die Sicherheit der Zwischenlagerung bis zur Abgabe der Behälter an ein Endlager zu gewährleisten“, so BGZ-Sprecher Mirbeth.
Im Rahmen der Kreistagssitzung stellte Markus Luginger, Leiter des Zwischenlagers Isar, auch die geplanten Baumaßnamen am Standort vor. Dazu zählen Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe in neue Gebäude, Werkstätten und Schutzeinrichtungen, die für den künftigen, vom Kraftwerk unabhängigen Zwischenlagerbetrieb notwendig sind.
Die BGZ nutzte auch die Gelegenheit, turnusgemäß über die geplante Rücknahme radioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in England zu informieren. Wie bereits mehrfach vorgestellt – unter anderem bei einer öffentlichen Großveranstaltung in Niederaichbach – sollen sieben Behälter mit verglasten Abfällen aus Sellafield nach Isar rückgeführt werden. Zur Rücknahme dieser Abfälle hat sich die Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich verpflichtet. Der Zeitpunkt des Transports steht allerdings derzeit noch nicht fest, auch die Einlagerungsgenehmigung wurde bislang noch nicht erteilt.
Kerntechnische Anlagen: BGZ übernimmt Notfall-Vorsorge
/in Aktuelles, Pressemitteilung, StartseiteSo hält die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH seit Jahresbeginn 92,2 Prozent der KHG-Anteile. Weitere Gesellschafter sind die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH (JEN) und die Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE). „Mit der Übernahme der Mehrheitsanteile durch die BGZ als bundeseigenes Unternehmen ist die Finanzierung und Durchführung der Notfallvorsorge in kerntechnischen Anlagen in Deutschland langfristig gesichert“, sagt Lars Köbler, Geschäftsführer der KHG und kaufmännischer Geschäftsführer der BGZ.
Aufgabe der KHG mit Sitz in Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe ist es, die Folgen von potentiellen Notfällen in kerntechnischen Anlagen einzudämmen und zu beseitigen, um Mensch und Umwelt zu schützen. Dafür verfügt das Unternehmen über speziell ausgebildetes Personal und eine umfangreiche technische Ausrüstung. Darüber hinaus sind 140 speziell geschulte externe Fachkräfte an der Technik der KHG ausgebildet und in eine 24/7-Rufbereitschaft eingebunden.
Hintergrund:
Betreiber von kerntechnischen Anlagen in Deutschland sind gesetzlich dazu verpflichtet, eine technische und personelle Vorsorge für den Notfall zu treffen. Im Rahmen dieser Vorsorge unterstützt die Kerntechnische Hilfsdienst GmbH die BGZ als Betreiberin kerntechnischer Anlagen. Die KHG wird von ihren Gesellschaftern beauftragt, stellt ihre Dienstleistungen auf Anforderung aber auch Dritten, zum Beispiel Behörden, zur Verfügung. Weitere Informationen zur KHG und ihren Aufgaben finden Sie hier.
Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle: BGZ stellt Mainbogen-Gemeinden Forschungsprogramm vor
/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, vZL„Mit unserem Forschungsprogramm bearbeiten wir alle Forschungsfragen, die sich im Zusammenhang mit der Sicherheit einer verlängerten Zwischenlagerung an den Standorten der BGZ für hochradioaktive Abfälle stellen“, erläuterte Dr. Maik Stuke von der für Forschung zuständigen Abteilung. Mit dem Programm habe die BGZ die Grundlage dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachzuweisen.
In seinem Vortrag veranschaulichte Stuke die zahlreichen Forschungsaktivitäten der BGZ: von Langzeituntersuchungen zur Sicherheit der Behälter-Dichtungen bis zu Experimenten, die zusätzliche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten der Brennelemente liefern sollen. „Wir werden das Forschungsprogramm laufend fortschreiben, an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anpassen und regelmäßig über den Fortschritt informieren“, so Stuke.
Standortkommunikator Stefan Mirbeth stellte vorab gemeinsam mit Thomas Tittel, Leiter des Zwischenlagers Grafenrheinfeld, die Aufgaben der BGZ vor und erläuterte die Vorhaben und Planungen am Standort. Dazu zählen umfangreiche Investitionen in Höhe von über 30 Millionen Euro in neue Gebäude, Werkstätten und Schutzeinrichtungen, die für den künftigen, vom Kraftwerk unabhängigen Zwischenlagerbetrieb notwendig sind.
Im Anschluss an die Vorträge diskutierten die Vertreter der BGZ mit den Gemeinderäten der sechs Kommunen Grafenrheinfeld, Gochsheim, Grettstadt, Röthlein, Schwebheim und Sennfeld über ihre Positionen zum Forschungsprogramm und zur Zwischenlagerung in Grafenrheinfeld.
„Seitdem die BGZ das Zwischenlager 2019 übernommen hat, tauschen sich die Gemeinden im Schweinfurter Mainbogen und die bundeseigene Gesellschaft regelmäßig aus. Dieser kontinuierliche Dialog ist wichtig, um die verantwortungsvollen Aufgaben der BGZ auch kritisch begleiten zu können. Denn die Zwischenlagerung in Grafenrheinfeld darf nicht länger dauern als unbedingt notwendig und dies auch nur im Rahmen der bestehenden rechtlichen und technischen Anforderungen“, erklärte Dr. Volker Karb, Bürgermeister der Gemeinde Schwebheim und Sprecher der Allianz Schweinfurter Mainbogen.
Hintergrund:
Die Genehmigungen für Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle sind in Deutschland auf 40 Jahre befristet. Die Genehmigung für das Zwischenlager Grafenrheinfeld läuft im Jahr 2046 aus.
Nach der bisherigen Einschätzung steht ein Endlager erst zur Verfügung, nachdem die befristeten Genehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. Die BGZ bereitet sich bereits seit ihrer Gründung auf eine Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum hinaus vor und wird deshalb rechtzeitig neue Zwischenlagergenehmigungen für ihre Standorte beantragen.
Mit dem Forschungsprogramm führt die BGZ einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie Forschungsinstituten und Universitäten zusammen.
Das Forschungsprogramm kann hier angesehen und heruntergeladen werden: https://bgz.de/mediathek/#publikationen