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© Linow/Donnerkeil

BGZ.lab: Forschende im Austausch mit bayerischer Politik und Wissenschaft

8. Oktober 2025/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite
GARCHING – Im Rahmen des ersten Herbstempfangs haben die Forschenden der BGZ ihre Aktivitäten auf dem Campus der Technischen Universität München (TUM) in Garching vorgestellt. Im BGZ.lab arbeiten sie zusammen mit Studierenden der TUM an Projekten, die sich mit der sicheren Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle befassen.

Bayerische Vertreter*innen aus der Politik sowie von der TU München informierten sich in den Räumen des BGZ.lab über die Aufgaben der Forschungsgruppe, tauschten sich mit den Expert*innen aus und erhielten Einblicke in aktuelle Projekte. „Für uns ist es wichtig, im universitären Umfeld arbeiten zu können, einen engen Austausch zu pflegen und unser wissenschaftliches Netzwerk auszubauen“, sagt Dr. Maik Stuke, Leiter des BGZ.lab. „Dafür bietet der Campus der TUM optimale Rahmenbedingungen.“

Dr. Jörn Becker (l.), Leiter der BGZ-Forschungsabteilung, und Dr. Maik Stuke, Leiter des BGZ.lab, erläutern den Gästen im Rahmen eines Interviews beim Herbstempfang die Aufgaben und Ziele der BGZ-Forschung.

Dr. Jörn Becker (l.), Leiter der BGZ-Forschungsabteilung, und Dr. Maik Stuke, Leiter des BGZ.lab, erläutern den Gästen im Rahmen eines Interviews beim Herbstempfang die Aufgaben und Ziele der BGZ-Forschung.

Das interdisziplinäre Team untersucht das Langzeitverhalten von bestrahlten Brennelementen, die das bundeseigene Unternehmen bis zur Abgabe an ein Endlager sicher aufbewahren wird. „Das BGZ.lab ist dabei das Bindeglied zwischen universitärer und schutzzielorientierter Forschung“, betont Dr. Jörn Becker, Leiter der BGZ-Forschungsabteilung. „Für uns ist Forschung kein Selbstzweck. Mit den Projekten, die wir gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern durchführen, können wir nachweisen, dass die Zwischenlagerung auch deutlich über einen Zeitraum von 40 Jahren hinaus möglich ist.“ Hintergrund ist die notwendige Verlängerung der Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle, da noch kein Endlager zur Verfügung steht.

Das BGZ.lab wurde 2023 auf dem Campus in Garching gegründet und hatte in einem ersten Schritt einen Kooperationsvertrag mit dem Lehrstuhl für Nukleartechnik der TUM unterzeichnet. Seitdem hat die Gruppe ihre Aktivitäten sowie die Zahl der Mitarbeitenden sukzessive ausgebaut und wird die Vernetzung mit den Institutionen der Universität weiter vorantreiben.

Hintergrund:

Die Aufbewahrung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigungen für die Zwischenlager der BGZ laufen ab 2034 sukzessive aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da erst Mitte des Jahrhunderts ein Endlagerstandort benannt werden soll. Anschließend wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis alle Behälter mit hochradioaktiven Abfällen an das Endlager abgegeben sind. Auf die verlängerte Zwischenlagerung bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor. Zentraler Baustein dafür ist ihr Forschungsprogramm, in dem unter anderem das Langzeitverhalten von Brennelementen und Behältern untersucht wird.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/10/2025-10-08-Herbstempfang-des-BGZ.lab-1-scaled.jpg 1557 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-10-08 10:30:092025-11-18 09:55:40BGZ.lab: Forschende im Austausch mit bayerischer Politik und Wissenschaft
BGZ

BGZ startet neues Forschungsprojekt

25. September 2025/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite

ESSEN – In mehreren Forschungsprojekten untersucht die BGZ gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern die langfristige Sicherheit der Behälter, in denen hochradioaktive Abfälle aufbewahrt werden. Nun hat das bundeseigene Unternehmen ein weiteres Vorhaben auf den Weg gebracht.

Im Fokus der BGZ-Forschung zu Transport- und Lagerbehältern stehen die Metalldichtungen, die im Doppeldeckel-System der Behälter verbaut sind. Diese gewährleisten den sicheren Einschluss der radioaktiven Stoffe. „Ziel ist es, möglichst umfassende Erkenntnisse über das Langzeitverhalten dieser Dichtungen zu erhalten“, sagt Ralf Schneider-Eickhoff aus der BGZ-Forschungsabteilung. Dafür untersucht das bundeseigene Unternehmen das zeit- und temperaturabhängige Alterungsverhalten der Metalldichtungen.

Im neuen Projekt MSim widmet sich die BGZ zusammen mit dem Dichtungshersteller aus Frankreich sowie der Universität Mines Paris der Simulation des Langzeitverhaltens der Dichtungen. „Die im Projekt gewonnenen Daten fließen in Modelle ein, die unsere bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse deutlich erweitern und zur Erklärung der beobachteten Effekte beitragen“, betont Schneider-Eickhoff. Das Vorhaben beinhaltet experimentelle Versuche und baut auf dem Projekt MSTOR auf, in dem das Langzeitverhalten der Dichtungen empirisch untersucht wird. Bislang wurden im Rahmen von MSTOR rund 200 Metalldichtungen über unterschiedlich lange Zeiträume und bei verschiedenen Temperaturen analysiert und bereits mehr als 1000 Daten erfasst. „Obwohl das Projekt noch mindestens bis 2031 fortgeführt wird, stellen die bisher ermittelten Messwerte bereits eine einzigartige Basis für die Entwicklung von Prognosemodellen zum Langzeitverhalten der Dichtungen dar“, erläutert Schneider-Eickhoff. Ziel sei es nachzuweisen, dass diese auch in vielen Jahrzehnten die Behälter mit den hochradioaktiven Abfällen dicht verschließen.

Zudem führt die BGZ Versuche an künstlich gealterten Dichtungen durch, um Vorhersagen über deren Verhalten bei einem hypothetischen Stör- oder Unfall zu treffen. „Es geht darum, auch sehr unwahrscheinliche Szenarien unter dem Gesichtspunkt der verlängerten Zwischenlagerung sicher zu beherrschen“, betont Dr. Jörn Becker, Leiter der Forschungsabteilung. Außerdem bringt das bundeseigene Unternehmen mit OBSERVE ein Messprogramm auf den Weg, um die Verteilung von Temperatur und Dosisleistung an beladenen Behältern zu erfassen. „Auf Basis dieser Messungen ist es uns möglich, präzise Aussagen über die Schutzfunktion der Behälter zu treffen“, erläutert Becker. Ziel des Vorhabens sei es, nachzuweisen, dass sie die Abschirmung der Strahlung und die Wärmeabfuhr langfristig gewährleisten.

 

Hintergrund:

Die Aufbewahrung radioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigungen für die Zwischenlager der BGZ laufen ab 2034 sukzessive aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da erst Mitte des Jahrhunderts ein Endlagerstandort benannt werden soll. Anschließend wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis alle Behälter mit hochradioaktiven Abfällen an das Endlager abgegeben sind. Auf die verlängerte Zwischenlagerung bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor. Zentraler Baustein dafür ist ihr Forschungsprogramm, in dem das Langzeitverhalten von Brennelementen, Behältern und Lagern untersucht wird. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Genehmigungsverfahren für die verlängerte Zwischenlagerung mit ein, in denen die BGZ die Sicherheit nach dem jeweils aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik nachweisen muss. Weitere Informationen zu den einzelnen Forschungsprojekten sind hier erhältlich.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/09/2025-09-25-PM-BGZ-startet-neues-Forschungsprojekt-scaled.jpg 2097 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-09-25 11:28:062025-11-18 09:55:53BGZ startet neues Forschungsprojekt
BGZ

Störung einer unterbrechungsfreien Spannungsversorgung im Abfall-Zwischenlager Brunsbüttel

23. September 2025/in Aktuelles, Meldepflichtige Ereignisse, Startseite

BRUNSBÜTTEL – Die BGZ hat im Rahmen einer wiederkehrenden Prüfung beim Zuschalten einer unterbrechungsfreien Spannungsversorgung (USV) eine Störung dieser Anlage festgestellt. Derzeit wird durch den Anlagenhersteller eine Ursachenklärung durchgeführt. Der Vorfall hatte keine Auswirkungen auf den sicheren Betrieb des Zwischenlagers.

Die BGZ hat dem Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein (MEKUN) als zuständige Aufsichtsbehörde den Sachverhalt heute als meldepflichtiges Ereignis (Kriterium N 2.1.1) mitgeteilt. Es handelt sich um ein Ereignis der Stufe 0 auf der achtstufigen INES-Meldeskala („keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“).

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/09/20230512_LasmA_DJI_0082_Ausschnitt-scaled.jpg 1398 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-09-23 14:10:342025-09-23 14:16:38Störung einer unterbrechungsfreien Spannungsversorgung im Abfall-Zwischenlager Brunsbüttel

Gemeinsame Informationsveranstaltung: BGZ stellt aktuelle Projekte am Standort Biblis vor

12. September 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

BIBLIS/EINHAUSEN – Bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Arbeitsgruppe „Sicheres Zwischenlager Biblis“ und dem Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Einhausen informierte die BGZ über die Entkopplung des Lagerbetriebs vom Kernkraftwerk sowie den geplanten Bezug des neuen Wach- und Funktionsgebäudes.

Seit 2019 arbeitet die BGZ darauf hin, die Zwischenlager am Standort Biblis unabhängig vom benachbarten Kraftwerk zu betreiben. Viele Baumaßnahmen wie etwa eine eigene Strom- und Wasserversorgung sind bereits umgesetzt. Ein Sicherungszaun rund um das BGZ-Gelände steht kurz vor der Fertigstellung. Neue Büros und eine eigene Straßenzufahrt werden derzeit gebaut. Dafür investiert das Unternehmen umfangreich in den Standort und wächst auch als Arbeitgeber weiter.

„Aktuell beschäftigen wir in Biblis 39 Mitarbeiter*innen unterschiedlicher Fachrichtungen, wie Ingenieure*innen, IT-Fachkräfte oder Strahlenschützer*innen“, berichtete BGZ-Standortkommunikatorin Dr. Genevieve Mulack. „Im Rahmen unserer Pläne zum unabhängigen Betrieb bieten wir künftig am Standort moderne Büroräume für rund 70 Mitarbeiter*innen.“

Hildegard Osterholt, Ortsverbandsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Einhausen, lobt die regionale Zusammenarbeit: „Das Engagement vor Ort sowie die regelmäßige und transparente Kommunikation der BGZ sind ein Mehrwert für die Bergstraße. Gemeinsame Veranstaltungen sind wichtig für die Information der Bürger*innen vor Ort.“

Die Bergsträßer Arbeitsgruppe „Sicheres Zwischenlager Biblis“ wurde 2023 von Rainer Scheffler, dem früheren Sprecher der Bürgerinitiative AK.W.Ende Bergstraße, gegründet. Die BGZ ist seit der Gründung fester Bestandteil und informiert regelmäßig über ihre Arbeit. Mit der Veranstaltung in Einhausen wurde die fünfte Informationsveranstaltung im Kreis Bergstraße realisiert. Im Frühjahr fand bereits eine gemeinsame Veranstaltung in Bensheim statt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/09/Bild-1-scaled-e1757676448631.jpg 1740 2295 Genevieve Mulack https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Genevieve Mulack2025-09-12 13:29:302025-09-12 13:29:30Gemeinsame Informationsveranstaltung: BGZ stellt aktuelle Projekte am Standort Biblis vor
BGZ/C. Mick

Zwischenlager Ahaus: Transportgenehmigung für Jülicher Brennelemente erteilt

25. August 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
AHAUS – Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat den Transport der Jülicher Brennelemente in das Zwischenlager Ahaus genehmigt. Diese Genehmigung hatte ein Logistikunternehmen im Auftrag der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) beantragt. Sie plant, die 152 CASTOR-Behälter per LKW nach Ahaus bringen zu lassen. Bevor erste Transporte stattfinden können, sind noch weitere Schritte erforderlich – ein konkreter Termin steht daher nicht fest.

Die BGZ kann die CASTOR-Behälter sicher im Zwischenlager Ahaus aufbewahren. Das BASE hatte dies mit Erteilung der Aufbewahrungsgenehmigung im Jahr 2016 bestätigt. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat dagegen gerichtete Klagen im Dezember 2024 abgewiesen und die Rechtmäßigkeit der Genehmigung festgestellt. Damit hat das Gericht bestätigt, dass durch das Konzept der Zwischenlagerung die Sicherheit von Menschen und Umwelt jederzeit gewährleistet ist. Im Zwischenlager Ahaus werden seit über 30 Jahren baugleiche Behälter aufbewahrt. Die BGZ hat die Annahme eines leeren CASTOR-Behälters aus Jülich bereits erprobt. Dieser Probelauf verlief reibungslos, was unabhängige Sachverständige bestätigt haben.

Das Zwischenlager in Jülich muss aufgrund einer Anordnung der NRW-Atomaufsicht geräumt werden. Die JEN verfolgte deshalb zwei Optionen: Den Bau eines neuen Zwischenlagers in Jülich und den Transport der Brennelemente in das Zwischenlager Ahaus. Die JEN entscheidet darüber, welche Option umgesetzt wird. Die BGZ bereitet sich auf eine Einlagerung vor, weil sie dazu vertraglich verpflichtet ist.

Bevor Transporte durchgeführt werden, müssen noch die Atomaufsicht und die Polizeibehörden des Landes NRW grünes Licht geben.

Vor den ersten Transporten wird die BGZ zu einer öffentlichen Dialogveranstaltung in Ahaus einladen. Darüber hinaus hat sie zu diesem Thema seit Jahren umfangreich und dialogorientiert kommuniziert. Fragen und Antworten zur Zwischenlagerung der Behälter in Ahaus finden Sie unter https://zwischenlager.info/standort/ahaus-projekte/. Fragen und Antworten zu den Transporten und dem Jülicher Zwischenlager finden Sie unter https://www.jen-juelich.de/projekte/avr-brennelemente.

Hintergrund Sofortvollzug:
Gleichzeitig mit Erteilung der Beförderungsgenehmigung hat das BASE auf Veranlassung der JEN deren sofortige Vollziehung angeordnet. Durch die Anordnung des BASE können die Brennelemente trotz eingelegter Rechtsmittel nach Ahaus transportiert werden. Allerdings besteht die Möglichkeit, gegen die sofortige Vollziehung juristisch im Eilrechtsverfahren vorzugehen.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/08/2025-08-25-PM-Zwischenlager-Ahaus-Befoerderungsgenehmigung-AVR-Juelich_B1_Behaelter-im-Lager-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2025-08-25 12:13:102025-08-25 12:13:10Zwischenlager Ahaus: Transportgenehmigung für Jülicher Brennelemente erteilt
BGZ/C.Mick

Zwischenlager Ahaus: Aufbewahrung von Brennelementen aus Garchinger Forschungsreaktor genehmigt

25. August 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
AHAUS – Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat der BGZ die Genehmigung erteilt, bis zu 21 CASTOR-Behälter mit Brennelementen des Forschungsreaktors München II (FRM II) im Zwischenlager Ahaus aufzubewahren. Bevor erste Transporte nach Ahaus stattfinden können, sind noch weitere Schritte erforderlich – ein Termin steht daher noch nicht fest.

„Die erteilte Genehmigung bescheinigt uns, dass wir die Behälter sicher aufbewahren können und der Schutz von Menschen und Umwelt jederzeit gewährleistet ist“, erläutert Stefan Weber, Leiter der Abteilung Genehmigungen. Die BGZ habe umfassende Nachweise zur Schadensvorsorge vorgelegt, die das BASE und unabhängige Sachverständige nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik geprüft haben. „Der positive Ausgang der Prüfung zeigt, dass die Aufbewahrung der Brennelemente im Zwischenlager Ahaus die hohen Anforderungen des deutschen Atomgesetzes erfüllt“, so Weber.

„Mit der Einlagerung der Brennelemente aus dem FRM II kommen wir unseren vertraglichen Verpflichtungen nach“, erläutert Dr. David Knollmann, Pressesprecher für die Nordwest-Zwischenlager der BGZ
. Die Aufbewahrung von Brennelementen aus deutschen Forschungsreaktoren im Zwischenlager Ahaus ist das Ergebnis langjährig bestehender Vereinbarungen. Dem hat die Stadt Ahaus bereits im Jahr 1993 zugestimmt. Auf dieser Basis hatte die damalige Betreiberin des Zwischenlagers im Jahr 2000 Verträge mit den Betreibern der deutschen Forschungsreaktoren geschlossen.

Zeitgleich zur Aufbewahrungsgenehmigung hat das BASE auch eine Genehmigung für den Transport von zunächst zwei CASTOR-Behältern von Garching nach Ahaus erteilt. Diese hatte ein Logistikunternehmen im Auftrag des FRM II beantragt. Vor Beginn der Transporte müssen die Atomaufsichten der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern sowie die beteiligten Polizeibehörden grünes Licht geben. Schließlich können gegen die Genehmigungen Rechtsmittel eingelegt werden, die grundsätzlich eine aufschiebende Wirkung hätten. Das heißt, dass eine Aufbewahrung der CASTOR-Behälter aufgrund laufender juristischer Verfahren zunächst nicht möglich wäre.

Die BGZ wird vor dem ersten Transport zu einer öffentlichen Dialogveranstaltung in Ahaus einladen. Darüber hinaus hat sie zu diesem Thema seit Jahren umfangreich und dialogorientiert kommuniziert. Gemeinsam haben BGZ und FRM II eine Broschüre zum Entsorgungsweg der Forschungsreaktor-Brennelemente veröffentlicht. Darin informieren sie unter anderem über die Verwendung der Brennelemente im FRM II, ihren Transport nach Ahaus sowie deren spätere Endlagerung. Die Broschüre kann heruntergeladen werden unter https://bgz.de/mediathek/#publikationen.

Hintergrund:
Die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (auch bekannt als Forschungsreaktor München II: FRM II) erzeugt Neutronen für die Grundlagenforschung und für Anwendungsfelder in der Medizin sowie der industriellen Entwicklung. Der FRM II ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Technischen Universität München (TUM) und wird in Garching bei München betrieben. Die TUM hat eine vertragliche Option zur Aufbewahrung von bis zu 21 CASTOR-Behältern der Bauart MTR3 im Zwischenlager Ahaus, die nun realisiert werden kann. Die Behälter sollen in den nächsten Jahren per LKW angeliefert werden. Auf seiner Webseite informiert der FRM II über die geplanten Transporte: www.frm2.tum.de/transporte.

Das Zwischenlager Ahaus ist für die Aufbewahrung der Brennelemente aus den Forschungsreaktoren in Garching bei München, Berlin und Mainz vorgesehen. Seit 2005 lagern dort bereits 18 CASTOR-Behälter mit Brennelementen aus dem Forschungsreaktor Dresden-Rossendorf. Auf einer Projektwebsite informiert die BGZ über die Aufbewahrung von Forschungsreaktor-Brennelementen in Ahaus: https://bgz.de/forschungsreaktoren/.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/08/2025-08-25-PM-Zwischenlager-Ahaus-Aufbewahrungsgenehmigung-FRM-II-Garching_B2_Lager-Aussenansicht.jpg 1191 2000 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2025-08-25 12:02:552025-08-25 12:02:55Zwischenlager Ahaus: Aufbewahrung von Brennelementen aus Garchinger Forschungsreaktor genehmigt
BGZ

Stadland: BGZ stellt aktuelle Projekte am Standort Unterweser vor

2. Juli 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

STADLAND – Um die sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle auch nach dem Rückbau des Kernkraftwerkes gewährleisten zu können, bereitet die BGZ einen unabhängigen Betrieb des Zwischenlagers Unterweser vor. Vertreter der BGZ haben dieses und weitere aktuelle Vorhaben in einer öffentlichen Sitzung des Rates der Gemeinde Stadland vorgestellt. Das bundeseigene Unternehmen investiert in den kommenden Jahren in hohem Umfang am Standort.

„Mit Übernahme dieser und weiterer Aufgaben wird das Team der BGZ in den kommenden Jahren auf über 40 Personen anwachsen“, erläuterte Stephan Thode, stellvertretender Leiter des Zwischenlagers Unterweser. Um den steigenden Platzbedarf zu decken, errichtet das Unternehmen derzeit ein Wach- und Funktionsgebäude für das Personal inklusive Werkstätten und einer Fahrzeughalle sowie einer separaten Zufahrt. Die Fertigstellung des dreigeschossigen Gebäudes mit einer Gesamtfläche von rund 5.000 Quadratmetern ist für 2027 geplant.

„Wir setzen künftig auf eine regenerative Energieversorgung und werden daher eine Photovoltaikanlage auf dem Gebäude errichten. Außerdem erhält der Neubau eine Erdwärmepumpe, um umweltfreundlich zu heizen“, kündigte Stephan Thode während der Ratssitzung an. Weitere Maßnahmen zur Entkopplung des Zwischenlager-Betriebs vom Kernkraftwerk sind unter anderem die Installation einer eigenen Brandmeldeanlage und einer autarken Anlagensicherung.

„Der regelmäßige Austausch mit der Öffentlichkeit und den Standortkommunen ist für uns wichtig, um Transparenz und Vertrauen in unsere Arbeit weiter zu stärken“, sagte BGZ-Pressesprecher Jonas Wingert im Anschluss an die Sitzung des Gemeinderates. „Diesen Dialog setzen wir auch in Zukunft fort.“

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/07/2025-07-02-Vertreter-der-BGZ-im-Rat-der-Gemeinde-Stadland-scaled.jpg 1920 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-07-02 09:51:102025-07-02 09:51:10Stadland: BGZ stellt aktuelle Projekte am Standort Unterweser vor

Ahaus: Broschüre für Anwohner*innen aktualisiert

26. Juni 2025/in Aktuelles, Startseite

AHAUS – Die BGZ hat eine Broschüre für die Anwohner*innen des Zwischenlagers Ahaus aktualisiert. Darin informiert das bundeseigene Unternehmen über aktuelle Projekte am Standort sowie über die geltenden Regelungen des Notfallschutzes.

Hintergrund der Aktualisierung ist die Strahlenschutzverordnung. Diese sieht vor, die Anwohner*innen des Zwischenlagers alle fünf Jahre über den aktuellen Stand des Notfallschutzes vor Ort zu informieren. Die Broschüre kann hier angesehen und heruntergeladen werden. Gedruckte Exemplare sind im Informationshaus der BGZ am Zwischenlager Ahaus erhältlich.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/07/Vorschau-BGZ-Broschuere-Ahaus-600x600-1.jpg 600 600 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2025-06-26 13:06:452025-06-26 13:06:45Ahaus: Broschüre für Anwohner*innen aktualisiert
BGZ

Gorleben: Bürgermeister*innen besuchen Zwischenlager

25. Juni 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

GORLEBEN – Bürgermeister*innen aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg informierten sich bei der BGZ in Gorleben über die nächsten Schritte beim Genehmigungsverfahren zur notwendigen verlängerten Zwischenlagerung. Die Kommunalpolitiker*innen diskutierten mit den Vertretern des bundeseigenen Unternehmens auch über den Stand der aktuellen Bauarbeiten für die Schutzwand und die Sicherungszentrale.

Um die Sicherheit auch über den bisher genehmigten Zeitraum bis 2034 hinaus nachzuweisen, wird die BGZ ein Genehmigungsverfahren nach dem Atomgesetz starten. „Wir werden im Jahr 2026 einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) stellen“, so Standortsprecher Dr. Tristan Zielinski. Der Antrag werde auf die bereits vorhandenen 113 Behälter beschränkt und die Bevölkerung bei dem Genehmigungsverfahren beteiligt, so Zielinski.

Im Vorlauf zu diesem Genehmigungsverfahren beantragte die BGZ eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beim BASE. Zurzeit erfolgt die sogenannte Kartierung, in der ein Fachbüro Umweltdaten rund um das Zwischenlager erfasst. Diese Daten fließen in den UVP-Bericht ein, den die BGZ dem BASE als zuständige Behörde vorlegen wird. „Die BGZ hatte uns frühzeitig über alle Schritte des Verfahrens informiert. Jetzt geht es darum, zügig die UVP einzuleiten und die Öffentlichkeit auch hier einzubeziehen“, ergänzte Jürgen Meyer als Samtgemeindebürgermeister der Elbtalaue.

Während des Rundgangs machten sich die Kommunalpolitiker*innen ein Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten auf dem Zwischenlagergelände. Der Bau einer Schutzwand um die Halle mit den hochradioaktiven Abfällen ist Teil des Gesamtprojekts zur Nachrüstung der Anlagensicherung des Zwischenlagers, zu dem auch der Einbau von Kerosinsammelkanälen und der Neubau der Sicherungszentrale für den Werkschutz zählen. Dieser ist gleichzeitig eine Voraussetzung für den Rückbau der Pilotkonditionierungsanlage (PKA).

„Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit der BGZ und haben Vertrauen, dass die radioaktiven Abfälle gewissenhaft aufbewahrt werden“, sagte Gartows Samtgemeindebürgermeister Christian Järnecke nach dem Rundgang. „Als Standortkommune übernehmen wir hier auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Zwischenlager dürfen allerdings keine Dauerlösung sein. Daher ist es wichtig, die Endlagersuche konsequent voranzutreiben.“

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/06/2025-06-25-Gorleben_BuergermeisterInnen-besuchen-Zwischenlager-scaled.jpg 1920 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-06-25 11:01:422025-06-25 11:01:42Gorleben: Bürgermeister*innen besuchen Zwischenlager
BGZ

CDU-Abgeordnete besichtigen Zwischenlager in Philippsburg

24. Juni 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

PHILIPPSBURG – Bei einem gemeinsamen Besuch überzeugten sich MdB Olav Gutting und MdL Ulli Hockenberger von der sicheren Zwischenlagerung am BGZ-Standort. Seit der Rückführung der vier CASTOR-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung in Frankreich ist die Einlagerung in Philippsburg abgeschlossen.

Insgesamt sind 106 von 152 genehmigten Behälterstellplätzen im Brennelemente-Zwischenlager belegt. Die Einlagerung weiterer hochradioaktiver Abfälle ist nicht vorgesehen. „Ich befürworte sehr, dass keine weiteren Behälter hier am Standort Philippsburg hinzukommen“, erklärte Olav Gutting beim Rundgang durch das Zwischenlager. Der Bundestagsabgeordnete ist auch Kuratoriumsmitglied des Entsorgungsfonds KENFO zur Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle.

Die Vertreter*innen der BGZ informierten die Politiker unter anderem über die laufenden Vorbereitungen der BGZ auf die verlängerte Zwischenlagerung. „Wir werden die sichere Aufbewahrung der hochradioaktiven Abfälle über die kommenden Jahrzehnte gewährleisten und hierfür rechtzeitig eine neue Genehmigung beantragen“, erläuterte Sebastian Ahrens als stellvertretender Leiter des Zwischenlagers. „Über die Vorbereitungen werden wir weiterhin umfangreich kommunizieren und die Menschen hier vor Ort in den Prozess einbeziehen“, ergänzte BGZ-Standortkommunikatorin Dr. Genevieve Mulack. Die beiden Abgeordneten begrüßten die Einbindung der Öffentlichkeit mit Blick auf die verlängerte Zwischenlagerung.

Hintergrund:

Die Aufbewahrung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigung für das Zwischenlager in Philippsburg läuft im Jahr 2047 aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da ein Endlagerstandort für hochradioaktive Abfälle erst Mitte dieses Jahrhunderts benannt werden soll. Dann wird es noch mehrere Jahrzehnte dauern, bis das Endlager errichtet ist und alle Behälter an dieses Endlager abgegeben werden können. Auf die verlängerte Zwischenlagerung bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor und hat dazu ein Forschungsprogramm aufgelegt. Dieses ist unter https://bgz.de/forschungsprogramm/ abrufbar.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/06/2025-06-24-PM-Philippsburg-MdB-Olav-Gutting-und-MdL-Ulli-Hockenberger-besichtigten-Zwischenlager_1-scaled.jpg 1935 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-06-24 12:54:452025-06-24 12:54:45CDU-Abgeordnete besichtigen Zwischenlager in Philippsburg
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News / Pressemitteilungen

  • BGZ’s research programme: thinking ahead interim storage 2. Januar 2026
  • Gericht bestätigt Sicherheit: CASTOR-Behälter dürfen weiter im Zwischenlager in Philippsburg aufbewahrt werden 18. Dezember 2025
  • Beteiligung zur verlängerten Zwischenlagerung: BGZ startet Losverfahren 15. Dezember 2025
  • Veränderung an der Spitze der Geschäftsführung der BGZ 1. Dezember 2025
  • „BGZ-Forschungsprogramm hat kein Ablaufdatum“ 28. November 2025
  • Fachworkshop Zwischenlagerung: BGZ präsentiert aktuellen Stand ihrer Forschung 27. November 2025
  • Brunsbüttel: SPD-Landtagsabgeordnete besuchen BGZ-Zwischenlager 12. November 2025
  • Jochen Flasbarth neuer Aufsichtsratsvorsitzender der BGZ 11. November 2025
  • BGZ startet Bürgerbeteiligung in Gorleben 5. November 2025
  • Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ startet Bürgerbeteiligung in Gorleben 29. Oktober 2025

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