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Nizeyimana/BGZ

Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ erläutert die nächsten Schritte

29. Januar 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite, vZL
GORLEBEN – Im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens für die verlängerte Zwischenlagerung am Standort Gorleben hat die BGZ beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) eine Umweltverträglichkeitsprüfung beantragt. Gestern stellte das bundeseigene Unternehmen das Gesamtvorhaben im Landkreis Lüchow-Dannenberg der Öffentlichkeit vor.

Dr. Matthias Heck (Bereichsleiter Genehmigungen) erläuterte, dass die BGZ in 2026 eine Genehmigung für die Zwischenlagerung am Standort Gorleben über den bisher genehmigten Zeitraum hinaus beim BASE beantragen werde. „Zudem werden wir den Antrag auf die bereits vorhandenen 113 Behälter und deren Inventar beschränken, da eine weitere Einlagerung hochradioaktiver Abfälle nicht vorgesehen ist“, betonte Heck. Er informierte auch darüber, dass an den Behältern mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen, die sich im benachbarten Abfalllager befinden, vor deren Transport zum Endlager Konrad noch Maßnahmen durchgeführt werden müssten, für die eine Anpassung der Infrastruktur vor Ort erforderlich sei. Hier stehe die BGZ noch am Beginn ihrer Planungen und werde die Öffentlichkeit dazu fortlaufend informieren.

„Wir haben die Notwendigkeit einer verlängerten Zwischenlagerung für hochradioaktive Abfälle von Beginn an im Dialog mit der Öffentlichkeit diskutiert“, betonte Dr. Tristan Zielinski, Standortkommunikator der BGZ in Gorleben. Die BGZ werde anknüpfend an ihre frühe Öffentlichkeitsbeteiligung ein Format vor Ort anbieten, um die Bevölkerung bei dem Genehmigungsverfahren zu beteiligen. Dieses werde die BGZ in einer Auftaktveranstaltung noch in diesem Jahr vorstellen und mit interessierten Bürger*innen diskutieren.

Vertreter*innen des BASE stellten im Anschluss die Inhalte und anzuwendenden Untersuchungsmethoden im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung vor, die die BGZ bei der Genehmigungsbehörde beantragt hat.

Hintergrund:

Die Genehmigung für das Brennelemente-Zwischenlager Gorleben (BZG) läuft im Jahr 2034 aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da erst Mitte des Jahrhunderts ein Endlagerstandort für hochradioaktive Abfälle benannt werden soll. Dann wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis alle Behälter an dieses Endlager abgegeben sind. Die BGZ hat seit ihrer Gründung die Notwendigkeit der verlängerten Zwischenlagerung kommuniziert und plant, im Jahr 2026 die längere Aufbewahrung der CASTOR-Behälter in Gorleben beim BASE zu beantragen. Damit startet formal das Genehmigungsverfahren nach dem Atomgesetz.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/01/2025-01-29-Verlaengerte-Zwischenlagerung_BGZ-erlaeutert-die-naechsten-Schritte2-scaled.jpg 1707 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-01-29 08:57:212025-04-23 14:21:50Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ erläutert die nächsten Schritte
BGZ

Brunsbüttel: Bürgermeister Martin Schmedtje besucht BGZ-Zwischenlager

17. Januar 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BRUNSBÜTTEL – Gemeinsam mit Mitgliedern der Ratsversammlung hat Brunsbüttels Bürgermeister Martin Schmedtje das Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle besichtigt. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Planungen der BGZ am Standort.

Nach der Erteilung der Genehmigung durch das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein hat die BGZ im September 2024 die Verantwortung für das Abfall-Zwischenlager von Vattenfall übernommen. Während das Energieversorgungsunternehmen weiterhin für den Rückbau des Kernkraftwerkes und die fachgerechte Verpackung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle zuständig ist, verantwortet die BGZ deren sichere Aufbewahrung bis zur Abgabe an das Endlager Konrad.

Ein Thema des Besuchs war die organisatorische und bauliche Entkopplung des Zwischenlagers vom benachbarten Kernkraftwerk. Derzeit nutzt die BGZ teilweise noch die Infrastruktur der im Rückbau befindlichen Anlage. „Um einen autarken Betrieb zu ermöglichen, werden wir in den kommenden Jahren unter anderem ein eigenes Funktionsgebäude für unsere Mitarbeiter*innen sowie ein neues Wachgebäude für den Objektsicherungsdienst errichten“, erklärte Björn Dahl, der Leiter des Zwischenlagers. Zudem sei eine neue Zaunanlage geplant.

Das Entsorgungsübergangsgesetz sieht vor, dass die BGZ in Zukunft auch die Verantwortung für das Brennelemente-Zwischenlager übernimmt, in dem 20 CASTOR-Behälter mit Brennelementen aus dem Kernkraftwerk aufbewahrt werden. „Dieses Lager befindet sich derzeit im Neugenehmigungsverfahren. Sobald die entsprechenden genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen, geht auch hier die Betriebsführung auf uns über“, erläuterte Jonas Wingert, BGZ-Pressesprecher für die Region Nord.

Im Anschluss an den Termin zeigte sich Bürgermeister Martin Schmedtje zufrieden. „Es ist gut, dass ich mir hier vor Ort einen persönlichen Eindruck von der verantwortungsvollen Arbeit der BGZ machen konnte. Gerade vor dem Hintergrund, dass es noch viele Jahrzehnte dauern wird, bis alle radioaktiven Abfälle an ein Endlager abgegeben werden können, begrüße ich es ausdrücklich, dass die BGZ umfangreich am Standort investiert“, sagte er. „Die proaktive und offene Kommunikation sowie ein stetiger Austausch fördern die vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/01/2025-01-17-Buergermeister-Martin-Schmedtje-mit-Ratsmitgliedern-und-BGZ-scaled.jpg 2190 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-01-17 08:37:132025-04-23 14:29:39Brunsbüttel: Bürgermeister Martin Schmedtje besucht BGZ-Zwischenlager

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