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Philippsburg: Einlagerung aller CASTOR-Behälter im Zwischenlager abgeschlossen

28. März 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
PHILIPPSBURG – Im vergangenen Jahr wurden vier CASTOR-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente in Frankreich nach Philippsburg transportiert. Alle Behälter stehen nun im Zwischenlager und sind an das Behälterüberwachungssystem angeschlossen. Somit ist die Einlagerung hochradioaktiver Abfälle in Philippsburg abgeschlossen, weitere CASTOR-Behälter kommen nicht hinzu.

Ende November 2024 erreichten die Abfälle aus La Hague das Zwischenlager. Nach einer Überprüfung durch BGZ-Fachleute wurden die vier Behälter an ihren jeweiligen Stellplatz gebracht. „Der Transport innerhalb des Zwischenlagers verlief, wie auch die gesamte Rückführung aus Frankreich, reibungslos und ohne Störungen“, betont Dr. Steffen Vonderau, der Leiter des Zwischenlagers. „Mit der Einlagerung der vier Behälter ist die Rückführung aus Frankreich abgeschlossen. Da das Kraftwerk bereits brennstofffrei ist, werden keine weiteren CASTOR-Behälter im Zwischenlager eingelagert.“

Im Brennelemente-Zwischenlager sind insgesamt 106 von 152 genehmigten Behälterstellplätzen belegt. In 102 Behältern befinden sich Brennelemente aus dem ehemaligen Kraftwerksbetrieb am Standort Philippsburg. Das Zwischenlager ist damit zu nur zwei Dritteln gefüllt. „Wir als Standortkommune tragen somit zur gesamtgesellschaftlichen Verantwortung für die nukleare Entsorgung bei“, so Philippsburgs Bürgermeister Stefan Martus. „Daher begrüße ich es sehr, dass die Einlagerung nun abgeschlossen ist und keine weiteren hochradioaktiven Abfälle in das Zwischenlager gebracht werden.“

Hintergrund:

Bis 2005 wurden Brennelemente aus dem Betrieb deutscher Atomkraftwerke zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Gemäß ihren vertraglichen Verpflichtungen müssen die Betreiber ihre noch im Ausland lagernden Wiederaufarbeitungsabfälle nach Deutschland zurückführen. Zur Rücknahme hat sich die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich verpflichtet. Im Jahr 2015 haben Bund, Länder und AKW-Betreiber das Rückführungskonzept im Konsens beschlossen. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung nach dem Verursacherprinzip vor. Damals sind vier Standorte für die Rückführung festgelegt worden: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg. Bereits 2020 wurden sechs Behälter aus Großbritannien (Sellafield) nach Biblis zurückgeführt, 2024 folgte der Transport von vier Behältern aus Frankreich (La Hague) nach Philippsburg. Die Rückführung nach Isar erfolgt in diesem Jahr, in Brokdorf ist sie für 2026 vorgesehen. Nach Abschluss werden die hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in den Bundesländern zwischengelagert, aus deren Atomkraftwerken anteilig die größte Menge an Kernbrennstoff zur Wiederaufarbeitung ins Ausland verbracht wurde. Die BGZ hat von Beginn an proaktiv über die Rückführung informiert, unter anderem bei zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen in Philippsburg. Weitere Informationen finden sich hier: https://rueckfuehrung.bgz.de/

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/03/Aufnahme-der-eingelagerten-CASTOR-HAW28M-Behaelter-im-BZP-rotated.jpg 2016 1512 Genevieve Mulack https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Genevieve Mulack2025-03-28 08:43:232025-04-09 21:10:20Philippsburg: Einlagerung aller CASTOR-Behälter im Zwischenlager abgeschlossen
Die BGZ stellt den Antrag für die verlängerte Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle am Standort Gorleben.Mick/BGZ

Gorleben: Tiere und Pflanzen rund um das Zwischenlager werden erfasst

27. März 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
GORLEBEN – Im Rahmen der geplanten Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben startet nun die sogenannte Kartierung. Dafür dokumentiert ein Fachbüro bis zum Herbst dieses Jahres Tiere und Pflanzen im Umfeld der Anlage, um mögliche Auswirkungen auf Flora und Fauna zu erkennen.

Die BGZ hatte im Vorlauf zum Genehmigungsverfahren für die verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben im November eine UVP beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) beantragt und darüber öffentlich informiert. Nun startet die Kartierung, in deren Rahmen ein externer Dienstleister über eine Vegetationsperiode hinweg Umweltdaten in einem Radius von 300 Metern um das Zwischenlager erfasst. Diese fließen in den UVP-Bericht ein, den die BGZ dem BASE als Genehmigungsbehörde vorlegen wird.

Den Bericht wird das BASE dann im Rahmen des atomrechtlichen Genehmigungsverfahrens zur Einsicht öffentlich ausgelegen. Es können Einwände erhoben werden, die bei einem Erörterungstermin diskutiert werden. Den Prozess und die nächsten Schritte hatte die BGZ zusammen mit dem BASE interessierten Bürger*innen bei ihrer Dialogveranstaltung Ende Januar in Hitzacker ausführlich erläutert und diskutiert.

In diesem Zuge hatte die BGZ auch angekündigt, ihren Antrag für die verlängerte Zwischenlagerung auf die bereits vorhandenen 113 Behälter und deren Inventar zu beschränken, da eine weitere Einlagerung hochradioaktiver Abfälle in Gorleben nicht vorgesehen ist. Somit wird in der UVP geprüft, ob der Weiterbetrieb des Zwischenlagers mit dem bisherigen Status künftig Auswirkungen auf Menschen und Umwelt haben kann.

„Wir haben die Öffentlichkeit von Beginn an informiert und mit den Menschen vor Ort in diversen Veranstaltungen über die verlängerte Zwischenlagerung diskutiert“, betont Unternehmenssprecher Burghard Rosen. „Diese transparente und proaktive Kommunikation werden wir fortsetzen.“ So hatte die BGZ bei ihrer Dialogveranstaltung angekündigt, anknüpfend an ihre frühe Öffentlichkeitsbeteiligung ein Format vor Ort anzubieten, um die Bevölkerung bei dem Genehmigungsverfahren zu beteiligen. Dieses wird die BGZ in einer Auftaktveranstaltung in diesem Jahr vorstellen und mit interessierten Bürger*innen erörtern.

Hintergrund:

Die Genehmigung für das Brennelemente-Zwischenlager Gorleben läuft im Jahr 2034 aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da erst Mitte des Jahrhunderts ein Endlagerstandort für hochradioaktive Abfälle benannt werden soll. Dann wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis alle Behälter an dieses Endlager abgegeben sind. Die BGZ hat seit ihrer Gründung die Notwendigkeit der verlängerten Zwischenlagerung kommuniziert und plant, im Jahr 2026 die längere Aufbewahrung der CASTOR-Behälter in Gorleben beim BASE zu beantragen. Damit startet formal das Genehmigungsverfahren nach dem Atomgesetz, in dessen Rahmen die Sicherheit der Zwischenlagerung durch die Behörde bewertet wird. In diesem Zuge findet die formale Öffentlichkeitsbeteiligung durch das BASE statt, in deren Rahmen Betroffene vor Ort ihre Belange einbringen können.

Der Untersuchungsrahmen für den UVP-Bericht wird durch das BASE festgelegt und steht noch nicht abschließend fest. Gleichwohl beginnt die BGZ bereits jetzt mit der Erfassung von Umweltdaten, um die Vegetationsperiode voll nutzen zu können.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/03/2025-03-27-PM-Gorleben-Tiere-und-Pflanzen-rund-um-das-Zwischenlager-werden-erfasst-scaled.jpg 1707 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-03-27 10:02:432025-04-09 23:47:58Gorleben: Tiere und Pflanzen rund um das Zwischenlager werden erfasst

Auf dem Weg zum unabhängigen Zwischenlager: BGZ informiert am Standort Biblis

26. März 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BIBLIS/BENSHEIM – Über die Entkopplung des Lagerbetriebs vom Kernkraftwerk informierte die BGZ bei einer gemeinsamen Veranstaltung der AG „Sicheres Zwischenlager Biblis“ und der Wählergemeinschaft „Bürger für Bensheim”. Die Planungen zum unabhängigen Zwischenlagerbetrieb unterstützen dabei die zukünftige Nutzung des Kraftwerksgeländes.

Für die organisatorische, bauliche und personelle Entkopplung investiert die BGZ umfangreich in den Standort. Viele Baumaßnahmen, etwa ein neuer Sicherungszaun oder auch eine eigene Strom- und Wasserversorgung, sind bereits umgesetzt. Eine eigene Straßenzufahrt wird erbaut und eine Photovoltaikanlage errichtet. „Ein Meilenstein in diesem Zusammenhang war das Richtfest des neuen Wach- und Funktionsgebäudes,“ berichtete BGZ-Standortkommunikatorin Dr. Genevieve Mulack. Dass das Zwischenlager künftig autark betrieben wird, begünstige die Pläne, das Kraftwerksgelände anderweitig zu nutzen. So sorge die separate Zufahrt zum Zwischenlager für eine weitere räumliche Trennung.

Der Sprecher der AG Rainer Scheffler lobte die gute Zusammenarbeit: „Die regelmäßige und transparente Kommunikation der BGZ ist ein Mehrwert für die Zusammenarbeit. Dies ist vor dem Hintergrund des Zeithorizonts bei der Endlagersuche besonders wichtig.“ Die BGZ ist seit der AG-Gründung fester Bestandteil und informiert hier regelmäßig über aktuelle Vorhaben am Standort.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/03/2025-03-26-Gemeinsame-Informationsveranstaltung-vlnr_Standortkommunikatorin-Dr.-Genevieve-Mulack-BGZ-AG-Sprecher-Rainer-Scheffler-und-LdZ-Dirk-Jonas-BGZ-scaled.jpg 2129 2560 Genevieve Mulack https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Genevieve Mulack2025-03-26 12:54:392025-04-09 23:47:21Auf dem Weg zum unabhängigen Zwischenlager: BGZ informiert am Standort Biblis
BGZ

Geesthacht: BGZ stellt aktuelle Projekte am Standort Krümmel vor

25. März 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
GEESTHACHT – Vertreter der BGZ haben in einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Energie der Stadt Geesthacht die aktuellen Entwicklungen des Zwischenlagers Krümmel präsentiert. Themen waren unter anderem die geplante Entkopplung des Zwischenlager-Betriebs vom Kernkraftwerk sowie die vorgesehene Übernahme des Abfall-Lagers.

Geplant ist, das Lager nach seiner Inbetriebnahme voraussichtlich zum Jahresende 2026 von Vattenfall zu übernehmen. „Dieses wird Platz für rund 1.000 Behälter mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dem Rückbau des Kernkraftwerks Krümmel bieten“, erklärte Standortleiter Dr. Henning Knigge. Die Abfälle sollen ab Anfang 2030 an das Endlager Konrad abgegeben werden.

Bereits seit Januar 2019 betreibt die BGZ das Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle am Standort. Dort werden 42 CASTOR-Behälter mit abgebrannten Brennelementen aus dem benachbarten Kernkraftwerk aufbewahrt. Um dies auch nach dem Rückbau des Kernkraftwerks gewährleisten zu können, bereitet die BGZ einen unabhängigen Zwischenlager-Betrieb vor. Dazu zählt unter anderem ein eigener Strahlenschutz und eine autarke Brandmeldeanlage.

„Mit Übernahme dieser und anderer Aufgaben wird das derzeit 24 Mitarbeiter*innen umfassende Team der BGZ in den kommenden Jahren weiter anwachsen“, erläuterte Knigge. Um den steigenden Platzbedarf zu decken, plant das Unternehmen die Aufstockung eines bestehenden Gebäudes um zwei zusätzliche Geschosse.

„Der regelmäßige Austausch mit der Öffentlichkeit und den Standortkommunen ist für uns wichtig, um Transparenz und Vertrauen in unsere Arbeit zu gewährleisten“, sagte BGZ-Pressesprecher Jonas Wingert. „Diesen Dialog setzen wir auch in Zukunft gerne fort.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/03/2025-03-25-LdZ-Dr.-Henning-Knigge-im-Ausschuss-fuer-Umwelt-und-Energie-der-Stadt-Geesthacht-scaled.jpg 1920 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-03-25 11:04:302025-04-09 23:48:46Geesthacht: BGZ stellt aktuelle Projekte am Standort Krümmel vor
BGZ

Rücknahme deutscher Abfälle aus England: Bürgerdialog am 24. März in Essenbach

10. März 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
ESSENBACH – In der ersten Jahreshälfte 2025 plant die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service den Rücktransport von radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung im englischen Sellafield in das Zwischenlager Isar, das die bundeseigene BGZ betreibt. Umfassende Informationen zu Transport und Lagerung geben die beteiligten Unternehmen im Rahmen einer Dialog-Veranstaltung am 24. März um 19 Uhr in der ESKARA-Halle in Essenbach.

Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Gemäß ihren vertraglichen Verpflichtungen müssen die Abfallbesitzer, die Betreiber der Kernkraftwerke, ihre noch im Ausland lagernden Abfälle nach Deutschland zurückführen. Zur Rücknahme hat sich die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich verpflichtet.

Mit breitem politischen Konsens wurden vier Standorte für die Rückführung festgelegt, damit erfolgte auch eine ausgewogene regionale Verteilung der Abfälle. An den Standorten Biblis und Philippsburg ist die Rückführung bereits abgeschlossen, die Transporte wurden störungsfrei Ende 2020 nach Hessen und im November 2024 nach Baden-Württemberg durchgeführt.

Das Konzept der Bundesregierung sieht nun vor, dass die letzten noch in England befindlichen Abfälle in die BGZ-Zwischenlager an den Standorten Isar und Brokdorf transportiert werden sollen. Geplant ist, dass der Transport und die Einlagerung in das Zwischenlager Isar in der ersten Jahreshälfte 2025 durchgeführt werden.

Im Vorfeld möchten die beteiligten Unternehmen die Öffentlichkeit nochmals ausführlich über das Vorhaben informieren und mit der regionalen Bevölkerung ins Gespräch kommen. Beim Bürgerdialog stehen auch Kraftwerksbetreiber PreussenElektra, das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) als Genehmigungsbehörde sowie die Polizeipräsidium Niederbayern für Fragen zur Verfügung. Eine Anmeldung für die Teilnahme an der Infoveranstaltung ist nicht erforderlich.

Bürgerdialog-Veranstaltung
Thema: Rücknahme deutscher Abfälle aus England
Termin: Montag, 24. März 2025, 19 Uhr
Ort: ESKARA Essenbach-Tagungsbereich, Savigneux-Platz 4, 84051 Essenbach

Hintergrund:

Umfassende Informationen zur Rücknahme der Wiederaufarbeitungsabfälle nach Deutschland stellen die Unternehmen auch im Internet zur Verfügung:
Die Kernkraftwerksbetreiber und ihr zentraler Dienstleister tun dies auf der Website https://rueckfuehrung.gns.de. Das entsprechende Angebot der BGZ ist zu finden unter https://rueckfuehrung.bgz.de.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/03/BGZ_Isar_3548_267_low-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2025-03-10 10:22:012025-04-09 23:48:50Rücknahme deutscher Abfälle aus England: Bürgerdialog am 24. März in Essenbach

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News / Pressemitteilungen

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  • Zwei Sportsfreunde mit einer Passion: Bouldern in der Bundesliga 5. August 2026
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