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Abfall-Zwischenlager Philippsburg: Kurzzeitiger Ausfall eines Warnsystems

13. Juli 2023/in Aktuelles, Meldepflichtige Ereignisse, Pressemitteilung, Startseite
PHILIPPSBURG – Im Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle stand das akustische Warnsystem kurzzeitig nicht zur Verfügung. Durch den Austausch einer Komponente konnte die Funktion der Anlage zeitnah wiederhergestellt werden.

Die Störung wurde von der Störmeldeanlage erkannt und angezeigt. Nach Austausch einer defekten Baugruppe stand das System wieder uneingeschränkt zur Verfügung.

Die BGZ hat die zuständige Aufsichtsbehörde informiert. Es handelt sich um ein Ereignis der Stufe 0 auf der achtstufigen INES-Meldeskala („keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“).

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/04/BGZ_Philippsburg_3727_4105_1-scaled.jpg 2560 2420 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-07-13 17:20:192025-04-24 15:34:13Abfall-Zwischenlager Philippsburg: Kurzzeitiger Ausfall eines Warnsystems

Standort Biblis: BGZ im Austausch über verlängerte Zwischenlagerung

12. Juli 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite, vZL
BENSHEIM – Wie die sichere Aufbewahrung der hochradioaktiven Abfälle bis zu deren Abgabe an ein Endlager gewährleistet wird, darüber informierte die BGZ bei einer Veranstaltung der Wählervereinigung „Bürger für Bensheim“ (BfB) in Bensheim. Wichtiger Baustein für die verlängerte Zwischenlagerung ist das Forschungsprogramm der BGZ, das Vertreter des bundeseigenen Unternehmens vorstellten.

Zunächst gab Dirk Jonas, Leiter des Zwischenlagers Biblis, einen Überblick über aktuelle Projekte am Standort. Dazu zählen die Planungen für die organisatorische, bauliche und personelle Entkopplung der Zwischenlager vom Kernkraftwerk. In diesem Kontext bereitet die BGZ unter anderem die Errichtung eines eigenen Funktionsgebäudes für Mitarbeiter*innen und das Wachpersonal vor.

Im Anschluss veranschaulichte BGZ-Sprecher Stefan Mirbeth die Forschungsaktivitäten der BGZ. Mit dem Forschungsprogramm habe das bundeseigene Unternehmen die Grundlage dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachzuweisen, so Mirbeth. Am Standort Biblis ist das Brennelemente-Zwischenlager aktuell bis 2046 genehmigt.

„Wir sind davon überzeugt, dass das durch uns umgesetzte Konzept der trockenen Zwischenlagerung am besten geeignet ist, die Sicherheit der Zwischenlagerung über die nächsten Dekaden zu gewährleisten“, hob BGZ-Sprecher Mirbeth hervor. „Das Konzept der trockenen Zwischenlagerung ist so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist.“

Ein umfassendes Überwachungskonzept sorgt dafür, dass gegebenenfalls frühzeitig Maßnahmen abgeleitet werden können, die den sicheren Betrieb dauerhaft gewährleisten. In allen Zwischenlagern finden darüber hinaus regelmäßige Überprüfungen statt. Dadurch können technische Systeme weiterentwickelt und bei Bedarf angepasst werden.

Im Anschluss an die Veranstaltung im Gemeindezentrum St. Laurentinus zeigten sich Norbert Koller und Ulrike Vogt-Saggau von der Wählergemeinschaft „Bürger für Bensheim“ zufrieden mit dem Informationsangebot der BGZ: „Wir haben uns einen sehr guten Eindruck von den aktuellen Planungen der BGZ am Standort Biblis verschaffen können. Eine sachliche und faktenorientierte Debatte ist uns wichtig“, betonte BfB-Fraktionsvorsitzender Koller.

 

Hintergrund:

Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung darstellen. Die radioaktiven Abfälle sollen daher unterirdisch in einer tiefengeologischen Formation in Deutschland dauerhaft gelagert werden. Da die Suche nach einem Endlager-Standort noch nicht abgeschlossen ist, reichen die ursprünglich auf 40 Jahre befristeten Genehmigungen der Zwischenlager nicht aus. Die BGZ wird rechtzeitig neue Genehmigungen beantragen und die sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager nachweisen. Darauf bereitet sie sich mit ihrem Forschungsprogramm vor. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie mit Forschungsinstituten und Universitäten zusammen und führt einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene.

Das Forschungsprogramm kann hier angesehen und heruntergeladen werden: https://bgz.de/mediathek/#publikationen

 

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/07/PM-BGZ-informiert-in-Bensheim.jpg 1391 1761 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-07-12 10:24:082025-04-24 15:34:37Standort Biblis: BGZ im Austausch über verlängerte Zwischenlagerung
Austausch unter Experten: Dr. Maik Stuke (r.) und sein Kollege Dr. Peter Kaufholz (2.v.r.) sprachen mit schwedischen Kollegen der Firma Studsvik in den Laboren über den aktuellen Stand des Projekts LEDA.BGZ

Forschungsprojekt LEDA: Vorbereitungen für erste Untersuchungen laufen auf Hochtouren

3. Juli 2023/in Aktuelles, Forschung, Leda, Startseite
ESSEN – Die Vorbereitungen für die Untersuchung von Brennstabsegmenten im Rahmen des Forschungsprojekts LEDA laufen auf Hochtouren. Davon haben sich die BGZ-Forscher Dr. Maik Stuke und Dr. Peter Kaufholz bei einem Besuch in Schweden ein Bild gemacht.

Im Rahmen eines Projekttreffens tauschten sie sich mit Vertreter*innen der Firma Studsvik zum aktuellen Stand des Projekts aus. „Wir sind sehr zufrieden mit den Fortschritten und freuen uns auf den Start der ersten Versuchskampagne“, sagt Dr. Maik Stuke. Die Versuchsapparatur zur Untersuchung der Brennstabsegmente ist in den Heißen Zellen der Labore in Schweden integriert worden und wird derzeit umfangreichen Tests unterzogen.

Parallel dazu werden aktuell Brennstabsegmente für die erste Versuchskampagne vorbereitet. Über erste Ergebnisse dieser so genannten Vorcharakterisierung diskutierten die Forscher und besprachen den weiteren Zeitplan. „Der Start der ersten Versuchskampagne ist noch für dieses Jahr geplant“, so Dr. Maik Stuke.

Beim Besuch der Labore und Werkstätten der Firma Studsvik erhielten die beiden BGZ-
Kollegen Einblicke in die aktuellen Arbeiten für LEDA. Sie schauten sich laufende Versuche an nicht bestrahlten Hüllrohren an und besprachen die weiteren Schritte. Ziel dieser Versuche ist es, weitere Erkenntnisse zum Wasserstoffverhalten in Hüllrohrwerkstoffen, die aus Zirconium-Legierungen bestehen, zu gewinnen.

Im Umfeld des Projekttreffens fand außerdem der SCIP IV-Workshop in Nyköping statt, bei dem rund 80 internationale Teilnehmer*innen über neue Forschungsergebnisse diskutierten.  In dem Forschungsprogramm „Studsvik Cladding Integrity Project“ (SCIP-IV) haben sich zahlreiche nationale und internationale Organisationen zusammengeschlossen, um unter dem Dach der Nuclear Energy Agency (NEA) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) über eine Laufzeit von fünf Jahren sicherheitsrelevante Aspekte zum Brennelementverhalten zu untersuchen. Die BGZ nimmt zusammen mit der Gesellschaft für Reaktor- und Anlagensicherheit (GRS) als Konsortialpartner am Projekt teil. Die Forschungsarbeiten für SCIP-IV finden in den Laboren der Firma Studsvik im schwedischen Nyköping statt.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/07/Studsvik3-e1688384593618.jpg 500 766 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-07-03 12:49:172025-11-18 09:57:35Forschungsprojekt LEDA: Vorbereitungen für erste Untersuchungen laufen auf Hochtouren
© Christopher Mick/BGZ

Ahaus: BGZ beantragt Aufbewahrung von leeren Transportbehältern

27. Juni 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
AHAUS – Die BGZ hat beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) die Aufbewahrung von bis zu 25 leeren Transportbehältern im Zwischenlager Ahaus beantragt. Sie stammen aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Frankreich.

„Es handelt sich um leere, nicht mehr benötigte und innen kontaminierte Behälter (sogenannte „End Used Casks“, EUC) französischer Bauarten, mit denen ausgediente Brennelemente von Kernkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach La Hague in Frankreich transportiert wurden“, erläutert Dr. Matthias Heck, Geschäftsführer der Brennelement-Zwischenlager Ahaus GmbH (BZA) und Bereichsleiter Genehmigungen bei der BGZ. Sie befinden sich derzeit in der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague.

„Zur Rücknahme der Abfälle, die im Rahmen der Wiederaufarbeitung im Ausland angefallen sind, hat sich Deutschland völkerrechtlich verpflichtet“, erklärt Dr. Heck. Im Jahr 2021 hätten sich Deutschland und Frankreich auf eine neue Lösung zur Rücknahme geeinigt. Diese sehe unter anderem vor, anstatt der ursprünglich für Ahaus vorgesehenen 152 Behälter mit mittelradioaktiven Abfällen nun hier die EUC aufzubewahren.

Dr. David Knollmann, Referent für Standortkommunikation, ergänzt: „Über die neue deutsch-französische Vereinbarung hat die BGZ regelmäßig informiert, etwa in mehreren Dialogveranstaltungen für die Bürger*innen und den Rat der Stadt Ahaus.“

Im Genehmigungsverfahren zur Aufbewahrung der leeren Behälter muss die BGZ unter anderem nachweisen, dass die nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderlichen Maßnahmen zur Schadensvorsorge getroffen sind.

Ein Transport kann erst dann erfolgen, wenn die Genehmigung für die Aufbewahrung durch das BASE erteilt wurde und zusätzlich die Genehmigung für die Beförderung der EUC vorliegt. Für deren Beantragung ist ein Dienstleister im Auftrag der Energieversorgungsunternehmen verantwortlich.

Die BGZ hat die Aufbewahrung für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren beantragt. Die Behälter sollen dann bei einem geeigneten Dienstleister dekontaminiert, freigemessen und verwertet werden.

Weitergehende Informationen zur Rücknahme der EUC finden Sie auf der Projektseite zur Rückführung: https://rueckfuehrung.bgz.de/#QAFrankreich

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/01/BGZ_Ahaus_3853_5135_neu-scaled.jpg 1525 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-06-27 10:02:452025-04-24 15:50:30Ahaus: BGZ beantragt Aufbewahrung von leeren Transportbehältern
© Christopher Mick/BGZ

Ahaus: Logistikunternehmen führt LKW-Testfahrten durch

26. Juni 2023/in Aktuelles, Startseite
AHAUS – Für einen möglichen Transport der Brennelemente aus dem Zwischenlager Jülich in das Zwischenlager Ahaus führt ein Logistikunternehmen im Auftrag der JEN Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) in dieser Woche Testfahrten mit einem LKW zum und auf dem Gelände des Zwischenlagers Ahaus durch.

Die Fahrten dienen dazu, die Befahrbarkeit möglicher Transportwege sowie die Rangiermöglichkeiten auf dem Zwischenlager-Gelände in Ahaus zu testen. Es wird kein radioaktives Material transportiert.

Wann genau Transporte der Brennelemente aus dem Zwischenlager Jülich nach Ahaus erfolgen könnten, ist noch nicht absehbar. Die erforderliche Transportgenehmigung ist noch nicht erteilt, das Verfahren nach Angaben der JEN jedoch sehr weit fortgeschritten.

Hintergrund:

Die JEN ist Betreiberin des Zwischenlagers in Jülich, das aufgrund einer Anordnung der NRW-Atomaufsicht aus dem Jahr 2014 geräumt werden soll. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass die Nachweise zur Erdbebensicherheit des Lagers, die nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik erbracht werden mussten, nicht rechtzeitig vorgelegt werden konnten.

Die JEN verfolgt dazu zwei Optionen: den Transport zum und die Aufbewahrung der AVR-Brennelemente im Zwischenlager Ahaus (Ahaus-Option) sowie den Neubau eines Zwischenlagers am Standort Jülich (Neubau-Option). Da die Ahaus-Option am weitesten fortgeschritten ist, will die JEN die parallele Verfolgung der Neubau-Option beenden, sobald die ersten Transporte nach Ahaus durchgeführt werden.

Die BGZ entscheidet nicht über den weiteren Verbleib der Jülicher Brennelemente. Diese Entscheidung trifft die JEN in enger Abstimmung mit dem NRW-Wirtschaftsministerium als Atomaufsicht.

Die BGZ ist vertraglich verpflichtet, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die Behälter mit den Jülicher Brennelementen annehmen zu können und sich auf eine mögliche Einlagerung vorzubereiten. Sollte es zu einer Entscheidung für die Ahaus-Option kommen, ist es Aufgabe der BGZ, die sichere Zwischenlagerung zu gewährleisten. Dies ist die Kernkompetenz der BGZ.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/01/BGZ_Ahaus_3853_5135_neu-scaled.jpg 1525 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-06-26 12:00:102025-04-24 15:50:54Ahaus: Logistikunternehmen führt LKW-Testfahrten durch
ASKETA-Tagung der Standort-Bürgermeister*innen 2023 in Philippsburg

Bürgermeister*innen der deutschen Zwischenlagerstandorte tagen in Philippsburg

22. Juni 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
PHILIPPSBURG – Die Bürgermeister*innen der deutschen Kommunen, in denen Zwischenlager betrieben werden, haben sich zu ihrer diesjährigen Tagung in Philippsburg getroffen. Dort informierten sie sich auch über aktuelle Projekte der BGZ.

Ein wichtiges Thema war der neue Zeithorizont bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle und die daraus resultierenden längeren Zwischenlagerzeiten. In ihrem Grußwort an die Vertreter*innen der Kommunen, die in der Arbeitsgemeinschaft von Standortgemeinden mit kerntechnischen Anlagen (ASKETA) organisiert sind, hob Bettina Hesse als neue Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung dazu hervor: „Die verlängerte Zwischenlagerung betrifft in erster Linie die Standortgemeinden, da die hochradioaktiven Abfälle hier deutlich länger vor Ort bleiben werden, als ursprünglich vorgesehen. Ich freue mich deshalb über die Möglichkeit, mich mit den Bürgermeister*innen zu diesem und zu anderen Themen persönlich austauschen zu können.“

Dr. Michael Hoffmann, Bereichsleiter Betrieb bei der BGZ, erläuterte, dass sich die BGZ seit ihrer Gründung im Jahr 2017 auf eine Zwischenlagerung deutlich über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren vorbereite. Im Zuge der neu zu führenden Genehmigungsverfahren müssten viele technische Fragen beantwortet werden. Dazu verfolge die BGZ ein umfassendes Forschungsprogramm, in dessen Rahmen sie mit nationalen und internationalen Partnern Alterungseffekte der Behälter und des Inventars betrachte. Zudem sorge ein umfangreiches Überwachungssystem für die Sicherheit in den Zwischenlagern. „Daher sind wir davon überzeugt, die sichere Aufbewahrung der hochradioaktiven Abfälle so lange gewährleisten zu können, bis alle Behälter an das Endlager abgegeben sind“, so Hoffmann.

Unternehmenssprecher Burghard Rosen ergänzte: „Wir erörtern unsere Vorbereitungen auf die verlängerte Zwischenlagerung in etlichen dialogorientierten Veranstaltungen an unseren Standorten sowie überregional. Wir werden, daran anknüpfend, die Öffentlichkeit im Rahmen der zu führenden Genehmigungsverfahren über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus umfassend beteiligen.“ Er gab zudem einen Überblick über den aktuellen Stand bei der Rückführung hochradioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung nach Deutschland und stellte die diesbezüglichen Kommunikationsaktivitäten vor.  Auch diese werde die BGZ an allen Rückführungsstandorten fortsetzen, betonte Rosen.

Ina Stelljes vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) informierte über die Öffentlichkeitsbeteiligung und die staatliche Verantwortung bei der Endlagersuche. Vorhaben von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung seien ohne Beteiligung nicht zu denken, Beteiligung sei ein Schlüsselelement, so Stelljes.

Abschließend berichtete Dagmar Dehmer von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) über die neuen Zeitbedarfe bei der Standortauswahl für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle sowie über den aktuellen Stand beim Bau des Endlagers Schacht Konrad für schwach- und mittelradioaktive Abfälle.

„Wir Standortkommunen und die BGZ pflegen einen regelmäßigen und konstruktiven Austausch“, sagte Stefan Martus, Bürgermeister von Philippsburg und Gastgeber der Tagung. Der ASKETA-Vorsitzende Josef Klaus, Bürgermeister von Niederaichbach, ergänzte: „Wir werden die Zwischenlagerung weiterhin kritisch begleiten, insbesondere die anstehenden Genehmigungsprozesse für die verlängerte Zwischenlagerung. In diesem Prozess muss die Lage der Standortkommunen berücksichtigt werden, denn wir vor Ort leben direkt an den Zwischenlagern.“

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/06/ASKETA-Tagung-2023-in-Philippsburg-scaled.jpg 1553 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-06-22 15:53:262025-04-24 15:51:17Bürgermeister*innen der deutschen Zwischenlagerstandorte tagen in Philippsburg
Abfall-Zwischenlager Neckarwestheim (AZN)BGZ/C. Mick

Abfall-Zwischenlager Neckarwestheim: Kurzzeitiger Ausfall eines Warnsystems

20. Juni 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
NECKARWESTHEIM – Im Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle stand das akustische Warnsystem kurzzeitig nicht zur Verfügung. Durch den Austausch einer Komponente konnte die Funktion der Anlage zeitnah wiederhergestellt werden.

Die Störung wurde während einer betrieblichen Sprachdurchsage erkannt und daraufhin eine Detailanalyse durchgeführt. Nach Austausch eines defekten Geräts stand das System wieder voll zur Verfügung. Die BGZ hat die zuständige Aufsichtsbehörde informiert. Es handelt sich um ein Ereignis der Stufe 0 auf der achtstufigen INES-Meldeskala („keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“).

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/12/2020-12-07-PM-Neckarwestheim-BGZ-uebernimmt-Zwischenlager-fuer-schwach-und-mittelradioaktive-Abfaelle-scaled.jpg 1579 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-06-20 10:24:122025-04-24 15:51:48Abfall-Zwischenlager Neckarwestheim: Kurzzeitiger Ausfall eines Warnsystems

Brokdorf: Landrat Claudius Teske besucht Zwischenlager

15. Juni 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BROKDORF – Die BGZ hat den Landrat des Kreises Steinburg, Claudius Teske, über aktuelle Vorhaben am Standort informiert. Im Mittelpunkt stand dabei die Nachrüstung des Brennelemente-Zwischenlagers, die im Wesentlichen den Bau einer zusätzlichen Schutzwand umfasst.

Nach der Erteilung der atomrechtlichen Genehmigung durch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) im Juli 2022 und der Baugenehmigung durch den Kreis Steinburg im März 2023 haben die Bauarbeiten begonnen. Der Schwerpunkt dabei liegt derzeit auf der Errichtung eines neuen Wachgebäudes für den Objektsicherungsdienst. Darüber hinaus wird aktuell ein mobiler Durchfahrschutz eingerichtet. Baubeginn für die Schutzwand am Zwischenlager ist voraussichtlich im Jahr 2024. Auch die Planungen für eine neue Zaunanlage schreiten zügig voran. „Bis zur Fertigstellung der neuen Einrichtungen gewährleisten wir die Sicherheit der Zwischenlagerung durch temporäre Maßnahmen, wie beispielsweise eine Aufstockung des Sicherungspersonals“, so Marco Paschen, der Leiter des Zwischenlagers.

Ein weiteres Thema des Austausches war die geplante Rückführung hochradioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung nach Brokdorf. Vorgesehen ist die Rücknahme von sieben CASTOR-Behältern aus Sellafield (Großbritannien), in denen sich Abfälle aus deutschen Kernkraftwerken befinden. Die BGZ erwartet die Erteilung der atomrechtlichen Aufbewahrungsgenehmigung frühestens Ende des Jahres 2023. „In diesem Zusammenhang werden wir im Frühjahr 2024 im Zwischenlager Brokdorf mit einem leeren Behälter einen Probelauf der Einlagerung durchführen. Mit der eigentlichen Rückführung, für die das Energieversorgungsunternehmen verantwortlich ist, rechnen wir nicht vor 2026“, so BGZ-Hauptabteilungsleiter Sandro Ringel.

Im Anschluss an den Termin dankte Landrat Claudius Teske den Vertretern der BGZ: „Es ist gut, dass ich mir hier vor Ort einen persönlichen Eindruck von Ihrer verantwortungsvollen Arbeit machen konnte. Gerade vor dem Hintergrund der zu erwartenden langen Zeiträume bis zur Abgabe der hochradioaktiven Abfälle an ein Endlager begrüße ich es ausdrücklich, dass die BGZ umfangreiche Investitionen in die Sicherheit des Standortes tätigt sowie proaktiv und offen kommuniziert.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/06/2023-06-15-Landrat-Claudius-Teske-Bildmitte-mit-Vertretern-des-Kreises-Steinburg-und-der-BGZ.jpg 1987 2392 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-06-15 08:32:092025-04-24 15:52:08Brokdorf: Landrat Claudius Teske besucht Zwischenlager

BGZ beim Umweltfestival am Brandenburger Tor

6. Juni 2023/in Aktuelles
Gemeinsam mit rund 200 weiteren Aussteller*innen präsentierte sich die BGZ beim Umweltfestival 2023 in Berlin.

Wie werden radioaktive Abfälle zwischengelagert? Werden abgebrannte Brennstäbe aus Deutschland noch aufgearbeitet? Wie bereitet sich die BGZ auf die verlängerte Zwischenlagerung vor?

Diese und viele weitere Fragen hatten die Besucher*innen des 28. Umweltfestivals am Infostand der BGZ. Die Veranstaltung fand am Sonntag, 04. Juni 2023, in Berlin am Brandenburger Tor statt.

Die sommerlichen Temperaturen und das vielfältige Angebot lockten viele Menschen zu dem Fest unter freiem Himmel. Auch der BGZ-Infostand war sehr gut besucht. Neben etlichen Besucher*innen, die sich allgemein zum Thema Zwischenlagerung informierten, kamen auch einige Interessierte mit Fachfragen vorbei. Besonderer Besuchermagnet war das BGZ-Standort-Quiz, bei dem man die BGZ-Standorte auf einer Landkarte zuordnen musste.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) fördert das Umweltfestival und war ebenfalls mit einem Informationsangebot vertreten. Auch Bundesumweltministerin Steffi Lemke und Staatssekretär Stefan Tidow nutzten die Gelegenheit und kamen am Infostand der BGZ vorbei, um sich über die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle zu informieren.

 

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/06/048_BGZ_Umweltfest-Berlin-scaled.jpg 1710 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2023-06-06 11:36:162025-04-24 15:52:30BGZ beim Umweltfestival am Brandenburger Tor

Ahaus: Grüne aus NRW besichtigen Zwischenlager

4. Juni 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
AHAUS – Der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, MdB Dr. Jan-Niclas Gesenhues, hat mit Vertreter*innen der Grünen aus NRW das Zwischenlager Ahaus besucht. Die BGZ informierte sie dort über die Planungen zur verlängerten Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle und mögliche weitere Einlagerungen am Standort.

„Wir werden die sichere Zwischenlagerung auch über die kommenden Dekaden gewährleisten“, betonte Dr. Michael Hoffmann, Bereichsleiter für den Betrieb der BGZ-Zwischenlager, mit Blick auf den größeren Zeitbedarf bei der Endlagersuche. Diese Sicherheit fuße auf einem robusten Konzept mit einer umfassenden Überwachung und positiven Erfahrungen aus mehr als drei Jahrzehnten störungsfreiem Betrieb der Zwischenlager. „Mit unserem Forschungsprogramm sind wir gut aufgestellt, um die erforderlichen Nachweise zur Langzeitsicherheit in den neuen Genehmigungsverfahren für die Zwischenlager vorzulegen“, so Dr. Hoffmann.

Dr. David Knollmann, Referent für Standortkommunikation, gab zusammen mit dem Leiter des Zwischenlagers, Uwe Wolf, einen Überblick über relevante Projekte am Standort. Dazu zählen etwa die geplante Einlagerung von Brennelementen aus dem Forschungsreaktor in Garching (FRM II) sowie die mögliche Aufbewahrung von Brennelementen aus dem AVR-Versuchsreaktor in Jülich. „Wir stehen in einem guten und regelmäßigen Austausch hier vor Ort in Ahaus. Dieser Dialog ist für uns als lernendes Unternehmen sehr wichtig – wir werden ihn deshalb auch künftig weiterführen und intensivieren“, so Dr. Knollmann.

Nach der Besichtigung des Zwischenlagers erklärte MdB Dr. Jan-Niclas Gesenhues: „Mit der Nutzung der Atomenergie in Deutschland ist seit April dieses Jahres Schluss. Als Hinterlassenschaften des Atomstrom-Zeitalters aber bleiben die radioaktiven Abfälle. Weil die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle länger dauert als ursprünglich geplant, kommt der Zwischenlagerung eine besondere Bedeutung zu.“

Dr. Gesenhues führte weiter aus: „Daher war es mir ein Anliegen, mit den Mitarbeiter*innen in Ahaus in einen konstruktiven Austausch zu gehen und einen direkten Einblick in die Praxis der Zwischenlagerung zu bekommen. Die BGZ hat die verantwortungsvolle Aufgabe, eine sichere Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle zu gewährleisten. Als Grüne Bundestagsfraktion setzen wir uns für bestmögliche Sicherheitsstandards ein. Dazu gehört für uns auch, unnötige Atomtransporte zu verhindern.“

Hintergrund:

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigung für das Zwischenlager in Ahaus läuft im Jahr 2036 aus. Da es Jahrzehnte dauert, bis alle hochradioaktiven Abfälle an ein Endlager abgegeben sind, wäre auch nach der ursprünglichen Planung, einen Endlagerstandort bis 2031 zu benennen, eine verlängerte Zwischenlagerung erforderlich gewesen. Auf diese bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung 2017 vor.

Dafür hat sie ein umfassendes Forschungsprogramm (https://bgz.de/forschungsprogramm) initiiert, in dessen Rahmen sie mit nationalen und internationalen Partnern aus Industrie, Wissenschaft und von Universitäten zusammenarbeitet. Die BGZ wird rechtzeitig neue Aufbewahrungsgenehmigungen für ihre Standorte beantragen und muss in diesen neu zu führenden Genehmigungsverfahren nach dem jeweils aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik nachweisen, dass die Sicherheit der Zwischenlagerung über 40 Jahre hinaus gewährleistet ist.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/06/DSCF4753-2-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-06-04 12:35:232025-04-24 15:56:30Ahaus: Grüne aus NRW besichtigen Zwischenlager
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News / Pressemitteilungen

  • Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle: BGZ weitet Forschung an bestrahlten Brennstäben aus 3. September 2026
  • Erfolgreiche Notfallübung: BGZ und Feuerwehr trainieren im Abfall-Zwischenlager 1. September 2026
  • Schutz- und Sicherheitskraft mit Auszeichnung: BGZ-Mitarbeiter Kai von Oesen in Köln geehrt 12. August 2026
  • Staatssekretär des baden-württembergischen Umweltministeriums und Bürgermeister besuchen Zwischenlager Neckarwestheim 7. August 2026
  • Zwei Sportsfreunde mit einer Passion: Bouldern in der Bundesliga 5. August 2026
  • Broschüre: Verlängerte Zwischenlagerung kurz und knapp 14. Juli 2026
  • Arbeitskreis Wesermarsch besichtigt BGZ-Zwischenlager 13. Juli 2026
  • BGZ stellt Antrag für die verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben 29. Juni 2026
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  • BGZ beantragt Aufbewahrungsgenehmigung für weitere 20 Jahre 22. Juni 2026

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