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BGZ

Brokdorf: Neue BGZ-Geschäftsführerin trifft Vertreter*innen der Standortgemeinde

18. August 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BROKDORF – Im Rahmen ihres Standortbesuches hat sich die neue Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung, Bettina Hesse, bei Brokdorfs Bürgermeister Jörg Schmidt und Ehrenbürgermeisterin Elke Göttsche vorgestellt. Bei dem Treffen betonten beide Seiten die Bedeutung ihrer konstruktiven Zusammenarbeit.

„Es ist mir ein wichtiges Anliegen, mir ein eigenes Bild von der Situation und den Erwartungen der Menschen an den Zwischenlagerstandorten zu machen“, erläuterte Bettina Hesse. „Den Dialog, den wir seit Gründung der BGZ vor Ort führen, werden wir fortsetzen und in Zukunft weiter intensivieren.“

Ein Thema des Treffens war die geplante Rückführung von sieben CASTOR-Behältern mit Abfällen aus der Wiederaufarbeitung von Brennelementen aus Sellafield, Großbritannien, nach Brokdorf. Die BGZ erwartet die Genehmigung zur Aufbewahrung durch das zuständige Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) frühestens Ende dieses Jahres. Die eigentliche Rückführung, für die das Energieversorgungsunternehmen verantwortlich ist, könnte dann 2026 vollzogen werden. Daneben ging es unter anderem auch um die bauliche Nachrüstung des Zwischenlagers, die planmäßig umgesetzt wird.

„Der Atomausstieg und die langfristige Zwischenlagerung stellen auch die Gemeinde Brokdorf vor große Herausforderungen“, betonte Bürgermeister Jörg Schmidt im Anschluss an den Termin. „Durch die regelmäßige und proaktive Kommunikationsarbeit der BGZ sind die Bürgerinnen und Bürger aber immer umfassend über alle relevanten Themen informiert. Das schafft Vertrauen. Diese gute und etablierte Zusammenarbeit möchten wir gerne fortführen.“

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/08/2023-08-18-Dankte-Brokdorfs-Ehrenbuergermeisterin-Elke-Goettsche-fuer-die-konstruktive-Zusammenarbeit-BGZ-Geschaeftsfuehrerin-Bettina-Hesse-scaled.jpg 1920 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-08-18 08:36:552025-04-24 15:29:02Brokdorf: Neue BGZ-Geschäftsführerin trifft Vertreter*innen der Standortgemeinde

TRANSENS Summer School: BGZ diskutiert mit jungen Forscher*innen über Zwischenlagerung

17. August 2023/in Aktuelles, Startseite
BAD HONNEF – Die BGZ hat bei der TRANSENS Summer School mit Studierenden, Wissenschaftler*innen und weiteren Akteuren der nuklearen Entsorgung im In- und Ausland über das Konzept der Zwischenlagerung diskutiert und ihr Forschungsprogramm vorgestellt.

Benjamin Czwikla aus der BGZ-Forschungsabteilung erläuterte auf Einladung des Verbunds für Transdisziplinäre Forschung zur Entsorgung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland (TRANSENS), wie sich das bundeseigene Unternehmen auf die verlängerte Zwischenlagerung vorbereitet und präsentierte den rund 60 Teilnehmer*innen die laufenden Forschungsprojekte.

Auch Dr. Lutz Lindhorst, BGZ-Projektleiter für die Planung und Errichtung des Logistikzentrums Konrad, nahm als Gastredner an der Veranstaltung im Physikzentrum der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Bad Honnef teil und berichtete aus seiner früheren Tätigkeit in der niederländischen Aufsichtsbehörde über die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle im Nachbarland.

Im Fokus der zweiten Auflage der TRANSENS Summer School standen in diesem Jahr die Erfordernisse, die eine langfristige Strategie im Umgang mit hochradioaktiven Abfällen und ihre Entsorgung an die beteiligten Akteure stellt. Eine Woche lang tauschten sich Studierende mit Vertreter*innen aus Wissenschaft sowie von Behörden aus Deutschland und dem europäischen Ausland in Impulsvorträgen, Workshops und Diskussionsrunden aus. Unter den Gästen waren auch Vertreter*innen des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) sowie der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE).

Einen Eindruck von den Aufgaben und der Arbeit der BGZ erhielten die Teilnehmer*innen der Veranstaltung am BGZ-Infomobil, wo Czwikla, Lindhorst sowie Vertreter*innen aus dem Bereich Politik und Kommunikation der BGZ zahlreiche Fragen zur Zwischenlagerung in Deutschland beantworteten und ein reger Austausch stattfand.

Benjamin Czwikla aus der Forschungsabteilung der BGZ stellte bei der TRANSENS Summer School das Forschungsprogramm vor, mit dem sich die BGZ auf die verlängerte Zwischenlagerung vorbereitet.

 

Dr. Lutz Lindhorst, BGZ-Projektleiter für die Planung und Errichtung des Logistikzentrums Konrad, berichtete bei der TRANSENS Summer School aus seiner früheren Tätigkeit in der niederländischen Aufsichtsbehörde über die gesetzlichen Rahmenbedingun-gen der Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle im Nachbarland.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/08/Infomobil1-scaled.jpg 2092 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-08-17 09:25:372025-04-24 15:29:40TRANSENS Summer School: BGZ diskutiert mit jungen Forscher*innen über Zwischenlagerung

AIW Regionalvorstand Ahaus besichtigt Zwischenlager

16. August 2023/in Aktuelles, Startseite
AHAUS – Der Regionalvorstand Ahaus des Unternehmensverbands AIW („Aktive Unternehmen im Westmünsterland“) hat das Zwischenlager Ahaus besucht. BGZ-Sprecher Dr. David Knollmann stellte den Gästen in einem Vortrag die Aufgaben des bundeseigenen Unternehmens vor und erläuterte die Sicherheitsprinzipien der Zwischenlagerung.

Dr. Knollmann erläuterte außerdem die Vorbereitungen für die längere Zwischenlagerung an allen BGZ-Standorten und gewährte einen Ausblick auf zukünftige Vorhaben in Ahaus wie die Aufbewahrung von Brennelementen aus deutschen Forschungsreaktoren.

Im Anschluss konnten sich die Mitglieder des Regionalvorstands und der AIW-Geschäftsführung ein eigenes Bild von der sicheren Aufbewahrung radioaktiver Abfälle im Zwischenlager Ahaus machen.

AIW-Geschäftsführerin Inken Steinhauser resümierte abschließend: „Wir konnten uns heute davon überzeugen, dass die BGZ mit hoher fachlicher Expertise die Sicherheit der Zwischenlagerung gewährleistet und transparent über zukünftige Projekte und Herausforderungen kommuniziert.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/08/AIW-Besuch-Zwischenlager-scaled.jpg 2168 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-08-16 10:36:352025-04-24 15:30:04AIW Regionalvorstand Ahaus besichtigt Zwischenlager

BGZ begrüßt Stellungnahme zum Logistikzentrum Konrad

9. August 2023/in Aktuelles, LOK, Pressemitteilung, Startseite
BERLIN – Die Entsorgungskommission des Bundes (ESK) hat die Notwendigkeit des Logistikzentrums Konrad (LoK) für eine zügige Endlagerung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle noch einmal bestätigt. Auch die Auswahl des Standorts am ehemaligen Kernkraftwerk Würgassen hält die ESK für nachvollziehbar.

„Die Stellungnahme der Entsorgungskommission bestätigt die Auffassung der BGZ, dass nur mit dem Logistikzentrum eine schnelle und reibungslose Anlieferung an das Endlager Konrad erfolgen kann“, sagte der Generalbevollmächtigte der BGZ für das LoK, Christian Möbius. Mit dem LoK sei es möglich, die Betriebszeit des Endlagers und der zahlreichen Zwischenlager um rund zehn Jahre zu verkürzen. „Je schneller der radioaktive Abfall unter die Erde gebracht werden kann, desto besser ist das für die Sicherheit von uns allen“, so Möbius.

Die ESK hat in ihrer Stellungnahme zudem herausgestellt, dass die Entscheidung der BGZ, das Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Würgassen für das LoK als Standort zu nutzen, korrekt und nachvollziehbar erfolgt sei.

Möbius erklärte, er sei optimistisch, dass auf dieser Grundlage das Bundesumweltministerium zeitnah eine Entscheidung zum Bau des LoK in Würgassen treffen werde. Die BGZ werde jetzt zuversichtlich auf eine endgültige Entscheidung aus Berlin warten. Die Planungsarbeiten liefen bis dahin wie bisher weiter.

Hier geht es zur Stellungnahme der ESK.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Entsorgung der radioaktiven Abfälle sichergestellt.

Das Bundesumweltministerium hatte vor einem Jahr die ESK damit beauftragt, die Notwendigkeit eines LoK und die Standortauswahl der BGZ noch einmal zu überprüfen.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/08/LoK-3D.png 596 1059 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2023-08-09 12:16:102025-04-24 15:30:59BGZ begrüßt Stellungnahme zum Logistikzentrum Konrad

Grohnde: BGZ informiert zum Zwischenlager

8. August 2023/in Aktuelles, Startseite
EMMERTHAL – In einer Informationsveranstaltung für den Rat und die Bürger*innen der Gemeinde Emmerthal wird die BGZ ihr Forschungsprogramm zur verlängerten Zwischenlagerung vorstellen und über aktuelle Vorhaben am Standort informieren. Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, den 07. September 2023, ab 18:30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses der Gemeinde Emmerthal.

Das bundeseigene Unternehmen wird in der Informationsveranstaltung außerdem erläutern, wie die sichere Zwischenlagerung am Standort Grohnde gewährleistet wird und welche Baumaßnahmen in den nächsten Jahren geplant sind, um den Zwischenlager-Betrieb vom Kernkraftwerk Grohnde zu entkoppeln, das derzeit zurückgebaut wird.

Alle Interessierten sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hintergrund:

Die bundeseigene BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung betreibt seit 2019 das Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle auf dem Gelände des Kernkraftwerks Grohnde. Die Zwischenlagerung dieser Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigung für das Zwischenlager in Grohnde läuft im Jahr 2046 aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da die verantwortliche Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) frühestens in den 2040er-Jahren mit der Benennung eines Endlagerstandorts für hochradioaktive Abfälle rechnet. Dann wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis alle Behälter an dieses Endlager abgegeben sind. Auf die verlängerte Zwischenlagerung bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor. Das Forschungsprogramm der BGZ ist die Grundlage dafür, die sichere Aufbewahrung der hochradioaktiven Abfälle auch über den bislang genehmigten Zeitraum hinaus nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik nachzuweisen.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/08/BGZ_Grohnde_3550_133_low-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-08-08 11:30:362025-04-24 15:32:40Grohnde: BGZ informiert zum Zwischenlager
Mick

Kerntechnischer Hilfsdienst mit neuer Geschäftsführung

1. August 2023/in Aktuelles, Startseite
EGGENSTEIN-LEOPOLDSHAFEN  – Bei der Kerntechnischen Hilfsdienst GmbH (KHG) hat es einen personellen Wechsel gegeben: Ingrid Gosens und Thorsten Hüttl leiten nun die Geschäftsführung des Unternehmens.

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe und die noch engere Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen der KHG“, sagt Ingrid Gosens, die als BGZ-Bereichsleiterin Personal nun zusätzliche Verantwortung in dem BGZ-Tochterunternehmen übernimmt. Dies gilt auch für Thorsten Hüttl (BGZ-Bereichsleiter Controlling/Finanzen/Steuern), der die Doppelspitze komplettiert: „Auch für mich ist die Geschäftsführung dieser spezialisierten Notfallschutzorganisation eine spannende und neue Herausforderung.

Gosens und Hüttl folgen auf Lars Köbler, Kaufmännischer Geschäftsführer der BGZ, der bislang auch an der Spitze der KHG stand. „Die Übertragung dieser Aufgabe auf Frau Gosens und Herrn Hüttl ermöglicht es mir, mich weiterhin mit voller Kraft den vielfältigen Aufgaben in der weiter wachsenden BGZ zu widmen“, sagt er. Für den Wechsel war ein Beschluss der Gesellschafterversammlung nötig. Die Mitglieder haben diesem Ende Juni zugestimmt.

Thorsten Hüttl, BGZ-Bereichsleiter Controlling/Finanzen/Steuern sowie Geschäftsführer der KHG

Ingrid Gosens, BGZ-Bereichsleiterin Personal und Geschäftsführerin der KHG

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/01/BGZ-uebernimmt-Mehrheitsanteile-der-KHG.jpg 928 2000 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-08-01 10:53:202025-04-24 15:33:00Kerntechnischer Hilfsdienst mit neuer Geschäftsführung

Zweite Chance auf vier Rädern

1. August 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
AHAUS – 1300 Stunden mühevolle Kleinarbeit in 5 Jahren: Wenn Ingo Kleinfeld aus Ahaus-Graes neben seinem restaurierten VW T2 Westfalia steht, ist ihm der Stolz anzusehen. Mit der für einen Münsterländer typischen Bescheidenheit spricht der Metallbaumeister, der bei BGZ in Ahaus in der Qualitätsüberwachung arbeitet, über seine beeindruckende Leistung. Was heute in der Originalfarbe „Neptunblau“ glänzend dasteht, hat den Schrauber manchmal fast zur Verzweiflung getrieben. Ingo Kleinfeld und sein Bulli – das ist eine besondere Geschichte.

Wenn man diese Geschichte erzählen möchte, muss man zunächst über ein Unglück sprechen. Kleinfeld fuhr 20 Jahre lang leidenschaftlich Motorrad. Bis zum 11. Juli 2015, als sich der Ahauser bei einem Unfall mit dem Motorrad verletzte. Noch im Krankenhaus versprach der Familienvater seiner damals 6-jährigen Tochter und seiner Frau, dass er nie wieder Motorrad fährt. Ein Versprechen, das er bis heute gehalten hat.

„Mein Arzt riet mir, während der Rehabilitationsphase einem Hobby nachzugehen“, erzählt der 45-Jährige. Der BGZ-Mitarbeiter, der sich schon immer für Oldtimer interessiert hat, machte sich auf die Suche nach einem Schrauberprojekt.

Fündig wird er bei einem Importeur im Aachener Raum, der einen VW Bulli aus Texas anbietet: einen T2 Westfalia, Erstzulassung 1978, mit der großen „Berlin“-Ausstattung. Aufstelldach, Küche, Standheizung, Klimaanlage, Tempomat – mehr geht fast nicht. 98.600 Meilen hat das sonnenverwöhnte Fahrzeug damals auf dem Tacho. Der Importeur ruft einen „Liebhaberpreis“ auf und Kleinfeld hat ein neues Hobby.

„Auf den ersten Blick stand der Bulli gut da“, erinnert sich der Graeser. Auf den zweiten Blick stellte sich heraus: In seiner Garage steht eine Riesen-Herausforderung. „Festgeschweißte Radmuttern, lose Kabel überall, mit Klebeband fixierte Benzinschläuche – jedes Teil war eigentlich defekt oder zerschlissen.“ Die Konsequenz: bis auf die Karosserie musste alles raus.

„Ich habe jedes Teil auseinandergenommen und angefasst, bestimmt Tausend Teile“, berichtet Kleinfeld. Um auch im Sitzen in seiner Garage arbeiten zu können, lässt er für kleines Geld ein Drehgestell anfertigen. Mit dem Karosserierahmen verschraubt, kann das Fahrzeug um 90 Grad gedreht werden.

Was dann folgt, beschreibt der Bulli-Besitzer als jahrelange Sisyphos-Arbeit: „Ich war schon häufig frustriert, wenn es nicht weiterging. Man entwickelt mit der Zeit aber eine hohe Frustrationstoleranz.“ Manchmal habe er „das Teil“ einfach vergessen wollen. „Aber es stand ja in der Garage ständig im Weg“, erzählt er heute lachend. Die Motivation sei immer gewesen: nicht aufgeben, weitermachen.

Dabei halfen ihm neben seiner eigenen Disziplin und Ausdauer Gleichgesinnte in mehreren Oldtimer-Foren und beim Bulli-Club in Münster. Weitere Bulli-Verrückte kamen schon mal sonntags aus dem Ruhrgebiet, um bei Spezialproblemen zu helfen. „Die Hilfsbereitschaft, die ich erfahren habe, war großartig.“

An einem Tag im Mai 2021 ist es endlich soweit. Kleinfeld hat Geburtstag – und einen Termin beim TÜV. Der Gutachter sei begeistert gewesen – und gründlich. Vier Stunden dauert die Neuabnahme des T2, jede einzelne CE-Kennzeichnung ließ sich der TÜV-Experte zeigen. Am Ende gibt es den lang ersehnten Stempel und anschließend eine besondere Geburtstagsfeier mit einem neuen „Familienmitglied“, das von Kleinfelds Tochter und seiner Frau liebevoll „Schlumpf“ genannt wird.

Die erste Reise mit frischer TÜV-Plakette – man will es ja nicht übertreiben – geht auf einen Campingplatz bei Münster. Der Bulli bietet Platz für die ganze Familie inklusive Hund. Schöner Reisen geht also eigentlich nicht. Und das mit 90 bis 100 km/h. Der Bulli könnte zwar 127 km/h Höchstgeschwindigkeit aus 70 PS leisten, aber niemand will ihm das mehr zumuten.

Der 44 Jahre alte T2 steht heute zwar im Museumszustand da. Er ist aber kein Museumsstück. Nach einem erneuten Werkstattaufenthalt und kurzem Zittern (defekter Dichtungsring, 1-Euro-Teil), fährt Kleinfeld seinen Bulli heute regelmäßig: Neben Fahrten in den Urlaub dient er auch dazu, Arbeitskollegen zum Traualtar zu chauffieren (so wie zuletzt in Ahaus, als Ingo Kleinfeld seinen Kollegen Frank Abbing zur Kirche St. Josef fahren durfte).

Das Schönste aber, erzählt Kleinfeld, sind die Reaktionen der Ahauser, wenn er mit dem Bulli „einfach nur so“ von A nach B unterwegs ist. Besonders die Begeisterung der Kinder, die ihre Eltern staunend auf das „Matchboxauto“ hinweisen, freut Kleinfeld. „Es wird gewunken, es gibt Daumen nach oben und die Leute gewähren einem überall die Vorfahrt.“

Und was bringt die Zukunft für den Bulli und die Kleinfelds? Seiner Tochter, die mittlerweile Teenagerin ist, hat Ingo Kleinfeld ein weiteres Versprechen gegeben: „Sie will damit mal in den Urlaub nach Spanien fahren und da bietet sich so ein Bulli natürlich an.“

Innenansicht Fahrersitz
https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/08/2023-08-01-PM-BGZ-Portrait-Bulli-Projekt-Ahaus-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-08-01 09:47:212025-04-24 15:33:22Zweite Chance auf vier Rädern
© Christopher Mick/BGZ

Zwischenlager Philippsburg: Aufbewahrung von Wiederaufarbeitungsabfällen genehmigt

25. Juli 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
PHILIPPSBURG – Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat der BGZ die Genehmigung erteilt, vier CASTOR-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung im Brennelement-Zwischenlager Philippsburg aufzubewahren.

„Die nun erteilte Genehmigung nach dem Atomgesetz bescheinigt uns, dass das Konzept der Zwischenlagerung trägt und die Behälter im Zwischenlager Philippsburg sicher aufbewahrt werden können“, erläutert Stefan Weber als Leiter der Abteilung Genehmigungen bei der BGZ.

Die Behälter mit verglasten hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland sollen in den nächsten Jahren vom französischen La Hague in das Zwischenlager Philippsburg gebracht werden. „Ein Termin für den Transport steht noch nicht fest“, betont der Leiter des Zwischenlager-Standorts Philippsburg, Dr. Steffen Vonderau. Für die Rückführung sei zudem eine Transportgenehmigung erforderlich, die ein von der Energiewirtschaft beauftragtes Unternehmen beim BASE beantragt hat. Diese ist allerdings noch nicht erteilt.

Im Jahr 2015 haben Bund, Länder und AKW-Betreiber das Rückführungskonzept im Konsens beschlossen. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung der Behälter vor. Damals sind vier Standorte für die Rückführung der Abfälle festgelegt worden: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg.

„Diese Verteilung ist fair, denn sie orientiert sich am Verursacherprinzip“, macht Stefan Mirbeth, verantwortlich für die BGZ-Kommunikation am Standort Philippsburg, deutlich. „Nach Abschluss der Rückführung werden die hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in den Bundesländern zwischengelagert, aus deren Atomkraftwerken anteilig die größte Menge an Kernbrennstoff zur Wiederaufarbeitung ins Ausland verbracht wurde.“

Nach Hessen ist die Rückführung bereits abgeschlossen: Im November 2020 wurden sechs Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der britischen Wiederaufarbeitung zum Zwischenlager Biblis transportiert. Für Deutschland war dies der erste große Rücktransport von Atommüll in CASTOR-Behältern seit 2011. Er verlief reibungslos und ohne Störungen.

18 weitere CASTOR-Behälter müssen in den kommenden Jahren noch nach Deutschland zurückgeführt werden, davon vier Behälter in das Brennelement-Zwischenlager Philippsburg. Bei den Behältern, die von La Hague nach Philippsburg kommen sollen, handelt es sich um CASTOR-Behälter des Typs HAW28M, die auch für die Rückführung verglaster hochradioaktiver Abfälle an die Standorte Biblis, Gorleben, Isar und Brokdorf eingesetzt wurden bzw. noch werden.

Hintergrund:

Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Gemäß ihren vertraglichen Verpflichtungen müssen die Abfallbesitzer, die Betreiber der Atomkraftwerke, ihre noch im Ausland lagernden Wiederaufarbeitungsabfälle nach Deutschland zurückführen. Zur Rücknahme dieser Abfälle hat sich die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich verpflichtet.

Die BGZ hat von Beginn an proaktiv über die Rückführung informiert, unter anderem auch bei zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen wie etwa im November 2021 in der Bruhrainhalle in Philippsburg. Sie wird diese Kommunikation fortsetzen. Weitere Informationen finden sich auch hier: https://rueckfuehrung.bgz.de/

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/03/BGZ_Philippsburg-scaled.jpg 2087 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-07-25 15:47:132025-04-24 15:33:55Zwischenlager Philippsburg: Aufbewahrung von Wiederaufarbeitungsabfällen genehmigt

Abfall-Zwischenlager Philippsburg: Kurzzeitiger Ausfall eines Warnsystems

13. Juli 2023/in Aktuelles, Meldepflichtige Ereignisse, Pressemitteilung, Startseite
PHILIPPSBURG – Im Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle stand das akustische Warnsystem kurzzeitig nicht zur Verfügung. Durch den Austausch einer Komponente konnte die Funktion der Anlage zeitnah wiederhergestellt werden.

Die Störung wurde von der Störmeldeanlage erkannt und angezeigt. Nach Austausch einer defekten Baugruppe stand das System wieder uneingeschränkt zur Verfügung.

Die BGZ hat die zuständige Aufsichtsbehörde informiert. Es handelt sich um ein Ereignis der Stufe 0 auf der achtstufigen INES-Meldeskala („keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“).

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/04/BGZ_Philippsburg_3727_4105_1-scaled.jpg 2560 2420 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-07-13 17:20:192025-04-24 15:34:13Abfall-Zwischenlager Philippsburg: Kurzzeitiger Ausfall eines Warnsystems

Standort Biblis: BGZ im Austausch über verlängerte Zwischenlagerung

12. Juli 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite, vZL
BENSHEIM – Wie die sichere Aufbewahrung der hochradioaktiven Abfälle bis zu deren Abgabe an ein Endlager gewährleistet wird, darüber informierte die BGZ bei einer Veranstaltung der Wählervereinigung „Bürger für Bensheim“ (BfB) in Bensheim. Wichtiger Baustein für die verlängerte Zwischenlagerung ist das Forschungsprogramm der BGZ, das Vertreter des bundeseigenen Unternehmens vorstellten.

Zunächst gab Dirk Jonas, Leiter des Zwischenlagers Biblis, einen Überblick über aktuelle Projekte am Standort. Dazu zählen die Planungen für die organisatorische, bauliche und personelle Entkopplung der Zwischenlager vom Kernkraftwerk. In diesem Kontext bereitet die BGZ unter anderem die Errichtung eines eigenen Funktionsgebäudes für Mitarbeiter*innen und das Wachpersonal vor.

Im Anschluss veranschaulichte BGZ-Sprecher Stefan Mirbeth die Forschungsaktivitäten der BGZ. Mit dem Forschungsprogramm habe das bundeseigene Unternehmen die Grundlage dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachzuweisen, so Mirbeth. Am Standort Biblis ist das Brennelemente-Zwischenlager aktuell bis 2046 genehmigt.

„Wir sind davon überzeugt, dass das durch uns umgesetzte Konzept der trockenen Zwischenlagerung am besten geeignet ist, die Sicherheit der Zwischenlagerung über die nächsten Dekaden zu gewährleisten“, hob BGZ-Sprecher Mirbeth hervor. „Das Konzept der trockenen Zwischenlagerung ist so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist.“

Ein umfassendes Überwachungskonzept sorgt dafür, dass gegebenenfalls frühzeitig Maßnahmen abgeleitet werden können, die den sicheren Betrieb dauerhaft gewährleisten. In allen Zwischenlagern finden darüber hinaus regelmäßige Überprüfungen statt. Dadurch können technische Systeme weiterentwickelt und bei Bedarf angepasst werden.

Im Anschluss an die Veranstaltung im Gemeindezentrum St. Laurentinus zeigten sich Norbert Koller und Ulrike Vogt-Saggau von der Wählergemeinschaft „Bürger für Bensheim“ zufrieden mit dem Informationsangebot der BGZ: „Wir haben uns einen sehr guten Eindruck von den aktuellen Planungen der BGZ am Standort Biblis verschaffen können. Eine sachliche und faktenorientierte Debatte ist uns wichtig“, betonte BfB-Fraktionsvorsitzender Koller.

 

Hintergrund:

Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung darstellen. Die radioaktiven Abfälle sollen daher unterirdisch in einer tiefengeologischen Formation in Deutschland dauerhaft gelagert werden. Da die Suche nach einem Endlager-Standort noch nicht abgeschlossen ist, reichen die ursprünglich auf 40 Jahre befristeten Genehmigungen der Zwischenlager nicht aus. Die BGZ wird rechtzeitig neue Genehmigungen beantragen und die sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager nachweisen. Darauf bereitet sie sich mit ihrem Forschungsprogramm vor. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie mit Forschungsinstituten und Universitäten zusammen und führt einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene.

Das Forschungsprogramm kann hier angesehen und heruntergeladen werden: https://bgz.de/mediathek/#publikationen

 

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/07/PM-BGZ-informiert-in-Bensheim.jpg 1391 1761 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-07-12 10:24:082025-04-24 15:34:37Standort Biblis: BGZ im Austausch über verlängerte Zwischenlagerung
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News / Pressemitteilungen

  • Schutz- und Sicherheitskraft mit Auszeichnung: BGZ-Mitarbeiter Kai von Oesen in Köln geehrt 12. August 2026
  • Staatssekretär des baden-württembergischen Umweltministeriums und Bürgermeister besuchen Zwischenlager Neckarwestheim 7. August 2026
  • Zwei Sportsfreunde mit einer Passion: Bouldern in der Bundesliga 5. August 2026
  • Broschüre: Verlängerte Zwischenlagerung kurz und knapp 14. Juli 2026
  • Arbeitskreis Wesermarsch besichtigt BGZ-Zwischenlager 13. Juli 2026
  • BGZ stellt Antrag für die verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben 29. Juni 2026
  • Rückführung radioaktiver Abfälle aus dem Ausland abgeschlossen 25. Juni 2026
  • BGZ beantragt Aufbewahrungsgenehmigung für weitere 20 Jahre 22. Juni 2026
  • Austausch von Industrie und Wissenschaft in Garching 17. Juni 2026
  • Neue Geschäftsführerin bei der BGZ 29. Mai 2026

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