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Lingen: BGZ und BGE informieren über Zwischen- und Endlagerung

23. Oktober 2026/in Aktuelles, Dialog, Lingen, Nordwest, Pressemitteilung, Regionen, Standorte, Startseite, Zwischenlagerung

LINGEN – In einer öffentliche Dialogveranstaltung für die Bürger*innen der Stadt wird die BGZ am 5. November über die sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle am Standort Lingen informieren. Zudem wird die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) den aktuellen Stand der Endlagersuche in Deutschland vorstellen.

Fachleute der BGZ werfen einen Blick auf die sichere Aufbewahrung der CASTOR-Behälter mit Brennelementen aus dem Kernkraftwerk Emsland und erläutern, wie der unabhängige Betrieb des Zwischenlagers nach dem Rückbau des Kraftwerks aussehen wird. Fachleute der BGE geben einen Überblick über die Endlagerprojekte in Deutschland und präsentieren den aktuellen Stand der Suche nach einem Endlager für die hochradioaktiven Abfälle.

Im Anschluss an die Vorträge beantworten die Expert*innen der bundeseigenen Unternehmen Fragen zu den vorgestellten Themen.

Dialogveranstaltung von BGZ und BGE
Thema: Aufbewahrung der Brennelemente aus dem Kernkraftwerk Emsland /
Endlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland
Termin: 05.11.2026, 18:30 Uhr
Ort: IT-Zentrum, Seminarraum 2, Kaiserstraße 10B, 49809 Lingen (Ems)

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2026/10/2026-10-23-PM-Dialogveranstaltung-Lingen-scaled.jpg 2032 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2026-10-23 10:20:392026-10-23 10:20:39Lingen: BGZ und BGE informieren über Zwischen- und Endlagerung

Abfall-Zwischenlager Biblis: Überprüfung aller Fässer abgeschlossen

7. Oktober 2026/in Aktuelles, Biblis, Pressemitteilung, Startseite, Südwest, Zwischenlagerung

BIBLIS – Nachdem Ende 2024 im Abfall-Zwischenlager Korrosion an einem Fass mit schwachradioaktiven Abfällen festgestellt worden war, startete die BGZ eine umfassende Inspektion aller dort eingelagerten Stahlblechfässer. Diese ist nun beendet.

Die BGZ-Fachleute stellten dabei fest, dass insgesamt 30 Fässer Beschädigungen aufweisen. Unter anderem zeigen drei Behälter Risse und zwei jeweils ein kleines, korrosionsbedingtes Loch. Es handelt sich um 200- und 400-Liter-Fässer, die mit Schutzkleidung, Bauschutt und Metallschrott aus dem Betrieb und dem Rückbau des Kernkraftwerks Biblis befüllt sind. Messungen des BGZ-Fachpersonals zeigten, dass eine Kontamination an der jeweiligen Fassoberfläche oder die Freisetzung radioaktiver Stoffe in jedem Fall ausgeschlossen werden konnten. Der Schutz von Mensch und Umwelt war und ist stets gewährleistet, wie auch das hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt (HMLU) als zuständige Aufsichtsbehörde bestätigte. Bei den festgestellten Befunden handelt es sich um Ereignisse der Stufe 0 auf der achtstufigen INES-Skala („keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“). Die BGZ hat fortlaufend eine Auflistung aller Befunde veröffentlicht.

Schematische Darstellung eines Stahlblechfasses.

Im Ergebnis gibt es zwei Gründe für die Beschädigungen: Eine Ursache liegt demnach im Inneren der Fässer. 27 Fässer mit Korrosion wurden in den 1980er Jahren verpackt. Dabei wurden Zwischenräume mit einer speziellen Zementmischung aufgefüllt, diese wurde nicht ausreichend abgebunden. Feuchtigkeit verblieb und führte zur Korrosion des äußeren Stahlblechs. Die Risse an drei weiteren Fässern entstanden durch Handhabungen bei der Ein- oder Umlagerung. Die Lagerbedingungen in Biblis sind demnach nicht für die Korrosion verantwortlich und die Zwischenlager nach wie vor für die sichere Aufbewahrung der Abfälle geeignet.

Die aufwendige Inspektion dauerte 18 Monate und wurde durch das HMLU begleitet. Das Fachpersonal der BGZ begutachtete dabei alle 653 Fässer im Abfallzwischenlager 1 (AZB 1). Die 30 auffälligen Behälter wurden an den Abfall-Eigentümer RWE übergeben, dort werden diese in dafür geeignete Überfässer eingestellt. Die BGZ hat mit der Aufsichtsbehörde zusätzlich zu den bislang durchgeführten Überprüfungen der Fässer ein engmaschiges Inspektionsprogramm erarbeitet, in welches die Erfahrungen aus der abgeschlossenen Überprüfung eingeflossen sind. Durch dieses Konzept können etwaige Veränderungen frühzeitig erkannt und bei Bedarf Maßnahmen eingeleitet werden.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-11-18-PM-Biblis_Korrosion-an-einem-Fass-scaled-e1791360600798.jpg 990 1357 Genevieve Mulack https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Genevieve Mulack2026-10-07 10:10:312026-10-07 10:10:31Abfall-Zwischenlager Biblis: Überprüfung aller Fässer abgeschlossen
Die BGZ hat beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) in Gorleben eingereicht.Mick/BGZ

BGZ reicht Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ein

5. Oktober 2026/in Aktuelles, Gorleben, Gorleben (Region), Startseite, Verlängerte Zwischenlagerung, Zwischenlagerung

GORLEBEN – Die BGZ hat beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingereicht, die sie im Vorfeld des Antrags auf eine verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben beantragt hatte.

Am 29. Juni 2026 hat die BGZ beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) den Antrag auf eine verlängerte Zwischenlagerung der in Gorleben aufbewahrten hochradioaktiven Abfälle gestellt. Damit wurde das Genehmigungsverfahren nach § 6 Atomgesetz (AtG) eingeleitet. Zeitgleich mit der Antragstellung hatte die BGZ dem BASE den Bericht über die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung übersendet.

Zuvor hatte die BGZ im Mai 2025 freiwillig eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beantragt. Mit dieser UVP werden in Abgrenzung zum Verfahren nach dem Atomgesetz mögliche Umweltauswirkungen der verlängerten Zwischenlagerung untersucht.

Mit Datum vom 2. Oktober haben wir nun beim BASE die erforderlichen Unterlagen zur UVP eingereicht:

  • den Sicherheitsbericht
  • eine zusammenfassende Darstellung der Anlagensicherungsmaßnahmen
  • eine Kurzbeschreibung des Brennelemente-Zwischenlagers Gorleben (BZG)
  • den Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP-Bericht)
  • eine Natura 2000 – Vorprüfung
  • ein Fachgutachten zur speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung

Als zuständige Genehmigungsbehörde wird das BASE nun die Auslegungsreife dieser Unterlagen prüfen. Sobald diese aus Sicht des BASE für die öffentliche Auslegung vollständig und geeignet sind, wird das Bundesamt im Rahmen des vorgeschriebenen Beteiligungsverfahrens nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVPG) darüber informieren, wann und wo diese eingesehen werden können.

Die BGZ wird die öffentliche Auslegung als Antragstellerin mit einer entsprechenden Information auf ihrer Website begleiten: https://bgz.de/verlaengerte-zwischenlagerung-standort-gorleben

Die BGZ hatte den Antrag für die verlängerte Zwischenlagerung offen gestellt. Am 28. September 2026 hat das BASE mitgeteilt, dass es diesen als Antrag für eine Änderungsgenehmigung gem. § 6 Abs. 1 S. 2 AtG auslegt.

Hintergrund: Die Genehmigung für die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle am Standort Gorleben läuft im Jahr 2034 aus. Da der Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle voraussichtlich erst zur Mitte des Jahrhunderts benannt werden soll und dann weitere Jahrzehnte für Planung, Genehmigung, Bau und Inbetriebnahme notwendig sind, ist eine verlängerte Zwischenlagerung am Standort Gorleben notwendig. Die beantragte Verlängerung soll 20 Jahre umfassen und damit bis zum 31. Dezember 2054 gelten.

 

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2026/06/Gorleben-scaled.jpg 1707 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2026-10-05 15:30:592026-10-05 15:16:10BGZ reicht Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ein

Deutsch-französische Partnerschaft: Notfallschützer trainieren gemeinsam am Zwischenlager Biblis

1. Oktober 2026/in Aktuelles, Biblis, Kerntechnische Hilfsdienste GmbH, Pressemitteilung, Startseite, Südwest

BIBLIS – Fachleute des Kerntechnischen Hilfsdiensts und der BGZ haben zusammen mit der französischen Groupe Intra eine Übung durchgeführt. Ziel war es, die Zusammenarbeit zu stärken und die Abläufe für einen potenziellen Notfall zu trainieren.

„Mit solchen Übungen stellen wir regelmäßig unsere Einsatzbereitschaft unter Beweis“, erläuterte der KHG-Einsatzleiter Dr. Andreas Schnurr. „Wir zeigen: Wir sind vorbereitet – auch für Ereignisse, die sehr unwahrscheinlich sind.“

In dem Szenario wurde unterstellt, dass ein Fass mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen im Zwischenlager abgestürzt war und dabei beschädigt wurde. Aufgabe für die rund 30 Expert*innen von KHG und Groupe Intra war es, ein Lagebild zu erstellen und die Bergung des Fasses vorzubereiten. Zum Einsatz kam dabei hochspezialisierte Technik, unter anderem verschiedene Roboter, die ferngesteuert durch das Abfall-Zwischenlager bewegt wurden.  Die BGZ begleitete die Übung mit eigenen Fachkräften.

Bei der Übung in Biblis kamen verschiedene Roboter zum Einsatz.

Am Ende der beiden Trainingstage zog Philipp Hoppe, Leiter der Zwischenlager in Biblis, eine positive Bilanz: „Die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten funktionierte länderübergreifend sehr gut. Mit der Übung konnten wir Einsatz- und Notfallpläne unter praxisnahen Bedingungen überprüfen. Die gesammelten Erfahrungen helfen uns, Abläufe weiter zu optimieren.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2026/10/Zusammenarbeit-zwischen-der-BGZ-und-KHG-scaled-e1790834607631.jpg 1775 1660 Genevieve Mulack https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Genevieve Mulack2026-10-01 14:39:002026-10-02 10:03:40Deutsch-französische Partnerschaft: Notfallschützer trainieren gemeinsam am Zwischenlager Biblis

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