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Zwischenlager ohne erkennbare Auswirkungen auf Immobilienpreise und touristische Entwicklung

28. Oktober 2020/in LOK, Pressemitteilung
Die BGZ hat untersuchen lassen, ob Nuklearanlagen wie Lager mit Atommüll in einer bestimmten Region die Preise für Häuser und Grundstücke negativ beeinflussen. In einer weiteren Studie ging es darum, ob solche Anlagen die Gästezahlen im Umkreis sinken lassen.

Im Ergebnis kommen die Studien zu dem Schluss, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass sich die Anwesenheit von nuklearen Zwischenlagern negativ auf die Entwicklung von Immobilienpreisen und Gästezahlen auswirkt. Vielmehr folgen die Entwicklungen in der Regel dem bundesdeutschen Durchschnitt oder liegen teilweise deutlich darüber. Nicht erst mit den Planungen für das Logistikzentrum Konrad im Weserbergland sah sich die BGZ mit Vorwürfen konfrontiert, Zwischenlager mit radioaktiven Abfällen führten zu einem Verfall von Preisen für Häuser und Grundstücke oder verschreckten potentielle Tourist*innen in der betroffenen Region. Das Unternehmen hatte daher zwei Studien in Auftrag gegeben, die sich mit den Auswirkungen von Nuklearanlagen auf die Entwicklung des Immobilienmarktes und des Fremdenverkehrs beschäftigen.

Die Studien finden Sie hier:

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/10/Immopreisentwicklung-Layout-Internet.pdf

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/10/Touristische-Nachfrageentwicklung-Layout-Internet.pdf

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/02/Platzhalterbild-News.jpg 400 400 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2020-10-28 16:50:352025-04-28 09:42:37Zwischenlager ohne erkennbare Auswirkungen auf Immobilienpreise und touristische Entwicklung

Spatenstich in Grafenrheinfeld: Umfangreiche Investitionen für autarken Zwischenlagerbetrieb

27. Oktober 2020/in Pressemitteilung
Mit einem symbolischen Spatenstich hat die BGZ den offiziellen Beginn für umfangreiche Baumaßnahmen am Standort Grafenrheinfeld eingeleitet. Um einen autarken Zwischenlagerbetrieb gewährleisten zu können, werden in den nächsten Jahren rund 30 Millionen Euro investiert.

„Ziel ist es, dass wir einen vom Kraftwerk entkoppelten genehmigungskonformen Betrieb sicherstellen können“, erläutert Dr. Klaus-Jürgen Brammer, BGZ- Bereichsleiter Zentrale Dienste. Seit Januar 2019 betreibt die BGZ das Brennelemente-Zwischenlager Grafenrheinfeld (BZR), künftig geht auch der Betrieb der von PreussenElektra neu erbauten Bereitstellungshalle an die bundeseigene Gesellschaft über.

Um für den autarken Betrieb gerüstet zu sein, wird nun umfangreich in den Standort investiert. Im ersten Bauabschnitt wird mit der Sicherungsanlage die äußere Umschließung des Lagerareals erstellt. In weiteren Abschnitten folgen der Bau eines Funktionsgebäudes für das Betriebspersonal sowie der Bau eines Wachgebäudes. Eine autarke Medienversorgung (Frischwasser, Abwasser) und diverse innerbetriebliche Verkehrswege komplettieren die Baumaßnahmen.

„Bei den Planungen wurde selbstverständlich auch an eine nachhaltige und regenerative Energieversorgung aller Anlagen gedacht. Zudem werden entsprechende ökologische Ausgleichsflächen geschaffen“, kündigt Jürgen Bruder, Leiter des Zwischenlagers Grafenrheinfeld an. Mit Erreichen der Autarkie werden am Standort rund 70 Mitarbeiter*innen (BGZ-Eigenpersonal und Objektschutz) beschäftigt sein.

Rund 30 Millionen Euro sind für die Baumaßnahmen veranschlagt, ein Großteil der bereits vergebenen Aufträge übernehmen dabei regionale Firmen. So zeichnet etwa die Firma Glöckle als General-Auftragnehmer verantwortlich, die technischen Gebäudeplanungen stammen vom Schweinfurter Ingenieurbüro Michael Dietz und die Brandschutzplanung konzipierte die Firmengruppe Renninger aus Giebelstadt.

Unterstützung beim symbolischen Spatenstich, der unter den im Landkreis Schweinfurt geltenden strengen Hygienebestimmungen erfolgte, erhielt die BGZ auch von kommunalpolitischer Seite: Grafenrheinfelds Bürgermeister Christian Keller half mit beim Baustart und wünschte der BGZ gutes Gelingen und eine unfallfreie Bauzeit.

„Die Sicherheit von Mensch und Umwelt hat oberste Priorität. Die BGZ ist jetzt in der Pflicht, ihrer großen Verantwortung gerecht zu werden, die mit der Handhabung der radioaktiven Abfälle verbunden ist. Zu diesem Ziel sind wir im engen Austausch“, so Grafenrheinfelds Bürgermeister Christian Keller am Rande des Spatenstichs.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/10/Spatenstich-Grafenrheinfeld-scaled.jpg 1920 2560 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2020-10-27 14:25:002025-04-28 09:43:04Spatenstich in Grafenrheinfeld: Umfangreiche Investitionen für autarken Zwischenlagerbetrieb
Zwischenlager Gorleben

Zwischenlager Gorleben: Klimatisierung liegt im Zeitplan

21. Oktober 2020/in Pressemitteilung, Startseite
Vertreter der BGZ haben auf einer Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und atomare Angelegenheiten in der Samtgemeinde Gartow über die Umsetzung der Projekte im Zwischenlager informiert

Dr. Klaus-Jürgen Brammer, Bereichsleiter Zentrale Dienste, berichtete über die Fortschritte der geplanten Klimatisierung des Abfallzwischenlagers Gorleben (AZG): „Das Überwachungs- und Klimatisierungskonzept wurde mit unserer Aufsichtsbehörde, dem Niedersächsischen Umweltministerium, abgestimmt. Wir liegen im Zeitplan und setzen die einzelnen Maßnahmen wie vorgesehen um.“ Die BGZ-Vertreter informierten außerdem über den Fortschritt bei der Nachrüstung der Transportbehälterlagerhalle. Dr. Brammer machte deutlich, dass die Einhaltung der Sicherungsziele des Lagers für hochradioaktive Abfälle unabhängig vom Baufortschritt sei und die Sicherung des Transportbehälterlagers jederzeit durch temporäre Maßnahmen gewährleistet ist.

Besonders interessierte die Ausschussmitglieder die notwendige Verlängerung der Genehmigung des Zwischenlagers Gorleben. Diese ist befristet und läuft im Jahr 2034 aus. Da ein Endlager für hochradioaktive Abfälle erst Mitte dieses Jahrhunderts in Betrieb gehen wird, bereitet sich die BGZ schon heute darauf vor, die Genehmigung zu verlängern. „Die BGZ hat für die Nachweisführung der Sicherheit über den bisher genehmigten Zeitraum hinaus ein Forschungsprogramm initiiert“, erklärte Dr. Brammer: „Wir werden in diesem Programm sowohl die Behälter selbst als auch die eingelagerten hochradioaktiven Abfälle hinsichtlich der Auswirkungen auf die Sicherheitsnachweise für die verlängerte Zwischenlagerung bewerten.“ Die BGZ stehe hierzu in kontinuierlichem Austausch mit Aufsichts- und Genehmigungsbehörden sowie nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen.

Abgerundet wurde die Ausschusssitzung durch die Vorstellung von Torsten Bornschein als neuem Leiter des Zwischenlagers. Er tritt die Nachfolge von Lutz Oelschäger an, der die Leitung der BGZ-Standorte in Norddeutschland übernommen hat.

Der Ausschussvorsitzende Hans-Udo Maury freute sich über die Beantwortung der Fragen durch die BGZ und zog nach der Sitzung ein positives Fazit: „Seit dem Betreiberwechsel vor drei Jahren hat sich der regelmäßige Dialog mit der BGZ etabliert. Wir möchten diesen offenen Umgang miteinander gerne fortsetzen.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2018/04/Luftbild-Gorleben.jpg 1066 1600 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2020-10-21 11:28:402025-04-28 09:43:24Zwischenlager Gorleben: Klimatisierung liegt im Zeitplan

BGZ Gorleben stellte Umgebungsüberwachungsbericht vor

14. Oktober 2020/in Pressemitteilung, Startseite
Informationsveranstaltung der BGZ am 09.10.2020 in Gartow zur Dosisleistung am Anlagenzaun

„Wir freuen uns, dass wir die interessierten Bürger*innen und unsere kommunalen Vertragspartner*innen nun auch persönlich vor Ort unter Einhaltung eines Hygienekonzepts über die Ergebnisse der Umgebungsüberwachung informieren konnten“, so Heinz Engelmann, Fachbereichsleiter Strahlenschutz der BGZ in Gorleben. „Der Austausch ist uns sehr wichtig.“ Der Bericht wurde im April veröffentlicht; eine ursprünglich im Mai geplante Informationsveranstaltung musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden.

„Der Umgebungsüberwachungsbericht bestätigt, dass die Anlagen am BGZ-Standort Gorleben keine radioaktiven Stoffe emittiert haben“, erklärte der stellvertretende BGZ-Strahlenschutzbeauftragte Wolfgang Busse. „Die Strahlung liegt erneut deutlich unterhalb des Genehmigungswertes von 0,3 Millisievert (mSv).“

Für das Jahr 2019 ist an der Stelle mit der höchsten Strahlung am Zaun des Zwischenlagers ein Jahreswert von 0,13 mSv ermittelt worden. Heinz Engelmann erläuterte den Sachverhalt: „Wenn sich eine Person ein Jahr lang an dieser Stelle aufhielte, würde sie diese Dosis erhalten.“ Zum Vergleich: Bei einem Flug von Frankfurt nach San Francisco erhält man ca. 0,1 mSv, bei einem Wechsel des Wohnortes von Norddeutschland in ein deutsches Mittelgebirge ca. 0,18 mSv.

In dem Vortrag mit anschließender Diskussion beantworteten die BGZ-Vertreter Fragen zum Bericht und den Berechnungsmethoden der Jahresdosisleistung. „Die BGZ hat uns Datenmaterial zur Verfügung gestellt und unsere Rückfragen beantwortet“, so Volker Schürg von der Fachgruppe Radioaktivität der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. „Wir können die Berechnung der Jahresdosisleistung nachvollziehen.“

Hintergrund:

Bereits seit 1983 werden am Zwischenlagerstandort Gorleben im Rahmen der Genehmigungen nach festgelegten Vorgaben umfangreiche Messungen durchgeführt. Neben der permanent überwachten Strahlung werden regelmäßig Proben aus Luft, Niederschlag, Boden, Grundwasser und Vegetation auf radioaktive Stoffe untersucht. Die Auswertung dieser Proben aus der Umgebung hat auch für 2019 keine aus dem Betrieb des Zwischenlagers stammende Radioaktivität ergeben. Lediglich aus dem Reaktorunfall von Tschernobyl und von oberirdischen Kernwaffentests stammende Nuklide sowie natürliche radioaktive Stoffe wurden nachgewiesen.

Der Umgebungsüberwachungsbericht kann hier heruntergeladen werden.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2018/04/P1000459.jpg 3456 4608 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2020-10-14 15:48:382025-04-28 09:43:42BGZ Gorleben stellte Umgebungsüberwachungsbericht vor
Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (m.) kam zum Fachgespräch an den Standort Isar, um sich mit BGZ-Standortkommunikator Stefan Mirbeth (l.) und Markus Luginger (r.), Leiter des Zwischenlagers Isar, auszutauschen.

MdL Radlmeier informierte sich über das Zwischenlager Isar

14. Oktober 2020/in Pressemitteilung, Startseite
Den kürzlich vorgelegten Zwischenbericht Teilgebiete zur Endlagersuche nahm der Stimmkreisabgeordnete für die Region Landshut, Helmut Radlmeier (CSU), zum Anlass, um sich direkt vor Ort über das Brennelemente-Zwischenlager Isar (BZI) zu informieren. Dieses wird seit 1. Januar 2019 von der BGZ betrieben.

Bei seinem Standortbesuch brachte Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier auch die Befürchtungen der Region zu Sprache, zu einem Endlagerstandort zu werden. „Seit längerem gibt es die Sorge, dass das bestehende Zwischenlager Isar ein faktisches Endlager wird“, so Radlmeier. Hier führte der BGZ-Standortkommunikator Stefan Mirbeth aus: „Das Zwischenlager Isar ist als Zwischenlager genehmigt, und die Zwischenlagerung bleibt zeitlich befristet.“

Radlmeier machte sich im Austausch mit Mirbeth auch ein eigenes Bild von der Betriebsführung des Zwischenlagers. Es verfügt über eine genehmigte Gesamtkapazität von 152 Behälter-Stellplätzen. Aktuell sind 76 davon belegt. Der Abgeordnete informierte sich konkret über das genehmigte Reparaturkonzept der Transport- und Lagerbehälter sowie über die umfangreichen Schutzmaßnahmen, die regelmäßig neuen Lagebeurteilungen angepasst werden.

Besonderes Interesse zeigte MdL Radlmeier daran, mit welchen Zeitplänen die BGZ als Betreiber der Anlage rechnet. Nach dem Atomgesetz ist die Genehmigung für die Aufbewahrung von Brennelementen im Zwischenlager auf 40 Jahre befristet, am Standort Isar demnach bis 2047. Gemäß Standortauswahlgesetz soll das Endlager für hochradioaktive Abfälle zur Mitte des Jahrhunderts seinen Betrieb aufnehmen. Dazu erklärte Mirbeth, dass sich die BGZ schon heute darauf vorbereite, die Sicherheit der Zwischenlagerung am Standort Isar auch über das Jahr 2047 hinaus nachzuweisen. Unter anderem ist die BGZ an Forschungsprojekten zur verlängerten Zwischenlagerung beteiligt.

Eine große Herausforderung sei es laut Standortkommunikator Mirbeth, das Zwischenlager Isar in den kommenden Jahren in einen autarken, also unabhängigen Betrieb vom Kernkraftwerk zu überführen. Dafür werde die Zahl der Mitarbeiter schrittweise aufgebaut. Dass die BGZ die künftigen Prozesse möglichst transparent gestalten möchte und deshalb proaktiv vorangehe, begrüßte MdL Radlmeier: „Gerade die Standortkommunen müssen mit eingebunden werden. Es ist gut, dass es nun einen festen Ansprechpartner vor Ort dafür gibt.“

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/10/2020-10-14-PM-MdL-Radlmeier-Isar-scaled.jpg 1707 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2020-10-14 15:13:512025-04-28 09:44:03MdL Radlmeier informierte sich über das Zwischenlager Isar

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