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© Christopher Mick/BGZ

Gorleben: 25 Jahre Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle

24. April 2020/in Pressemitteilung, Startseite
Vor 25 Jahren wurde der erste CASTOR-Behälter in das Zwischenlager Gorleben transportiert. Die Rahmenbedingungen der deutschen Atompolitik sowie der Entsorgung radioaktiver Abfälle haben sich seitdem fundamental verändert.

Der erste Behälter mit Brennelementen traf am 25. April 1995 in Gorleben ein. Dies erfolgte unter dem damaligen Konzept, die hochradioaktiven Abfälle aus dem Betrieb der Atomkraftwerke in den Zwischenlagern Ahaus und Gorleben zentral aufzubewahren. Mit der Novelle des Atomgesetzes im Jahr 2002 sind dann an den Standorten der Atomkraftwerke Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente errichtet worden, dadurch wurden deren Transporte nach Ahaus und Gorleben obsolet. Zudem ist die Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland ab dem Jahr 2005 eingestellt worden.

Zehn Jahre später haben die Bundesregierung, die Landesregierungen und die Abfallverursacher im Rahmen des Neustarts der Endlagersuche ein Konzept abgestimmt, wonach die noch aus dem Ausland zurückzuführenden Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente nicht mehr nach Gorleben, sondern in die Zwischenlager Biblis, Isar, Brokdorf und Philippsburg zu transportieren sind. Hierzu wurde das Atomgesetz entsprechend geändert. Demnach hat der endgültig letzte Castor-Transport nach Gorleben im Jahr 2011 stattgefunden. https://rueckfuehrung.bgz.de/

Im Jahr 2016 sind dann die Verantwortlichkeiten für die Stilllegung und den Rückbau der Atomkraftwerke sowie für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle neu geregelt worden. Die AKW-Betreiber sind seitdem für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Zwischen- und Endlagerung liegt nun in der Verantwortung des Bundes. Als dessen Gesellschaft betreibt die BGZ seit 2017 das Zwischenlager Gorleben. Dadurch ist die Finanzierung und Durchführung der sicheren Zwischenlagerung am Standort Gorleben – wie an allen anderen Zwischenlagern in Deutschland auch – bis zur Endlagerung der radioaktiven Abfälle gewährleistet. Mit dem Standortauswahlgesetz ist die Grundlage geschaffen worden für eine transparente und wissenschaftsbasierte Suche nach diesem Endlager. Ausgangspunkt des Standortauswahlverfahrens ist die sogenannte weiße Landkarte. Bei der Suche wird das gesamte Bundesgebiet betrachtet, ohne bestimmte Regionen zu bevorzugen und ohne bestimmte Regionen von vornherein auszuschließen. https://www.bmu.de/pressemitteilung/hendricks-novelliertes-standortauswahlgesetz-schafft-grundlage-fuer-faires-und-legitimes-suchverfahr/

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/03/BGZ_Gorleben-scaled.jpg 1707 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2020-04-24 08:55:402025-04-29 10:21:19Gorleben: 25 Jahre Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle
Seit dem 17. April 2020 verantwortet die BGZ den Betrieb des Zwischenlagers AZU 2 für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Unterweser.BGZ

Unterweser: BGZ übernimmt weiteres Zwischenlager

17. April 2020/in Pressemitteilung, Startseite
Am 17. April hat die BGZ die Betriebsverantwortung für das neu gebaute Abfall-Zwischenlager 2 (AZU 2) am Standort Unterweser übernommen.

Es dient der Aufbewahrung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen wie beispielsweise Schutzkleidung, Filtermaterialien oder Anlagenteilen aus dem Kraftwerksbetrieb und -rückbau. Ab dem Jahr 2027 sollen die Abfälle an die Einrichtungen des Endlagers Konrad abgegeben werden.

Nachdem die BGZ am Standort bereits zu Beginn des Jahres 2019 das Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle sowie zu Jahresbeginn 2020 das erste Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle (AZU 1) übernommen hatte, wurde nun mit der Übertragung des AZU 2 auf die BGZ die durch das Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehene Neuordnung in der kerntechnischen Entsorgung weiter umgesetzt. Danach sind die Betreiber der Kernkraftwerke für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung liegt in der Verantwortung des Bundes. Die finanziellen Mittel für die Zwischen- und Endlagerung haben die Kraftwerksbetreiber dem Bund in einem öffentlich-rechtlichen Fonds zur Verfügung gestellt, in den sie rund 24 Milliarden Euro eingezahlt haben.

„Mit der Übertragung des AZU 2 befinden sich nun alle drei Zwischenlager am Standort unter dem Dach der BGZ. Dank unseren kompetenten und zuverlässigen Fachleuten und der bewährten Technik bleibt der sichere Betrieb der Anlagen selbstverständlich auch in Zukunft gewährleistet“, erklärt Christian Otter, Leiter des Zwischenlagers Unterweser. Errichtet wurde das AZU 2 in den vergangenen Jahren durch den Kraftwerksbetreiber. Voraussetzung für die Übernahme des Zwischenlagers durch die BGZ war die kürzlich erfolgte Feststellung der Betriebsbereitschaft der Anlage durch das für die Atomaufsicht verantwortliche Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/04/PM-2020-04-17-BGZ-übernimmt-weiteres-Zwischenlager-am-Standort-Unterweser.jpg 1400 2500 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2020-04-17 15:30:112025-04-29 10:23:08Unterweser: BGZ übernimmt weiteres Zwischenlager

BGZ: Mitwirkungsrechte werden nicht beschnitten

16. April 2020/in LOK, Pressemitteilung
Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung wird erst im zweiten Halbjahr 2021 in das Genehmigungsverfahren für das geplante Logistikzentrum für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Würgassen einsteigen. Mitwirkungsrechte von Bürgerinnen und Bürgern bleiben selbstverständlich auch trotz der derzeitigen Corona-Pandemie gewahrt.

„Forderungen nach einem Genehmigungsstopp sind daher überflüssig, weil von der BGZ bislang nicht einmal ein entsprechender Antrag bei den zuständigen Behörden gestellt wurde“, sagte BGZ-Pressesprecher Hendrik Kranert-Rydzy. Dies werde – wie bereits mehrfach betont – nach bisherigen Planungen des Unternehmens frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2021 der Fall sein. „Wir erkennen sämtliche Mitwirkungsrechte von Bürgerinnen und Bürgern ausdrücklich an. Die Unterstellung, die BGZ würde diese beschneiden wollen, sind absurd“, so Kranert-Rydzy weiter. Ebenso seien Vorwürfe hanebüchen, das Unternehmen würde die Corona-Pandemie als Vorwand benutzen, um in Würgassen vollendete Tatsachen zu schaffen.

Selbstverständlich werde die BGZ ihre internen Arbeiten für das Vorhaben aber fortsetzen, da diese Arbeiten die  Grundlage  für das geplante Genehmigungsverfahren seien und damit auch der Vorbereitung einer öffentlichen Beteiligung dienten, sagte der Sprecher.

Den bereits intensiven Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern der Region setzt das Unternehmen zunächst weiter über die Webseite www.logistikzentrum-konrad.de  sowie per Mail und Telefon fort. Eine aufgrund der Corona-Pandemie abgesagte Informationsveranstaltung wird nachgeholt, sobald dies ohne gesundheitliche Risiken für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer möglich ist.

Hintergrund:  Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potentiellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. Die Standortauswahl wurde in einem Gutachten des Öko-Instituts im Auftrag des Bundesumweltministeriums bestätigt. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/04/Luftbild-Würgassen-2-klein-scaled.jpg 1709 2560 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2020-04-16 14:56:232025-04-29 10:24:24BGZ: Mitwirkungsrechte werden nicht beschnitten
Seit dem 14. April verantwortet die BGZ den Betrieb des Zwischenlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Philippsburg. Foto: BGZ.BGZ

Philippsburg: BGZ übernimmt Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle

14. April 2020/in Pressemitteilung, Startseite
Am 14. April hat die BGZ die Betriebsverantwortung für das neu gebaute Abfall-Zwischenlager am Standort Philippsburg übernommen.

Es dient der Aufbewahrung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen wie beispielsweise Schutzkleidung, Filtermaterialien oder Anlagenteilen aus dem Kraftwerksbetrieb und -rückbau. Ab dem Jahr 2027 sollen die Abfälle an die Einrichtungen des Endlagers Konrad abgegeben werden.

Nachdem die BGZ bereits zu Beginn des Jahres 2019 das Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle am Standort übernommen hatte, wurde nun mit der Übertragung des Abfall-Zwischenlagers auf die BGZ die durch das Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehene Neuordnung in der kerntechnischen Entsorgung weiter umgesetzt. Danach sind die Betreiber der Kernkraftwerke für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung liegt in der Verantwortung des Bundes. Die finanziellen Mittel für die Zwischen- und Endlagerung haben die Kraftwerksbetreiber dem Bund in einem öffentlich rechtlichen Fonds zur Verfügung gestellt, in den sie rund 24 Milliarden Euro eingezahlt haben.

„Mit unserem erfahrenen Team am Standort werden wir das Abfall-Zwischenlager ebenso sicher und zuverlässig betreiben wie schon das Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle“, erklärt Dr. Steffen Vonderau, Leiter des Zwischenlagers Philippsburg. Errichtet wurde das Abfall-Zwischenlager Philippsburg in den vergangenen Jahren durch den Kraftwerksbetreiber. Voraussetzung für die Übernahme des Zwischenlagers durch die BGZ war die kürzlich erfolgte Feststellung der Betriebsbereitschaft der Anlage durch das für die Atomaufsicht verantwortliche Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/04/PM-2020-04-14-BGZ-übernimmt-Abfall-Zwischenlager-Philippsburg.jpg 1500 2000 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2020-04-14 11:12:172025-04-29 10:24:47Philippsburg: BGZ übernimmt Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle
Markus Luginger leitet das Zwischenlager Isar.BGZ

Wechsel in der Leitung des Zwischenlagers Isar

7. April 2020/in Pressemitteilung, Startseite
Am Zwischenlager Isar hat es einen personellen Wechsel gegeben: Seit 1. April 2020 führt Markus Luginger als Leiter des Zwischenlagers das derzeit neunköpfige Team der BGZ am Standort Isar.

Luginger folgt auf Lutz Oelschläger, der übergangsweise die Leitungsfunktion übernommen hatte. Mit der Region Landshut ist Markus Luginger schon seit seiner Kindheit eng verbunden. Aufgewachsen in einem Ortsteil der Marktgemeinde Essenbach, hat er in Landshut Abitur gemacht und sich nach dem Wehrdienst für ein Maschinenbaustudium an der dortigen Fachhochschule (FH) entschieden.

Im Kernkraftwerk Isar (KKI) startete er 2003 mit der Schichtleiterausbildung auch seine berufliche Karriere in der Kerntechnik. Nach weiteren Tätigkeiten – unter anderen als Assistent der Kraftwerksleitung sowie als Teilbereichsleiter für Schutzaufgaben – zeichnete der 42-jährige Ingenieur seit Mitte 2017 als Fachbereichsleiter „Zentrale Aufgaben“ verantwortlich und übernahm dabei auch die Funktion des Objektsicherungsbeauftragten im KKI.

Das Brennelemente-Zwischenlager Isar wurde 2007 in Betrieb genommen. Seit Januar 2019 ist die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung als neuer Betreiber für das Zwischenlager verantwortlich.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/04/BGZ_Markus_Luginger.jpg 1732 2309 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2020-04-07 16:18:042025-04-29 10:25:10Wechsel in der Leitung des Zwischenlagers Isar

BGZ Gorleben veröffentlicht Umgebungsüberwachungsbericht 2019

7. April 2020/in Pressemitteilung
Strahlung am Zaun erneut deutlich unterhalb des Genehmigungswertes.

„Die Dosis am Anlagenzaun liegt auch im Jahr 2019 wieder deutlich unterhalb des Genehmigungswertes“, stellt Heinz Engelmann, Fachbereichsleiter Strahlenschutz in Gorleben, fest. Der Jahresbericht der Umgebungsüberwachung bestätigt, dass die BGZ-Anlagen keine radioaktiven Stoffe emittiert haben und die Strahlung am Zaun des Zwischenlagers weiterhin deutlich unterhalb des Genehmigungswertes von 0,3 mSv pro Jahr gelegen hat.

So ist für das Jahr 2019 am Zaun des Zwischenlagers an der Stelle mit der höchsten Strahlung ein Jahreswert von 0,13 Millisievert (mSv) ermittelt worden. Wenn sich eine Person ein Jahr lang ununterbrochen an dieser Stelle aufhielte, würde sie diese Dosis erhalten. Zum Vergleich: Bei einem Flug von Frankfurt nach San Francisco erhält man ca. 0,1 mSv, bei einer Röntgenaufnahme der Brustwirbelsäule ca. 0,3 mSv Dosis. Ein Wechsel des Wohnortes von Norddeutschland in ein deutsches Mittelgebirge bedeutet eine zusätzliche Dosis von rund 0,18 mSv pro Jahr.

Von 2006 an liegen die Jahreswerte am Anlagenzaun im Schwankungsbereich zwischen 0,22 mSv im Jahr 2008 und 0,13 mSv im Jahr 2019. Dieser ergibt sich insbesondere aus normalen Schwankungen der Messergebnisse der ohnehin sehr geringen natürlichen Strahlung, die von der gemessenen Strahlung zur Ermittlung der Jahresdosis abgezogen wird. Insgesamt ist mittelfristig mit einer weiteren Abnahme der Jahresdosis zu rechnen, da keine weiteren Einlagerungen hochradioaktiver Abfälle erfolgen.

Bereits seit 1983 werden am Zwischenlagerstandort Gorleben im Rahmen der Genehmigungen nach festgelegten Vorgaben umfangreiche Messungen durchgeführt. Neben der permanent überwachten Strahlung werden regelmäßig Proben aus Luft, Niederschlag, Boden, Grundwasser und Vegetation auf radioaktive Stoffe untersucht. Die Auswertung dieser Proben aus der Umgebung hat auch für 2019 keine aus dem Betrieb des Zwischenlagers stammende Radioaktivität ergeben. Lediglich aus dem Reaktorunfall von Tschernobyl und von oberirdischen Kernwaffentests stammende Nuklide sowie natürliche radioaktive Stoffe wurden nachgewiesen.

Der Umgebungsüberwachungsbericht kann hier heruntergeladen werden.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2018/04/P1000459.jpg 3456 4608 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2020-04-07 15:32:532025-04-29 10:25:27BGZ Gorleben veröffentlicht Umgebungsüberwachungsbericht 2019

Forum zum Logistikzentrum Konrad geht online

3. April 2020/in LOK, Pressemitteilung
Die BGZ bietet ein neues Informationsangebot zum geplanten Logistikzentrum für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Würgassen an. Es richtet sich vor allem an Bürgerinnen und Bürger aus dem Weserbergland und steht für Fragen, Kommentare und Kritik offen. Das Forum wird am Montag, den 6. April um 9 Uhr auf der Webseite www.logistikzentrum-konrad.de unter der Rubrik „Ihre Fragen“ online gehen.

„Mit dem Forum erweitern wir unser bisheriges Informationsangebot zum Logistikzentrum für das Endlager Konrad“, sagte BGZ-Geschäftsführer Dr. Ewold Seeba. Mit der Pressekonferenz am 6. März hatte die BGZ bereits die Webseite www.logistikzentrum-konrad.de freigeschaltet, auf der alle relevanten Informationen zum Projekt zugänglich sind. Fragen aus der Bevölkerung beantwortet die BGZ seither per Mail und Telefon, dieses Angebot besteht selbstverständlich auch weiterhin.

Die geplante Informationsveranstaltung in der Stadthalle Beverungen sowie der persönliche Dialog können aufgrund der Corona-Pandemie jedoch aktuell nicht stattfinden. „Um dem Bedürfnis nach weitergehenden Informationen zum Projekt gerecht zu werden, haben wir diese Alternative entwickelt“ sagte Seeba. Das Forum sei ausdrücklich eine Ergänzung und kein Ersatz für die verschobene Informationsveranstaltung. „Diese wird nachgeholt, sobald das ohne eine gesundheitliche Gefährdung der Teilnehmer*innen durch das Corona-Virus möglich ist“, so Seeba.

Der Zugang zum Forum ist einfach: Es reicht die Angabe des Namens oder eines Pseudonyms. Eine Registrierung ist nicht notwendig. Auf Wunsch informiert die BGZ den Fragesteller per Mail über die veröffentlichte Antwort.

Zum Forum geht es hier: www.logistikzentrum-konrad.de/fragen

Hintergrund:  Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potentiellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. Die Standortauswahl wurde in einem Gutachten des Ökoinstituts im Auftrag des Bundesumweltministeriums bestätigt. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/02/BGZ_Screen_twitter_620x320px.jpg 320 620 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2020-04-03 09:13:182025-04-29 10:25:46Forum zum Logistikzentrum Konrad geht online

Coronavirus: Sichere Zwischenlagerung gewährleistet

20. März 2020/in Pressemitteilung
Als Unternehmen, das für die sichere Aufbewahrung radioaktiver Abfälle zuständig ist, hat BGZ die vom Coronavirus ausgehenden Risiken von Beginn an sehr ernst genommen. Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung sowie unserer Mitarbeiter*innen stehen für uns immer an erster Stelle.

Wir ergreifen daher bereits seit Wochen präventive Maßnahmen, um die Mitarbeiter*innen vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Diese werden täglich neu bewertet und lageabhängig ausgeweitet und ergänzt. Dazu gehören neben Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit unter anderem Vorkehrungen, mit denen der Kontakt der Beschäftigten untereinander und mit anderen Personengruppen eingeschränkt wird sowie zusätzliche Schritte, die den Zugang zu unseren Betriebsstätten beschränken.
Bei der Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle in den Zwischenlagern der BGZ ist und bleibt dabei die Sicherheit auch angesichts der aktuellen Lage uneingeschränkt gewährleistet.

Beim Betrieb der Zwischenlager bewährt sich gegenwärtig das Konzept der trockenen Zwischenlagerung in Transport- und Lagerbehältern. Dieses Konzept stellt die Einhaltung der Schutzziele primär über die Bauweise der dickwandigen Metallbehälter sicher. Dadurch ist die Einhaltung der Schutzziele stets gewährleistet:

  • Eine Gefährdung von Leben und Gesundheit infolge erheblicher Direktstrahlung oder infolge der Freisetzung einer erheblichen Menge radioaktiver Stoffe muss verhindert werden können.
  • Eine einmalige oder wiederholte Entwendung von Kernbrennstoffen in Mengen, mit denen ohne Wiederaufarbeitung und Anreicherung die Möglichkeit der unmittelbaren Herstellung einer kritischen Anordnung gegeben ist, muss verhindert werden können.
  • Eine einmalige oder wiederholte Entwendung von Kernbrennstoff in Mengen, mit denen eine Gefährdung von Leben und Gesundheit infolge erheblicher Direktstrahlung oder Freisetzung einer erheblichen Menge radioaktiver Stoffe aus Kernbrennstoffen an einem anderen Ort möglich ist, muss verhindert werden können.

Die Arbeits- und Kommunikationsfähigkeit der BGZ mit Aufsichtsbehörden, Partnerunternehmen und der Öffentlichkeit ist an allen Standorten gewährleistet.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2018/11/Grafik-Dialog.jpg 1000 1000 redaktion https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg redaktion2020-03-20 12:13:022025-04-29 10:27:13Coronavirus: Sichere Zwischenlagerung gewährleistet

Corona-Pandemie: Informationsveranstaltung zum Logistikzentrum Endlager Konrad in Würgassen wird verschoben

13. März 2020/in LOK, Pressemitteilung
Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und in Abstimmung mit der Stadt Beverungen wird die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung die für den 18. März 2020 geplante Informationsveranstaltung zum Bau eines Logistikzentrums für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Beverungen/Würgassen verschieben. Die Veranstaltung wird sobald wie möglich nachgeholt. Die BGZ wird als Alternative ein Live-Streaming anbieten.

Die von der BGZ geplante Informationsveranstaltung in der Stadthalle Beverungen war für rund 800 Gäste vorgesehen. Das Unternehmen teilt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie die Risikobewertung der Stadt Beverungen und begrüßt die von der Behörde getroffene Entscheidung, auf die Veranstaltung in der jetzigen Situation zu verzichten. „Ich bedauere die Absage sehr. Wir sehen ganz klar das große Bedürfnis der Bevölkerung nach Informationen zu unserem Projekt. In der aktuellen Situation muss aber der Schutz der Gesundheit der Menschen vor Ort uneingeschränkten Vorrang vor dem zweifelsohne großen Informationsbedürfnis haben“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der BGZ, Dr. Ewold Seeba.

Seeba kündigte an, die Informationsveranstaltung unverzüglich nachzuholen, sobald dies angesichts der Infektionslage vertretbar sei. Darüber hinaus werde das Unternehmen ein alternatives Veranstaltungsformat anbieten – etwa über „Facebook live“ oder andere geeignete Online-Formate.

Weitere Details wird die BGZ in den nächsten Tagen bekannt geben.

Zum Hintergrund: Derzeit wird das stillgelegte Eisenerzbergwerk Schacht Konrad in Niedersachsen durch die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) zum Endlager schwach- und mittelradioaktiven Atommüll ausgebaut. Dieses Endlager soll 2027 fertiggestellt sein. Um die dort benötigten Abfallbehälter passgenau nach Bedarf anliefern zu können, ist es nötig, diese Behälter zuvor in einem zentralen Logistikzentrum zu entsprechenden Chargen zusammenzustellen. Dieses Logistikzentrum soll auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen entstehen.

Weiter Informationen erhalten Sie unter www.bgz.de/logistikzentrum-konrad.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2018/11/Grafik-Dialog.jpg 1000 1000 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2020-03-13 11:11:032025-04-29 10:27:40Corona-Pandemie: Informationsveranstaltung zum Logistikzentrum Endlager Konrad in Würgassen wird verschoben

Logistikzentrum für Endlager Konrad entsteht in Würgassen

6. März 2020/in LOK, Pressemitteilung
Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung plant den Bau eines Logistikzentrums für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen im Landkreis Höxter (Nordrhein-Westfalen). Ab dem Jahr 2027 soll das Logistikzentrum die passgenaue Belieferung des Endlagers Konrad nahe Salzgitter sicherstellen. Die BGZ wird die Bürgerinnen und Bürger am 18. März 2020 zu einer Informationsveranstaltung um 18 Uhr in die Stadthalle Beverungen einladen.

In dem neuen Logistikzentrum in Würgassen sollen ab dem Jahr 2027 Behälter mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern in ganz Deutschland gesammelt und für den Transport ins Endlager Konrad zusammengestellt werden. Die radioaktiven Abfälle stammen aus Betrieb, Stilllegung und Rückbau von Atomkraftwerken sowie aus den Bereichen Medizin, Forschung und Gewerbe. Hochradioaktive Abfälle, wie etwa abgebrannte Brennelemente, werden dort nicht gelagert.

Die Konzentration der Abfallbehälter in Würgassen ist notwendig, um die zügige Einlagerung des Atommülls im Endlager Konrad sicherzustellen und den dortigen Einlagerungsprozess insgesamt zu beschleunigen. Das Logistikzentrum wird nach dem Ende des Einlagerungsbetriebs im Endlager geschlossen. Für das Logistikzentrum wird ein rund 325 Meter langes, 125 Meter breites und 16 Meter hohes Gebäude aus Stahlbeton errichtet. Die Errichtung soll mit Inbetriebnahme des Endlagers Konrad im Jahr 2027 abgeschlossen sein. Es werden etwa 450 Millionen Euro investiert und rund 100 dauerhafte Arbeitsplätze entstehen.

„Wir haben uns nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung potenzieller Standorte und in Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium für Würgassen als Standort für unser Logistikzentrum entschieden“, sagte Dr. Ewold Seeba als Vorsitzender der Geschäftsführung der BGZ. Ausschlaggebend für die Entscheidung seien mehrere Faktoren gewesen: „Am ehemaligen Atomkraftwerksstandort sind bereits zwei Zwischenlager in Betrieb. Die für ein solches Logistikzentrum nötige Infrastruktur ist daher vorhanden. Der Standort verfügt über die notwendigen freien Flächen und über den notwendigen Anschluss an das Schienennetz“, so Seeba weiter.

Mit dem Logistikzentrum in Würgassen werde der Prozess der Entsorgung von schwach- und mittelradioaktivem Abfall im Endlager Konrad vereinfacht und beschleunigt. „Das ist ein Gewinn an Sicherheit für alle. Nur ein unterirdisches Endlager wie Konrad bietet die Gewähr, diese Abfälle dauerhaft ohne Gefahr für Mensch und Umwelt zu lagern“, sagte Seeba. Er versicherte, „dass die BGZ ihre Standortentscheidung sowie ihre weiteren Planungen in Veranstaltungen vor Ort erläutern wird, zusätzlich zur ohnehin gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen des jetzt einzuleitenden Genehmigungsverfahrens“.

Die bundeseigene BGZ verstehe sich als Partner der Gemeinde und der Region und wolle diese bei gemeinsamen Interessen unterstützen, so Seeba.

Hintergrund: Derzeit wird das stillgelegte Eisenerzbergwerk Schacht Konrad bei Salzgitter von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) zum Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle ausgebaut. Es soll 2027 fertiggestellt sein. Die Errichtung eines Zentralen Bereitstellungslagers als Logistikzentrum für das Endlager Konrad ist im 2017 in Kraft getretenen Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehen und wurde im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD aus dem Jahr 2018 ausdrücklich bekräftigt.

 

Die BGZ wurde von der Bundesregierung beauftragt, ein Bereitstellungslager für das Endlager Konrad zu planen und zu errichten. Um eine rechtzeitige Realisierung dieses Logistikzentrums bis zur Inbetriebnahme des Endlagers Konrad sicherzustellen, konzentrierten sich die Untersuchungen der BGZ auf Flächen im Bundesbesitz und Flächen an ehemaligen Kernkraftwerksstandorten. Die entscheidenden logistischen und sicherheitstechnischen Kriterien für einen Standort wurden im Sommer 2018 von der Entsorgungskommission des Bundes veröffentlicht.

Die besondere Eignung des Standortes Würgassen für die Anlage wurde auch vom Öko-Institut Darmstadt im Auftrag des Bundesumweltministeriums in einem Gutachten überprüft und bestätigt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/03/BGZ_Ahaus_3514_430_low-scaled.jpg 1707 2560 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2020-03-06 15:00:072025-04-29 10:27:59Logistikzentrum für Endlager Konrad entsteht in Würgassen
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