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Logistikzentrum für Endlager Konrad entsteht in Würgassen

6. März 2020/in LOK, Pressemitteilung
Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung plant den Bau eines Logistikzentrums für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen im Landkreis Höxter (Nordrhein-Westfalen). Ab dem Jahr 2027 soll das Logistikzentrum die passgenaue Belieferung des Endlagers Konrad nahe Salzgitter sicherstellen. Die BGZ wird die Bürgerinnen und Bürger am 18. März 2020 zu einer Informationsveranstaltung um 18 Uhr in die Stadthalle Beverungen einladen.

In dem neuen Logistikzentrum in Würgassen sollen ab dem Jahr 2027 Behälter mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern in ganz Deutschland gesammelt und für den Transport ins Endlager Konrad zusammengestellt werden. Die radioaktiven Abfälle stammen aus Betrieb, Stilllegung und Rückbau von Atomkraftwerken sowie aus den Bereichen Medizin, Forschung und Gewerbe. Hochradioaktive Abfälle, wie etwa abgebrannte Brennelemente, werden dort nicht gelagert.

Die Konzentration der Abfallbehälter in Würgassen ist notwendig, um die zügige Einlagerung des Atommülls im Endlager Konrad sicherzustellen und den dortigen Einlagerungsprozess insgesamt zu beschleunigen. Das Logistikzentrum wird nach dem Ende des Einlagerungsbetriebs im Endlager geschlossen. Für das Logistikzentrum wird ein rund 325 Meter langes, 125 Meter breites und 16 Meter hohes Gebäude aus Stahlbeton errichtet. Die Errichtung soll mit Inbetriebnahme des Endlagers Konrad im Jahr 2027 abgeschlossen sein. Es werden etwa 450 Millionen Euro investiert und rund 100 dauerhafte Arbeitsplätze entstehen.

„Wir haben uns nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung potenzieller Standorte und in Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium für Würgassen als Standort für unser Logistikzentrum entschieden“, sagte Dr. Ewold Seeba als Vorsitzender der Geschäftsführung der BGZ. Ausschlaggebend für die Entscheidung seien mehrere Faktoren gewesen: „Am ehemaligen Atomkraftwerksstandort sind bereits zwei Zwischenlager in Betrieb. Die für ein solches Logistikzentrum nötige Infrastruktur ist daher vorhanden. Der Standort verfügt über die notwendigen freien Flächen und über den notwendigen Anschluss an das Schienennetz“, so Seeba weiter.

Mit dem Logistikzentrum in Würgassen werde der Prozess der Entsorgung von schwach- und mittelradioaktivem Abfall im Endlager Konrad vereinfacht und beschleunigt. „Das ist ein Gewinn an Sicherheit für alle. Nur ein unterirdisches Endlager wie Konrad bietet die Gewähr, diese Abfälle dauerhaft ohne Gefahr für Mensch und Umwelt zu lagern“, sagte Seeba. Er versicherte, „dass die BGZ ihre Standortentscheidung sowie ihre weiteren Planungen in Veranstaltungen vor Ort erläutern wird, zusätzlich zur ohnehin gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen des jetzt einzuleitenden Genehmigungsverfahrens“.

Die bundeseigene BGZ verstehe sich als Partner der Gemeinde und der Region und wolle diese bei gemeinsamen Interessen unterstützen, so Seeba.

Hintergrund: Derzeit wird das stillgelegte Eisenerzbergwerk Schacht Konrad bei Salzgitter von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) zum Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle ausgebaut. Es soll 2027 fertiggestellt sein. Die Errichtung eines Zentralen Bereitstellungslagers als Logistikzentrum für das Endlager Konrad ist im 2017 in Kraft getretenen Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehen und wurde im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD aus dem Jahr 2018 ausdrücklich bekräftigt.

 

Die BGZ wurde von der Bundesregierung beauftragt, ein Bereitstellungslager für das Endlager Konrad zu planen und zu errichten. Um eine rechtzeitige Realisierung dieses Logistikzentrums bis zur Inbetriebnahme des Endlagers Konrad sicherzustellen, konzentrierten sich die Untersuchungen der BGZ auf Flächen im Bundesbesitz und Flächen an ehemaligen Kernkraftwerksstandorten. Die entscheidenden logistischen und sicherheitstechnischen Kriterien für einen Standort wurden im Sommer 2018 von der Entsorgungskommission des Bundes veröffentlicht.

Die besondere Eignung des Standortes Würgassen für die Anlage wurde auch vom Öko-Institut Darmstadt im Auftrag des Bundesumweltministeriums in einem Gutachten überprüft und bestätigt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/03/BGZ_Ahaus_3514_430_low-scaled.jpg 1707 2560 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2020-03-06 15:00:072025-04-29 10:27:59Logistikzentrum für Endlager Konrad entsteht in Würgassen
Ausbilder und Auszubildende der BGZ gaben in Salzwedel einen Einblick in das Berufsbild Eletroniker*in für Betriebstechnik. Foto: BGZ.BGZ

BGZ auf der Ausbildungsmesse Salzwedel

28. Februar 2020/in Pressemitteilung, Startseite
Als eins von über 80 Unternehmen hat sich die BGZ auf der Ausbildungsmesse in Salzwedel präsentiert.

Die Gesellschaft für Zwischenlagerung engagiert sich für den Nachwuchs und bildet am Standort Gorleben Elektroniker*innen für Betriebstechnik aus. Am Stand in der Sporthalle der berufsbildenden Schulen stießen die zahlreichen Informationsmöglichkeiten auf reges Interesse.

„Viele Jugendliche nutzen die gut organisierte Messe, um auszuloten, welche Ausbildung die richtige ist und dabei frühzeitig erste Kontakte zu den Betrieben herzustellen“, so Ausbildungsleiter Felix Kamphausen. Auch die Azubis der BGZ waren vor Ort, um Fragen zu den Abläufen und Anforderungen der Ausbildung zu beantworten. Insbesondere die Modelle und Beispiele in Form von elektronischen Steuerungen veranschaulichten praxisnah das berufliche Tätigkeitsfeld. Interesse an Technik und gute Noten in Mathe und Physik sind beste Voraussetzungen, um ins Berufsleben zu starten. Wer sich selbst ein Bild von der Ausbildung bei der BGZ machen möchte, kann dies bei einem Praktikum tun.

Interessierte können sich unter karriere.bgz.de informieren und bewerben.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/02/PM-2020-02-28-BGZ-auf-der-Ausbildungsmesse-Salzwedel.jpg 1430 2000 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2020-02-28 09:33:092025-04-29 10:28:31BGZ auf der Ausbildungsmesse Salzwedel
Krümmel - BGZ setzt Veranstaltungsreihe fortBGZ

Krümmel: BGZ setzt Veranstaltungsreihe fort

26. Februar 2020/in Pressemitteilung, Startseite
Die BGZ hat am Dienstagabend ihre Dialogveranstaltungen am Standort Krümmel fortgesetzt. Bürgerinnen und Bürger tauschten sich im Ratssaal der Stadt Geesthacht mit den Verantwortlichen der BGZ über die sichere Aufbewahrung radioaktiver Abfälle am Standort aus.

Der Leiter des Zwischenlagers, Dr. Henning Knigge, erklärte: „Die Übernahme des Zwischenlagers für ausgediente Brennelemente zum Jahresbeginn 2019 hat gut funktioniert, wir betreiben es sicher und zuverlässig. Wir bereiten uns nun auf die Übernahme des Zwischenlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle im kommenden Jahr vor. Dazu stehen wir in engem Austausch mit der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH, die das Abfalllager derzeit errichtet.“

„Mit der Einlagerung des letzten Brennelements des Kernkraftwerks Krümmel und der damit verbundenen Brennstofffreiheit der Anlage ist die Annahme hochradioaktiver Abfälle in unser Zwischenlager abgeschlossen“, erläutert Dr. Henning Knigge. „Auch die Nachrüstung der Anlagensicherung verläuft planmäßig“, so Knigge weiter. „Zudem werden wir personell weiter wachsen und unsere BGZ-Mannschaft von derzeit neun auf 19 Mitarbeiter vergrößern.“

Olaf Schulze äußerte sich als Bürgermeister von Geesthacht im Anschluss positiv über die Arbeit und die Kommunikation der BGZ: „Es ist erfreulich, dass die Übertragung des Zwischenlagers reibungslos verlaufen ist und die BGZ in transparenter Form über den Fortgang der zahlreichen Projekte berichtet“, so Schulze.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/02/PM-2020-02-26-Krümmel-BGZ-setzt-Veranstaltungsreihe-fort.jpg 1450 2000 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2020-02-26 10:13:492025-05-04 13:09:09Krümmel: BGZ setzt Veranstaltungsreihe fort
2020-01-24 PM Ahaus - Regelmäßiger Informationsaustausch mit dem Rat der StadtBGZ

Ahaus: Regelmäßiger Informationsaustausch mit dem Rat der Stadt

24. Januar 2020/in Pressemitteilung, Startseite
Mitglieder des Rates und der Stadtverwaltung Ahaus haben sich am gestrigen Abend zu ihrem regelmäßigen Informationsaustausch mit Vertretern der BGZ am Zwischenlager Ahaus getroffen.

Im Informationshaus gab zunächst Burghard Rosen den Ratsmitgliedern einen Überblick über die Entwicklung der BGZ seit dem letzten Treffen vor gut einem Jahr. Bedingt durch die Übernahme zahlreicher Zwischenlager in Deutschland hat sich die Belegschaft der BGZ auf heute gut 350 Beschäftigte verdoppelt. Aktuell betreibt die BGZ 21 Zwischenlager an 16 Standorten.

Für das Zwischenlager Ahaus gingen mit diesem Wachstum personelle Veränderungen einher: Die Presse- und Standortkommunikation Ahaus hat zum 1. Januar 2020 Dr. David Knollmann von Burghard Rosen übernommen, der in dieser Funktion für alle BGZ-Standorte in Deutschland tätig ist. Zudem stellte sich Uwe Wolf als neuer Leiter des Zwischenlagers Ahaus vor. Er folgt auf Markus Röder, der die Leitung der BGZ-Standorte in Nordwestdeutschland übernommen hat und der den Ratsmitgliedern die aktuellen Projekte am Standort Ahaus erläuterte. Hierzu gehören weit fortgeschrittene Nachrüstungsmaßnahmen ebenso wie die Aufbewahrung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle oder die geplante Zwischenlagerung von Forschungsreaktorbrennelementen im Zwischenlager Ahaus.

Detaillierte Informationen zu den Hintergründen des vorgesehenen Transports der Brennelemente des Forschungsreaktors der Technischen Universität München (FRM II) vermittelte Dr. Heiko Gerstenberg als dessen stellvertretender technischer Direktor. Er beschrieb die Art des verwendeten Kernbrennstoffs, seine Anwendungsgebiete im Forschungsreaktor und zeigte auf, welche technischen und genehmigungsrechtlichen Schritte bis zu einer Einlagerung der Brennelemente im Zwischenlager Ahaus zu absolvieren sind. Im Anschluss an die Einführungsvorträge tauschten sich die Vertreter von BGZ und TU München mit den Ratsmitgliedern über ihre Fragen und Positionen zur Zwischenlagerung in Ahaus aus.

„Ungeachtet unterschiedlicher Auffassungen in einigen Fragen bleibt der persönliche Austausch und der offene Umgang miteinander weiterhin richtig und wichtig“, erklärte Karola Voß, Bürgermeisterin der Stadt Ahaus. Voß dankte der BGZ wie der Delegation der TU München für die Informationen aus erster Hand. „Diesen Dialog hier am Standort möchten wir auch in Zukunft aufrechterhalten“, so Voß weiter.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/01/2020-01-24-PM-Ahaus-Regelmäßiger-Informationsaustausch-mit-dem-Rat-der-Stadt.jpg 1450 2000 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2020-01-24 11:37:112025-05-04 13:09:36Ahaus: Regelmäßiger Informationsaustausch mit dem Rat der Stadt
BGZ/Mick

Biblis: Aufbewahrung von Wiederaufarbeitungsabfällen genehmigt

23. Dezember 2019/in Pressemitteilung
Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) hat der BGZ die Genehmigung nach dem Atomgesetz erteilt, sechs CASTOR-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen im Zwischenlager Biblis aufzubewahren.

Die Behälter mit den verglasten Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente sollen im ersten Halbjahr 2020 vom britischen Sellafield nach Biblis transportiert werden. Die BGZ hatte dem hessischen Umweltministerium als Aufsichtsbehörde bereits im November mit einem leeren Behälter die Beherrschung der sicheren Einlagerung in das Zwischenlager Biblis nachgewiesen.

Für einen Transport nach Biblis ist zudem eine noch nicht erteilte Genehmigung nach dem Atomgesetz erforderlich, die ein von der Energiewirtschaft beauftragtes Transportunternehmen beim BfE beantragt hat.

Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Die dabei angefallenen, in Deutschland verursachten hochradioaktiven Abfälle wurden größtenteils bereits nach Deutschland zurückgeholt. Nach den noch durchzuführenden Transporten der verbliebenen insgesamt 25 Behälter an vier Standorte in Deutschland wird die Rückführung der hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland abgeschlossen sein. Verursacher dieser Abfälle sind die deutschen Atomkraftwerke. Deutschland ist zur Rücknahme dieser Abfälle verpflichtet. Im Jahr 2015 hatte das Bundesumweltministerium ein Konzept für die Rückführung vorgelegt. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung vor. Mit breitem politischen Konsens wurden vier Standorte für die Rückführung festgelegt: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg. Hierüber besteht Einigkeit zwischen der Bundesregierung und allen beteiligten Landesregierungen sowie den AKW-Betreibern als Abfallverursachern.

Informationen zur Rückführung von radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung: https://rueckfuehrung.bgz.de/

Zur Pressemitteilung des BfE: https://www.bfe.bund.de/DE/aktuell/aktuell_node.html

https://bgz.de/wp-content/uploads/2019/12/BGZ_KHH_3605_02_7878_low-scaled.jpg 1707 2560 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2019-12-23 11:31:112025-05-04 13:09:57Biblis: Aufbewahrung von Wiederaufarbeitungsabfällen genehmigt
BGZ übernimmt Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive AbfälleBGZ/C. Mick

BGZ übernimmt Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle

17. Dezember 2019/in Pressemitteilung, Startseite
In wenigen Tagen wird die nächste Etappe bei der Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung erreicht: Zum 1. Januar 2020 übernimmt die BGZ auch die Betriebsführung bei sechs Zwischenlagern für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Diese befinden sich an den Standorten Biblis (zwei Lager), Obrigheim, Unterweser, Stade und Würgassen.

Die dort aufbewahrten Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung, wie zum Beispiel Schutzkleidung, Filter oder Anlagenteile, stammen aus Betrieb und Rückbau der Kernkraftwerke und werden ab dem Jahr 2027 an das Endlager Konrad bei Salzgitter abgegeben. Weitere Zwischenlager an den Standorten Brunsbüttel, Krümmel, Neckarwestheim, Philippsburg, Grafenrheinfeld und Unterweser werden derzeit von den Energieversorgungsunternehmen errichtet und nach erfolgter Inbetriebnahme ebenfalls auf die BGZ übertragen.

Nachdem die BGZ bereits zu Beginn des Jahres 2019 die Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle von den Energieversorgungsunternehmen übernommen hatte und seitdem sicher betreibt, wird nun mit der Übertragung der Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf die BGZ die durch das Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehene Neuordnung in der kerntechnischen Entsorgung weiter umgesetzt. Danach sind die Betreiber der Kernkraftwerke für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung liegt in der Verantwortung des Bundes, der zum Zwecke der sicheren Zwischenlagerung im Jahr 2017 die BGZ gegründet hat. Die finanziellen Mittel für die Zwischen- und Endlagerung haben die Betreiber dem Bund in einem öffentlich rechtlichen Fonds zur Verfügung gestellt, in den sie rund 24 Milliarden Euro eingezahlt haben.

„Die Übertragung der Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf die bundeseigene BGZ ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der gesetzlich vorgesehenen Neuordnung der Aufgaben in der kerntechnischen Entsorgung. Wir haben durch unser motiviertes und fachkundiges Personal die Übertragung sehr gut vorbereitet und werden zusammen mit unseren neuen Mitarbeitern weiterhin dafür Sorge tragen, dass die radioaktiven Abfälle bis zu deren Endlagerung unter den höchsten Sicherheitsstandards aufbewahrt werden“, macht Dr. Ewold Seeba, Vorsitzender der BGZ-Geschäftsführung, deutlich.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2019/12/PM-2019-12-17-BGZ-übernimmt-Zwischenlager-für-schwach-und-mittelradioaktive-Abfälle.jpg 1340 2000 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2019-12-17 09:55:122025-05-04 13:10:22BGZ übernimmt Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle
Krümmel: Einlagerung hochradioaktiver Abfälle abgeschlossen

Krümmel: Einlagerung hochradioaktiver Abfälle abgeschlossen

12. Dezember 2019/in Pressemitteilung, Startseite
Im Zwischenlager Krümmel hat die BGZ die Einlagerung hochradioaktiver Abfälle abgeschlossen. Begleitet durch unabhängige Sachverständige der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht transportierte das Team der BGZ einen letzten CASTOR-Behälter auf seinen Stellplatz in der Zwischenlagerhalle. Zuvor hatte der Betreiber des Kernkraftwerks Krümmel den Behälter mit Brennstäben aus dem Lagerbecken des Reaktors beladen.

Genehmigt ist das Zwischenlager Krümmel für die Aufbewahrung von bis zu 65 CASTOR-Behältern. Mit dem jetzt eingelagerten 42. CASTOR-Behälter wird die Kapazität des Zwischenlagers lediglich zu zwei Dritteln genutzt. Die am Standort gelagerte Menge an hochradioaktiven Abfällen fällt damit aufgrund des Atomausstiegs deutlich geringer aus als ursprünglich geplant. Neben den Zwischenlagern Gorleben und Unterweser ist Krümmel damit der dritte Standort der BGZ, an dem die Einlagerung von hochradioaktiven Abfällen beendet ist.

„Die sichere und zuverlässige Aufbewahrung radioaktiver Abfälle bis zu ihrer Endlagerung ist unsere Kernkompetenz“, erklärt Dr. Henning Knigge. Gemeinsam mit derzeit sechs weiteren Kolleginnen und Kollegen der BGZ führt der Ingenieur als Leiter des Zwischenlagers den Betrieb vor Ort. Künftig wird die Mannschaft der BGZ in Krümmel weiter wachsen. Entsprechend der gesetzlichen Regelungen zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung wurde der BGZ das Zwischenlager Krümmel am 1. Januar 2019 vom bisherigen Betreiber übertragen. Ein weiteres Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus Betrieb und Rückbau wird derzeit geplant und wird nach Inbetriebnahme ebenfalls auf die BGZ übertragen.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2019/12/2019-12-12-PM-Krümmel-Einlagerung-hochradioaktiver-Abfälle-abgeschlossen-scaled.jpg 1707 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2019-12-12 13:38:422025-05-04 13:10:41Krümmel: Einlagerung hochradioaktiver Abfälle abgeschlossen
Ein CASTOR-Behälter für Wiederaufarbeitungsabfälle vor dem Zwischenlager Biblis (hier beim Probelauf der Einlagerung im November 2019). Foto: C. Mick/BGZ

Zwischenlager Biblis: Probelauf erfolgreich durchgeführt

21. November 2019/in Pressemitteilung
Bei den Vorbereitungen für die Rücknahme von hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland hat die BGZ in dieser Woche erfolgreich den Probelauf für die Einlagerung eines Behälters vom Typ CASTOR® HAW28M absolviert. Diese Behälter werden eingesetzt für den Transport und die Zwischenlagerung von hochradioaktiven Abfällen, die bei der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland angefallen sind.

Begleitend zum laufenden Genehmigungsverfahren für die Aufbewahrung dieses Behältertyps in Biblis absolvierte das BGZ-Team mit einem leeren, knapp 100 Tonnen schweren CASTOR® HAW28M erfolgreich alle Arbeitsschritte, die zur Einlagerung beladener Behälter erforderlich sind. Im Auftrag des hessischen Umweltministeriums als Aufsichtsbehörde über das Zwischenlager Biblis überwachten unabhängige Sachverständige den Probelauf.

Noch ausstehende Voraussetzungen für den im ersten Halbjahr 2020 geplanten Transport von sechs Behältern aus der Wiederaufarbeitungsanlage im britischen Sellafield in das Zwischenlager Biblis sind eine entsprechende Aufbewahrungs- sowie eine Transportgenehmigung nach dem Atomgesetz.

Hintergrund:

Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Die dabei angefallenen, in Deutschland verursachten hochradioaktiven Abfälle wurden größtenteils bereits nach Deutschland zurückgeholt. Nach dem Transport der verbliebenen insgesamt 25 Behälter ist die Rückführung der hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland abgeschlossen. Verursacher dieser Abfälle sind die deutschen Atomkraftwerke. Deutschland ist zur Rücknahme dieser Abfälle durch die Abfallverursacher verpflichtet. Der Transport der hochradioaktiven Abfälle bis zum Zwischenlager Biblis erfolgt daher im Auftrag der RWE Nuclear GmbH als Abfallverursacherin und Betreiberin des Kraftwerks Biblis.

Im Jahr 2015 hatte das Bundesumweltministerium ein Konzept für die Rückführung der noch im Ausland lagernden Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente vorgelegt Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung vor. Mit breitem politischen Konsens wurden vier Standorte für die Rückführung festgelegt: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg. Hierüber besteht Einigkeit zwischen der Bundesregierung allen beteiligten Landesregierungen sowie den AKW-Betreibern als Abfallverursachern.

Mehr Informationen zur Rückführung von radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung finden Sie hier.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2019/11/2019-11-21-PM-Zwischenlager-Biblis-Probelauf-erfolgreich-durchgeführt.jpg 1280 2000 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2019-11-21 11:24:102025-05-04 13:11:54Zwischenlager Biblis: Probelauf erfolgreich durchgeführt

BGZ stellt Weichen für verlängerte Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle

23. Oktober 2019/in Forschung, Pressemitteilung, vZL

Rund 100 Expertinnen und Experten aus Deutschland und der Schweiz erörterten zwei Tage lang auf Einladung der BGZ in Berlin die wissenschaftlichen, technischen und genehmigungsrechtlichen Fragen, die mit einer verlängerten Aufbewahrung von hochradioaktiven Abfällen einhergehen.

Die trockene Zwischenlagerung in Transport- und Lagerbehältern etwa vom Typ Castor hat sich bewährt. Diese Bestandsaufnahme, die auch im Nationalen Entsorgungsprogramm der Bundesregierung zu finden ist, war auch mehrheitlich Tenor der Konferenzteilnehmer. Auf dieser Grundlage sind im Rahmen der BGZ-Veranstaltung offene Forschungsfragen identifiziert und zukünftige Aktionsfelder eingegrenzt worden, die im Zusammenhang mit der längeren Zwischenlagerung bestrahlter Brennelemente und wärmeentwickelnder Abfälle stehen. Dabei wurde auch erörtert, dass bei der Nachweisführung ein klarer Bezug zu den realen Behälter- und Inventarverhalten herzustellen ist.

Der Geschäftsführer Technik der BGZ, Wilhelm Graf, während seiner Eröffnungsrede zum Fachworkshop Zwischenlagerung.

Wilhelm Graf stellte dazu als technischer Geschäftsführer der BGZ fest: „Wir gehen davon aus, dass das Konzept der trockenen Zwischenlagerung auch zukünftig tragfähig ist und die Einhaltung aller Schutzziele gewährleistet. Es ist jedoch unsere Aufgabe, gemeinsam mit Wissenschaftlern und Technikern den Nachweis dafür zu erbringen.“ Die vor zwei Jahren gegründete BGZ wird als Gesellschaft des Bundes die Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet intensiveren. Graf wies daraufhin, dass die BGZ im Rahmen ihrer Forschungsstrategie dazu eine Abteilung gegründet und mit ihrem ersten eigenen Fachworkshop Experten aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden zur Erörterung relevanter Aspekte der verlängerten Zwischenlagerung und der entsprechenden Regelwerke zusammengebracht hat. „Wir sind zudem dabei, eine eigene Akademie aufzubauen, in der wir insbesondere die Aus- und Weiterbildung sowie die Forschungsaktivitäten

bündeln möchten. Damit leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zum Kompetenzerhalt in unserer Branche, indem wir dafür sorgen, dass auch künftig qualifiziertes Personal zur Verfügung steht“, führte Graf weiter aus.

Im Mittelpunkt der Tagung standen vor allem Fragen rund um die Dichtheit der Transport- und Lagerbehälter sowie das Verhalten der eingelagerten Brennelemente vor dem Hintergrund der längeren Zwischenlagerung. Eingangs stellte Dr. Christoph Bunzmann vom Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) den Forschungsbedarf zur Sicherheit der Zwischenlagerung bis zur Endlagerung aus Sicht der Genehmigungsbehörde dar.

Dr.-Ing. Holger Völzke von der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) ging in seinem Vortrag auf den Stand der internationalen Forschung zur verlängerten Zwischenlagerung ein. Sein Kollege Dr.-Ing. Konrad Linnemann erläuterte Möglichkeiten, die Unversehrtheit der Brennelemente beim Transport in Castorbehältern zu überprüfen. Völzke machte deutlich: „Wissenschaftliche Forschungen zur verlängerten Zwischenlagerung werden international vielfältig adressiert. Internationaler Austausch und Kooperation sind unverzichtbar. Wir haben auf Grundlage der bisherigen Daten und Untersuchungen keinen Anlass daran zu zweifeln, dass die Dichtsysteme der Behälter auch über 40 Jahre hinaus intakt bleiben.“

Wilhelm Graf zeigte sich abschließend mit der Veranstaltung sehr zufrieden: „Ich freue mich, dass wir uns mit vielen relevanten Akteuren aus dem Bereich der kerntechnischen Entsorgung austauschen konnten. Gerade diesen Austausch benötigen wir, um die Fragen zu beantworten, die mit einer verlängerten Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle zusammenhängen. Wir werden daher weiterhin solche Fachkonferenzen durchführen und wichtige Ergebnisse auch im Rahmen des „Forums Zwischenlagerung“ einem breiteren Teilnehmerkreis vorstellen und erörtern.“

Hintergrund:
Die Genehmigungen für die Zwischenlager in Deutschland sind auf 40 Jahre befristet, Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung darstellen. Ziel ist es daher, die radioaktiven Abfälle unterirdisch in einer geologischen Formation in Deutschland dauerhaft zu lagern. Mit einem betriebsbereiten Endlager ist nach dem Nationalen Entsorgungsprogramm ab dem Jahr 2050 zu rechnen. Daher reichen die ursprünglich auf 40 Jahre befristeten Genehmigungen der Zwischenlager nicht aus. Die BGZ wird demnach künftig neue Genehmigungen nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik beantragen, um die radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager rechtssicher aufzubewahren.

Das vollständige Programm sowie Fotos der Tagung finden Sie hier: www.bgz.de

https://bgz.de/wp-content/uploads/2019/10/IMG_7631.jpg 3456 5184 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2019-10-23 15:29:032025-11-18 10:00:41BGZ stellt Weichen für verlängerte Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle

Übung im Zwischenlager Ahaus

22. Oktober 2019/in Pressemitteilung, Startseite
Im Zwischenlager Ahaus findet am 24. Oktober 2019 eine routinemäßige Feuerwehrübung statt.

Derartige Übungen werden in regelmäßigen Abständen in allen kerntechnischen Anlagen durchgeführt. Hierdurch ist in Notfallsituationen eine reibungslose Zusammenarbeit des Anlagenbetreibers mit externen Einsatzkräften gewährleistet.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2017/09/bgz_standort_ahaus_400x400px.png 400 400 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2019-10-22 11:22:262025-05-04 13:14:00Übung im Zwischenlager Ahaus
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