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BGZ stellt Forschungsprogramm vor

17. November 2021/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite
BERLIN – Die BGZ hat im Rahmen ihres zweiten Fachworkshops ihr Forschungsprogramm zur verlängerten Zwischenlagerung vorgestellt und dieses mit zahlreichen nationalen und internationalen Expert*innen erörtert.

Am 16. und 17.11. diskutierten Expert*innen in Berlin auf Einladung der BGZ die wissenschaftlichen, technischen und genehmigungsrechtlichen Aspekte, die mit der notwendigen verlängerten Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfällen einhergehen.

Wilhelm Graf freut sich als technischer Geschäftsführer der BGZ über die gute Resonanz: „Durch unser Forschungsprogramm sind wir einen großen Schritt vorangekommen mit unseren Vorbereitungen auf die verlängerte Zwischenlagerung.“ Graf weiter: „Unser Programm zeigt den Forschungsbedarf auf und gibt einen Überblick über unsere Forschungsstrategie sowie die diesbezüglichen Aktivitäten. Der Austausch dazu mit Expert*innen aus dem In- und Ausland wie bei unserem Fachworkshop ist für uns dabei elementar.“ Er machte auch deutlich, dass die BGZ das Forschungsprogramm laufend fortschreiben und an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anpassen werde.

Im Fokus der Tagung standen die Forschungsaktivitäten zu den Transport- und Lagerbehältern sowie den darin eingelagerten hochradioaktiven Abfällen. Vor allem die geplanten Untersuchungen zum Langzeitverhalten von Metalldichtungen in Frankreich sowie die von bestrahlten Brennstäben in den heißen Zellen des schwedischen Unternehmens Studsvik AB stießen bei den Teilnehmer*innen auf großes Interesse. Abgerundet wurde der Fachworkshop durch Vorträge von Vertreter*innen aus Forschungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen aus dem In- und Ausland.

Die BGZ wird ihr Forschungsprogramm Anfang des kommenden Jahres auf ihrer Webseite veröffentlichen.

Hintergrund: Die Genehmigungen für Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle sind in Deutschland auf 40 Jahre befristet. Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung darstellen. Die radioaktiven Abfälle sollen daher unterirdisch in einer geologischen Formation in Deutschland dauerhaft gelagert werden. Mit solch einem betriebsbereiten Endlager für hochradioaktive Abfälle ist ab dem Jahr 2050 zu rechnen. Daher reichen die ursprünglich auf 40 Jahre befristeten Genehmigungen der Zwischenlager nicht aus. Die BGZ wird rechtzeitig neue Genehmigungen beantragen, um die radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager sicher und zuverlässig aufzubewahren. Das Forschungsprogramm bildet die Grundlage dafür, die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum nachzuweisen. Dabei führt die BGZ einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie Forschungsinstituten, Universitäten und Behörden zusammen. Die BGZ weiß seit ihrer Gründung um die notwendige verlängerte Zwischenlagerung und bereitet sich seitdem darauf vor. Das ist eine der Kernaufgaben der BGZ. Von Beginn an hat die BGZ die Notwendigkeit einer verlängerten Zwischenlagerung mit der Öffentlichkeit in unterschiedlichen Formaten erörtert.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/11/Eroeffnung-Joern-Becker-scaled.jpg 1920 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2021-11-17 16:14:542025-11-18 10:00:28BGZ stellt Forschungsprogramm vor

Philippsburg: BGZ informiert über geplante Rückführung radioaktiver Abfälle

11. November 2021/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
PHILIPPSBURG – Die BGZ erläuterte bei der gestrigen Informationsveranstaltung in der Bruhrainhalle die vorgesehene Rückführung radioaktiver Abfälle nach Philippsburg aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente in Frankreich.

Rund 40 Bürger*innen aus Philippsburg und der Region nutzten am Mittwochabend das Informationsangebot der BGZ. Mitte Juli erläuterte die BGZ die zwischen Deutschland und Frankreich verabredete neue Lösung der Rücknahme bereits im Rahmen einer öffentlichen Ratssitzung der Stadt Philippsburg, nachdem sie hier bereits 2018 das Gesamtkonzept der Rückführung vorgestellt hatte. Mit der aktuellen Veranstaltung in der Bruhrainhalle bot die BGZ nun auch einem größeren Teilnehmerkreis die Gelegenheit, sich persönlich zu informieren. Als weitere Ansprechpartner nahmen zudem der Vorsit-zende der Geschäftsführung der EnBW Kernkraft GmbH, Jörg Michels, sowie Steffen Kanitz als Mitglied der Geschäftsführung der Bundesgesellschaft für Endlagerung teil.

„Die neue Vereinbarung ändert nichts an der fairen Verteilung der Abfälle nach dem Verursacherprinzip“, unterstreicht Burghard Rosen, Leiter Presse und Standortkommunikation der BGZ.

Statt der ursprünglich vorgesehenen fünf CASTOR-Behälter mit mittelradioaktiven Abfällen werden nun drei bis fünf solcher Behälter mit hochradioaktiven Abfällen in das hiesige Zwischenlager transportiert. „Auch sicherheitstechnisch ist das keine Veränderung. Es handelt sich nach wie vor um denselben CASTOR-Behältertyp und das Zwischenlager ist für die sichere Aufbewahrung solcher Behälter vorgesehen. Abschließend wird es aufgrund des Atomausstiegs nur zu zwei Drittel gefüllt sein“, erklärte BGZ-Sprecher Burghard Rosen bei der Veranstaltung.

Bereits heute bereitet sich die BGZ auf die Rücknahme der radioaktiven Abfälle aus Frankreich vor, wie Wolfgang Arnold, Hauptabteilungsleiter Betriebe Südwest, berichtete. So wurde kürzlich bei einem erfolgreichen Probelauf im Zwischenlager ein leerer CASTOR-Behälter eingelagert, wie Arnold anhand eines dort gedrehten Films erläuterte: „Da es sich um denselben Behältertyp handelt, macht die neue Lösung für uns in Handhabung und Aufbewahrung keinen Unterschied.“ Er verdeutlichte auch, dass nach Abschluss der Einlagerung der hochradioaktiven Abfälle aus Frankreich und aller Brennelemente aus dem AKW Philippsburg lediglich rund zwanzig Prozent der genehmigten Aktivität im Zwischenlager in Anspruch genommen werden.

Abschließend erklärte Arnold das genehmigte Reparaturkonzept für die CASTOR-Behälter und machte deutlich, dass sich alle Behälter zum Endlager abtransportieren lassen werden.

Die BGZ hat zur Rückführung eine eigene Themenseite veröffentlicht: https://rueckfuehrung.bgz.de/

Informationen des Bundesumweltministeriums zur neuen Lösung bei der Rückführung finden Sie hier: https://www.bmu.de/meldung/neue-loesung-fuer-ruecknahme-radioaktiver-abfaelle-aus-frankreich

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/11/2021-11-11-PM-Informationsveranstaltung-in-Philippsburg-scaled.jpg 1920 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2021-11-11 09:38:272025-04-25 12:03:06Philippsburg: BGZ informiert über geplante Rückführung radioaktiver Abfälle

Fachkräfteprogramm beeindruckt im Ausland

5. November 2021/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
WIEN – Ein von der FH Aachen und der BGZ konzipiertes Studienangebot zur Nachwuchsgewinnung und zum Know-how-Erhalt in der nuklearen Entsorgung stößt auch international auf große Beachtung: Auf einer Tagung der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) wurde der Grundstein für ein internationales Netzwerk zur Förderung junger Expert*innen gelegt.

„Die Schwierigkeiten bei der Nachwuchsgewinnung im Bereich Rückbau von nuklearen Anlagen und Entsorgung von radioaktiven Abfällen ist kein deutsches Phänomen, sondern eines, was meine Kolleginnen und Kollegen weltweit beschäftigt“, sagte Prof. Dr. Hans-Jürgen Steinmetz. Prof. Steinmetz betreut das neue Lehr- und Forschungsgebiet „Nuclear Waste Management“ im internationalen Masterstudiengang „Nuclear Applications“, das zum Sommersemester 2021 in Kooperation von BGZ und Hochschule Aachen aufgelegt wurde und das den Kompetenzerhalt im Bereich des nuklearen Entsorgungsmanagements zum Ziel hat.

„Das, was wir da gemeinsam mit der BGZ zum Kompetenzerhalt in der Branche machen, ist natürlich auch international sehr gefragt“, so Steinmetz. Am Rande einer Tagung der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) in Wien, an der Steinmetz mit seinen Studierenden teilnahm, wurde daher der Grundstein für eine Ausweitung der bisherigen Aktivtäten gelegt:

  1. Die Initiierung eines internationalen Forschungsverbundes zum Ausbau ganzheitlicher, fachübergreifender Kompetenzen von Neulingen im Bereich des Managements nuklearer Abfälle“.
  2. Ein internationales Mentoringprogramm für Studierende vor dem Einstieg ins Berufsleben.
  3. Ein internationales Alumni-Netzwerk für den Erfahrungsaustausch und Problemlösungshilfen zwischen jungen und erfahrenen Fachleuten.

„Mir ist wichtig, dass es bei unserem Austausch nicht nur um fachliches Mentoring geht, sondern auch um die Entwicklung von Skills, von persönlichen Fähigkeiten und ganzheitlichen Kompetenzen“, erklärte Steinmetz.

Hintergrund: Mit einer Kooperation im Rahmen des Masterstudien­gangs Nuclear Applications machen sich die FH Aachen und die BGZ gemeinsam für den Kompetenzerhalt in der kerntechnischen Entsor­gung stark. Das Vertiefungsfeld Nuclear Waste Management bietet Masterstudierenden die Möglichkeit, sich auf diesem Gebiet zu spezi­alisieren.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/11/20211102_104243-scaled.jpg 2058 2560 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2021-11-05 08:28:312025-04-25 12:03:37Fachkräfteprogramm beeindruckt im Ausland

Philippsburg: BGZ lädt zu einer Informationsveranstaltung über die geplante Rücknahme radioaktiver Abfälle ein

3. November 2021/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
PHILIPPSBURG – BGZ und EnBW informieren am 10.11.2021 in einer öffentlichen Veranstaltung in der Bruhrainhalle über die Rücknahme radioaktiver Abfälle aus Frankreich, die aus der dortigen Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente resultieren.

„Nachdem wir zum Thema Rückführung bereits im Juli dieses Jahres an einer öffentlichen Gemeinderatssitzung in Philippsburg teilgenommen hatten, möchten wir nun gerne auch mit den Bürger*innen direkt ins Gespräch kommen und für Fragen zur Verfügung stehen“, so Dr. Ewold Seeba, Vorsitzender der BGZ-Geschäftsführung. Neben weiteren Expert*innen der BGZ wird Jörg Michels als Vorsitzender der Geschäftsführung der EnBW Kernkraft GmbH an der Veranstaltung teilnehmen. Für Fragen zur Endlagersuche steht zudem Steffen Kanitz, Mitglied der Geschäftsführung der Bundesgesellschaft für Endlagerung, zur Verfügung.

Die Veranstaltung findet statt am:

Mittwoch, den 10.11.2021 um 19:00 Uhr
Einlass von 18:30 bis 19:00 Uhr
Bruhrainhalle Philippsburg,
Am Schulplatz 6

Bei der Veranstaltung ist die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg einzuhalten. Demnach gilt die 3G-Regel, der jeweilige Nachweis ist mitzuführen. Die Verordnung finden Sie hier: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/. Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich. Alle Teilnehmer*innen müssen sich jedoch vor Ort registrieren. Diese Angaben dienen der Kontaktverfolgung durch die Gesundheits- und Ordnungsbehörden. Die Daten werden nach vier Wochen gelöscht.

Hintergrund: Im Jahr 2015 hatte das Bundesumweltministerium ein Rücknahmekonzept für Abfälle vorgelegt, die in Großbritannien und Frankreich bei der Wiederaufarbeitung von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken entstanden sind. Zur Rücknahme dieser Abfälle ist Deutschland verpflichtet. Hinsichtlich der Rückführung solcher Abfälle aus Frankreich wurde im Sommer 2021 zwischen den beteiligten Partnern auf deutscher und französischer Seite eine vereinfachte Lösung vereinbart. Für die Umsetzung dieser neuen Lösung haben Bundestag und Bundesrat inzwischen die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen. Die Lösung sieht vor, dass das zurückzuführende Abfallvolumen und damit auch die Anzahl der Transporte nach Deutschland deutlich reduziert werden. In einem einzigen Transport sollen drei bis fünf CASTOR-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung in Frankreich in das Brennelemente-Zwischenlager in Philippsburg überführt werden.

Weitere Informationen finden sich auf der Seite des BMU: https://www.bmu.de/meldung/neue-loesung-fuer-ruecknahme-radioaktiver-abfaelle-aus-frankreich/

Zudem hat die BGZ eine eigene Webseite zur Rückführung veröffentlicht: https://rueckfuehrung.bgz.de/

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/11/Grafik-Dialog.jpg 1000 1000 Genevieve Mulack https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Genevieve Mulack2021-11-03 13:17:322025-04-25 12:04:00Philippsburg: BGZ lädt zu einer Informationsveranstaltung über die geplante Rücknahme radioaktiver Abfälle ein

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News / Pressemitteilungen

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  • Arbeitskreis Wesermarsch besichtigt BGZ-Zwischenlager 13. Juli 2026
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  • Rückführung radioaktiver Abfälle aus dem Ausland abgeschlossen 25. Juni 2026
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  • Austausch von Industrie und Wissenschaft in Garching 17. Juni 2026
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