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Keine Zunahme der Transporte, kein Müll aus der Asse

1. Juni 2021/in Aktuelles, LOK, Pressemitteilung, Startseite
WÜRGASSEN – Die BGZ weist unwahre Behauptungen von Kritiker*innen des geplanten Logistikzentrums Konrad (LoK) in Würgassen zurück.

Nachdem die BGZ bereits mehrfach deutlich gemacht hat, dass der Bau des Logistikzentrums Konrad nicht zu einer Zunahme, sondern sogar zu einer Verringerung der nötigen Transporte von Atommüll in Deutschland führen wird, wird nun eine exorbitante Zunahme von sogenannten „Transportkilometern“ ins Feld geführt. So behauptet die Bürgerinitiative „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“, dass die Anzahl der gesamten Transportkilometer von 2,5 auf 73,5 Millionen steigen würde.

„Es ist nicht nachvollziehbar, woher diese Zahlen kommen; aber eine Erhöhung der Transportkilometer um fast einen Faktor 30 ist absurd“, sagte BGZ-Bereichsleiter Dr. Heinz-Walter Drotleff. Richtig ist vielmehr, dass mit dem LoK eine Bündelung der Transporte auf der Bahn ermöglicht wird, sodass zwölf Container pro Zugfahrt (sechs Wagen mit je zwei Transportcontainern) auf den Weg gebracht werden können. Bei einer einzelnen Zugfahrt aus dezentralen Zwischenlagern direkt zum Endlager wären es hingegen nur zwei Transportcontainer.

„Der Vorteil einer solchen Bündelung liegt – wie bei einem Bus – darin, dass die Strecke nur einmal gefahren werden muss und pro transportiertem Abfallgebinde ein viel geringerer Aufwand sowie viel weniger Ressourcen benötigt werden und damit auch die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt geringer sind“, erklärte Drotleff.

Dieser wies zudem erneut aufgestellte Spekulationen der Bürgerinitiative „Atomfreies Dreiländereck“ zurück, wonach radioaktiver Müll aus der Asse in Würgassen zwischengelagert werden könnte: „Der Müll aus der Asse wird in einem Zwischenlager aufbewahrt, welches unsere Schwestergesellschaft BGE derzeit in der Nähe des alten Bergwerkes plant.“ Eine Endlagerung der Asse-Abfälle ist nicht im Endlager Konrad vorgesehen; daher werden diese auch nicht über das Logistikzentrum in Würgassen umgeschlagen.

 

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/08/BGZ_Wuergassen_3728_4834-scaled.jpg 1707 2560 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2021-06-01 12:34:032025-04-25 12:24:53Keine Zunahme der Transporte, kein Müll aus der Asse

Bunte Bausteine zeigen logistische Herausforderung

21. Mai 2021/in Pressemitteilung
WÜRGASSEN – In ihrer Informationsreihe hat die BGZ den zweiten Erklärfilm zum Logistikzentrum Konrad (LoK) veröffentlicht. In dem animierten Video wird erläutert, warum mit dem LoK die logistischen Hürden bei der Endlagerung des schwach- und mittelradioaktiven Atommülls genommen werden können.

Warum muss der Atommüll in bestimmten Chargen zusammengestellt werden?

Wieso soll nicht direkt aus den dezentralen Zwischenlagern nach Konrad geliefert werden?

Wie hilft das Logistikzentrum in Würgassen, das Endlager schneller zu füllen?

Diese und andere Fragen beantwortet der zweite Erklärfilm der BGZ, der seit heute über die Website des Essener Unternehmens und auf YouTube abrufbar ist. Kern des Erklärfilms ist ein bekanntes Computerspiel aus den 1980er-Jahren: Die Behälter mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall werden dabei von den bunten und vielgestaltigen Objekten dargestellt, die mit Hilfe des Logistikzentrums in die richtige Reihenfolge gebracht werden.

„Uns wird ja immer vorgeworfen, wir würden Atommüll-Tetris spielen. Den Ball greifen wir gern auf – allerdings zeigen wir auch, wie es richtig funktioniert“, sagte der Bereichsleiter für das LoK, Dr. Heinz-Walter Drotleff. Der neue Erklärfilm mache deutlich, warum nur das LoK die Herausforderungen an die Endlagerung des schwach- und mittelradioaktiven Atommülls lösen kann: „Wie beim genannten Computerspiel geht es um die richtige Reihenfolge und die Geschwindigkeit – der Zeitgewinn bei der Entsorgung der radioaktiven Abfälle ist ein Sicherheitsgewinn für die gesamte Gesellschaft“, so Drotleff.

Link zum Erklärfilm auf YouTube: https://youtu.be/QZ8g77rc17I

Link auf BGZ-Website: https://sohub.io/3bzp

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/05/erklaerfilmzwei.png 337 823 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2021-05-21 13:20:242025-04-25 12:25:16Bunte Bausteine zeigen logistische Herausforderung
Lena Wieland (Leiterin Überwachung), Marc Weinert (Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Neckarwestheim), Bürgermeister Jochen Winkler, Stefan Haas (Leiter Sicherung und Instandhaltung), Wolfgang Arnold (Hauptabteilungsleiter Betriebe Südwest) und Thomas Taschke (Leiter des Zwischenlagers) vor leeren TN 24 E-Behältern im Brennelemente-Zwischenlager in Neckarwestheim.BGZ

Bürgermeister und Feuerwehrkommandant besuchen Zwischenlager Neckarwestheim

11. Mai 2021/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
NECKARWESTHEIM – Bürgermeister Jochen Winkler und Feuerwehrkommandant Marc Weinert haben sich mit Thomas Taschke, dem Leiter des Zwischenlagers, sowie Genevieve Mulack, der Referentin für Standortkommunikation über die sichere Aufbewahrung radioaktiver Abfälle ausgetauscht.

Während der Besichtigung des Brennelemente-Zwischenlagers und des Zwischenlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle betonte Bürgermeister Winkler, dass die Zwischenlager sicher betrieben werden müssten, was unter anderem auch die künftige Organisation des Brandschutzes betreffe. „Mit dem Rückbau des Kraftwerks gibt es auch Beratungen zur Zukunft der Werkfeuerwehr am Standort. Wir prüfen, ob diese Aufgabe dann von den Standortfeuerwehren Gemmrigheim und Neckarwestheim übernommen werden kann,“ berichtete Bürgermeister Winkler.

Derzeit bereitet die BGZ die Zwischenlager auf einen Betrieb unabhängig vom Kernkraftwerk vor. „Wir arbeiten dabei auch an einem Brandschutzkonzept für den Standort Neckarwestheim,“ so Thomas Taschke und machte deutlich, dass er sich dabei eng mit den Standortgemeinden abstimmen werde.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/05/2021-05-11-PM-Buergermeister-Feuerwehrkommandant-und-Leiter-des-Zwischenlagers-im-Gespraech-scaled.jpg 1920 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2021-05-11 12:26:262025-04-25 12:27:42Bürgermeister und Feuerwehrkommandant besuchen Zwischenlager Neckarwestheim
Genevieve Mulack (Referentin für Standortkommunikation Südwest), Bürgermeister Achim Walter, Hauptamtsleiterin Desiree Prohaska, Thomas Taschke (Leiter des Zwischenlagers), Lena Wieland (Leiterin Überwachung) und Stefan Haas (Leiter Sicherung und Instandhaltung) vor dem Zwischenlager in Obrigheim. Foto: BGZBGZ

Bürgermeister besucht das Zwischenlager in Obrigheim

6. Mai 2021/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
OBRIGHEIM – Bürgermeister Achim Walter und Hauptamtsleiterin Desiree Prohaska wurden kürzlich von Thomas Taschke, dem designierten Leiter des Zwischenlagers Obrigheim, sowie der neuen Referentin für Standortkommunikation Genevieve Mulack empfangen. Dieser Austausch soll künftig regelmäßig stattfinden.

Nach einer Besichtigung des Zwischenlagers sprachen der Bürgermeister und die Hauptamtsleiterin mit den Vertretern*innen der BGZ über die Zwischenlagerung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle am Standort Obrigheim. Derzeit bereitet die BGZ das Zwischenlager auf einen Betrieb unabhängig vom Kernkraftwerk vor. Thomas Taschke machte dabei deutlich, dass er mit seinem Team die sichere und zuverlässige Aufbewahrung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle bis zu deren Abgabe an das Endlager Konrad gewährleisten werde.

„Neben Stade und Würgassen ist Obrigheim der einzige BGZ-Standort, an dem kein hochradioaktiver Abfall gelagert wird“, betonte Bürgermeister Walter bei dem Besuch und erinnerte dabei an den Transport der Brennelemente von Obrigheim in das Zwischenlager Neckarwestheim im Jahr 2017. „Auch die schnellstmögliche Beendigung der Zwischenlagerung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle ist uns als Gemeinde ein besonderes Anliegen“, so der Bürgermeister.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/05/2021-05-06-PM-Besuch-von-Buergermeister-Achim-Walter-in-Obrigheim-scaled.jpg 1825 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2021-05-06 09:51:112025-04-25 12:28:29Bürgermeister besucht das Zwischenlager in Obrigheim
Das Abfall-Zwischenlager Grafenrheinfeld (AZR) für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Foto: Andreas FassnachtAndreas Fassnacht

Grafenrheinfeld: BGZ übernimmt Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle

4. Mai 2021/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
GRAFENRHEINFELD – Am 3. Mai 2021 hat die BGZ die Betriebsverantwortung für das neu gebaute Abfall-Zwischenlager am Standort Grafenrheinfeld (AZR) übernommen. Mit der Übernahme kommt die BGZ ihrem gesetzlichen Auftrag zur sicheren Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle nach. Das AZR dient der Aufbewahrung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen wie beispielsweise Filtermaterialien oder Anlagenteilen aus dem Kraftwerksbetrieb und -rückbau. Ab dem Jahr 2027 sollen diese Abfälle an die Einrichtungen des Endlagers Konrad abgegeben werden.

Mit der Übertragung des Abfall-Zwischenlagers auf die BGZ wird die durch das Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehene Neuordnung in der kerntechnischen Entsorgung weiter umgesetzt. „Die BGZ leistet damit einen wichtigen Beitrag, um den Atomausstieg umzusetzen“, erläutert Jürgen Bruder als Leiter des Zwischenlagerstandorts Grafenrheinfeld.

Nach dem Entsorgungsübergangsgesetz sind die Betreiber der Kernkraftwerke für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung liegt in der Verantwortung des Bundes.

„Wir werden das Abfall-Zwischenlager Grafenrheinfeld genauso sicher betreiben wie das Brennelemente-Zwischenlager, das die BGZ bereits zu Beginn des Jahres 2019 übernommen hat“, kündigt Jürgen Bruder an.

Hintergrund: Voraussetzung für die Übernahme des Zwischenlagers durch die BGZ war die kürzlich erfolgte Zustimmung zur Betriebsbereitschaft der Anlage durch das Bayerische Landesamt für Umwelt. Errichtet wurde das Abfall-Zwischenlager Grafenrheinfeld in den vergangenen Jahren durch den Kraftwerksbetreiber PreussenElektra. Der Baubeginn erfolgte im Juli 2018.

Die Genehmigung des AZR ermöglicht neben der Zwischenlagerung von Abfällen aus dem Kernkraftwerk Grafenrheinfeld auch die zeitlich und mengenmäßig befristete Einlagerung von Abfallgebinden anderer Standorte der PreussenElektra.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/05/2021-05-04-PM-BGZ-uebernimmt-AZR-scaled.jpg 1707 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2021-05-04 16:28:542025-04-25 12:28:55Grafenrheinfeld: BGZ übernimmt Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle

Detailplanung für Logistikzentrum Konrad beginnt

4. Mai 2021/in LOK, Pressemitteilung, Startseite
BERLIN – Nach einer europaweiten Ausschreibung hat die BGZ die ersten Planungen des Logistikzentrums Konrad an die ARGE LoK Würgassen vergeben. Der Zusammenschluss aus drei etablierten deutschen Unternehmen wird zunächst alle notwendigen Gebäude und die Infrastruktur projektieren und die Antragsunterlagen für die Baugenehmigung erstellen.

In der ARGE LoK Würgassen haben sich die ARCUS Planung+Beratung Bauplanungsgesellschaft Cottbus, die IPROconsult Leipzig und die Schüßler Plan Generalplanungsgesellschaft Berlin zusammengeschlossen.

Nach einem ersten Arbeitsgespräch mit Vertreter*innen der beteiligten Firmen in Berlin erklärte der Bereichsleiter für das Logistikzentrum Konrad, Dr. Heinz-Walter Drotleff: „Wir haben den Auftrag an eine Arbeitsgemeinschaft aus drei Unternehmen erteilt, die national wie international auf dem Markt etabliert und bekannt sind. Die BGZ wird mit der ARGE LoK Würgassen zügig die detaillierten Planungsunterlagen für das Bauvorhaben erarbeiten und damit die Grundlage für den Bauantrag schaffen.“

Bei ihrer Vergabe hat die BGZ besonderen Wert auf eine landschaftsschonende Gestaltung des Gebäudekomplexes gelegt. „Die ARGE LoK Würgassen hat uns dazu bereits sehr interessante Ideen übermittelt“, so Drotleff. Dazu zählen etwa eine intensive Dachbegrünung und eine mögliche Staffelung der Dachflächen sowie eine strukturierte Fassadengestaltung.

Die ARGE werde nach Angaben Drotleffs künftig eng mit dem Technik-Planer des Logistikzentrums Konrad zusammenarbeiten. Der Abschluss des Vergabeverfahrens für diese Leistung steht ebenfalls kurz bevor, mit einer Vergabe sei im Mai dieses Jahres zu rechnen. Der Technik-Planer soll unter anderem die Unterlagen für den Antrag nach Strahlenschutzgesetz für das Logistikzentrum erarbeiten.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/05/BGZ_Wuergassen_3728_4822-scaled.jpg 1673 2560 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2021-05-04 13:59:472025-04-25 12:29:15Detailplanung für Logistikzentrum Konrad beginnt
Lars Köbler, Kaufmännischer Geschäftsführer der BGZ. Foto: Anke Jacob© Anke Jacob

Lars Köbler übernimmt Geschäftsführung der Kerntechnischen Hilfsdienst GmbH

29. April 2021/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
ESSEN/EGGENSTEIN-LEOPOLDSHAFEN – Die Gesellschafterver­sammlung der Kerntechnischen Hilfsdienst GmbH (KHG) hat Lars Köbler zum neuen Geschäftsführer berufen. Die BGZ wird ihr Engagement bei der KHG zudem weiter ausbauen. Dies sichert die Kompetenzen zum Umgang mit Notfällen in kerntechnischen Anlagen auch über das Abschaltda­tum der letzten Atomkraftwerke hinaus.

Zusätzlich zu seinen Aufgaben als kaufmännischer Geschäftsführer der BGZ führt Lars Köbler ab dem 1. Mai 2021 auch die Geschäfte der KHG. Walter Sturz, Köb­lers Vorgänger in dieser Funktion, tritt in den Ruhestand ein.

Mit speziell qualifiziertem Personal und technischer Ausrüstung hat sich die KHG als Dienstleister für kerntechnische Anlagen auf das Management von Notfallsze­narien spezialisiert. Die permanente Einsatzbereitschaft der KHG erfüllt dabei Vor­sorgeverpflichtungen der Anlagenbetreiber.

Gegenwärtig befindet sich die KHG mehrheitlich im Eigentum der Energiewirt­schaft. Nach dem Ende der Stromerzeugung in den deutschen Atomkraftwerken beabsichtigt die BGZ im Einvernehmen mit den bisherigen Mehrheitsgesellschaf­tern, ihre Anteile an der KHG von derzeit 19,58 Prozent auf eine Mehrheitsbeteili­gung von 92,2 Prozent auszuweiten. Die rund 20 Arbeitsplätze der KHG am der­zeitigen Standort wird die BGZ dabei erhalten.

„Mit der perspektivischen Übernahme der Mehrheit an der KHG leisten wir einen Beitrag zum Kompetenzerhalt und zum Erhalt der kerntechnischen Sicherheit auch während der weiteren Umsetzung des Atomausstiegs“, erklärt Lars Köbler.

Hintergrund:

In der Bundesrepublik Deutschland haben die Betreiber von kerntechnischen Anla­gen technische und personelle Vorsorge getroffen, um nach einem Störfall die Ursa­che zu analysieren und die Folgen des Störfalles zu beseitigen. Teile dieser Notfall­vorsorge haben die Betreiber der KHG übertragen. Diese wurde 1977 von den AKW-Betreibern, der kerntechnischen Industrie und den Forschungszentren gegründet. Die KHG verfügt über die erforderliche Technik und speziell ausgebildetes Personal, auf dessen Know-how die Betreiber im Bedarfsfall zurückgreifen können.

Ungeachtet dessen, dass das Konzept der Zwischenlagerung auch bei Szenarien wie Naturkatastrophen oder Flugzeugabstürzen die Einhaltung der Schutzziele sicher­stellt, kommt die BGZ mit ihrem Engagement bei der KHG der Verpflichtung nach, auch für sogenannte auslegungsüberschreitende Ereignisse Vorsorge zu treffen.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2018/10/koebler_web_996x1030px-01b.jpg 1030 996 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2021-04-29 15:03:412025-04-25 12:29:45Lars Köbler übernimmt Geschäftsführung der Kerntechnischen Hilfsdienst GmbH
Diskutierten die Fragen der Teilnehmer*innen zur Rückführung deutscher Wiederaufarbeitungsabfälle aus dem Ausland (von links): Moderatorin Eva Grünbauer, Dr. Michael Hoffmann (BGZ) und Josef Klaus (Bürgermeister Niederaichbach). Foto: BGZ/Mirbeth.BGZ

Digitales „Forum Zwischenlagerung“ als Dialogplattform eröffnet

23. April 2021/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
ESSEN/BERLIN – Die BGZ hat ihre Veranstaltungsreihe „Forum Zwi­schenlagerung“ heute mit einem Livestream gestartet. Erster Themen­schwerpunkt war die Rückführung deutscher Abfälle aus der Brenn­elemente-Wiederaufarbeitung im Ausland. Die Internetplattform des „Forum Zwischenlagerung“ bietet ab jetzt dauerhaft die Möglichkeit zum Austausch über die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle.

In dem heute von TV-Moderatorin Eva Grünbauer geführten Format diskutierten Josef Klaus (Bürgermeister des Zwi­schenlagerstandortes Niederaichbach) und Dr. Michael Hoffmann (BGZ, Bereichs­leiter Betrieb) die Rückführung der radioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbei­tung deutscher Brennelemente im Ausland in das Zwischenlager in Niederaich­bach. Beide gingen dabei auch auf Fragen ein, die Zuschauer*innen während des Livestreams in die Diskussion einbrachten.

„Es war richtig, dass die BGZ trotz der anhaltenden Pandemie die Diskussion zur Zwischenlagerung des Atommülls wieder angeschoben hat. Mir persönlich ist da­bei ganz wichtig, dass Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit die Grundlage für ei­nen Austausch sind und die Bedenken der Bevölkerung einer Standortgemeinde ernst genommen werden“, sagte Bürgermeister Klaus im Anschluss an die Auf­taktveranstaltung.

Auch nach dem Ende des heutigen Livestreams veröffentlicht die BGZ die einge­gangenen Fragen auf der Internetseite forum-zwischenlagerung.bgz.de, wo sie in den kommenden Tagen beantwortet werden. Neue Fragen nimmt die BGZ dort ebenfalls weiterhin entgegen. Künftig erweitert die BGZ die Internetplattform nach und nach um neue Themenschwerpunkte, zu denen Informationen bereit­stehen und ein Austausch angeboten wird.

Das digitale Forum soll die – wegen der Corona-Pandemie zurzeit ausgesetzten – Vor-Ort-Veranstaltungen des „Forum Zwischenlagerung“ nicht ersetzen, sondern dauerhaft ergänzen.

Für den persönlichen Dialog an ihren Zwischenlagerstandorten ist die BGZ zudem mit Mitarbeiter*innen in allen Regionen Deutschlands gut aufgestellt. Informatio­nen und Kontaktmöglichkeiten finden Interessierte im Internet unter zwischenlager.info.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/04/2021-04-23-PM-Digitales-Forum-Zwischenlagerung-als-Dialogplattform-eroeffnet.jpg 1315 2000 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2021-04-23 17:12:222025-04-25 12:30:12Digitales „Forum Zwischenlagerung“ als Dialogplattform eröffnet

BGZ Gorleben veröffentlicht Umgebungsüberwachungsbericht

15. April 2021/in Pressemitteilung
GORLEBEN – Strahlung am Zaun erneut deutlich unterhalb des Genehmigungswertes

„Die Dosis am Anlagenzaun liegt auch im Jahr 2020 wieder deutlich unterhalb des Genehmigungswertes“, stellt Heinz Engelmann, Fachbereichsleiter Strahlenschutz des Zwischenlagers Gorleben, fest. Der Jahresbericht der Umgebungsüberwa­chung bestätigt, dass die BGZ-Anlagen keine radioaktiven Stoffe emittiert haben und die Strahlung am Zaun des Zwischenlagers weiterhin deutlich unterhalb des Genehmigungswertes von 0,3 Millisievert (mSv) pro Jahr gelegen hat.

So ist für das Jahr 2020 am Zaun des Zwischenlagers an der Stelle mit der höchs­ten Strahlung ein Jahreswert von 0,14 mSv ermittelt worden. Wenn sich eine Per­son ein Jahr lang ununterbrochen an dieser Stelle aufhielte, würde sie diese Dosis erhalten. Zum Vergleich: Bei einem Flug von Frankfurt nach San Francisco erhält man ca. 0,1 mSv. Ein Wechsel des Wohnortes von Norddeutschland in ein deut­sches Mittelgebirge bedeutet eine zusätzliche Dosis von rund 0,18 mSv pro Jahr.

Von 2006 an liegen die Jahreswerte am Anlagenzaun im Schwankungsbereich zwischen 0,22 mSv im Jahr 2008 und 0,13 mSv im Jahr 2019. Dieser ergibt sich insbesondere aus normalen Schwankungen der Messergebnisse der ohnehin sehr geringen natürlichen Strahlung, die von der gemessenen Strahlung zur Ermittlung der Jahresdosis abgezogen wird. Insgesamt ist mittelfristig mit einer weiteren Ab­nahme der Jahresdosis zu rechnen, da keine weiteren Einlagerungen hochradio­aktiver Abfälle erfolgen.

Hintergrund:

Bereits seit 1983 werden am Zwischenlager Gorleben im Rahmen der Genehmigun­gen nach festgelegten Vorgaben umfangreiche Messungen durchgeführt. Neben der permanent überwachten Strahlung werden regelmäßig Proben aus Luft, Nieder­schlag, Boden, Grundwasser und Vegetation auf radioaktive Stoffe untersucht. Die Auswertung dieser Proben aus der Umgebung hat auch für 2020 keine aus dem Be­trieb des Zwischenlagers stammende Radioaktivität ergeben. Lediglich aus dem Re­aktorunfall von Tschernobyl und von oberirdischen Kernwaffentests stammende Nuklide sowie natürliche radioaktive Strahlung wurden nachgewiesen.

Der Umgebungsüberwachungsbericht kann hier heruntergeladen werden.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2018/04/P1000459.jpg 3456 4608 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2021-04-15 11:53:362025-04-25 12:32:16BGZ Gorleben veröffentlicht Umgebungsüberwachungsbericht
Campus Jülich der FH Aachen. Foto: FH Aachen/Thilo VogelFH Aachen/Thilo Vogel

Kompetenzerhalt für die Entsorgung radioaktiver Abfälle: Hochschulkooperation zwischen FH Aachen und BGZ

14. April 2021/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

ESSEN/JÜLICH – Mit einer Kooperation im Rahmen des Masterstudien­gangs Nuclear Applications machen sich die FH Aachen und die BGZ gemeinsam für den Kompetenzerhalt in der kerntechnischen Entsor­gung stark. Das Vertiefungsfeld Nuclear Waste Management bietet Masterstudierenden die Möglichkeit, sich auf diesem Gebiet zu spezi­alisieren.

„Auch nach dem Abschalten der letzten deutschen Atomkraftwerke muss eine auf nukleare Sicherheit ausgerichtete Kompetenz- und Nachwuchsentwicklung erhal­ten werden.“ Diese Feststellung des Bundesumweltministeriums aus seinem kürz­lich vorgestellten Positionspapier zur Vollendung des Atomausstiegs füllen die FH Aachen und die BGZ jetzt mit Leben. Im April beginnen die Lehrveranstaltungen im gemeinsam konzipierten Vertiefungsfeld Nuclear Waste Management des Masterstudiengangs Nuclear Applications. Dieser wurde bereits mehrfach als ei­nes der weltweit besten Studienangebote auf diesem Gebiet ausgezeichnet.

Fünfzehn Masterstudierenden mit technischem oder naturwissenschaftlichem Hintergrund bietet das Vertiefungsfeld die Möglichkeit, sich mit ihrem Masterab­schluss auf den sicheren Betrieb von Zwischen- und Endlagern für radioaktive Ab­fälle zu spezialisieren. Die überwiegend englischsprachigen Lehrveranstaltungen gliedern sich in vier Module: Grundlagen der Entsorgung radioaktiver Abfälle, Ab­fallprodukte und Abfallgebinde, Werkstoffkunde sowie Entsorgungsstrategien in Deutschland.

Angeboten werden die Lehrveranstaltungen auf dem Campus der FH Aachen in Jülich, pandemiebedingt jedoch zunächst als Onlineformat. National und interna­tional erfahrene Expert*innen der BGZ geben ihr Know-how in Vorlesungen und Seminaren an die Studierenden weiter. Mit dem Masterabschluss im Vertiefungs­feld sind die Absolvent*innen in der Lage, Technik und Abläufe in der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle zu bewerten. Sie analysieren und konzipie­ren Prozesse wie beispielsweise zum Alterungsmanagement. Zudem vermittelt das Vertiefungsfeld Kenntnisse der internationalen wie nationalen Rechtsnormen, was unter anderem für die zu führenden Genehmigungsverfahren relevant ist.

„Die akademische Ausbildung in Deutschland konzentriert sich heute überwie­gend auf Wissenschaft und Technologie zur Kraftwerksstilllegung oder zur Ent­sorgung der Abfälle und ist meist wissensbasiert“, erklärt Ingrid Gosens, Bereichs­leiterin Personal bei der BGZ. „Mit dem praxisorientierten Vertiefungsfeld verfol­gen wir einen weiter gefassten Ansatz, der neben dem Wissen um die Technik auch Prozessabläufe und die beteiligten Menschen mit ihrem Know-how einbe­zieht“, so die Personalchefin weiter. „Dabei trainieren wir auch Metakompetenzen, die später für die Wahrnehmung von Führungspositionen erforderlich sind.“

Durch ihr Engagement für qualifizierten Nachwuchs sichert die BGZ mit ihren heute rund 450 Beschäftigten bereits frühzeitig den Kompetenzerhalt für die Zu­kunft. Spezialisierten Fachkräften für den Betrieb von Zwischen- und Endlagern für radioaktive Abfälle bieten sich dabei spannende berufliche Perspektiven bis in die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/04/Hochschulkooperation-zwischen-FH-Aachen-und-BGZ-scaled.jpg 1178 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2021-04-14 14:48:152021-04-14 14:48:15Kompetenzerhalt für die Entsorgung radioaktiver Abfälle: Hochschulkooperation zwischen FH Aachen und BGZ
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