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Diskutierten die Fragen der Teilnehmer*innen zur Rückführung deutscher Wiederaufarbeitungsabfälle aus dem Ausland (von links): Moderatorin Eva Grünbauer, Dr. Michael Hoffmann (BGZ) und Josef Klaus (Bürgermeister Niederaichbach). Foto: BGZ/Mirbeth.BGZ

Digitales „Forum Zwischenlagerung“ als Dialogplattform eröffnet

23. April 2021/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
ESSEN/BERLIN – Die BGZ hat ihre Veranstaltungsreihe „Forum Zwi­schenlagerung“ heute mit einem Livestream gestartet. Erster Themen­schwerpunkt war die Rückführung deutscher Abfälle aus der Brenn­elemente-Wiederaufarbeitung im Ausland. Die Internetplattform des „Forum Zwischenlagerung“ bietet ab jetzt dauerhaft die Möglichkeit zum Austausch über die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle.

In dem heute von TV-Moderatorin Eva Grünbauer geführten Format diskutierten Josef Klaus (Bürgermeister des Zwi­schenlagerstandortes Niederaichbach) und Dr. Michael Hoffmann (BGZ, Bereichs­leiter Betrieb) die Rückführung der radioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbei­tung deutscher Brennelemente im Ausland in das Zwischenlager in Niederaich­bach. Beide gingen dabei auch auf Fragen ein, die Zuschauer*innen während des Livestreams in die Diskussion einbrachten.

„Es war richtig, dass die BGZ trotz der anhaltenden Pandemie die Diskussion zur Zwischenlagerung des Atommülls wieder angeschoben hat. Mir persönlich ist da­bei ganz wichtig, dass Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit die Grundlage für ei­nen Austausch sind und die Bedenken der Bevölkerung einer Standortgemeinde ernst genommen werden“, sagte Bürgermeister Klaus im Anschluss an die Auf­taktveranstaltung.

Auch nach dem Ende des heutigen Livestreams veröffentlicht die BGZ die einge­gangenen Fragen auf der Internetseite forum-zwischenlagerung.bgz.de, wo sie in den kommenden Tagen beantwortet werden. Neue Fragen nimmt die BGZ dort ebenfalls weiterhin entgegen. Künftig erweitert die BGZ die Internetplattform nach und nach um neue Themenschwerpunkte, zu denen Informationen bereit­stehen und ein Austausch angeboten wird.

Das digitale Forum soll die – wegen der Corona-Pandemie zurzeit ausgesetzten – Vor-Ort-Veranstaltungen des „Forum Zwischenlagerung“ nicht ersetzen, sondern dauerhaft ergänzen.

Für den persönlichen Dialog an ihren Zwischenlagerstandorten ist die BGZ zudem mit Mitarbeiter*innen in allen Regionen Deutschlands gut aufgestellt. Informatio­nen und Kontaktmöglichkeiten finden Interessierte im Internet unter zwischenlager.info.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/04/2021-04-23-PM-Digitales-Forum-Zwischenlagerung-als-Dialogplattform-eroeffnet.jpg 1315 2000 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2021-04-23 17:12:222025-04-25 12:30:12Digitales „Forum Zwischenlagerung“ als Dialogplattform eröffnet

BGZ Gorleben veröffentlicht Umgebungsüberwachungsbericht

15. April 2021/in Pressemitteilung
GORLEBEN – Strahlung am Zaun erneut deutlich unterhalb des Genehmigungswertes

„Die Dosis am Anlagenzaun liegt auch im Jahr 2020 wieder deutlich unterhalb des Genehmigungswertes“, stellt Heinz Engelmann, Fachbereichsleiter Strahlenschutz des Zwischenlagers Gorleben, fest. Der Jahresbericht der Umgebungsüberwa­chung bestätigt, dass die BGZ-Anlagen keine radioaktiven Stoffe emittiert haben und die Strahlung am Zaun des Zwischenlagers weiterhin deutlich unterhalb des Genehmigungswertes von 0,3 Millisievert (mSv) pro Jahr gelegen hat.

So ist für das Jahr 2020 am Zaun des Zwischenlagers an der Stelle mit der höchs­ten Strahlung ein Jahreswert von 0,14 mSv ermittelt worden. Wenn sich eine Per­son ein Jahr lang ununterbrochen an dieser Stelle aufhielte, würde sie diese Dosis erhalten. Zum Vergleich: Bei einem Flug von Frankfurt nach San Francisco erhält man ca. 0,1 mSv. Ein Wechsel des Wohnortes von Norddeutschland in ein deut­sches Mittelgebirge bedeutet eine zusätzliche Dosis von rund 0,18 mSv pro Jahr.

Von 2006 an liegen die Jahreswerte am Anlagenzaun im Schwankungsbereich zwischen 0,22 mSv im Jahr 2008 und 0,13 mSv im Jahr 2019. Dieser ergibt sich insbesondere aus normalen Schwankungen der Messergebnisse der ohnehin sehr geringen natürlichen Strahlung, die von der gemessenen Strahlung zur Ermittlung der Jahresdosis abgezogen wird. Insgesamt ist mittelfristig mit einer weiteren Ab­nahme der Jahresdosis zu rechnen, da keine weiteren Einlagerungen hochradio­aktiver Abfälle erfolgen.

Hintergrund:

Bereits seit 1983 werden am Zwischenlager Gorleben im Rahmen der Genehmigun­gen nach festgelegten Vorgaben umfangreiche Messungen durchgeführt. Neben der permanent überwachten Strahlung werden regelmäßig Proben aus Luft, Nieder­schlag, Boden, Grundwasser und Vegetation auf radioaktive Stoffe untersucht. Die Auswertung dieser Proben aus der Umgebung hat auch für 2020 keine aus dem Be­trieb des Zwischenlagers stammende Radioaktivität ergeben. Lediglich aus dem Re­aktorunfall von Tschernobyl und von oberirdischen Kernwaffentests stammende Nuklide sowie natürliche radioaktive Strahlung wurden nachgewiesen.

Der Umgebungsüberwachungsbericht kann hier heruntergeladen werden.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2018/04/P1000459.jpg 3456 4608 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2021-04-15 11:53:362025-04-25 12:32:16BGZ Gorleben veröffentlicht Umgebungsüberwachungsbericht
Campus Jülich der FH Aachen. Foto: FH Aachen/Thilo VogelFH Aachen/Thilo Vogel

Kompetenzerhalt für die Entsorgung radioaktiver Abfälle: Hochschulkooperation zwischen FH Aachen und BGZ

14. April 2021/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

ESSEN/JÜLICH – Mit einer Kooperation im Rahmen des Masterstudien­gangs Nuclear Applications machen sich die FH Aachen und die BGZ gemeinsam für den Kompetenzerhalt in der kerntechnischen Entsor­gung stark. Das Vertiefungsfeld Nuclear Waste Management bietet Masterstudierenden die Möglichkeit, sich auf diesem Gebiet zu spezi­alisieren.

„Auch nach dem Abschalten der letzten deutschen Atomkraftwerke muss eine auf nukleare Sicherheit ausgerichtete Kompetenz- und Nachwuchsentwicklung erhal­ten werden.“ Diese Feststellung des Bundesumweltministeriums aus seinem kürz­lich vorgestellten Positionspapier zur Vollendung des Atomausstiegs füllen die FH Aachen und die BGZ jetzt mit Leben. Im April beginnen die Lehrveranstaltungen im gemeinsam konzipierten Vertiefungsfeld Nuclear Waste Management des Masterstudiengangs Nuclear Applications. Dieser wurde bereits mehrfach als ei­nes der weltweit besten Studienangebote auf diesem Gebiet ausgezeichnet.

Fünfzehn Masterstudierenden mit technischem oder naturwissenschaftlichem Hintergrund bietet das Vertiefungsfeld die Möglichkeit, sich mit ihrem Masterab­schluss auf den sicheren Betrieb von Zwischen- und Endlagern für radioaktive Ab­fälle zu spezialisieren. Die überwiegend englischsprachigen Lehrveranstaltungen gliedern sich in vier Module: Grundlagen der Entsorgung radioaktiver Abfälle, Ab­fallprodukte und Abfallgebinde, Werkstoffkunde sowie Entsorgungsstrategien in Deutschland.

Angeboten werden die Lehrveranstaltungen auf dem Campus der FH Aachen in Jülich, pandemiebedingt jedoch zunächst als Onlineformat. National und interna­tional erfahrene Expert*innen der BGZ geben ihr Know-how in Vorlesungen und Seminaren an die Studierenden weiter. Mit dem Masterabschluss im Vertiefungs­feld sind die Absolvent*innen in der Lage, Technik und Abläufe in der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle zu bewerten. Sie analysieren und konzipie­ren Prozesse wie beispielsweise zum Alterungsmanagement. Zudem vermittelt das Vertiefungsfeld Kenntnisse der internationalen wie nationalen Rechtsnormen, was unter anderem für die zu führenden Genehmigungsverfahren relevant ist.

„Die akademische Ausbildung in Deutschland konzentriert sich heute überwie­gend auf Wissenschaft und Technologie zur Kraftwerksstilllegung oder zur Ent­sorgung der Abfälle und ist meist wissensbasiert“, erklärt Ingrid Gosens, Bereichs­leiterin Personal bei der BGZ. „Mit dem praxisorientierten Vertiefungsfeld verfol­gen wir einen weiter gefassten Ansatz, der neben dem Wissen um die Technik auch Prozessabläufe und die beteiligten Menschen mit ihrem Know-how einbe­zieht“, so die Personalchefin weiter. „Dabei trainieren wir auch Metakompetenzen, die später für die Wahrnehmung von Führungspositionen erforderlich sind.“

Durch ihr Engagement für qualifizierten Nachwuchs sichert die BGZ mit ihren heute rund 450 Beschäftigten bereits frühzeitig den Kompetenzerhalt für die Zu­kunft. Spezialisierten Fachkräften für den Betrieb von Zwischen- und Endlagern für radioaktive Abfälle bieten sich dabei spannende berufliche Perspektiven bis in die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/04/Hochschulkooperation-zwischen-FH-Aachen-und-BGZ-scaled.jpg 1178 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2021-04-14 14:48:152021-04-14 14:48:15Kompetenzerhalt für die Entsorgung radioaktiver Abfälle: Hochschulkooperation zwischen FH Aachen und BGZ

BGZ legt nach: Mehr Informationen zum Logistikzentrum

31. März 2021/in LOK, Pressemitteilung, Startseite
WÜRGASSEN – Die BGZ wird in den kommenden Wochen ihre Öffentlichkeitsarbeit zum geplanten Bauvorhaben in Würgassen intensivieren. Schwerpunkt bilden dabei Erklärfilme, die die Notwendigkeit des Logistikzentrums (LoK) und die geplanten Abläufe erläutern.

Der erste Film der Reihe wurde am heutigen Mittwoch vom Generalbevollmächtigten für das LoK, Christian Möbius, und Bereichsleiter
Dr. Heinz-Walter Drotleff vorgestellt. In der knapp dreiminütigen Animation wird erklärt, wie das Logistikzentrum dabei hilft, die Anlieferung von bereits fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen an das Endlager Konrad zu optimieren und zu beschleunigen.

„Dieser Film soll Auftakt werden für eine Informationsreihe rund um das Logistikzentrum. Uns ist bewusst geworden, dass wir beim Erklären von Notwendigkeit und Abläufen noch besser werden müssen“, sagte Möbius. Neben mehreren Filmen, die in den kommenden Wochen veröffentlicht werden sollen, ist auch die Website des Logistikzentrums überarbeitet und damit deutlich übersichtlicher und informativer geworden.

Möbius kündigte an, mit dem Ende der Corona-Pandemie auch die direkten Begegnungen mit den Menschen in der Region ausbauen zu wollen. Dazu sollen zu Beginn des Sommers ein BGZ-Infobüro in Beverungen eröffnet sowie kleinere Gesprächsrunden in den Orten der Region angeboten werden. Selbstverständlich werden diese Veranstaltungen unter strikter Einhaltung der Corona-Bestimmungen erfolgen.

Link zur neuen Website: https://bgz.de/logistikzentrum-konrad/

Link zum Erklärfilm: https://youtu.be/PEbw1BMBVdc

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/03/Screenshot-Website-und-Film.png 912 1112 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2021-03-31 13:58:402025-04-25 16:58:45BGZ legt nach: Mehr Informationen zum Logistikzentrum

BGZ beteiligt sich an neuem Regionalplan

30. März 2021/in LOK, Pressemitteilung
ESSEN/WÜRGASSEN – Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung beteiligt sich an der Neuaufstellung des Regionalplans Ostwestfalen-Lippe. Dieser soll im Jahr 2023 verabschiedet werden.

„Für uns als ortsansässiges Unternehmen ist es selbstverständlich, dass wir uns auch an der Neuaufstellung des Regionalplans beteiligen“, erklärt der Generalbevollmächtigte der BGZ, Christian Möbius. Die BGZ setze mit der heute veröffentlichten Stellungnahme ihren Weg der öffentlich-transparenten Planung für das Logistikzentrum Konrad (LoK) fort.

In dem jetzt bei der Bezirksregierung Detmold vorlegten Papier verweist das Essener Unternehmen noch einmal ausdrücklich auf seine ihm vom Bund übertragene und gesamtgesellschaftlich bedeutsame Aufgabe, den Atomausstieg zügig mit umzusetzen. Der bisher vorgelegte Entwurf des neuen Regionalplans lässt jedoch die berechtigten Interessen der BGZ und das im Allgemeinwohlinteresse bestehende Bedürfnis an einer zeitnahen und sicheren Umsetzung des Atomausstiegs sowie der zügigen Entsorgung der radioaktiven Abfälle unberücksichtigt.

„Wir haben deutlich gemacht, dass unser Vorhaben mit den bereits bestehenden raumordnerischen Plänen der Bezirksregierung Detmold vereinbar ist,“ sagte Möbius. Das betreffe die maßgeblichen Zielsetzungen der Regionalplanung etwa beim Landschafts- und Naturschutz, Überschwemmungs- und Erholungsgebieten, aber auch die Auswirkungen des Logistikzentrums in seiner Bau- und Betriebsphase. „Wir wollen das LoK auf einer Fläche errichten, die seit Langem als Gewerbe- und Industriegebiet ausgewiesen war, sodass sich kein Zielkonflikt mit der Regionalplanung ergibt.“, so Möbius.

 

Hintergrund:
Der Regionalrat bei der Bezirksregierung Detmold hat die Neuaufstellung des Regionalplans Ostwestfalen-Lippe (OWL) beschlossen. Vom 1. November 2020 bis 31. März 2021 läuft das Beteiligungsverfahren, bei dem Betroffene Stellungnahmen zum Entwurf des Regionalplans abgeben können. Anschließend befasst sich der Regionalrat mit den Eingaben. Der neue Regionalplan soll im Jahr 2023 verabschiedet werden.


Die
BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/03/3.32_bild_startseite_regionalplanowl_1280px_0.jpg 720 1280 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2021-03-30 09:00:252025-04-25 16:59:07BGZ beteiligt sich an neuem Regionalplan

Digitales „Forum Zwischenlagerung“ startet am 23. April

29. März 2021/in Pressemitteilung, Startseite
ESSEN/BERLIN – Die BGZ setzt die Veranstaltungsreihe „Forum Zwischenlagerung“ in einem neuen Rahmen fort. Diese soll weiterhin dem Austausch über die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle dienen.

Wie bereits angekündigt startet die BGZ die Veranstaltungsreihe „Forum Zwischenlagerung“ als digitales Format, um auch in Zeiten der Pandemie einen überregionalen Dialog zu ermöglichen. Am Freitag, dem 23. April 2021 um 15:00 Uhr, sind alle Interessierten zu dem Live-Format auf bgz.de eingeladen. An diesem Tag startet die Veranstaltungsreihe mit dem Themenschwerpunkt Rückführung radioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente. Diese sollen in den BGZ-Zwischenlagern Isar, Brokdorf und Philippsburg aufbewahrt werden. Die Rückführung nach Biblis ist Ende letzten Jahres bereits erfolgt.

Josef Klaus, Bürgermeister der Gemeinde Niederaichbach (Zwischenlagerstandort Isar) und Dr. Michael Hoffmann (BGZ, Bereichsleiter Betrieb) eröffnen die Diskussion mit kurzen Vorträgen zum Thema und werden dann untereinander ihre Standpunkte austauschen sowie sich mit Fragen der Teilnehmer*innen auseinandersetzen.

Zeitgleich geht die neue Internetseite des „Forum Zwischenlagerung“ online, auf der Expert*innen der BGZ auch nach dem Ende des Livestreams für Fragen zur Rückführung der Wiederaufarbeitungsabfälle zur Verfügung stehen. In Zukunft schaltet die BGZ auf dieser Internetseite regelmäßig weitere Themenschwerpunkte online, in denen Fragen rund um die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle diskutiert werden können. Als Neuerung im Vergleich zu den bisherigen Präsenzveranstaltungen des „Forum Zwischenlagerung“ greift die BGZ hier auch Themen zur Entsorgung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen auf, die für eine Abgabe an das Endlager Konrad vorgesehen sind.

Fragen zum ersten Themenschwerpunkt – der Rückführung radioaktiver Wiederaufarbeitungsabfälle an die Standorte Biblis, Philippsburg, Brokdorf und Isar – können Interessierte der BGZ schon jetzt per Mail stellen (info@bgz.de). Die Fragen werden am 23. April im Livestream bzw. später im eingerichteten Onlineforum beantwortet.

Hintergrund: Das „Forum Zwischenlagerung“ wurde erstmals im Juni 2018 vom damaligen Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) – heute BASE – veranstaltet. Ziel der Reihe ist es, einen Dialog zwischen Behörden, Betreibern, Sachverständigen und der interessierten Öffentlichkeit zu organisieren. Eine zweite Veranstaltung fand bereits im November 2018 statt. Auf dem dritten Treffen im September 2019 übergab das BASE das Format in die Hände der bundeseigenen BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2018/11/Grafik-Dialog.jpg 1000 1000 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2021-03-29 12:44:472025-04-25 16:59:26Digitales „Forum Zwischenlagerung“ startet am 23. April

Gutachter sieht keine Gefahr von Erdfällen

26. März 2021/in LOK, Pressemitteilung
WÜRGASSEN – Im Bereich des geplanten Logistikzentrums besteht nach aktuellen Untersuchungen sowie der Auswertung amtlicher Daten kein Verdacht auf ein überdurchschnittliches Erdfallrisiko.

Nach Bekanntwerden von Veröffentlichungen über ein angeblich signifikantes Risiko der Bildung von Dolinen und Erdfällen im Bereich des künftigen Logistikzentrums Konrad hat die BGZ am heutigen Tag umgehend den von ihr beauftragten Gutachter kontaktiert. Die „Schnack Ingenieurgesellschaft – Institut für Geotechnik“, die im vergangenen Jahr das Bodengrundgutachten für die BGZ angefertigt hatte, stellt dazu fest:

„Gemäß der uns vorliegenden Erkundungen (Alterkundungen zur Errichtung des Kernkraftwerks und unsere Neuerkundungen) und öffentlich einsehbaren, digitalen Kartenwerken und Datenbanken der Länder Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen besteht für den Bauflächenbereich in Würgassen kein Verdacht auf ein überdurchschnittliches Erdfallrisiko.

 

Der Baugrund besteht nach unseren gesicherten Erkenntnissen bis rund 80 Meter unter Gelände aus quartären Flussschottern, unterlagert von Sandstein des Mesozoikums (Buntsandstein), die beide nicht als erdfallgefährdete Schichten einzustufen sind. Die Mächtigkeit der Buntsandsteinschichten beträgt damit mindestens mehrere Zehnermeter, wodurch im gesamten Baufeld ein gut tragfähiger, kompakter und nicht erdfallgefährdeter, oberflächennaher Untergrund gegeben ist, in den die Bauwerkslasten abgetragen werden.

Im Tieferen werden die Buntsandsteinschichten von teils salzhaltigen Gesteinen des Zechsteins (Paläozoikum) unterlagert, die unter ungünstigen Verhältnissen bei Wasserzutritt durch Auswaschung Hohlräume bilden können. Das Risiko für Lösungsvorgänge ist hier aufgrund der Tiefenlage der Schichten aber grundsätzlich als gering einzustufen, zudem wirken die überlagernden Buntstandsteinschichten bedingt durch ihre Mächtigkeit stabilisierend.

Nach der Erdfallgefährdungskarte des Landes Niedersachsen liegen die nächstliegenden bekannten Zechsteinhochlagen, in denen potenziell mit einem erhöhten Erdfallrisiko zu rechnen ist, erst in rund 25 Kilometer nordöstlicher Distanz. Gemäß den geologischen Kartenwerken des Landesamtes Nordrhein-Westfalen ist im gesamten nordöstlichen Landesgrenzgebiet des Bundeslandes mit dem Vorkommen von Zechsteinschichten im (tieferen) Untergrund zu rechnen, wobei kein gesondertes Gefahrengebiet für den unmittelbaren Baufeldbereich ausgewiesen wird. In der Erdfallgefährdungskarte des Landes Hessen liegen Informationen zu bekannten Erdfällen vor, die in den vergangenen 100 Jahren minimal in rund fünf Kilometer Distanz zum Baufeld vorgefunden worden, wobei allerdings keine Ursachen/Dimensionen genannt werden. Da sich diese Erdfälle auf Hochlagen des Berglandes und Gebiete mit lokaler Überdeckung des Buntsandsteins durch Reste tertiärer und damit deutlich jüngerer Deckschichten konzentrieren, ist davon auszugehen, dass die Erdfälle auf lokal begrenzte, lösungsempfindliche Gesteins- bzw. Sedimentvorkommen zurückzuführen sind und nicht mit den weitflächig verbreiteten, tiefen Zechsteinschichten zusammenhängen. Diese tertiären Baugrundschichten fehlen im Baufeldbereich vollständig, da sie bereits durch die Weser erodiert wurden. Im näheren Umfeld der geplanten Maßnahme sind außerdem gemäß den niedersächsischen Kartenwerken keine Erdfälle bekannt.  

Aufgrund dieser Informationen ist nicht von einem unüblich erhöhten Erdfallrisiko für das Baufeld in Würgassen auszugehen.“

Unabhängig von dieser ersten Einschätzung wird die BGZ die Hinweise einer weitergehenden Prüfung unterziehen.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/01/startbild-beverungen.jpg 997 1774 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2021-03-26 15:53:322025-04-25 16:59:56Gutachter sieht keine Gefahr von Erdfällen
Rüdiger Kausch, Mitarbeiter im BGZ Zwischenlager NeckarwestheimBGZ/C. Mick

Perspektive BGZ: Mitarbeiterinterview zur Arbeit im Zwischenlager Neckarwestheim

25. März 2021/in Pressemitteilung, Startseite
NECKARWESTHEIM/PHILIPPSBURG – Vor zehn Jahren gingen die beiden älteren Reaktoren in Neckarwestheim und Philippsburg vom Netz. Heute lagern die radioaktiven Abfälle an beiden Standorten in Zwischenlagern. BGZ-Mitarbeiter Rüdiger Kausch wurde zu seiner Arbeit im einzigen unterirdischen Zwischenlager in Deutschland interviewt.

Die Abschaltung der beiden Reaktoren folgte unmittelbar auf die Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima, welche dieses Jahr ebenfalls ihren zehnten Jahrestag zählt. Die ausgedienten Brennelemente werden seitdem vor Ort in den Zwischenlagern aufbewahrt. Bis zu deren Abgabe an das Endlager für hochradioaktive Abfälle werden sie dort verbleiben. Das Endlager soll um das Jahr 2050 in Betrieb gehen.

Bis dahin gewährleistet die BGZ als Gesellschaft des Bundes den zuverlässigen Betrieb zahlreicher Zwischenlager in ganz Deutschland, so auch in Neckarwestheim sowie Philippsburg, und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Atomausstiegs. Wie genau die tägliche Arbeit in einem solchen Zwischenlager aussieht, welche Besonderheiten der Beruf der Strahlenschutzfachkraft mit sich bringt und warum das Zwischenlager in Neckarwestheim besonders ist, erklärt BGZ-Mitarbeiter Rüdiger Kausch im Interview.

Zum Interview mit Rüdiger Kausch

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/03/2021-03-25-PM-Perspektive-BGZ-Mitarbeiterinterview-zur-Arbeit-im-Zwischenlager-Neckarwestheim.jpg 1500 2000 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2021-03-25 15:20:282025-04-25 17:00:16Perspektive BGZ: Mitarbeiterinterview zur Arbeit im Zwischenlager Neckarwestheim

Spannende Einblicke ins Logistikzentrum

18. März 2021/in LOK, Pressemitteilung
WÜRGASSEN – Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) beschäftigt sich in der aktuellen Ausgabe ihres Magazins „Einblicke“ exklusiv mit dem geplanten Logistikzentrum Konrad. Nachdem das Magazin bereits an rund 20.000 Haushalte in der Region verteilt wurde, steht es jetzt auch als Download bereit.

„Alles muss raus“ lautet der Titel der siebten Ausgabe des BGE-Magazins „Einblicke“. In dieser stellt die Schwestergesellschaft der BGZ umfassend das Projekt des Logistikzentrums Konrad in Würgassen vor. Wissenschaftsjournalist*innen beschreiben, warum das Bauvorhaben notwendig ist und welche Vorteile es für die Entsorgung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle mit sich bringen wird.

Die Broschüre entstand in Kooperation mit der BGZ und kann auf der Website des Logistikzentrums heruntergeladen werden.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/03/Einblicke-LoK.png 567 488 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2021-03-18 11:27:242025-04-25 17:02:51Spannende Einblicke ins Logistikzentrum

Virtueller Rundflug über das Logistikzentrum

10. März 2021/in LOK, Pressemitteilung
WÜRGASSEN – Die BGZ hat heute auf ihrer Website einen Film veröffentlicht, der erstmals einen umfassenden Rundumblick auf das geplante Bauvorhaben im Weserbergland ermöglicht. Zusätzlich kann mit einer App für Smartphones und Tablets das 3-D-Modell des Logistikzentrums auf Flächen projiziert und eigenständig erkundet werden.

„Der Film ist eine Reise in die Zukunft: Ins Jahr 2027, wenn das Logistikzentrum in Betrieb gehen soll“, sagte der Generalbevollmächtigte der BGZ für das Logistikzentrum, Christian Möbius. Mit einer anschaulichen 3-D-Darstellung wird die oft an die BGZ herangetragene Frage beantwortet, wie sich das Bauvorhaben tatsächlich in die Umgebung des Standortes und die Landschaft einfügt.

Abgebildet wird der derzeitige Planungsstand des standortspezifischen Konzepts, das auf der Website der BGZ veröffentlich ist. „Wir haben dabei bewusst darauf verzichtet, den Gebäudekomplex in irgendeiner Weise zu verschönern oder architektonisch in die Landschaft einzupassen. Das ist eine Aufgabe für die europaweit ausgeschriebenen Bauplaner, die auch Vorschläge für die Gestaltung des Logistikzentrums machen“, so Möbius.

Der Film wurde in den vergangenen Monaten vom Beverunger Unternehmen NUSEC produziert, welches parallel auch eine App entwickelt hat, die das Logistikzentrum auch auf Smartphones und Tablets sichtbar macht. Mit dem kostenlosen Programm ist es möglich, das Logistikzentrum auf jede beliebige Fläche zu projizieren und aus allen Blickwinkeln zu betrachten.

Die App „BGZ AR“ ist inzwischen sowohl für iOS-basierte Geräte im Applestore als auch für Android-Geräte im Google Playstore erhältlich.

Der Film ist ab sofort über die Website der BGZ sowie über den YouTube-Kanal der BGZ abrufbar.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/03/Screenshot-Lokfilm.png 272 486 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2021-03-10 16:32:092025-04-25 17:04:55Virtueller Rundflug über das Logistikzentrum
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