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BGZ stellt Forschungsprogramm im Ausschuss Atomanlagen vor

1. Juli 2022/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, vZL
LÜCHOW – Während einer öffentlichen Sitzung des Kreisausschusses Atomanlagen hat die BGZ ihr Forschungsprogramm zur verlängerten Zwischenlagerung vorgestellt. Das bundeseigene Unternehmen informierte außerdem über den Stand der vorgesehenen Nachrüstung des Zwischenlagers.

Mit dem Forschungsprogramm hat die BGZ die Grundlagen dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bislang genehmigten Zeitraum von 40 Jahren nachzuweisen. „Seit Gründung der BGZ wissen wir um die notwendige verlängerte Zwischenlagerung und bereiten uns seitdem darauf vor“, erklärte Dr. Jörn Becker, Leiter der BGZ-Forschungsabteilung. „Wir werden alle technischen Fragen beantworten, die mit der verlängerten Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle einhergehen.“

In seinem Vortrag veranschaulichte Becker die zahlreichen Forschungsaktivitäten der BGZ: von Langzeituntersuchungen zur Sicherheit der Behälterdichtungen bis zu Experimenten, die zusätzliche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten der Brennelemente liefern. „Wir werden das Forschungsprogramm laufend fortschreiben, gegebenenfalls an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anpassen und die Öffentlichkeit regelmäßig über den Fortschritt in unterschiedlichen Dialogformaten informieren“, so Becker.

Standortkommunikator Dr. Tristan Zielinski berichtete über den aktuellen Stand der Nachrüstung des Zwischenlagers. Die BGZ hat das Vergabeverfahren gestartet, nachdem der Landkreis einen dafür erforderlichen Bescheid erteilt hatte. Die Baumaßnahmen sind nun europaweit ausgeschrieben.

Anschließend beantworteten die Vertreter der BGZ die Fragen der Mandatsträger*innen und interessieren Bürger*innen. „Wir betrachten die BGZ vor Ort als verlässlichen Partner“, so Hans-Udo Maury als Ausschussmitglied. „Es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit frühzeitig in den Prozess eingebunden und über die Beantragung der neuen Zwischenlagergenehmigung informiert wird. Wir setzen uns dafür ein, dass das Zwischenlager als eine sichere Übergangslösung wahrgenommen wird. Gleichwohl muss die Endlagersuche oberste Priorität haben, damit die hochradioaktiven Abfälle nur so lange wie nötig vor Ort bleiben.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/07/2022-07-01_BGZ-stellt-Forschungsprogramm-im-Ausschuss-Atomanlagen-vor.jpg 1916 2330 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2022-07-01 10:39:432025-11-18 09:59:48BGZ stellt Forschungsprogramm im Ausschuss Atomanlagen vor

BGZ stellt Forschungsprogramm in Ahaus vor

17. Mai 2022/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, vZL
AHAUS – In einer Informationsveranstaltung für den Rat und die Bürger*innen der Stadt Ahaus hat die BGZ ihr Forschungsprogramm zur verlängerten Zwischenlagerung vorgestellt. Das bundeseigene Unternehmen informierte außerdem zu aktuellen Vorhaben am Standort.

„Mit unserem Forschungsprogramm stellen wir die Weichen für eine verlängerte Zwischenlagerung an den 14 Standorten der BGZ mit Zwischenlagern für hochradioaktive Abfälle“, erklärte Dr. Jörn Becker, Leiter der für Forschung zuständigen Abteilung. Mit dem Programm habe die BGZ die Grundlage dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren nachzuweisen.

In seinem Vortrag veranschaulichte Becker die zahlreichen Forschungsaktivitäten der BGZ: von Langzeituntersuchungen zur Sicherheit der Behälter-Dichtungen bis zu Experimenten, die zusätzliche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten der Brennelemente liefern sollen. „Wir werden das Forschungsprogramm laufend fortschreiben, an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anpassen und regelmäßig über den Fortschritt informieren“, so Becker.

Dr. David Knollmann, Referent für Standortkommunikation, stellte in seinem Vortrag eingangs die Aufgaben der BGZ vor und erläuterte die Vorhaben und Planungen am Standort. Dazu zählen etwa die 2021 erfolgte Fertigstellung einer zusätzlichen Stahlbetonwand, die den Schutz des Zwischenlagers verstärkt, sowie die geplante Aufbewahrung von Brennelementen aus dem Forschungsreaktor Garching bei München.

Im Anschluss an die Vorträge diskutierten die Vertreter*innen der BGZ mit den Ahauser Ratsmitgliedern ihre Positionen zum Forschungsprogramm und zur Zwischenlagerung in Ahaus.

„Die Stadt Ahaus und die BGZ tauschen sich seit Jahren offen über aktuelle Entwicklungen und Planungen aus. Die Zwischenlagerung in Ahaus darf nicht länger dauern als unbedingt notwendig und dies auch nur im Rahmen der bestehenden rechtlichen und technischen Anforderungen“, erklärte Karola Voß, Bürgermeisterin der Stadt Ahaus.

Hintergrund: Die Genehmigungen für Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle sind in Deutschland auf 40 Jahre befristet. Die Genehmigung für das Zwischenlager Ahaus läuft demnach im Jahr 2036 aus. Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung darstellen. Die radioaktiven Abfälle sollen daher unterirdisch in einer geologischen Formation in Deutschland dauerhaft gelagert werden. Mit solch einem betriebsbereiten Endlager für hochradioaktive Abfälle ist ab dem Jahr 2050 zu rechnen. Daher reichen die ursprünglich auf 40 Jahre befristeten Genehmigungen der Zwischenlager nicht aus. Die BGZ wird rechtzeitig neue Genehmigungen beantragen, um die radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager sicher und zuverlässig aufzubewahren. Die BGZ weiß seit ihrer Gründung um die notwendige verlängerte Zwischenlagerung und bereitet sich seitdem darauf vor. Mit dem Forschungsprogramm führt die BGZ einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie Forschungsinstituten und Universitäten zusammen.

Das Forschungsprogramm kann hier angesehen und heruntergeladen werden: https://bgz.de/mediathek/#publikationen

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/05/PM-Infoveranstaltung-BGZ-Forschungsprogramm-Ahaus_1.jpg 1396 1672 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2022-05-17 11:39:172025-11-18 10:00:00BGZ stellt Forschungsprogramm in Ahaus vor
BGZ

Erster BGZ-Studierendentag: Akademischer Nachwuchs diskutiert über sichere Zwischenlagerung

9. Mai 2022/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, vZL
ESSEN – Studierende aus Deutschland und der Schweiz haben sich erstmals auf Einladung der BGZ zum Austausch in Essen getroffen und erörterten dort ihre Abschlussarbeiten zur Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle.

„Wir bieten damit ein neues, in dieser Art noch nicht vorhandenes Forum zum Austausch untereinander und fördern damit auch den Kompetenzerhalt in unserer Branche“, sagt Dr. Maik Stuke, Mitinitiator der Veranstaltung, aus der Abteilung Zentrale Fachfragen der BGZ.  Das bundeseigene Unternehmen baut seine Aus- und Fortbildung kontinuierlich aus und führt diese mit ihrer eigenen Forschungsarbeit zusammen, um sicherzustellen, dass auch künftig qualifiziertes Fachpersonal und das wissenschaftliche Know-how vorhanden sind.

Zehn Teilnehmer*innen präsentierten an zwei Tagen in Essen ihre Abschlussarbeiten, die sich mit der Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen befassen. Im Fokus stand dabei der Austausch über die Forschungsaktivitäten der Studierenden und der BGZ.

So hatte die BGZ kürzlich ein umfassendes Forschungsprogramm zur verlängerten Zwischenlagerung veröffentlicht. Im Rahmen von konkreten Forschungsprojekten arbeitet sie mit nationalen und internationalen Partnern aus der Industrie sowie Forschungsinstituten und Universitäten zusammen.

Dr. Jörn Becker, der zuständige Abteilungsleiter bei der BGZ, stellte das Forschungsprogramm im Rahmen des Studierendentags vor.  Er ist mit der Premiere der Veranstaltung sehr zufrieden: „Dies war ein gelungener Auftakt und lässt auch für die Folgeveranstaltungen spannende Diskussionen erwarten.“

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/05/PM-BGZ-Studierendentag-scaled.jpg 1920 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2022-05-09 13:22:122025-11-18 10:00:14Erster BGZ-Studierendentag: Akademischer Nachwuchs diskutiert über sichere Zwischenlagerung

BGZ veröffentlicht Forschungsprogramm

5. April 2022/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite, vZL
ESSEN – In ihrem Forschungsprogramm zur verlängerten Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle zeigt die BGZ den konkreten Forschungsbedarf auf und gibt einen Überblick über ihre Forschungsstrategie sowie die bereits initiierten Projekte. Mit den gewonnenen Erkenntnissen wird sie die technischen Fragen beantworten, die mit der verlängerten Zwischenlagerung einhergehen.

Die BGZ gewährleistet an 14 Standorten den sicheren und zuverlässigen Betrieb von Zwischenlagern für hochradioaktive Abfälle. Damit ist die BGZ der zentrale Akteur der Zwischenlagerung in Deutschland. Das nun veröffentlichte Forschungsprogramm bildet die Grundlage dafür, die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren nachzuweisen.

Im Fokus stehen zahlreiche Forschungsaktivitäten, etwa zu den Transport- und Lagerbehältern sowie den darin eingelagerten bestrahlten Brennelementen und hochradioaktiven Abfällen. „In den letzten zwei Jahren haben wir eine Fachabteilung aufgebaut und das Forschungsprogramm erarbeitet. Wir werden dieses laufend fortschreiben und an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anpassen“, erläutert Dr. Jörn Becker als Leiter der Abteilung.

Nachdem die BGZ ihr Forschungsprogramm im Rahmen eines zweitägigen Fachworkshops bereits mit internationalen Expert*innen erörtert hatte, wird sie es auch an ihren Standorten vorstellen und dazu mit der interessierten Öffentlichkeit ins Gespräch kommen. Darüber hinaus wird die BGZ das Forschungsprogramm auch im Rahmen ihres Formats „Forum Zwischenlagerung“ vorstellen und diskutieren.

Das BGZ-Forschungsprogramm finden Sie hier.

Hintergrund: Die Genehmigungen für Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle sind in Deutschland auf 40 Jahre befristet. Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung darstellen. Die radioaktiven Abfälle sollen daher unterirdisch in einer geologischen Formation in Deutschland dauerhaft gelagert werden. Mit solch einem betriebsbereiten Endlager für hochradioaktive Abfälle ist ab dem Jahr 2050 zu rechnen. Daher reichen die ursprünglich auf 40 Jahre befristeten Genehmigungen der Zwischenlager nicht aus. Die BGZ wird rechtzeitig neue Genehmigungen beantragen, um die radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager sicher und zuverlässig aufzubewahren. Das Forschungsprogramm bildet die Grundlage dafür, die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum nachzuweisen. Dabei führt die BGZ einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie Forschungsinstituten und Universitäten zusammen. Die BGZ weiß seit ihrer Gründung um die notwendige verlängerte Zwischenlagerung und bereitet sich seitdem darauf vor. Das ist eine der Kernaufgaben der BGZ. Von Beginn an hat die BGZ die Notwendigkeit einer verlängerten Zwischenlagerung mit der Öffentlichkeit in unterschiedlichen Formaten erörtert.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/04/Vorschau-Titel-Forschungsprogramm-450x600-1.jpg 600 450 Angelika Glahn https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Angelika Glahn2022-04-05 13:33:142025-04-25 09:57:23BGZ veröffentlicht Forschungsprogramm
BGZ/Christopher Mick

BGZ seit drei Jahren unverzichtbarer Teil des Atomausstiegs

1. August 2020/in Pressemitteilung, vZL
Seit drei Jahren verantwortet die BGZ die sichere Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle im Auftrag des Bundes. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth würdigt das Unternehmen als wichtigen Akteur bei der Umsetzung des Atomausstiegs in Deutschland.

„Der Ausstiegsbeschluss markiert zwar das Ende der Nutzung der Atomenergie, doch der Prozess von Zwischenlagerung von Atommüll und der anschließenden Einlagerung in die Endlager währt noch Jahrzehnte. Die BGZ hat sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens zu einem unverzichtbaren Teil des Atomausstiegs in Deutschland entwickelt“ erklärte der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, anlässlich der Übernahme des Unternehmens durch den Bund am 1. August 2017.

Zuvor war die BGZ am 1. März 2017 gegründet worden. Mittlerweile arbeiten rund 400 Mitarbeiter*innen an den zahlreichen Standorten des Unternehmens mit Hauptsitz in Essen. Nach der Übernahme und Integration der genehmigten Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle zum 1. Januar 2019 läuft derzeit der Prozess der Übertragung von Zwischenlagern für schwach- und mittelradioaktive Abfälle von den Energieversorgungsunternehmen auf die BGZ. Acht dieser Lager sind bereits in der Verantwortung der BGZ. „Wir betreiben die uns übertragenen Zwischenlager mit unserem kompetenten und fachkundigen Personal sicher und zuverlässig und stehen an all unseren Standorten in einem regelmäßigen Austausch mit der Öffentlichkeit“, sagte BGZ-Geschäftsführer Ewold Seeba.

Da ein Endlager für hochradioaktive Abfälle erst Mitte dieses Jahrhunderts zur Verfügung stehen wird, bereitet sich die BGZ auf eine verlängerte Zwischenlagerung vor. So hat die BGZ unter anderem ein Forschungsprojekt zur verlängerten Zwischenlagerung initiiert, um den Nachweis der sicheren Aufbewahrung über die bisher genehmigte Aufbewahrungsdauer von 40 Jahren zu erbringen. Diese Forschungen im Verbund mit nationalen und internationalen Partnern sind neben der Gewährleistung der sicheren Zwischenlagerung ein Schwerpunkt der BGZ in den kommenden Jahren.

Darüber hinaus ist die Errichtung eines Logistikzentrums für schwach- und mittelradioaktive Abfälle für das Endlager Konrad eine wesentliche Aufgabe der BGZ. „Ziel ist es, in diesem Logistikzentrum passgenaue Chargen für den zügigen und kontinuierlichen Einlagerungsprozess in das Endlager zu Verfügung zu stellen und den Einlagerungsprozess so zu verkürzen“, sagte Seeba. Das Logistikzentrum soll in Würgassen im Landkreis Höxter im Jahr 2027 in Betrieb gehen.

Hintergrund: Mit dem Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung wurden Ende 2016 die Verantwortlichkeiten für die Stilllegung und den Rückbau der Atomkraftwerke sowie für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle neu geregelt: Die Betreiber der Atomkraftwerke sind nach diesem Gesetz für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung liegt in der Verantwortung des Bundes. Dazu hatten die Energieversorgungsunternehmen rund 24 Milliarden Euro auf Konten des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung bei der Deutschen Bundesbank eingezahlt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/07/BGZ_Grohnde_3550_068_low-scaled.jpg 1707 2560 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2020-08-01 10:00:052025-04-28 17:04:42BGZ seit drei Jahren unverzichtbarer Teil des Atomausstiegs

BGZ nimmt an der Anhörung von Sachverständigen zur verlängerten Zwischenlagerung im NRW-Landtag teil.

20. Mai 2020/in Pressemitteilung, Startseite, vZL
Dr. Ewold Seeba und Wilhelm Graf haben die BGZ auf einer Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Landesplanung des NRW-Landtags vertreten. Beraten wurde dort ein Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Thema „Atomausstieg: NRW unterstützt ergebnisoffene endlagersuche und setzt sich für mehr Transparenz und Partizipation bei der Zwischenlagerung ein!“

In der gut dreistündigen Anhörung nahmen die beiden BGZ Geschäftsführer insbesondere Stellung zu Themen der verlängerten Zwischenlagerung, der Forschungsbedarfe und der Partizipation / Transparenz im Gesamtkonzept der Zwischenlagerung.

Eine ausführliche Position der BGZ zu diesen Fragen findet sich in der eingereichten Stellungnahme.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2018/11/Grafik-Dialog.jpg 1000 1000 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2020-05-20 16:42:282025-04-29 10:19:18BGZ nimmt an der Anhörung von Sachverständigen zur verlängerten Zwischenlagerung im NRW-Landtag teil.

Ergebnisbericht Fachworkshop Zwischenlagerung veröffentlicht

6. Mai 2020/in Aktuelles, Pressemitteilung, vZL
Der Ergebnisbericht fasst die Kernergebnisse des ersten Fachworkshops Zwischenlagerung zusammen und gibt einen Ausblick für das Forschungsprogramm der BGZ.

Ende Oktober 2019 erörterten rund 100 Expert*innen aus Deutschland und der Schweiz auf Einladung der BGZ die wissenschaftlichen, technischen und genehmigungsrechtlichen Fragen, die mit einer verlängerten Aufbewahrung von hochradioaktiven Abfällen einhergehen.
Im Nachgang zum Fachworkshop wurden die vielschichtigen Aspekte der verlängerten Zwischenlagerung bewertet und in die eigenen Überlegungen zum Forschungsprogramm der BGZ einbezogen.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2019/10/IMG_7631.jpg 3456 5184 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2020-05-06 15:07:422025-04-29 10:20:20Ergebnisbericht Fachworkshop Zwischenlagerung veröffentlicht

Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ beteiligt sich an internationalem Forschungsprogramm

27. April 2020/in Pressemitteilung, vZL
Im Rahmen ihrer Vorbereitungen auf die notwendige verlängerte Zwischenlagerung von hochradioaktiven Abfällen in Deutschland ist die BGZ einem internationalen Forschungskonsortium beigetreten. Ziel ist die vertiefte Erforschung des Materialverhaltens von Brennelementen aus Atomkraftwerken insbesondere während der Zwischen- und Endlagerung.

Unter dem Namen „OECD/NEA Studsvik Cladding Integrity Project“ (SCIP-IV) haben sich die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit ihrer Nuclear Energy Agency (NEA) und 38 weitere Organisationen zusammengeschlossen, um im schwedischen Nyköping Labore der Firma Studsvik Nuclear für ihre Forschungen zu nutzen. Das Forschungsprogramm verfügt über ein Budget von 14 Millionen Euro und ist für eine Laufzeit von fünf Jahren angelegt.

„Mit der Beteiligung an diesem Forschungsprogramm gewinnen wir Erkenntnisse, auf deren Grundlage wir die Sicherheit bei der weiteren Zwischenlagerung von Brennelementen überprüfen und nachweisen können“, erklärt Wilhelm Graf, Technischer Geschäftsführer der BGZ. Graf weiter: „Die Nachweisführung für die zu führenden Genehmigungsverfahren schon heute wissenschaftlich vorzubereiten, ist zentraler Baustein unserer Strategie bei der Zwischenlagerung von hochradioaktiven Abfällen.“

Hintergrund: Die trockene Zwischenlagerung von Brennelementen ist auf 40 Jahre befristet. Für diesen Zeitraum sind die erforderlichen Sicherheitsnachweise erbracht und in den Genehmigungsverfahren durch unabhängige Sachverständige überprüft worden. 2034 läuft die Aufbewahrungsgenehmigung für hochradioaktive Abfälle im ersten von der BGZ geführten Zwischenlager aus (Gorleben). Da das Endlager für hochradioaktive Abfälle gemäß Standortauswahlgesetz zur Mitte dieses Jahrhunderts seinen Betrieb aufnehmen soll, bereitet sich BGZ schon heute darauf vor, in öffentlichen Genehmigungsverfahren nach dem Atomgesetz die Sicherheit der Zwischenlagerung über 40 Jahre hinaus nachzuweisen und nach dem dann geltenden Stand von Wissenschaft und Technik überprüfen zu lassen.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/04/170109-440-web.jpg 1333 2000 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2020-04-27 15:20:062025-04-29 10:20:44Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ beteiligt sich an internationalem Forschungsprogramm

BGZ stellt Weichen für verlängerte Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle

23. Oktober 2019/in Forschung, Pressemitteilung, vZL

Rund 100 Expertinnen und Experten aus Deutschland und der Schweiz erörterten zwei Tage lang auf Einladung der BGZ in Berlin die wissenschaftlichen, technischen und genehmigungsrechtlichen Fragen, die mit einer verlängerten Aufbewahrung von hochradioaktiven Abfällen einhergehen.

Die trockene Zwischenlagerung in Transport- und Lagerbehältern etwa vom Typ Castor hat sich bewährt. Diese Bestandsaufnahme, die auch im Nationalen Entsorgungsprogramm der Bundesregierung zu finden ist, war auch mehrheitlich Tenor der Konferenzteilnehmer. Auf dieser Grundlage sind im Rahmen der BGZ-Veranstaltung offene Forschungsfragen identifiziert und zukünftige Aktionsfelder eingegrenzt worden, die im Zusammenhang mit der längeren Zwischenlagerung bestrahlter Brennelemente und wärmeentwickelnder Abfälle stehen. Dabei wurde auch erörtert, dass bei der Nachweisführung ein klarer Bezug zu den realen Behälter- und Inventarverhalten herzustellen ist.

Der Geschäftsführer Technik der BGZ, Wilhelm Graf, während seiner Eröffnungsrede zum Fachworkshop Zwischenlagerung.

Wilhelm Graf stellte dazu als technischer Geschäftsführer der BGZ fest: „Wir gehen davon aus, dass das Konzept der trockenen Zwischenlagerung auch zukünftig tragfähig ist und die Einhaltung aller Schutzziele gewährleistet. Es ist jedoch unsere Aufgabe, gemeinsam mit Wissenschaftlern und Technikern den Nachweis dafür zu erbringen.“ Die vor zwei Jahren gegründete BGZ wird als Gesellschaft des Bundes die Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet intensiveren. Graf wies daraufhin, dass die BGZ im Rahmen ihrer Forschungsstrategie dazu eine Abteilung gegründet und mit ihrem ersten eigenen Fachworkshop Experten aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden zur Erörterung relevanter Aspekte der verlängerten Zwischenlagerung und der entsprechenden Regelwerke zusammengebracht hat. „Wir sind zudem dabei, eine eigene Akademie aufzubauen, in der wir insbesondere die Aus- und Weiterbildung sowie die Forschungsaktivitäten

bündeln möchten. Damit leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zum Kompetenzerhalt in unserer Branche, indem wir dafür sorgen, dass auch künftig qualifiziertes Personal zur Verfügung steht“, führte Graf weiter aus.

Im Mittelpunkt der Tagung standen vor allem Fragen rund um die Dichtheit der Transport- und Lagerbehälter sowie das Verhalten der eingelagerten Brennelemente vor dem Hintergrund der längeren Zwischenlagerung. Eingangs stellte Dr. Christoph Bunzmann vom Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) den Forschungsbedarf zur Sicherheit der Zwischenlagerung bis zur Endlagerung aus Sicht der Genehmigungsbehörde dar.

Dr.-Ing. Holger Völzke von der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) ging in seinem Vortrag auf den Stand der internationalen Forschung zur verlängerten Zwischenlagerung ein. Sein Kollege Dr.-Ing. Konrad Linnemann erläuterte Möglichkeiten, die Unversehrtheit der Brennelemente beim Transport in Castorbehältern zu überprüfen. Völzke machte deutlich: „Wissenschaftliche Forschungen zur verlängerten Zwischenlagerung werden international vielfältig adressiert. Internationaler Austausch und Kooperation sind unverzichtbar. Wir haben auf Grundlage der bisherigen Daten und Untersuchungen keinen Anlass daran zu zweifeln, dass die Dichtsysteme der Behälter auch über 40 Jahre hinaus intakt bleiben.“

Wilhelm Graf zeigte sich abschließend mit der Veranstaltung sehr zufrieden: „Ich freue mich, dass wir uns mit vielen relevanten Akteuren aus dem Bereich der kerntechnischen Entsorgung austauschen konnten. Gerade diesen Austausch benötigen wir, um die Fragen zu beantworten, die mit einer verlängerten Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle zusammenhängen. Wir werden daher weiterhin solche Fachkonferenzen durchführen und wichtige Ergebnisse auch im Rahmen des „Forums Zwischenlagerung“ einem breiteren Teilnehmerkreis vorstellen und erörtern.“

Hintergrund:
Die Genehmigungen für die Zwischenlager in Deutschland sind auf 40 Jahre befristet, Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung darstellen. Ziel ist es daher, die radioaktiven Abfälle unterirdisch in einer geologischen Formation in Deutschland dauerhaft zu lagern. Mit einem betriebsbereiten Endlager ist nach dem Nationalen Entsorgungsprogramm ab dem Jahr 2050 zu rechnen. Daher reichen die ursprünglich auf 40 Jahre befristeten Genehmigungen der Zwischenlager nicht aus. Die BGZ wird demnach künftig neue Genehmigungen nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik beantragen, um die radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager rechtssicher aufzubewahren.

Das vollständige Programm sowie Fotos der Tagung finden Sie hier: www.bgz.de

https://bgz.de/wp-content/uploads/2019/10/IMG_7631.jpg 3456 5184 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2019-10-23 15:29:032025-11-18 10:00:41BGZ stellt Weichen für verlängerte Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle
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