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Nachrüstung des Zwischenlagers: Genehmigungsvoraussetzungen geschaffen

23. März 2022/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
GORLEBEN – Der Landkreis Lüchow-Dannenberg hat der BGZ den zuletzt noch ausstehenden erforderlichen Bescheid erteilt, der unter anderem für den Bau einer Schutzwand notwendig ist. Die BGZ kann nun das weitere Vergabeverfahren für die Baumaßnahmen einleiten. Einzelne Leistungen sind bereits ausgeschrieben und vergeben.

Der Bau der Schutzwand direkt um die Halle mit den hochradioaktiven Abfällen ist Teil des Gesamtprojekts zur Nachrüstung der Anlagensicherung des Zwischenlagers Gorleben, zu dem auch der Einbau von Kerosinsammelkanälen, der Umbau der Hauptzufahrt sowie der Neubau der Sicherungszentrale für den Werksschutz zählen. Der Neubau der Sicherungszentrale ist gleichzeitig eine wichtige Voraussetzung für die Stilllegung und den Rückbau der Pilotkonditionierungsanlage (PKA).

Mit dem nun vorliegenden Bescheid des Landkreises Lüchow-Dannenberg als zuständiger Baubehörde sind alle genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen für den Baustart erfüllt. Wie die BGZ zuletzt im Ausschuss Atomanlagen des Landkreises berichtet hatte, kann sie jetzt das weitere Vergabeverfahren für die Baumaßnahmen einleiten. Der Baubeginn wird dann voraussichtlich Ende 2022/ Anfang 2023 erfolgen.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/03/BGZ_Gorleben_230322-scaled.jpg 1707 2560 Genevieve Mulack https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Genevieve Mulack2022-03-23 10:57:212025-04-25 12:05:59Nachrüstung des Zwischenlagers: Genehmigungsvoraussetzungen geschaffen

Weitere Vermessungen für Logistikzentrum

14. März 2022/in Aktuelles, LOK, Pressemitteilung
WÜRGASSEN – Ab dem 16. März finden auf dem künftigen Standortgelände am ehemaligen Atomkraftwerk Würgassen Nachvermessungsarbeiten statt. Diese sollen voraussichtlich bis zum 25. März andauern.

Schwerpunkt der der Arbeiten sind dabei die Bahnübergänge des Anschlussgleises und der Bahndamm selber sowie Teile des ehemaligen Anlagensicherungsgrabens und der Einleitgraben des Kraftwerks zur Weser.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/03/video-Platzhalter-animation-3.jpg 1012 1800 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2022-03-14 08:29:552025-04-25 11:53:21Weitere Vermessungen für Logistikzentrum

SPD-Bundestagsabgeordnete besichtigen BGZ-Standort

10. März 2022/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
GEESTHACHT – Die Sprecherin für Klimaschutz und Energie der SPD-Bundestagsfraktion und örtliche Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer hat sich am Standort Krümmel einen Eindruck von der Arbeit der BGZ verschafft. Den Termin nahm sie gemeinsam mit ihrem Fraktionskollegen MdB Jakob Blankenburg, Berichterstatter für Atompolitik der SPD-Bundestagsfraktion, wahr.

Die Bundestagsabgeordneten informierten sich dabei über die bereits erfolgte Nachrüstung des Brennelemente-Zwischenlagers sowie über die weiteren Planungen für dessen Autarkie vom benachbarten Atomkraftwerk. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der BGZ-Geschäftsführung, Dr. Ewold Seeba, und den Leiter des Zwischenlagers, Dr. Henning Knigge, stand eine Besichtigung des Brennelemente-Zwischenlagers auf dem Programm.

„Die sichere und zuverlässige Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle bis zu deren Endlagerung ist eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des Atomausstiegs in Deutschland“, so Dr. Nina Scheer. „Ich habe heute einen sehr guten Eindruck von der umfangreichen und verantwortungsvollen Arbeit der BGZ am Standort Krümmel gewonnen. Mit Blick auf die Entwicklung des Zwischenlager-Standortes über die geltenden Genehmigungszeiten hinaus, gilt es auch die kommunalen Interessen frühzeitig einzubinden.“ MdB Jakob Blankenburg ergänzte: „Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung sein. Es gilt daher, den Endlagersuchprozess zu unterstützen und weiter voranzutreiben.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/03/Kruemmel_SPD-Bundestagsabgeordnete-besichtigen-BGZ-Standort-scaled.jpg 2054 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2022-03-10 11:18:082025-04-25 11:54:06SPD-Bundestagsabgeordnete besichtigen BGZ-Standort

Neckarwestheim: Feuer und Flamme für den Dienst am Nächsten

4. März 2022/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
NECKARWESTHEIM – Die 32-jährige Lena Wieland ist in Bereichen tätig, die früher als vermeintliche Männerdomänen galten: Beruflich verantwortet sie den Strahlenschutz im Zwischenlager Neckarwestheim und ist stellvertretende Standortleiterin. Privat engagiert sie sich als Zugführerin und Fachberaterin für die Freiwilligen Feuerwehren in Stadt und Landkreis Heilbronn.

Noch immer gibt es Berufe oder Ehrenämter, in denen überwiegend Männer tätig sind. Ausnahmen bestätigen aber die Regel – und Lena Wieland ist solch eine Ausnahme. Die 32-Jährige hat Beruf und Hobby abseits von Rollenbildern gewählt und sich für ihre Interessen entschieden. „Mich begeistert es eben, Verantwortung für Menschen und Material zu übernehmen“, bringt es die studierte Strahlenschutzingenieurin auf den Punkt. „Außerdem ist es mir wichtig, einen direkten Dienst an der Gesellschaft zu leisten!“

Als Leiterin Überwachung der Zwischenlager Neckarwestheim und Obrigheim zählt sie zu den Frauen, die bei der bundeseigenen BGZ als Führungskraft Verantwortung übernehmen. „Wir messen und überwachen Dosiswerte, bewerten Gefahren, stellen Sicherheitskonzepte auf und kümmern uns um die Wartung und Instandhaltung der Strahlenschutzmessgeräte“, beschreibt Wieland einen Teil ihres Arbeitsalltags. Technikaffin sollte man also schon sein, um die Anforderungen des Strahlenschutzes abdecken zu können.

Dazu kommen die Aufgaben, die Lena Wieland als stellvertretende Standortleiterin übernimmt. „Ich unterstütze bei organisatorischen Aufgaben und sichere gemeinsam mit Standortleiter Thomas Taschke den laufenden Betrieb“, so Wieland. Und schließlich trägt sie auch als Brandschutzbeauftragte Verantwortung. „Hier kann ich mein Hobby mit meinem Beruf verbinden“, freut sich die gebürtige Schwäbin.

In Sachen Feuerwehr gesteht sie schnell: Ohne das Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr wäre ihr Leben deutlich ärmer. „Die Feuerwehr ist meine Passion“, schwärmt Wieland. Gerne erinnert sie sich daran, wie sie vor über zwei Jahrzehnten zur Jugendfeuerwehr kam. Ihre Mutter hatte sie auf eine Nachwuchsaktion der Feuerwehr Heilbronn aufmerksam gemacht. Die damals Zwölfjährige nahm daran teil – und ist seitdem Feuer und Flamme für den Dienst am Nächsten.

Retten, löschen, bergen, schützen – so lauten die Aufgaben der Feuerwehren. Lena Wieland verbindet mit der Feuerwehr darüber hinaus aber auch menschliche Werte, vor allem Zusammenhalt. „Das gehört genauso mit dazu und wird schon in der Jugendfeuerwehr gefördert. Denn schließlich zählt bei einem Einsatz immer die Arbeit im Team.“

Seit ihrem Einstieg in der Jugendfeuerwehr ist Lena Wieland zahlreiche Dienstgrade aufgestiegen. Mittlerweile schätzt man sie im ganzen Kreis als Zugführerin und Fachberaterin Strahlenschutz für die Feuerwehren des Stadt- und Landkreises Heilbronn. Außerdem gibt sie sowohl als Leiterin der Jugendfeuerwehr als auch als Ausbilderin für die Freiwillige Feuerwehr ihr Wissen gern an den Nachwuchs weiter. Die Mädchen und Jungen können bei ihr viel lernen, schließlich gilt Wieland als sehr routiniert und erfahren. Und wenn sie nach Dienstschluss noch mit jemandem über Feuerwehrthemen fachsimpeln möchte, dann ruft sie am liebsten ihren Bruder Max an: Er ist nämlich seit vielen Jahren Mitglied der Berufsfeuerwehr Hamburg.

Zum Interview mit Lena Wieland

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/03/Lena-Wieland-vor-einem-leeren-Behaelter-des-Typs-TN-4-E-am-Standort-NeckarwestheimcBGZ_Christopher-Mick-scaled.jpg 2560 1920 Genevieve Mulack https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Genevieve Mulack2022-03-04 13:57:352025-04-25 11:54:34Neckarwestheim: Feuer und Flamme für den Dienst am Nächsten

Neckarwestheim/Philippsburg: Ausfall der Raumluftüberwachung – keine sicherheitstechnische Relevanz

23. Februar 2022/in Aktuelles, Meldepflichtige Ereignisse, Pressemitteilung, Startseite
In den Zwischenlagern für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Neckarwestheim und Philippsburg ist jeweils ein Messgerät zur Überwachung der Raumluft ausgefallen. Eine Abgabe radioaktiver Stoffe an die Umgebung kann sicher ausgeschlossen werden. Die BGZ hat das Umweltministerium in Stuttgart informiert.

Die zentralen Störmeldeanlagen haben auf Grund eines Sensorausfalls die Abschaltung der Lüftungsanlagen in den Zwischenlagern ausgelöst. Zugleich wurde, wie vorgesehen, der Gebäudeabschluss hergestellt, so dass kein Luftaustausch mit der Umgebung stattgefunden hat. Da in den Zwischenlagern ausschließlich mit verpackten schwach- und mittelradioaktiven Stoffen umgegangen wird, gibt es in der Raumluft keine radioaktiven Stoffe, die an die Umgebung abgegeben werden könnten.

Die BGZ hat die zuständige Aufsichtsbehörde, das Umweltministerium Baden-Württemberg, über die Ereignisse (Kriterium Nr. N 2.1.1) informiert. Es handelt sich jeweils um ein Ereignis der Stufe 0 auf der achtstufigen INES-Meldeskala („keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“).

In Philippsburg und Neckarwestheim sind die gleichen Systeme im Einsatz. Es ist nicht auszuschließen, dass es dort aufgrund der Gesamtkonzeption der Überwachungs- und Meldezentralen auch künftig zu Fehlmeldungen kommt, denen keine sicherheitstechnische Relevanz zu Grunde liegt. Die BGZ ist hierzu mit dem Hersteller im Gespräch und wird selbstverständlich weiterhin die Raumluft in den Zwischenlagern nach jeder Meldung der automatischen Meldeanlage überprüfen.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/02/BGZ_Neckarwestheim_3738_161_2-Kopie-scaled.jpg 2333 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2022-02-23 16:58:022025-04-25 11:54:59Neckarwestheim/Philippsburg: Ausfall der Raumluftüberwachung – keine sicherheitstechnische Relevanz

Gorleben: Jakob Blankenburg besucht BGZ-Zwischenlager

23. Februar 2022/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
GORLEBEN – Der Berichterstatter für Atompolitik der SPD-Bundestagsfraktion, Jakob Blankenburg, besuchte am gestrigen Dienstag den BGZ-Standort Gorleben und machte sich einen Eindruck von der Arbeit der bundeseigenen Gesellschaft. Empfangen wurde er durch den Vorsitzenden der BGZ-Geschäftsführung, Dr. Ewold Seeba, und den Geschäftsführer der Brennelementlager Gorleben GmbH (BLG), Dr. Klaus-Jürgen Brammer.

„Ich habe mir heute in Gorleben einen Eindruck von der verantwortungsvollen Aufgabe der Mitarbeiter*innen der BGZ gemacht. Zwischenlager dürfen aber keine Dauerlösung sein. Jetzt gilt es, den Endlagersuchprozess zu unterstützen und weiter voranzutreiben. Denn nur, wenn die Suche erfolgreich ist, kann das Zwischenlager in Gorleben, wie alle anderen Zwischenlager auch, geleert werden,“ erklärte Jakob Blankenburg.

Bei einem Rundgang durch die BGZ-Anlagen informierte sich der Abgeordnete unter anderem über den Stand der Vorbereitungen zum Rückbau der Pilotkonditionierungsanlage und über die vorgesehene Nachrüstung des Zwischenlagers. Abschließend hielt er fest: „Gerade hier in Gorleben wird deutlich, dass die Atomkraft und die Frage der atomaren Entsorgung lange Zeit zentrale Konfliktfelder in unserem Land waren. Nun haben wir einen klaren Prozess für die Endlagersuche definiert. Das hat den gesellschaftlichen Konflikt befriedet. Am Ende wird es einen Endlagerstandort für den radioaktiven Müll in Deutschland geben, der in einem transparenten und partizipativen Verfahren gefunden wurde. Dafür setze ich mich ein.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/02/Blankenburg_Gorleben-scaled.jpg 1920 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2022-02-23 16:21:522025-04-25 11:58:48Gorleben: Jakob Blankenburg besucht BGZ-Zwischenlager

Transporte zum LoK bereiten keine Probleme

29. Januar 2022/in Aktuelles, LOK, Pressemitteilung, Startseite
WÜRGASSEN – Der LKW-Verkehr aus dezentralen Zwischenlagern zum Logistikzentrum Konrad (LoK) erhöht die Verkehrszahlen in der Region um Würgassen nur marginal. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag der BGZ.

In der Studie wurden fünf Zufahrtsstrecken von den Autobahnen A7, A33 und A44 zum LoK identifiziert und untersucht. Über diese sollen künftig auch Transporte mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern in ganz Deutschland rollen. Die BGZ rechnet mit maximal 20 LKW-Fahrten pro Tag (montags bis freitags), inklusive der Leerfahrten, da die Transporte überwiegend mit der Bahn erfolgen werden. „Selbst wenn man unrealistisch annimmt, dass an einem Tag alle LKW-Transporte zum und vom Logistikzentrum über einen Zufahrtsweg erfolgen, ergäbe sich für die betroffene Strecke nur ein geringes zusätzliches Verkehrsaufkommen“, sagt BGZ-Bereichsleiter Dr. Heinz-Walter Drotleff. So wurden beispielsweise bei der automatisierten Verkehrszählung etwa 1.200 LKW pro Tag in der Lange Straße in Beverungen registriert, in der Würgasser Straße in Lauenförde waren es 300.

In der Studie wurden auch Unfallschwerpunkte und Engstellen in der Region im Umkreis von 25 Kilometer untersucht. Die Untersuchungen zeigten, dass alle Zufahrtsstrecken für Gefahrguttransporte zugelassen und für die LKW-Transporte der BGZ geeignet sind, so Drotleff.

Der Abtransport der Behälter mit schwach- und mittelradioaktiven Abfall vom Logistikzentrum ins Endlager Konrad soll nahezu ausschließlich per Bahn erfolgen. Dass auch dies ohne Probleme auf der Sollingbahn und den angrenzenden Schienenverbindungen möglich ist, war bereits im vergangenen Jahr in einer Untersuchung der DB Netz AG und dem Transportdienstleister DAHER belegt worden.

Die jetzt vorgelegte Studie wurde vom Unternehmen Nusec aus Beverungen erarbeitet; die Verkehrszählungen erfolgten datenschutzkonform mit automatisierten Kameras. Die Auswertung der Daten übernahm eine Künstliche Intelligenz (KI). Erste Ergebnisse der Studie hatte die BGZ bereits vergangenen Sommer im Standortarbeitskreis von Politiker*innen aus der Region und den Bürgerinitiativen vorgestellt. Auf Bitten des Arbeitskreises wurde das Untersuchungsgebiet noch einmal erweitert – auf die Strecke über den Höhenzug des Ith sowie der Autobahnabfahrt Warburg der A44.

Hier geht es direkt zur Studie.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/01/MG_7084-scaled.jpg 1707 2560 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2022-01-29 10:00:102025-04-25 11:59:36Transporte zum LoK bereiten keine Probleme

Zwischenlager Isar: Selbstüberwachung ausgelöst

14. Dezember 2021/in Aktuelles, Meldepflichtige Ereignisse, Startseite
NIEDERAICHBACH – Im Brennelemente-Zwischenlager Isar hat das Behälterüberwachungssystem eine Meldung ausgelöst. Ursache war ein defektes Bauteil im Überwachungssystem eines CASTOR-Behälters, dies meldete der darin eingebaute Druckschalter wie vorgesehen. Die Dichtheit des Behälters war und ist uneingeschränkt gegeben.

Die BGZ hat die Aufsichtsbehörde informiert und den Behälter in die Wartungsstation des Zwischenlagers transportiert. Dort wurde festgestellt, dass der für die Überwachung der Dichtheit relevante Druck im Deckelsystem den Vorgaben entspricht und daher trotz der Meldung die Dichtheit des Behälters nicht betroffen ist. Stattdessen hat ein defektes Bauteil des überwachenden Druckschalters die Meldung verursacht. Die Funktion beider Deckelsysteme war und ist uneingeschränkt gegeben. Die Aufsichtsbehörde und deren Gutachter waren vor Ort und haben sich davon überzeugt.

Das defekte Bauteil wird ersetzt und an den Hersteller übergeben, um es dort im Beisein eines Sachverständigen zu überprüfen. Das Ergebnis wird die BGZ im Rahmen ihres Alterungsmanagements auswerten.

Hintergrund: Jeder Behälter ist im Zwischenlager mit einem Doppeldeckelsystem (inneres und äußeres Deckelsystem) verschlossen, wobei jedes einzelne Deckelsystem unabhängig von dem jeweils anderen den dichten Einschluss der radioaktiven Abfälle gewährleistet.

Der Zwischenraum zwischen beiden Deckelsystemen, der sogenannte Sperrraum, ist mit Helium von rund 6 bar Druck befüllt. Der dadurch erzeugte Überdruck dient als zusätzliche Druckbarriere. Zudem wird der Überdruck des Sperrraums zur Überwachung der Dichtheit des Doppeldeckelsystems genutzt: Fällt der Druck im Sperrraum unter den definierten Wert des im äußeren Deckelsystem verbauten Druckschalters, wird von diesem automatisch eine Meldung an das Überwachungssystem ausgelöst, an das alle Behälter im Zwischenlager angeschlossen sind.

Da der Druckschalter selbstüberwachend ist und so auch interne Fehler zu einer Meldung führen, wird vor eventuellen Reparaturmaßnahmen am Doppeldeckelsystem die Ursache der Meldung ermittelt. Im konkreten Fall ergab sich ein defektes Bauteil des Druckschalters als Ursache.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/12/BGZ_Isar_3548_267_low-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2021-12-14 09:43:002025-04-25 12:00:10Zwischenlager Isar: Selbstüberwachung ausgelöst

BGZ stellt Forschungsprogramm vor

17. November 2021/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite
BERLIN – Die BGZ hat im Rahmen ihres zweiten Fachworkshops ihr Forschungsprogramm zur verlängerten Zwischenlagerung vorgestellt und dieses mit zahlreichen nationalen und internationalen Expert*innen erörtert.

Am 16. und 17.11. diskutierten Expert*innen in Berlin auf Einladung der BGZ die wissenschaftlichen, technischen und genehmigungsrechtlichen Aspekte, die mit der notwendigen verlängerten Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfällen einhergehen.

Wilhelm Graf freut sich als technischer Geschäftsführer der BGZ über die gute Resonanz: „Durch unser Forschungsprogramm sind wir einen großen Schritt vorangekommen mit unseren Vorbereitungen auf die verlängerte Zwischenlagerung.“ Graf weiter: „Unser Programm zeigt den Forschungsbedarf auf und gibt einen Überblick über unsere Forschungsstrategie sowie die diesbezüglichen Aktivitäten. Der Austausch dazu mit Expert*innen aus dem In- und Ausland wie bei unserem Fachworkshop ist für uns dabei elementar.“ Er machte auch deutlich, dass die BGZ das Forschungsprogramm laufend fortschreiben und an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anpassen werde.

Im Fokus der Tagung standen die Forschungsaktivitäten zu den Transport- und Lagerbehältern sowie den darin eingelagerten hochradioaktiven Abfällen. Vor allem die geplanten Untersuchungen zum Langzeitverhalten von Metalldichtungen in Frankreich sowie die von bestrahlten Brennstäben in den heißen Zellen des schwedischen Unternehmens Studsvik AB stießen bei den Teilnehmer*innen auf großes Interesse. Abgerundet wurde der Fachworkshop durch Vorträge von Vertreter*innen aus Forschungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen aus dem In- und Ausland.

Die BGZ wird ihr Forschungsprogramm Anfang des kommenden Jahres auf ihrer Webseite veröffentlichen.

Hintergrund: Die Genehmigungen für Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle sind in Deutschland auf 40 Jahre befristet. Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung darstellen. Die radioaktiven Abfälle sollen daher unterirdisch in einer geologischen Formation in Deutschland dauerhaft gelagert werden. Mit solch einem betriebsbereiten Endlager für hochradioaktive Abfälle ist ab dem Jahr 2050 zu rechnen. Daher reichen die ursprünglich auf 40 Jahre befristeten Genehmigungen der Zwischenlager nicht aus. Die BGZ wird rechtzeitig neue Genehmigungen beantragen, um die radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager sicher und zuverlässig aufzubewahren. Das Forschungsprogramm bildet die Grundlage dafür, die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum nachzuweisen. Dabei führt die BGZ einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie Forschungsinstituten, Universitäten und Behörden zusammen. Die BGZ weiß seit ihrer Gründung um die notwendige verlängerte Zwischenlagerung und bereitet sich seitdem darauf vor. Das ist eine der Kernaufgaben der BGZ. Von Beginn an hat die BGZ die Notwendigkeit einer verlängerten Zwischenlagerung mit der Öffentlichkeit in unterschiedlichen Formaten erörtert.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/11/Eroeffnung-Joern-Becker-scaled.jpg 1920 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2021-11-17 16:14:542025-11-18 10:00:28BGZ stellt Forschungsprogramm vor

Philippsburg: BGZ informiert über geplante Rückführung radioaktiver Abfälle

11. November 2021/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
PHILIPPSBURG – Die BGZ erläuterte bei der gestrigen Informationsveranstaltung in der Bruhrainhalle die vorgesehene Rückführung radioaktiver Abfälle nach Philippsburg aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente in Frankreich.

Rund 40 Bürger*innen aus Philippsburg und der Region nutzten am Mittwochabend das Informationsangebot der BGZ. Mitte Juli erläuterte die BGZ die zwischen Deutschland und Frankreich verabredete neue Lösung der Rücknahme bereits im Rahmen einer öffentlichen Ratssitzung der Stadt Philippsburg, nachdem sie hier bereits 2018 das Gesamtkonzept der Rückführung vorgestellt hatte. Mit der aktuellen Veranstaltung in der Bruhrainhalle bot die BGZ nun auch einem größeren Teilnehmerkreis die Gelegenheit, sich persönlich zu informieren. Als weitere Ansprechpartner nahmen zudem der Vorsit-zende der Geschäftsführung der EnBW Kernkraft GmbH, Jörg Michels, sowie Steffen Kanitz als Mitglied der Geschäftsführung der Bundesgesellschaft für Endlagerung teil.

„Die neue Vereinbarung ändert nichts an der fairen Verteilung der Abfälle nach dem Verursacherprinzip“, unterstreicht Burghard Rosen, Leiter Presse und Standortkommunikation der BGZ.

Statt der ursprünglich vorgesehenen fünf CASTOR-Behälter mit mittelradioaktiven Abfällen werden nun drei bis fünf solcher Behälter mit hochradioaktiven Abfällen in das hiesige Zwischenlager transportiert. „Auch sicherheitstechnisch ist das keine Veränderung. Es handelt sich nach wie vor um denselben CASTOR-Behältertyp und das Zwischenlager ist für die sichere Aufbewahrung solcher Behälter vorgesehen. Abschließend wird es aufgrund des Atomausstiegs nur zu zwei Drittel gefüllt sein“, erklärte BGZ-Sprecher Burghard Rosen bei der Veranstaltung.

Bereits heute bereitet sich die BGZ auf die Rücknahme der radioaktiven Abfälle aus Frankreich vor, wie Wolfgang Arnold, Hauptabteilungsleiter Betriebe Südwest, berichtete. So wurde kürzlich bei einem erfolgreichen Probelauf im Zwischenlager ein leerer CASTOR-Behälter eingelagert, wie Arnold anhand eines dort gedrehten Films erläuterte: „Da es sich um denselben Behältertyp handelt, macht die neue Lösung für uns in Handhabung und Aufbewahrung keinen Unterschied.“ Er verdeutlichte auch, dass nach Abschluss der Einlagerung der hochradioaktiven Abfälle aus Frankreich und aller Brennelemente aus dem AKW Philippsburg lediglich rund zwanzig Prozent der genehmigten Aktivität im Zwischenlager in Anspruch genommen werden.

Abschließend erklärte Arnold das genehmigte Reparaturkonzept für die CASTOR-Behälter und machte deutlich, dass sich alle Behälter zum Endlager abtransportieren lassen werden.

Die BGZ hat zur Rückführung eine eigene Themenseite veröffentlicht: https://rueckfuehrung.bgz.de/

Informationen des Bundesumweltministeriums zur neuen Lösung bei der Rückführung finden Sie hier: https://www.bmu.de/meldung/neue-loesung-fuer-ruecknahme-radioaktiver-abfaelle-aus-frankreich

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/11/2021-11-11-PM-Informationsveranstaltung-in-Philippsburg-scaled.jpg 1920 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2021-11-11 09:38:272025-04-25 12:03:06Philippsburg: BGZ informiert über geplante Rückführung radioaktiver Abfälle
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News / Pressemitteilungen

  • Schutz- und Sicherheitskraft mit Auszeichnung: BGZ-Mitarbeiter Kai von Oesen in Köln geehrt 12. August 2026
  • Staatssekretär des baden-württembergischen Umweltministeriums und Bürgermeister besuchen Zwischenlager Neckarwestheim 7. August 2026
  • Zwei Sportsfreunde mit einer Passion: Bouldern in der Bundesliga 5. August 2026
  • Broschüre: Verlängerte Zwischenlagerung kurz und knapp 14. Juli 2026
  • Arbeitskreis Wesermarsch besichtigt BGZ-Zwischenlager 13. Juli 2026
  • BGZ stellt Antrag für die verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben 29. Juni 2026
  • Rückführung radioaktiver Abfälle aus dem Ausland abgeschlossen 25. Juni 2026
  • BGZ beantragt Aufbewahrungsgenehmigung für weitere 20 Jahre 22. Juni 2026
  • Austausch von Industrie und Wissenschaft in Garching 17. Juni 2026
  • Neue Geschäftsführerin bei der BGZ 29. Mai 2026

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