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Spatenstich in Grohnde: Wichtiger Schritt zu einem unabhängigen Zwischenlagerbetrieb

1. Februar 2024/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
EMMERTHAL – Mit einem symbolischen Spatenstich hat die BGZ den Startschuss für umfangreiche Baumaßnahmen am Standort Grohnde gegeben. Um den autarken Zwischenlagerbetrieb gewährleisten zu können, werden dort in den nächsten Jahren rund 50 Millionen Euro investiert.

„Ziel ist es, dass wir einen vom Kernkraftwerk Grohnde entkoppelten genehmigungskonformen Betrieb sicherstellen können, auch wenn das Kraftwerk zurückgebaut sein wird“, erläutert Dr. Michael Hoffmann, BGZ-Bereichsleiter für den Betrieb der Zwischenlager. Das bundeseigene Unternehmen betreibt das Zwischenlager Grohnde seit 2019.

Um für den autarken Betrieb gerüstet zu sein, wird nun umfangreich in den Standort investiert. Im ersten Bauabschnitt wurde bereits eine eigenständige Stromversorgung realisiert. In weiteren Schritten folgen der Bau eines Funktionsgebäudes für das Betriebspersonal inklusive Werkstätten und einer Fahrzeughalle, eines Wachgebäudes, einer separaten Zufahrt und einer eigenen Zaunanlage. Eine unabhängige Wasserversorgung und neue Verkehrswege komplettieren die Baumaßnahmen.

„Wir werden künftig eine regenerative Energieversorgung haben und dazu Photovoltaikanlagen auf jedem Gebäude errichten. Außerdem erhält jedes Gebäude eine Erdwärmepumpe, um umweltfreundlich zu heizen“, kündigt Carsten Harzer, Leiter des Zwischenlagers Grohnde, an und ergänzte, dass die Zahl der BGZ-Mitarbeiter*innen auf über 20 wachsen werde.

Unterstützung beim Spatenstich erhielt die BGZ von Emmerthals Bürgermeister Dominik Petters, der den Baustart begleitete und der BGZ gutes Gelingen und eine unfallfreie Bauzeit wünschte.

„Mit den Baumaßnahmen stellt die BGZ die Weichen für einen vom Kernkraftwerk Grohnde unabhängigen Betrieb und sorgt so auch zukünftig für den verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit den hochradioaktiven Abfällen“, sagte er am Rande der Veranstaltung und betonte: „Die Sicherheit von Menschen und Umwelt muss stets oberste Priorität haben.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/02/2024-02-01-PM-Spatenstich-Autarkie-Zwischenlager-Grohnde-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2024-02-01 08:44:372025-04-24 14:38:36Spatenstich in Grohnde: Wichtiger Schritt zu einem unabhängigen Zwischenlagerbetrieb

BGZ setzt auf dezentrale Anlieferung an das Endlager Konrad

12. Dezember 2023/in Aktuelles, LOK, Pressemitteilung
BERLIN – Nach der Entscheidung des Bundesumweltministeriums, die Planungen der BGZ für ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad (LoK) zu stoppen, wird sich das Essener Unternehmen jetzt auf die  Alternativen für die Belieferung des Endlagers Konrad konzentrieren.

Entsprechende Planungen für eine dezentrale Anlieferung nach Konrad direkt von den bestehenden Zwischenlagern aus sind ohnehin parallel zum Projekt LoK aufgenommen worden. So sollte für eine Übergangszeit bis zur vollständigen Betriebsbereitschaft des LoK die Versorgung des Endlagers mit Abfallbehältern sichergestellt werden. Die mit dem LoK geplante Verkürzung des Einlagerungsbetriebs um rund zehn Jahre ist damit allerdings nicht mehr realisierbar.

Die BGZ hatte nach einer Untersuchung von potenziellen Flächen entschieden, das LoK auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollten Behälter mit fertig verpackten schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wollte die BGZ eine zügige Entsorgung der radioaktiven Abfälle sicherstellen. Die Entsorgungskommission des Bundes (ESK) hatte im Sommer 2023 sowohl die Standortauswahl der BGZ als auch die Notwendigkeit eines Logistikzentrums für die zügige Entsorgung der Abfälle bestätigt.

Der Erwerb des Grundstücks für das LoK auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen war zum Ende dieses Jahres geplant. Ein entsprechender Optionsvertrag zwischen der BGZ und der PreussenElektra läuft dann aus.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg 0 0 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2023-12-12 13:30:372025-04-24 14:41:39BGZ setzt auf dezentrale Anlieferung an das Endlager Konrad
BGZ

BGZ sprach mit Bürger*innen über Forschungsprogramm zur Zwischenlagerung

4. Dezember 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite, vZL
HITZACKER – In einem ganztägigen Workshop haben Experten der BGZ mit einer fachlich interessierten Öffentlichkeit über einzelne Aspekte des BGZ-Forschungsprogramms diskutiert. Zudem stellten die Fachleute neue Projekte und den aktuellen Stand der Forschungsaktivitäten vor.

„Es freut uns, dass sich Bürger*innen mit unserem Forschungsprogramm auseinandersetzen und wir dazu einen fachlichen Diskurs führen. Das ist auch unser Wunsch“, sagte Dr. Jörn Becker, Leiter der BGZ-Forschungsabteilung, zum Auftakt der Veranstaltung am Samstag. Nachdem eingangs Grundsätze der schutzzielorientierten BGZ-Forschung sowie der Nachweisführung skizziert wurden, standen das Langzeitverhalten der Behälter sowie der Brennelemente im Mittelpunkt des Austauschs. Zudem wurde erörtert, warum das Öffnen eines Behälters nach aktuellem Stand aus Sicht der BGZ nicht erforderlich ist.

Darüber hinaus berichteten die BGZ-Forscher über die Weiterentwicklung einzelner Projekte sowie über neue Vorhaben. „Wir passen unser Forschungsprogramm an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik an und schreiben es laufend fort“, betonte Becker. Daher hat die BGZ ihr 2022 veröffentlichtes Forschungsprogramm nun aktualisiert, um weitere Untersuchungen ergänzt und dabei auch den neuen Zeithorizont bei der Endlagersuche berücksichtigt.

„Gerne sind wir dem Wunsch der fachlich interessierten Öffentlichkeit im Landkreis Lüchow-Dannenberg nachgekommen, detaillierte Fragen zu unserem Forschungsprogramm zu erörtern“, sagt Dr. Tristan Zielinski, Standortkommunikator der BGZ in Gorleben. „Es war ein konstruktiver Austausch, den wir gerne fortsetzen. Darüber hinaus wird die BGZ die Öffentlichkeit in den Genehmigungsverfahren für die verlängerte Zwischenlagerung über das gesetzliche Maß hinaus beteiligen.“

 

Hintergrund:

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet. Die Aufbewahrungsgenehmigung für das Zwischenlager Gorleben läuft 2034 aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) frühestens in den 2040er-Jahren mit der Benennung eines Endlagerstandorts für hochradioaktive Abfälle rechnet. Dann wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis das Endlager gebaut und alle Behälter an dieses abgegeben sind. Die BGZ wird rechtzeitig neue Zwischenlagergenehmigungen beantragen. Darauf bereitet sie sich seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor, unter anderem mit ihrem Forschungsprogramm. In dessen Rahmen arbeitet sie in konkreten Forschungsvorhaben mit nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft, Industrie und von Universitäten zusammen. Das aktuelle Forschungsprogramm ist unter https://bgz.de/forschungsprogramm/ abrufbar.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/12/2023-12-04-BGZ-sprach-mit-BuergerInnen-ueber-Forschungsprogramm-zur-Zwischenlagerung-scaled.jpg 1707 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-12-04 09:50:042025-04-24 14:44:04BGZ sprach mit Bürger*innen über Forschungsprogramm zur Zwischenlagerung

Fachworkshop Zwischenlagerung: BGZ präsentiert aktuellen Stand ihres Forschungsprogramms

23. November 2023/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, vZL
BERLIN/ESSEN – Auf Einladung der BGZ haben Expert*innen aus Forschung und Industrie in Berlin über wissenschaftliche und technische Aspekte der verlängerten Zwischenlagerung diskutiert. Im Fokus der Veranstaltung am 21. und 22. November stand das aktualisierte BGZ-Forschungsprogramm.

„Mit dem Forschungsprogramm haben wir die Grundlage dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren nachzuweisen“, erklärte Dr. Max Würtemberger, Leiter des für die Forschung verantwortlichen Bereichs bei der BGZ, in seinem Grußwort. „Dafür ist es erforderlich, einen breiten fachlichen Austausch zu führen, unser Forschungsprogramm an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anzupassen sowie laufend fortzuschreiben.“

Daher hat die BGZ ihr 2022 veröffentlichtes Forschungsprogramm aktualisiert, um weitere Projekte ergänzt und dabei auch dem neuen Zeithorizont bei der Endlagersuche Rechnung getragen. Dr. Jörn Becker, Leiter der BGZ-Forschungsabteilung, und sein Team stellten den rund 130 Teilnehmer*innen den aktuellen Sachstand vor und veranschaulichten die zahlreichen Forschungsaktivitäten des bundeseigenen Unternehmens – von Langzeituntersuchungen zur Sicherheit der Behälterdichtungen bis zu Experimenten, die zusätzliche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten der Brennelemente liefern sollen. Wesentliche Einflussfaktoren für die Aktualisierung des Forschungsprogramms waren die Schlussfolgerungen aus dem letzten Fachworkshop Zwischenlagerung, die wissenschaftliche Arbeit selbst und der Austausch mit nationalen und internationalen Partnern sowie mit der Öffentlichkeit.

Neben dem fachlichen Dialog erörtert die BGZ in zahlreichen regionalen und überregionalen Informationsveranstaltungen ihre Vorbereitungen auf die verlängerte Zwischenlagerung. Diesen Austausch mit der Öffentlichkeit wird sie ebenso ausbauen wie den Dialog mit der Wissenschaft.

„Mit fortschreitender Entwicklung unserer Forschungsprojekte erhalten wir Erkenntnisse, über die wir kontinuierlich informieren und mit der Fachwelt diskutieren möchten“, betonte Becker. „Daher werden wir den Austausch im Rahmen unseres Fachworkshops Zwischenlagerung, aber auch in anderen Formaten, fortsetzen.“

Hintergrund:

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigungen für die Zwischenlager der BGZ laufen ab 2034 sukzessive aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) frühestens in den 2040er-Jahren mit der Benennung eines Endlagerstandorts für hochradioaktive Abfälle rechnet. Dann wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis das Endlager gebaut und alle Behälter an dieses abgegeben sind. Die BGZ wird rechtzeitig neue Zwischenlagergenehmigungen beantragen. Darauf bereitet sie sich seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor, unter anderem mit ihrem Forschungsprogramm. In dessen Rahmen arbeitet sie in konkreten Forschungsvorhaben mit nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft, Industrie und von Universitäten zusammen. Das aktualisierte Forschungsprogramm ist unter https://bgz.de/mediathek/#publikationen abrufbar.

Vortrag Dr. Jörn Becker, Leiter der BGZ-Forschungsabteilung
https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/11/2023-11-23-BGZ-praesentiert-aktuellen-Stand-des-Forschungsprgramms-3-scaled.jpg 1707 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-11-23 10:30:182025-11-18 09:57:11Fachworkshop Zwischenlagerung: BGZ präsentiert aktuellen Stand ihres Forschungsprogramms

Brokdorf: BGZ im Dialog vor Ort

3. November 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BROKDORF – In einer Informationsveranstaltung für die Bürger*innen der Gemeinde Brokdorf hat die BGZ aktuelle Vorhaben am Standort vorgestellt. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) erläuterte zudem den Zeitplan bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle.

Marco Paschen informierte als Leiter des Zwischenlagers über die vorgesehenen Einlagerungen von abgebrannten Brennelementen aus dem Kernkraftwerk Brokdorf. Weitere Themen waren die für 2026 vorgesehene Rückführung hochradioaktiver Wiederaufarbeitungsabfälle nach Brokdorf sowie die aktuell laufenden Nachrüstungsmaßnahmen am Standort. „Ein weiteres wichtiges Projekt ist die gesetzlich vorgeschriebene Entkopplung des Zwischenlagers vom Kraftwerksbetrieb“, so Marco Paschen. „Schließlich wird das Zwischenlager auch nach dem Rückbau des Kernkraftwerkes noch in Betrieb sein. In diesem Zusammenhang planen wir derzeit die Errichtung eines eigenen Funktionsgebäudes auf unserem Gelände.“

Manuel Wilmanns, Abteilungsleiter für die Infostellen bei der BGE, stellte im Anschluss den Stand der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle vor. Er erläuterte, dass es nicht mehr möglich sein wird, bis zum Jahr 2031 einen Standort für das Endlager festzulegen. „Die BGE hat eine belastbare Zeitplanung bis zur nächsten Etappe der Endlagersuche vorgelegt. Für die weiteren Phasen sind noch sehr viele Variablen offen. Dabei ist uns sehr bewusst, dass die Zeitbedarfe für die Standortauswahl Auswirkungen beispielsweise auf die Dauer der Zwischenlagerung haben.“

Im Anschluss an die Vorträge tauschten sich die Vertreter*innen der BGZ und der BGE mit den Bürger*innen über ihre Fragen und Positionen zur Zwischenlagerung in Brokdorf und zur Endlagersuche in Deutschland aus.

Jörg Schmidt, Bürgermeister der Gemeinde Brokdorf, erklärte: „Wir fühlen uns durch die BGZ gut darüber informiert, wie sie sich auf die längere Zwischenlagerung vorbereitet. Der mit der BGZ gepflegte offene Austausch ist uns wichtig. Klar ist aber auch: Das Zwischenlager darf nicht zur Dauerlösung werden. Die Endlagersuche muss deshalb konsequent vorangetrieben werden, damit die Standortkommunen den Atomausstieg nicht alleine auf ihren Schultern tragen. Die Entsorgung radioaktiver Abfälle ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/11/2023-11-03-PM-Brokdorf-BGZ-im-Dialog_Gruppe-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-11-03 13:14:282025-04-24 14:46:34Brokdorf: BGZ im Dialog vor Ort
BGZ

BGZ baut Forschungsgruppe an der TU München auf

19. Oktober 2023/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite
GARCHING/ESSEN – Die BGZ ist nun am Forschungs- und Hochschulcampus in Garching mit eigenem Personal und eigenen Räumen vertreten. Durch die Vernetzung mit der Technischen Universität München (TUM) baut das bundeseigene Unternehmen seine Forschungsaktivitäten aus, um die Voraussetzungen für eine verlängerte Zwischenlagerung zu schaffen.

Geplant ist der Aufbau einer Forschungsgruppe, die das Alterungsverhalten von Brennelementen untersucht. „Für uns ist es ein wichtiger Schritt, nun mit unserem Forschungsprogramm direkt im universitären Umfeld arbeiten zu können und unser wissenschaftliches Netzwerk auszubauen“, sagt Dr. Maik Stuke, Leiter der BGZ-Forschungsgruppe in Garching. „Ziel ist es, durch unsere Forschungsaktivitäten die Grundlagen für die Genehmigungsverfahren zu schaffen, die die BGZ für eine verlängerte Zwischenlagerung führen wird.“

Expert*innen der BGZ bearbeiten nun zusammen mit Promotionsstudent*innen der TUM in BGZ-Räumlichkeiten auf dem Campus wissenschaftliche Fragestellungen zum Langzeitverhalten von Brennelementen. Die BGZ hat dazu einen Kooperationsvertrag mit dem Lehrstuhl für Nukleartechnik der TUM unterzeichnet. Die Vernetzung mit weiteren wissenschaftlichen Institutionen der Universität will die BGZ zur Umsetzung ihrer Forschungsprojekte sukzessive ausbauen.

Durch ihre Aktivitäten am Hochschulcampus in Garching fördert das bundeseigene Unternehmen außerdem den Kompetenzerhalt in der nuklearen Entsorgung. Dr. Jörn Becker, Leiter der BGZ-Forschungsabteilung, betont: „Nur durch eine enge Zusammenarbeit mit Hochschulen kann es uns gelingen, dass auch künftig das wissenschaftliche Know-how in der Branche vorhanden ist.“

Hintergrund:

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigungen für die Zwischenlager der BGZ laufen ab dem Jahr 2034 sukzessive aus. Da die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) frühestens in den 2040er-Jahren mit der Benennung eines Endlagerstandorts für hochradioaktive Abfälle rechnet, reichen die bestehenden Genehmigungen nicht aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig. Auf die dafür neu zu führenden Genehmigungsverfahren bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung 2017 vor. Im Fokus steht dabei ihr Forschungsprogramm, in dessen Rahmen das bundeseigene Unternehmen in konkreten Forschungsvorhaben mit Partnern aus der Industrie, mit Forschungsinstituten und Universitäten zusammenarbeitet und einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene führt. Das BGZ-Forschungsprogramm ist unter https://bgz.de/mediathek/#publikationen abrufbar.

Eine Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung hat die BGZ mit dem Lehrstuhl für Nukleartechnik an der TU München unterzeichnet: (v.l.) BGZ-Forschungsgruppenleiter Dr. Maik Stuke, der Leiter des Lehrstuhls für Nukleartechnik, Prof. Dr. Rafael Macián-Juan, und der Leiter der BGZ-Forschungsabteilung, Dr.
Jörn Becker.

 

Mit eigenen Räumlichkeiten ist die BGZ nun im Galileo-Komplex am Campus der TU München in Garching vertreten.

 

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/10/PM-BGZ-baut-Forschungsgruppe-in-Garching-auf-scaled.jpeg 1920 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-10-19 10:45:412025-11-18 09:57:24BGZ baut Forschungsgruppe an der TU München auf
Christopher Mick/BGZ

Zwischenlager Ahaus: BGZ und KHG führen Übung zur Notfallvorsorge durch

13. Oktober 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
AHAUS/EGGENSTEIN-LEOPOLDSHAFEN – Gemeinsam mit Vertreter*innen des Kreises Borken, der Kreispolizei und der Feuerwehr der Stadt Ahaus haben die BGZ und die Kerntechnische Hilfsdienst GmbH (KHG) am Zwischenlager Ahaus eine Übung zur Notfallvorsorge durchgeführt.

„Mit der Übung bereiten wir uns auf Ereignisse vor, die extrem unwahrscheinlich sind. Aber auch für solche Ereignisse treffen wir die nötige Vorsorge und stellen regelmäßig unsere Einsatzbereitschaft unter Beweis“, erläutert Stefan Prüßmann, Einsatzleiter der KHG. Bei der Übung wurde das fiktive Szenario eines abgestürzten Containers mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen im Zwischenlager unterstellt.

Der Leiter des Zwischenlagers, Uwe Wolf, zog nach der Übung ein positives Fazit: „Das Zusammenwirken aller Akteure hat sehr gut funktioniert. Die gesammelten Erfahrungen helfen uns, die Notfallvorsorge zu überprüfen und die Abläufe zu festigen.“

Die Übung begann am Donnerstagvormittag mit der Erprobung der taktischen Zusammenarbeit zwischen BGZ, der Leitstelle des Kreises Borken sowie der Kreispolizei und der Feuerwehr der Stadt Ahaus. Der Kreis Borken nutzte die Übung der BGZ, um Bestandteile eines internen Einsatzplanes für das Zwischenlager Ahaus durchzuspielen.

Am Nachmittag probte die KHG den Einsatz mobiler, ferngesteuerter Roboter als Erkundungsinstrumente im Zwischenlager. Solche Systeme kommen zum Einsatz, um im Zuge eines Not- oder Störfalls ein detailliertes Lagebild von der Situation vor Ort zu erhalten.

Die Übung in Ahaus wird ergänzt durch eine weitere Erprobung, die in der kommenden Woche bei der KHG in Eggenstein-Leopoldshafen stattfindet. Dabei wird die Notfallschutz-Organisation die Bergung eines Containers mit umfangreicher Ausrüstung und Großgeräten demonstrieren.

Die atomrechtlichen Aufsichtsbehörden für das Zwischenlager Ahaus, die Bezirksregierung Münster und das Wirtschaftsministerium NRW, begleiteten die Übung. Die Genehmigungen für das Zwischenlager Ahaus schreiben vor, dass die BGZ am Standort Ahaus regelmäßig Übungen, auch mit externen Beteiligten, zur Notfallvorsorge durchführt.

Hintergrund:

Aufgabe der KHG mit Sitz in Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe ist es, die Folgen von potentiellen Notfällen in kerntechnischen Anlagen einzudämmen und zu beseitigen, um Mensch und Umwelt zu schützen. Dafür verfügt das Unternehmen über speziell ausgebildetes Personal und eine umfangreiche technische Ausrüstung. Darüber hinaus sind 140 speziell geschulte externe Fachkräfte an der Technik der KHG ausgebildet und in eine 24/7-Rufbereitschaft eingebunden. Die BGZ hat zu Beginn des Jahres die Mehrheitsanteile der KHG übernommen.

Bei der Übung im Zwischenlager Ahaus wurden fernhantierte Systeme zur Erkundung eingesetzt.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/10/Uebung-im-BGZ-Zwischenlager-Ahaus1.jpg 1440 1920 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-10-13 15:30:252025-04-24 14:50:30Zwischenlager Ahaus: BGZ und KHG führen Übung zur Notfallvorsorge durch
BGZ

Staatssekretär Christian Kühn besucht zusammen mit der neuen BGZ-Geschäftsführerin das Zwischenlager Gorleben

10. Oktober 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
GORLEBEN – Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Christian Kühn, hat sich vor Ort über die Arbeit der BGZ informiert. Begleitet wurde er durch die Vorsitzende der Geschäftsführung der bundeseigenen Gesellschaft, Bettina Hesse.

Neben dem geplanten Rückbau der Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) ging es bei dem Treffen auch um die notwendige verlängerte Zwischenlagerung der hochradioaktiven Abfälle. „Mit dem Neustart des Endlagersuchverfahrens wurde gerade in Gorleben ein jahrzehntelanger Konflikt befriedet“, so der Parlamentarische Staatssekretär Kühn, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der BGZ ist. „Bis zur Abgabe an ein Endlager müssen die radioaktiven Abfälle sicher in den Zwischenlagern aufbewahrt werden, das ist die Kernaufgabe der BGZ. Ich begrüße daher, dass die sichere Zwischenlagerung mit der Öffentlichkeit in dialogorientierten Formaten erörtert wird.“

Nach dem Rundgang durch die Anlagen der BGZ tauschte sich Bettina Hesse zudem mit Samtgemeindebürgermeister Christian Järnecke und dem Bürgermeister von Gorleben aus. „Mir ist es sehr wichtig, ein Bild von der jeweiligen Situation vor Ort im persönlichen Gespräch zu gewinnen“, so Bettina Hesse. „Wir werden den Dialog mit den Bürger*innen weiter ausbauen und die Öffentlichkeit bei der verlängerten Zwischenlagerung über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus beteiligen.“

Samtgemeindebürgermeister Christian Järnecke ergänzte: „Die BGZ leistet eine solide Arbeit am Standort. Wir haben hier eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und das persönliche Kennenlernen ist eine gute Grundlage, diese Kooperation fortzusetzen.“

Hintergrund:

Die Genehmigung für das Zwischenlager Gorleben ist auf 40 Jahre befristet und läuft 2034 aus. Da die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) frühestens in den 2040er-Jahren mit der Benennung eines Endlagerstandorts für hochradioaktive Abfälle rechnet, reichen die bestehenden Genehmigungen nicht aus. Auf die notwendige verlängerte Zwischenlagerung bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung 2017 vor und hat die Öffentlichkeit frühzeitig und wiederkehrend darüber informiert. Die BGZ wird rechtzeitig neue Zwischenlagergenehmigungen beantragen und die sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager nachweisen.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/10/2023-10-10-Staatssekretaer-Christian-Kuehn-besucht-zusammen-mit-der-neuen-BGZ-Geschaeftsfuehrerin-das-Zwischenlager-Gorleben-scaled.jpg 2560 1920 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-10-10 13:30:052025-04-24 14:53:37Staatssekretär Christian Kühn besucht zusammen mit der neuen BGZ-Geschäftsführerin das Zwischenlager Gorleben

Positive Bilanz: Brandschutz für Zwischenlager seit zwei Jahren in kommunaler Verantwortung

28. September 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
GRAFENRHEINFELD – Seit rund zwei Jahren ist die Freiwillige Feuerwehr für den Brandschutz am BGZ-Zwischenlagerstandort Grafenrheinfeld zuständig. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Kommune und Betreiber läuft reibungslos, wie Bürgermeister Christian Keller der neuen Vorsitzenden der BGZ-Geschäftsführung, Bettina Hesse, bei ihrem Antrittsbesuch versicherte.

„Gemeinde, Feuerwehr und BGZ sind auch beim Brandschutz verlässliche Partner. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut“, bilanziert Bürgermeister Christian Keller.

Grafenrheinfeld war bundesweit die erste Gemeinde, mit der die BGZ vor knapp zwei Jahren den Brandschutz neu regelte. Mitte 2021 verständigten sich Gemeinde, Kreisbrandrat, die örtliche Feuerwehr und das bundeseigene Unternehmen darauf, dass die Feuerwehr Grafenrheinfeld künftig Brandschutzaufgaben am Zwischenlagerstandort übernimmt.

Auch wenn bislang kein Einsatz beim Zwischenlager erforderlich war, entstehen der Ortsfeuerwehr Zusatzkosten für Ausrüstung und Ausbildung. Diesen Mehraufwand gleicht die BGZ finanziell aus.

Bettina Hesse sprach der örtlichen Feuerwehr ihren Dank für die Einsatzbereitschaft aus. „Die Feuerwehr leistet einen wertvollen Dienst an der Gemeinschaft. Ich habe großen Respekt vor allen, die sich hier ehrenamtlich engagieren“, würdigte Hesse das vielfältige Aufgabengebiet der Grafenrheinfelder Einsatzkräfte.

Dass dazu mittlerweile auch BGZ-Mitarbeiter*innen zählen, freute Bettina Hesse ganz besonders. Die BGZ hat nämlich eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen, die das BGZ-Personal ermuntert, sich in den Feuerwehren an den Standorten zu engagieren. Der Freiwilligen Feuerwehr Grafenrheinfeld sind bislang zwölf BGZ-Mitarbeiter*innen beigetreten, um die örtliche Feuerwehr bei ihren Einsätzen zu unterstützen.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/09/2023-09-28-PM-Brandschutz-Zwischenlager-Grafenrheinfeld-scaled.jpg 1920 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-09-28 11:00:282025-04-24 14:54:03Positive Bilanz: Brandschutz für Zwischenlager seit zwei Jahren in kommunaler Verantwortung

Zwischenlager Isar: Neue BGZ-Chefin macht Antrittsbesuch im Niederaichbacher Rathaus

25. September 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
NIEDERAICHBACH – Bettina Hesse hat sich als neue Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung im Rathaus Niederaichbach mit Bürgermeister Josef Klaus ausgetauscht. Bei dem Treffen betonten beide die Bedeutung ihrer konstruktiven Zusammenarbeit.

„Es ist mir ein wichtiges Anliegen, mir ein eigenes Bild von der Situation und den Erwartungen der Menschen an den Zwischenlagerstandorten zu machen“, erläuterte Bettina Hesse. „Wir haben vor Ort bereits eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit etabliert. Darauf können wir gut aufbauen.“

Ein zentrales Thema des Treffens mit Bürgermeister Klaus war die geplante Rückführung von Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente aus Sellafield nach Niederbayern. Mitte April erteilte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) der BGZ die Genehmigung, sieben CASTOR-Behälter mit solchen Abfällen im Zwischenlager Isar aufzubewahren.

Ein Termin für den Transport steht noch nicht fest. Noch ausstehende Voraussetzung für die Rückführung ist eine Transportgenehmigung, die ein von der Energiewirtschaft beauftragtes Unternehmen beantragt hat.

Bürgermeister Josef Klaus nutzte das Treffen auch, um auf die Auswirkungen des neuen Zeitbedarfs bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle aufmerksam zu machen. „Eine längere Suche bedeutet eine deutlich verlängerte Aufbewahrung in den Zwischenlagern. Das ist für alle Standortkommunen und die jeweilige Region eine große Belastung“, so Bürgermeister Klaus, der auch Vorsitzender der Asketa ist, der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Standortkommunen mit kerntechnischen Anlagen.

Da es jetzt deutlich über die vorgesehenen 40 Jahre Zwischenlagerung hinausgehe, möchten die Standortkommunen mehr mitreden können und erwarten auch einen Ausgleich. Hier versprach Bettina Hesse, die Botschaften der Asketa mit nach Berlin zu nehmen. Sie machte allerdings auch deutlich, dass über einen möglichen Ausgleich letztlich im Rahmen des Bundeshaushalts zu entscheiden sei.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/09/Isar-Besuch-13.jpg 956 1000 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-09-25 14:00:222025-04-24 14:54:27Zwischenlager Isar: Neue BGZ-Chefin macht Antrittsbesuch im Niederaichbacher Rathaus
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News / Pressemitteilungen

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  • Spatenstich in Brokdorf: Wichtiger Schritt zum unabhängigen Zwischenlagerbetrieb 9. September 2026
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  • Broschüre: Verlängerte Zwischenlagerung kurz und knapp 14. Juli 2026
  • Arbeitskreis Wesermarsch besichtigt BGZ-Zwischenlager 13. Juli 2026
  • BGZ stellt Antrag für die verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben 29. Juni 2026

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